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Rechtsprechung
   OLG Köln, 28.09.2012 - I-20 U 107/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,42742
OLG Köln, 28.09.2012 - I-20 U 107/12 (https://dejure.org/2012,42742)
OLG Köln, Entscheidung vom 28.09.2012 - I-20 U 107/12 (https://dejure.org/2012,42742)
OLG Köln, Entscheidung vom 28. September 2012 - I-20 U 107/12 (https://dejure.org/2012,42742)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • IWW
  • versicherungsrechtsiegen.de

    Unfallversicherung Leistungsfreiheit bei Alkohol

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AUB Nr. 5.5.1
    Eintrittspflicht der privaten Unfallversicherung bei alkoholbedingter Bewusstseinsstörung eines Fußgängers

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (6)

  • anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)

    Unfallversicherung und der Fußgänger mit 1,92 Promille

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Versicherer muss nach Unfall einer Fußgängerin beim Überqueren der Fahrbahn mit einem BAK-Wert von 1,92 Promille nicht zahlen

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Versicherungsrecht - Beweislast bei alkoholbedingter (und kausaler) Bewusstseinsstörung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Beweislasterleichterungen zugunsten des Unfallversicherers bei Alkoholeinfluss

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Blutalkoholkonzentration von 1,92 Promille: Betrunkener und verunfallter Fußgänger erhält keine Versicherungsleistungen - Alkoholbedingte Bewusstseinsstörung lag vor

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Eintrittspflicht der privaten Unfallversicherung bei alkoholbedingter Bewusstseinsstörung eines Fußgängers

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2013, 1043
  • NZV 2013, 601
  • VersR 2013, 1166
  • VersR 2013, 1521
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (10)

  • BGH, 11.12.1973 - 4 StR 130/73

    zwei Wacholder - § 316 StGB, Rückrechnung, Resorptionsdauer, …

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Ausreichend ist, wenn der Kraftfahrer zum Zeitpunkt des Unfalls eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer Blutalkoholkonzentration führen wird, bei der von absoluter Fahruntüchtigkeit auszugehen ist (BGH, NJW 1974, 246).

    Dies deckt sich mit dem Grundsatz, dass die Anflutungswirkung einer zur Tatzeit möglicherweise noch nicht vollständig resorbierten Alkoholmenge einen vorhandenen Konzentrationsfehlbetrag ausgleicht und sich bei einem Sturztrunk eine Rückrechnung daher erübrigt (BGH NJW 1974, 246; vgl. auch OLG Köln, Blutalkohol 14, 267).

  • BGH, 24.02.1988 - IVa ZR 193/86

    Feststellung der relativen Fahruntüchtigkeit

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Unterhalb des absoluten Grenzwertes, der bei Fußgängern bei etwa 2, 0 Promille liegt (…Knappmann a.a.O.), setzt eine alkoholbedingte Bewusstseinsstörung voraus, dass entweder alkoholtypische Ausfallerscheinungen vorliegen oder das festgestellte verkehrswidrige Verhalten typischerweise durch Alkoholgenuss bedingt ist (vgl. BGH, VersR 1988, 733;… Knappmann a.a.O., m.w.N.).

    Rn. 23 Steht fest, dass der Versicherte zum Unfallzeitpunkt unter einer alkoholbedingten Bewusstseinsstörung litt, spricht dafür, dass die Bewusstseinsstörung für den Unfall mitursächlich geworden ist, der erste Anschein (BGH, VersR 1988, 733).

  • BGH, 03.07.2002 - IV ZR 205/01

    Bestimmung des Blutalkoholgehalts anhand von Leichenblut

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die versicherte Person an einer alkoholbedingten Bewusstseinsstörung litt, trägt der Versicherer, wobei es hinsichtlich der Alkoholisierung grundsätzlich genügt, wenn er sich auf einen im Ermittlungsverfahren festgestellten Blutalkoholkonzentrationswert beruft (BGH, NJW 2002, 3112).
  • OLG Hamm, 02.10.2002 - 20 U 140/01

    Vorliegen einer Geistesstörung und Bewusstseinsstörung durch eine …

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Liegt ein grob verkehrswidriges Verhalten vor, kann der Schluss auf eine alkoholbedingte Bewusstseinsstörung auch dann gezogen werden, wenn die Blutalkoholkonzentration noch unter dem Grenzwert lag (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 2003, 811; OLG Braunschweig, VersR 1997, 1343;… Knappmann, a.a.O. m.w.N.).
  • LG Aachen, 27.04.2012 - 9 O 608/10

    Anforderungen an die Leistungsfreiheit eines Unfallversicherers bei …

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Die Berufung der Klägerin gegen das am 27. April 2012 verkündete Urteil der 9. Zivilkammer des Landgerichts Aachen - 9 O 608/10 - wird zurückgewiesen.
  • OLG Braunschweig, 12.03.1997 - 3 U 69/96

    Anspruch auf Zahlung der Todesfalleistung aus Unfallversicherungsvertrag; …

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Liegt ein grob verkehrswidriges Verhalten vor, kann der Schluss auf eine alkoholbedingte Bewusstseinsstörung auch dann gezogen werden, wenn die Blutalkoholkonzentration noch unter dem Grenzwert lag (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 2003, 811; OLG Braunschweig, VersR 1997, 1343;… Knappmann, a.a.O. m.w.N.).
  • OLG Celle, 11.02.1983 - 8 U 180/82
    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Allein die fast immer bestehende denkgesetzliche Möglichkeit, dass der Versicherte den Unfall auch ohne Alkoholeinfluss erlitten haben könnte, entkräftet den Anscheinsbeweis nicht (OLG Celle, VersR 1983, 1131).
  • KG, 16.01.1998 - 6 W 8026/97
    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Rn. 10 Verteidigt sich der Versicherungsnehmer gegen eine Ablehnung der Leistungspflicht wegen alkoholbedingter Bewusstseinsstörung mit der Behauptung, der festgestellte Blutalkoholwert beruhe auf einem Nachtrunk, so ist er dafür beweispflichtig (KG, RuS 1998, 525; OLG Nürnberg, VersR 1984, 436; OLG Oldenburg, VersR 1984, 482).
  • OLG Nürnberg, 01.07.1982 - 8 U 118/82

    Beweislast bei Nachtrunk; Typische alkoholbedingte Ausfallerscheinungen eines …

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Rn. 10 Verteidigt sich der Versicherungsnehmer gegen eine Ablehnung der Leistungspflicht wegen alkoholbedingter Bewusstseinsstörung mit der Behauptung, der festgestellte Blutalkoholwert beruhe auf einem Nachtrunk, so ist er dafür beweispflichtig (KG, RuS 1998, 525; OLG Nürnberg, VersR 1984, 436; OLG Oldenburg, VersR 1984, 482).
  • OLG Oldenburg, 17.03.1983 - 2 W 32/83

    Blutalkoholgehalt; Alkoholaufnahme nach Unfall; Ablehnung der …

    Auszug aus OLG Köln, 28.09.2012 - 20 U 107/12
    Rn. 10 Verteidigt sich der Versicherungsnehmer gegen eine Ablehnung der Leistungspflicht wegen alkoholbedingter Bewusstseinsstörung mit der Behauptung, der festgestellte Blutalkoholwert beruhe auf einem Nachtrunk, so ist er dafür beweispflichtig (KG, RuS 1998, 525; OLG Nürnberg, VersR 1984, 436; OLG Oldenburg, VersR 1984, 482).
  • OLG Saarbrücken, 01.02.2017 - 5 U 45/16

    Unfallversicherung: Leistungsausschluss bei alkoholbedingter Bewusstseinsstörung

    Bei absoluter Fahruntüchtigkeit ist grundsätzlich eine Bewusstseinsstörung im Sinne der Ausschlussklausel gegeben (…BGH, Urt. v. 30.10.1985 - IVa ZR 10/84 - VersR 1986, 141;… Senat, Urt. v. 30.07.2014 - 5 U 1/14 - zfs 2015, 220;… Urt. v. 21.1.2009 - 5 U 249/08 - VersR 2009, 1109; OLG Düsseldorf, VersR 2013, 1166;… Knappmann in: Prölss/Martin, VVG, 29. Aufl. 2015, AUB 2010 Ziff. 5, Rdn. 13 [jeweils: kein Gegenbeweis möglich]; OLG Celle, VersR 2009, 1215 [Bewusstseinsstörung "regelmäßig" anzunehmen];… Grimm, Unfallversicherung, 5. Aufl. 2013, Nr. 5 AUB 2010, Rdn. 13).

    Sind allerdings eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit und damit eine Bewusstseinsstörung des Versicherten festgestellt, spricht der Beweis des ersten Anscheins für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Fahruntüchtigkeit und Unfall (…BGH, Urt. v. 30.10.1985 - IVa ZR 10/84 - VersR 1986, 141;… Senat, Urt. v. 21.1.2009 - 5 U 249/08 - VersR 2009, 1109;… Senat, Urt. v. 12.09.2001 - 5 U 19/01 - zfs 2002, 32; OLG Köln, VersR 2013, 1166; OLG Düsseldorf, r+s 2000, 445; OLG Hamm, zfs 1997, 264;… Rixecker in: Langheid/Rixecker, VVG, 5. Aufl. 2016, § 178 Rdn. 17;… Grimm, Unfallversicherung, 5. Aufl. 2013, Nr. 5 AUB 2010, Rdn. 15).

    Gerade die Verkennung von Geschwindigkeiten und Entfernungen ist aber ebenfalls eine typische Wirkung von Alkohol (OLG Köln, VersR 2013, 1166; OLG Celle, VersR 1983, 1131).

  • OLG Jena, 15.06.2017 - 1 U 540/16

    Alkoholisierter Fußgänger in dunkler Kleidung geht nachts auf der Fahrbahn

    Alkoholbedingte Verkehrsuntüchtigkeit ist bei einem Fußgänger auch ohne Ausfallerscheinungen jedenfalls bei einer BAK ab 2, 0 Promille unwiderleglich anzunehmen (BGH, Urteil vom 24. Januar 1956 - VI ZR 123/55 -, VRs 10, 245;… Urteil vom 09. Juli 1968 - VI ZR 11/87 -, Rn. 11, juris, Grenzwert von 1, 7 Promille bei Benutzung öffentlicher Straßen durch Fußgänger zur Nachtzeit; OLG Braunschweig, Urteil vom 30. Dezember 1966 - 3 U 64/66 -, juris; OLG Köln…, Urteil vom 23. Januar 2003 - 14 U 32/02 -, Rn. 13, juris; Urteil vom 28. September 2012 - 20 U 107/12 -, Rn. 4, juris; OLG Oldenburg…, Urteil vom 19. April 2004 - 15 U 5/04 -, Rn. 7, juris, OLG Celle…, Urteil vom 12. Mai 2010 - 14 U 167/09 -, Rn. 27, juris; BSG…, Urteil vom 26. April 1977 - 8 Ru 92/76 -, BSGE 43, 293-296, Rn. 17).
  • OLG Saarbrücken, 30.07.2014 - 5 U 1/14

    Versicherer muss für Schäden bei (alkoholisierten) "Auto-Tauziehen" aufkommen

    Bei absoluter Fahruntüchtigkeit ist grundsätzlich eine Bewusstseinsstörung im Sinne der Ausschlussklausel gegeben (…BGH, Urt. v. 30.10.1985 - IVa ZR 10/84 - VersR 1986, 141;… Senat, Urt. v. 21.1.2009 - 5 U 249/08 - VersR 2009, 1109; OLG Düsseldorf, VersR 2013, 1166 [jeweils: kein Gegenbeweis möglich]; OLG Celle, VersR 2009, 1215 [Bewusstseinsstörung "regelmäßig" anzunehmen];… Grimm, Unfallversicherung, 5. Aufl. 2013, Nr. 5 AUB 2010, Rdn. 13).

    Sind eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit und damit eine Bewusstseinsstörung des Versicherten festgestellt, spricht der Beweis des ersten Anscheins für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Fahruntüchtigkeit und Unfall (…BGH, Urt. v. 30.10.1985 - IVa ZR 10/84 - VersR 1986, 141;… Senat, Urt. v. 21.1.2009 - 5 U 249/08 - VersR 2009, 1109; OLG Köln, VersR 2013, 1166;… Grimm, Unfallversicherung, 5. Aufl. 2013, Nr. 5 AUB 2010, Rdn. 15).

    Dieselben (Hilfs-)Tatsachen, aus denen auf die Bewusstseinsstörung des Versicherten geschlossen werden kann, können prinzipiell auch zum Beweis der Kausalität herangezogen werden (OLG Köln, VersR 2013, 1166;… Grimm, Unfallversicherung, 5. Aufl. 2013, Nr. 5 AUB 2010, Rdn. 13).

  • OLG Saarbrücken, 06.07.2022 - 5 U 92/21

    Unfallversicherung: Leistungsausschluss bei Falschangaben in Schadensanzeige

    Dieselben (Hilfs-)Tatsachen, aus denen auf die Bewusstseinsstörung des Versicherten geschlossen werden kann, können prinzipiell auch zum Beweis der Kausalität herangezogen werden (Senat, Urteil vom 30. Juli 2014 - 5 U 1/14, ZfS 2015, 220; OLG Köln, VersR 2013, 1166;… Grimm, a.a.O., Ziff. 5 AUB 2014 Rn. 29).
  • OLG Dresden, 20.12.2021 - 4 U 2144/21

    Leistungspflicht aus einer Unfallversicherung Verlust von Leistungsaussprüchen …

    Sind eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit und damit eine Bewusstseinsstörung des Versicherten festgestellt, spricht der Beweis des ersten Anscheins für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Fahruntüchtigkeit und Unfall (…BGH, Urt. v. 30.10.1985, a.a.O.; OLG Köln, VersR 2013, 1166, m.w.N.).
  • LG Aurich, 20.12.2016 - 5 S 155/16

    Regress der Kfz-Haftpflichtversicherung gegen den Fahrzeugführer: …

    Dies hat auch der Gesetzgeber durch die Regelung in § 24a Abs. 1 StVG deutlich gemacht (vgl. BGH…, Beschluss vom 11.12.1973, Az. 4 StR 130/73, zitiert nach juris, Rn. 13; OLG Köln, Urteil vom 28.9.2012, Az. 20 U 107/12, zitiert nach juris, Rn. 8).
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