Rechtsprechung
| OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 5 Nr. 1b MBKK 76; § 5 Nr. 1b MBKT 78
Vorsätzliches Herbeiführen einer Krankheit; Eingreifen eines Leistungsausschlusses bei der vorsätzlichen Herbeiführung einer Krankheit; Eingeschränkte Auslegung der Vorsatzklausel bei Suchterkrankungen; Definition des Vorsatzbegriffs; Krankhafte Einschränkung des ... - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
ZPO § 407a Abs. 2
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Vorsätzliches Herbeiführen einer Krankheit; Eingreifen eines Leistungsausschlusses bei der vorsätzlichen Herbeiführung einer Krankheit; Eingeschränkte Auslegung der Vorsatzklausel bei Suchterkrankungen; Definition des Vorsatzbegriffs; Krankhafte Einschränkung des ...
Papierfundstellen
- VersR 1997, 952
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (11)
- BGH, 10.07.1996 - IV ZR 133/95
Der BGH zur medizinisch notwendigen Heilbehandlung von AIDS
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Beweispflichtig für diese Voraussetzung ist der Versicherungsnehmer (BGH r+s 1991, 319; BGH r+s 1996, 457, 458).Die Beurteilung, ob eine ärztliche Behandlung vertretbarerweise als notwendig anzusehen ist, ist - selbstverständlich - durch ein medizinisches Sachverständigengutachten zu klären (BGH r+s 1996, 457).
- BGH, 29.05.1991 - IV ZR 151/90
Darlegungs- und Beweislast des Versicherers bei Leistungskürzungen in der …
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Beweispflichtig für diese Voraussetzung ist der Versicherungsnehmer (BGH r+s 1991, 319; BGH r+s 1996, 457, 458)."Medizinisch notwendig" i.S. der §§ 1 Abs. 2 Satz 1 MBKK 76 und 1 Abs. 2 Satz 1 MBKT 78 ist eine Heilbehandlung dann, wenn es nach den objektiv medizinischen Befunden und Erkenntnissen im Zeitpunkt der Vornahme der ärztlichen Behandlung vertretbar war, diese als notwendig anzusehen (BGH r+s 1991, 319; BGH r+s l996, 457).
- BGH, 23.06.1993 - IV ZR 135/92
Kein formularmäßiger Leistungsausschluß für wissenschaftlich nicht allgemein …
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse und damit - auch auf seine Interessen an (BGHZ 123, 83, 85 [BGH 23.06.1993 - IV ZR 135/92]; BGH r+s 1995, 45; BGH r+s 1996, 169).
- BGH, 29.11.1978 - IV ZR 175/77
Einstufung von Fettleibigkeit (Adipositas) als Krankheit - Zeitpunkt der …
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Die Frage der medizinischen Notwendigkeit der stationären Behandlung des Klägers ab dem 0l.09.l994 ist auch nicht durch das von der Berufung zitierte Urteil (BGH VersR 1979, 221) bereits entschieden. - BGH, 06.03.1996 - IV ZR 275/95
Beschädigung des ziehenden Pkw durch einen Camping-Anhänger
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse und damit - auch auf seine Interessen an (BGHZ 123, 83, 85 [BGH 23.06.1993 - IV ZR 135/92]; BGH r+s 1995, 45; BGH r+s 1996, 169). - BGH, 23.11.1994 - IV ZR 48/94
Ersatzfähigkeit der Kosten der Entsorgung von mit dem Fahrzeug beförderten und …
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse und damit - auch auf seine Interessen an (BGHZ 123, 83, 85 [BGH 23.06.1993 - IV ZR 135/92]; BGH r+s 1995, 45; BGH r+s 1996, 169). - BGH, 13.01.1988 - IVa ZR 214/86
Begriff der Entziehungsmaßnahme
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Zu unterscheiden ist sie von der Behandlung, die notwendig ist, um krankhafte Zustände zu beseitigen, die durch die Sucht hervorgerufen worden sind (BGH r+s 1988, 116; OLG Hamm r+s 1991, 280; OLG Köln r+s 1995, 193). - OLG Frankfurt, 16.12.1992 - 13 U 223/89
Halswirbelsäulen-Schleudertrauma; Schadensersatzrechtliche Folgen; Unfallursache; …
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Dem beauftragten Sachverständigen ist es nämlich gestattet, andere Personen als Hilfskräfte hinzuzuziehen, soweit nur die volle persönliche Verantwortung des vom Gericht ausgewählten Sachverständigen gewahrt bleibt und die Feststellung erlaubt ist, dass eine eigenverantwortliche gutachterliche Tätigkeit des bestellten Sachverständigen vorliegt (BGH VersR l972, 927, 929; BVerwG NJW l984, 2645, 2646; OLG Frankfurt VersR 1994, 610). - OLG Köln, 16.02.1995 - 5 U 210/94
Krankenversicherungsrecht: Kosten einer Entzugsbehandlung
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Zu unterscheiden ist sie von der Behandlung, die notwendig ist, um krankhafte Zustände zu beseitigen, die durch die Sucht hervorgerufen worden sind (BGH r+s 1988, 116; OLG Hamm r+s 1991, 280; OLG Köln r+s 1995, 193). - OLG Hamm, 07.12.1990 - 20 U 320/89
Entziehungsmaßnahmen; Suchtmittel; Krankheit; Kosten
Auszug aus OLG Oldenburg, 15.01.1997 - 2 U 128/96
Zu unterscheiden ist sie von der Behandlung, die notwendig ist, um krankhafte Zustände zu beseitigen, die durch die Sucht hervorgerufen worden sind (BGH r+s 1988, 116; OLG Hamm r+s 1991, 280; OLG Köln r+s 1995, 193). - OLG Oldenburg, 29.06.1988 - 2 U 108/88
- KG, 07.12.2018 - 6 U 78/17
Krankheitskostenversicherung: Leistungspflicht bei stationärem Klinikaufenthalt …
Rn. 7 Wesentlich für eine Entziehungsmaßnahme ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine bestimmte Zielrichtung der Behandlung, nämlich die Ausrichtung auf die Entwöhnung des Patienten von einem Suchtmittel (grundlegend: BGH, Urteil vom 13.01.1988 - IVa ZR 214/86 -, NJW 1988, 1517, LS nach juris; dem folgend: OLG Stuttgart…, Urteil vom 28.05.1998 - 7 U 247/97 -, Rz. 3 nach juris; OLG Köln, Urteil vom 16.02.1995 - 5 U 210/94 - OLG Hamm, Urteil vom 7.12.1990 - 20 U 320/89 -, unter 2.b); OLG Oldenburg, Urteil vom 15.1.1997 - 2 U 128/96 -, Rz. nach juris; OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.12.2011 - 9 U 3/10 -, Rz. 34 nach juris; Schubach in Terbille/Höra, Münchner Anwaltshandbuch Versicherungsrecht, 4. Aufl., § 23 Rn. 300; Kalis in Bach/Moser, Private Krankenversicherung, 5. Aufl., § 5 MB/KK Rn. 29; Commer in Van Büren, Handbuch des Versicherungsrechts, 7. Aufl., § 17 Rn. 520, 522).Übereinstimmend damit haben andere Oberlandesgerichte eine Kostenerstattungspflicht des Versicherers bei "gemischten" Behandlungsformen nicht ohne die Feststellung bejaht, dass die stationäre Behandlung des Versicherten auch für die anderweitige Erkrankung medizinisch notwendig war (vgl. OLG Hamm…, Urteil vom 7.12.1990 a.a.O., unter 2.); OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.12.2011 a.a.O., Rz. 32, 35, 46 nach juris; OLG Karlsruhe, Urteil vom 3.11.1983 - 12 U 264/82 - OLG Oldenburg, Urteil vom 15.1.1997 a.a.O., Rn. 10 nach juris).
- OLG Karlsruhe, 31.08.2000 - 19 U 243/99
Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit einer Maßnahme der alternativen …
Der insoweit beweispflichtige Kl. (…vgl. Prölss/Martin, VVG 26. Aufl. MBKK 94 § 1 Rdn. 46; BGH VersR 1979, 221 = NJW 1979, 1250; OLG Köln r+s 1997, 123; OLG Oldenburg VersR 1997, 952 = r+s 1997, 124) hat nicht nachzuweisen vermocht, dass die tatsächlich vorgenommene Behandlung in der K.-Klinik notwendig gewesen ist. - OLG Düsseldorf, 28.08.2003 - 8 U 6/03
Ersatzpflicht für Schäden wegen unterlassener Knochendichteprüfung trotz …
Ein solches Gutachten ist gleichwohl verwertbar, soweit die volle persönliche Verantwortung des vom Gericht bestellten Sachverständigen gewahrt bleibt und die Feststellung erlaubt ist, dass eine eigenverantwortliche gutachterliche Tätigkeit des bestellten Sachverständigen vorliegt (vgl. OLG Oldenburg, r + s 1997, 124 u. 132; OLG Koblenz, NVersZ 2002, 315).
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