Rechtsprechung
| BGH, 16.06.1976 - VIII ZR 33/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Anforderungen an die Auslegung eines Kaufvertrages - Voraussetzungen für den Untergang eines Erfüllungsanspruchs - Bewertung der Rücknahme der Kaufsache als Rücktritt vom Kaufvertrag
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- WM 1976, 1016
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (3)
- BGH, 29.10.1956 - II ZR 79/55
Finanzierung eines Abzahlungsgeschäfts
Auszug aus BGH, 16.06.1976 - VIII ZR 33/75
Die Klägerin konnte mit rechtlicher Wirkung in ihren AVB ihre gesetzlichen Gewährleistungspflichten als Verkäuferin (§§ 459 ff BGB), wie hier durch Nr. 13 geschehen, in der Weise begrenzen, daß sie dem Käufer grundsätzlich nur Nachbesserungsansprüche einräumte (BGH Urteil vom 29. Oktober 1956 - II ZR 79/55 = BGHZ 22, 90, 99). - BGH, 09.02.1960 - VIII ZR 53/59
Auszug aus BGH, 16.06.1976 - VIII ZR 33/75
Ein Leistungsverweigerungsrecht, begründet mit angeblichen Mängeln der Kaufsache, kann dann in Betracht kommen, wenn die daraus hergeleiteten Gegenrechte des Käufers begründet und zudem entscheidungsreif sind (Senatsurteil vom 9. Februar 1960 - VIII ZR 53/59 = LM AGB Nr. 10). - BGH, 26.11.1957 - VIII ZR 314/56
Auszug aus BGH, 16.06.1976 - VIII ZR 33/75
Der Hinweis auf angebliche Mängel der Kaufsache gibt dem Käufer grundsätzlich nicht das Recht, die Zahlung des Kaufpreises zu verweigern, wenn ein solches Leistungsverweigerungsrecht in den zum Vertragsinhalt gewordenen AGB ausgeschlossen worden ist (Senatsurteil vom 26. November 1957 - VIII ZR 314/56 = LM BGB § 476 Nr. 4).
- BGH, 16.03.1978 - VII ZR 159/77
Ausschluß der Berufung auf erwiesene oder unstreitige Gegenansprüche
Das Berufungsgericht läßt jedoch außer acht, daß nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der Unternehmer sich auf den vertraglichen Ausschluß des Leistungsverweigerungsrechts des Bestellers dann nicht mehr berufen kann, wenn der zur Rechtfertigung vorgebrachte Gegenanspruch erwiesen oder - wie hier - sogar unstreitig ist (BGHZ 62, 323, 328; BGH NJV 1960, 859; 1970, 383, 386; Urteil vom 16. Juni 1976 - VIII ZR 33/75 = WM 1976, 1016, 1019).Der Wegfall der zweckbestimmten Rechtfertigung des Ausschlusses eines Zurückbehaltungsrechts in AGB bei feststehendem Gegenanspruch hängt auch nicht davon ab, ob - wie hier (vgl. auch BGHZ 62, 323 und Urteil vom 16. Juni 1976 - VIII ZR 33/75 = WM 1976, 1016) - die Zurückhaltung von Zahlungen wegen "jeglicher" Gegenansprüche des Bestellers ausgeschlossen ist oder nur wegen "vom Unternehmer nicht anerkannter" Gegenansprüche (vgl. BGH NJW 1958, 419; 1960, 859 Nr. 1; BGHZ 48, 264).
- BGH, 05.07.1984 - III ZR 79/83
Geltung des AbzG bei Austausch der ursprünglichen Kaufsache
Die Rücktrittsfiktion des § 5 AbzG greift nicht ein, wenn der Kläger das Fahrzeug nicht auf Verlangen der Bank herausgegeben sondern den Besitz daran freiwillig aufgegeben und dann die Bank gebeten hat, den Pkw für ihn zu verkaufen und den Erlös auf seine Darlehensschuld anzurechnen (vgl. BGH, Urteile vom 16. Dezember 1964 - VIII ZR 293/62 = WM 1965, 123, 124; vom 16. September 1966 - VIII ZR 103/64 = WM 1966, 1174, 1175; vom 16. Juni 1976 - VIII ZR 33/75 = WM 1976, 1016, 1018;… aber auch vom 4. April 1984 aaO. zu III. 3. b;… Ostler/Weidner, aaO., § 5 Anm.80;… Klauss/Ose, AbzG Rn. 584).
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