Rechtsprechung
| KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06 |
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- openjur.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- VersR 2008, 69
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (17)
- BGH, 20.06.2001 - IV ZR 101/00
Bindung des Haftpflichtversicherers an Feststellungen im Haftpflichtprozeß
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Vielmehr ist sie dem Leistungsversprechen, das der Haftpflichtversicherer dem Versicherungsnehmer im Versicherungsvertrag gegeben hat, zu entnehmen (BGH NJW 2006, 289, 291; NJW-RR 2001, 1311; NJW 1993, 68).Damit wird verhindert, dass die im Haftpflichtprozess getroffene Entscheidung und die ihr zu Grunde liegenden Feststellungen im Deckungsprozess erneut überprüft werden können und müssen (BGH NJW 2006, 291; NJW-RR 2001, 1311; NJW 1993, 68).
Es ist deshalb im Deckungsprozess nicht mehr möglich, eine andere schadensverursachende Pflichtverletzung des Versicherungsnehmers zu Grunde zu legen als dies im Haftpflichtprozess geschehen ist (BGHNJW 2006, 291; NJW-RR 2001, 1311; NJW-RR 2002, 1539).
Rn. 60 Auch für andere Berufshaftpflichtversicherungen hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung bei gleichartigen Klauseln einen Risikoausschluss angenommen (vgl. BGH NJW-RR 1991, 145 - Berufshaftpflichtversicherung der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater; NJW-RR 2001, 1311 - Berufshaftpflichtversicherung eines Rechtsanwalts; NJW-RR 2003, 1572 und VersR 86, 647 - Berufshaftpflichtversicherung eines Notars).
Darlegungs- und beweispflichtig für die Verwirklichung der subjektiven Tatbestandsmerkmale des Risikoausschlusses ist der beklagte Versicherer (BGH NJW-RR 2001, 1311, 1312; NJW-RR 1991, 145).
Neben diesem Wissen um die Pflichten ist das Wollen der Pflichtverletzung unabdingbare Voraussetzung für den Risikoausschluss (vgl. BGH NJW-RR 2001, 1311, 1311).
- BGH, 17.12.1986 - IVa ZR 166/85
Voraussetzungen eines Risikoausschlusses für gesetz-, vorschrifts- oder sonst …
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Rn. 59 Der Bundesgerichtshof hat dies für eine Klausel in den Bedingungen einer Betriebshaftpflichtversicherung, die der hier streitigen Klausel entsprach, entschieden (vgl. BGH VersR 1987, 174 = NJW-RR 1987, 1987, 472 f.).Rn. 64 Ein bewusster Verstoß gegen Pflichten setzt voraus, dass der Versicherungsnehmer sich in einer Situation, in der ihm bewusst ist, wie und auf welche Art und Weise er sich verhalten müsste, was er konkret tun oder lassen müsste, ebenso bewusst dafür entscheidet, von dieser geforderten Verhaltensweise abzuweichen (vgl. BGH NJW-RR 1987, 472 ff.; Senat, Urteil vom 1. Februar 2005 - 6 U 43/04).
- BGH, 30.09.1992 - IV ZR 314/91
Bindungswirkung und Trennungsprinzip im Haftpflichtprozeß - Interessenwahrung bei …
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Vielmehr ist sie dem Leistungsversprechen, das der Haftpflichtversicherer dem Versicherungsnehmer im Versicherungsvertrag gegeben hat, zu entnehmen (BGH NJW 2006, 289, 291; NJW-RR 2001, 1311; NJW 1993, 68).Damit wird verhindert, dass die im Haftpflichtprozess getroffene Entscheidung und die ihr zu Grunde liegenden Feststellungen im Deckungsprozess erneut überprüft werden können und müssen (BGH NJW 2006, 291; NJW-RR 2001, 1311; NJW 1993, 68).
- BGH, 18.02.2004 - IV ZR 126/02
Voraussetzungen der Bindungswirkung der Feststellungen im vorangegangenen …
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Aus den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen zur so genannten Voraussetzungsidentität (vgl. dazu BGH NJW-RR 2004, 676) folgt nichts Anderes.Weitergehende Feststellungen zur Verschuldensform wären überschießende Feststellungen gewesen, so dass mangels "Voraussetzungsidentität" keine Bindungswirkung vorliegen würde (vgl. BGH NJW-RR 2004, 676 ff.).
- BGH, 26.09.1990 - IV ZR 147/89
Umfang des subjektiven Risikoausschlusses
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Rn. 60 Auch für andere Berufshaftpflichtversicherungen hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung bei gleichartigen Klauseln einen Risikoausschluss angenommen (vgl. BGH NJW-RR 1991, 145 - Berufshaftpflichtversicherung der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater; NJW-RR 2001, 1311 - Berufshaftpflichtversicherung eines Rechtsanwalts; NJW-RR 2003, 1572 und VersR 86, 647 - Berufshaftpflichtversicherung eines Notars).Darlegungs- und beweispflichtig für die Verwirklichung der subjektiven Tatbestandsmerkmale des Risikoausschlusses ist der beklagte Versicherer (BGH NJW-RR 2001, 1311, 1312; NJW-RR 1991, 145).
- BGH, 15.05.2006 - II ZB 5/05
Anforderungen an die Bezeichnung der Parteien
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Entscheidend ist, welchen Sinn die Erklärung aus der Sicht des Gerichts und des Prozessgegners hat (vgl. BGH NJW-RR 2006, 1569, 1570;… BGHReport 2003, 1168 f).Als Auslegungsmittel können auch spätere Prozessvorgänge herangezogen werden (BGH NJW-RR 2006, 1569, 1570).
- KG, 01.02.2005 - 6 U 43/04
Betriebshaftpflichtversicherung: Pflichtwidrigkeitsklausel als subjektiver …
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Rn. 64 Ein bewusster Verstoß gegen Pflichten setzt voraus, dass der Versicherungsnehmer sich in einer Situation, in der ihm bewusst ist, wie und auf welche Art und Weise er sich verhalten müsste, was er konkret tun oder lassen müsste, ebenso bewusst dafür entscheidet, von dieser geforderten Verhaltensweise abzuweichen (vgl. BGH NJW-RR 1987, 472 ff.; Senat, Urteil vom 1. Februar 2005 - 6 U 43/04). - BGH, 19.03.2003 - IV ZR 233/01
Rückwirkende Anwendbarkeit des Ausschlussgrundes der wissentlichen …
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Rn. 60 Auch für andere Berufshaftpflichtversicherungen hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung bei gleichartigen Klauseln einen Risikoausschluss angenommen (vgl. BGH NJW-RR 1991, 145 - Berufshaftpflichtversicherung der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater; NJW-RR 2001, 1311 - Berufshaftpflichtversicherung eines Rechtsanwalts; NJW-RR 2003, 1572 und VersR 86, 647 - Berufshaftpflichtversicherung eines Notars). - BGH, 03.06.2003 - X ZB 47/02
Zulässigkeit der Berichtigung einer Parteibezeichnung
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Entscheidend ist, welchen Sinn die Erklärung aus der Sicht des Gerichts und des Prozessgegners hat (vgl. BGH NJW-RR 2006, 1569, 1570; BGHReport 2003, 1168 f). - BGH, 23.10.2003 - VII ZB 19/02
Auslegung der Parteibezeichnung
Auszug aus KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06
Die Auslegung kann insbesondere zu dem Ergebnis führen, dass im Rechtsstreit das Unternehmen verklagt werden soll, das beispielsweise den Auftrag, aus dem der Klageanspruch hergeleitet wird, erteilt hat (vgl. BGH NJW-RR 2004, 501). - BGH, 24.05.2000 - IV ZR 186/99
Haftungsausschluß nach AVB-Werkverkehr
- BGH, 18.11.2004 - III ZR 97/03
Anforderungen an die Bezeichnung der beklagten öffentlich-rechtlichen …
- BGH, 14.12.1994 - IV ZR 3/94
Obliegenheitsverletzung; Versicherungsschutz; Unterscheidung von Risikobegrenzung …
- BGH, 16.06.2004 - IV ZR 201/03
Rechtsnatur des Ausschlusses des Versicherungsschutzes für nicht in einem …
- BGH, 17.07.2002 - IV ZR 268/01
Ausschluß des Versicherungsschutzes wegen wissentlicher Pflichtverletzung des …
- BGH, 06.12.2005 - VIII ZB 30/05
Anforderungen an die Bezeichnung des Rechtsmittelführers in der Berufungsschrift
- BGH, 05.03.1986 - IVa ZR 179/84
Wissentliche Pflichtverletzung - Sozienklausel
- OLG Düsseldorf, 01.02.2010 - 24 U 156/09
Ansprüche des Rechtsschutzversicherers gegen den Prozessbevollmächtigten des …
Rn. 7 bb) Im Übrigen hat der Kläger den Regressprozess, für den der Vorschuss bestimmt war, rechtskräftig verloren, nachdem das OLG Oldenburg (6 U 132/06) seine Berufung gegen das klageabweisende Urteil des LG Osnabrück (12 O 2594/04) im Beschlussverfahren gemäß § 522 Abs. 2 ZPO am 27. Februar 2007 zurückgewiesen hat (vgl. Urt. OLG Düsseldorf v. 01.04.2009, I-18 U 150/08). - OLG Karlsruhe, 24.09.2009 - 12 U 47/09
Rechtsanwaltshaftpflichtversicherung: Wissentliche Pflichtverletzung des …
Darlegungs- und beweisbelastet hierfür ist die Beklagte (BGH VersR 1970, 1121; KG VersR 2008, 69; OLG Köln RuS 1997, 105). - OLG Frankfurt, 22.10.2009 - 3 U 103/08
Deckungsprozess gegen die Berufshaftpflichtversicherung eines Steuerberaters: …
Den Versicherungsunternehmen sei dagegen zuzumuten, einen zentralen Ruf wie bei den Kfz-Versicherungen einzurichten, um Geschädigten die Ermittlung der Berufshaftpflichtversicherung zu ermöglichen (KG, Urteil vom 30.1.2007 - 6 U 132/06). - OLG Düsseldorf, 01.04.2009 - 18 U 150/08 Die hiergegen eingelegte Berufung wies das OLG Oldenburg gemäß § 522 ZPO durch Beschluss vom 27. Februar 2007 zurück (Aktenzeichen 6 U 132/06).
- LSG Baden-Württemberg, 28.02.2007 - L 2 U 4810/06 Die bereits am 12. Januar 2006 vor dem SG erhobenen Untätigkeitsklage (S 6 U 132/06) wies das SG mit Gerichtsbescheid vom 20. März 2006 als unzulässig ab.
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