Rechtsprechung
| BGH, 15.11.1966 - VIII ZR 63/62 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Berichtigung eines Urteilsausspruchs
Verfahrensgang
- BGH, 27.11.1963 - VIII ZR 63/62
- BGH, 15.11.1966 - VIII ZR 63/62
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Rechtsprechung
| BGH, 27.11.1963 - VIII ZR 63/62 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 27.11.1963 - VIII ZR 63/62
- BGH, 15.11.1966 - VIII ZR 63/62
Papierfundstellen
- MDR 1964, 138
Wird zitiert von ... (10)
- BGH, 24.06.1988 - V ZR 49/87
Berücksichtigung nach Zugang einer Willenserklärung eingetretener Umstände
Eine Erklärung solchen Inhalts, in der zwar der Ausdruck "Rücktritt" gebraucht wird, gleichzeitig aber Schadensersatzansprüche angekündigt werden, ist nach der Verkehrsauffassung regelmäßig als Schadensersatzforderung zu verstehen, sofern nicht im Einzelfall besondere Umstände dagegen sprechen (RG JW 1926, 2906; BGH Urt. v. 27. November 1963, VIII ZR 63/62, LM BGB § 326 [Ea] Nr. 5 und v. 10. Februar 1982, VIII ZR 27/81, NJW 1982, 1279, 1280). - BGH, 10.02.1982 - VIII ZR 27/81
Schadensersatz wegen Nichterfüllung eines Kaufvertrages - Rücknahme einer …
Die Verkehrsauffassung mißt dem Ausdruck "Rücktritt" nicht die gesetzestechnische Bedeutung bei, sondern schließt daraus lediglich, daß der Gläubiger auf die geschuldete Leistung keinen Wert mehr legt (vgl. hierzu RGZ 126, 65, 69; BGH Urteil vom 27. November 1963 - VIII ZR 63/62 = LM BGB 326 Ea Nr. 5 = MDR 1964, 138). - BGH, 28.11.1997 - V ZR 178/96
Parteifähigkeit einer Vor-GmbH; Ersatz von Verwendungen des Käufers nach …
Das gilt auch dann, wenn der Gläubiger das Wort "Rücktritt" verwendet, im übrigen aber zum Ausdruck bringt, daß er sich die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vorbehält (vgl. BGH, Urt. v. 27. November 1963, VIII ZR 63/62, BGB LM § 326 (Ea) Nr. 5).
- BGH, 16.12.1999 - IX ZR 197/99
Streitwert bei Besteheneiner aufrechenbaren Gegenforderung gegen den Kläger einer …
Derartige Formulierungen sind regelmäßig dahin zu verstehen, der Gläubiger wolle Schadensersatz beanspruchen (vgl. BGH, Urt. v. 27. November 1963 - VIII ZR 63/62, LM § 326 (Ea) BGB Nr. 5; v. 10. Februar 1982 - VIII ZR 27/81, NJW 1982, 1279 f; v. 11. Mai 1988 - VIII ZR 138/87, WM 1988, 1171, 1172; v. 24. Juni 1988 - V ZR 49/87, WM 1988, 1599, 1600; v. 6. Juli 1988 - VIII ZR 256/87, WM 1988, 1564, 1566; auch v. 17. Januar 1997 - V ZR 285/95, NJW 1997, 1231). - BGH, 27.10.1982 - VIII ZR 190/81
Auslegung eines Vertrages als "Fixgeschäft" - Verwendung des Zusatzes "fix" durch …
Entscheidend ist, wie die Erklärung vom Standpunkt des Empfängers aus aufzufassen war (Senatsurteile vom 27. November 1963 - VIII ZR 63/62 = LM BGB § 326 (Ea) Nr. 5 zu II 2 - und vom 10. Februar 1982 - VIII ZR 27/81 = NJW 1982, 1278 = WM 1982, 512 zu II 2 c). - BGH, 11.05.1988 - VIII ZR 138/87
Wirksamkeit des Rücktritts von einem Pachtvertrag über einen von einer …
Vor allem aber bleibt das Berufungsgericht die erschöpfende Erörterung dafür schuldig, inwiefern die angeführten Gründe die Klägerin veranlassen konnten, unter Abstandnahme von ihr vermeintlich zustehenden - und ausdrücklich vorbehaltenen - Schadensersatzansprüchen vom Vertrage zurückzutreten (vgl.Senatsurteil vom 27. November 1963 - VIII ZR 63/62 = MDR 1964, 138 = LM BGB § 326 (Ea) Nr. 5). - OLG Hamm, 18.09.2000 - 22 W 26/00
Durchbrechung der Rechtskraft eines Vollstreckungsbescheids - Zinsanspruch - …
Die Erklärung ist auch nicht mehrdeutig, so dass sie nach den von der Rechtsprechung entwickelten Regeln unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung als Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen aufgefasst werden könnte (dazu BGH, MDR 1964, 138; BGH, NJW 1982, 1279, 1290; BGH, NJW-RR 1988, 1100; OLG Hamm, NJW 1987, 2089, 2090). - BGH, 19.10.1994 - VIII ZR 252/93
Rücktritt von einem Kaufvertrag unter Eigentumsvorbehalt
Zwar ist anerkannt, daß eine mehrdeutige Erklärung, insbesondere wenn der Erklärende sich die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vorbehält, trotz des Gebrauchs des Ausdrucks "Rücktritt" im Zweifel nicht als Auflösung des Vertragsverhältnisses zu verstehen ist (vgl. Senatsurteil vom 27. November 1963 - VIII ZR 63/62 = LM § 326 (Ea) BGB Nr. 5; Senatsurteil vom 10. Februar 1982 - VIII ZR 27/91 = NJW 1982, 1279 [BGH 10.02.1982 - VIII ZR 27/81] unter II 2 c; Senatsurteil vom 11. Mai 1988 - VIII ZR 138/87 = NJW-RR 1988, 1100 unter 3). - BGH, 14.12.1966 - VIII ZR 231/64
Rechtsmittel
Wenn ein Rechtsanwalt die Wendung gebraucht, daß sein Auftraggeber von einem Vertrage zurücktrete, aber zugleich ankündigt, daß sein Auftraggeber Schadensersatzansprüche geltend machen werde, kann auch ein solches Schreiben dahin verstanden werden, daß das Wort Rücktritt vom Vertrage nicht im gesetzestechnischen Sinne (§ 326 BGB) gemeint ist und von dem Vertragsgegner entsprechend verstanden werden muß (vgl. Urt. des erkennenden Senats vom 27. November 1963 - VIII ZR 63/62 - BGH Warn 1963 Nr. 248 = MDR 1964, 138 = DB 1964, 65). - BGH, 22.09.1976 - VIII ZR 90/75
Schadensersatz wegen Nichterfüllung eines Mietvertrags über gewerbliche Räume zum …
Als Rücktrittserklärung können die Ausführungen in dem genannten Schreiben nicht gewertet werden, weil die Würdigung des Gesamtinhaltes des Schreibens ergibt, daß die Klägerin nicht die Aufhebung des Vertrages erstrebte, sondern unter Ablehnung der eigenen Leistung Schadensersatz wegen Nichterfüllung begehrte und in einer solchen Erklärung die Wahl des Schadensersatzanspruchs zu sehen ist (vgl. Senatsurteil vom 27. November 1963 - VIII ZR 63/62 = LM BGB § 326 (Ea) Nr. 5 = MDR 64, 138 und BGB RGRK, 12. Aufl., § 326 Rdn. 64).
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