Rechtsprechung
| BGH, 13.11.1961 - II ZR 202/60 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Identität einer Kommanditgesellschaft (KG) mit der ehemaligen offenen Handelsgesellschaft (OHG) nach Beitritt eines Kommanditisten - Zulässigkeit einer subjektiven Klageänderung auf Beklagtenseite ohne Zustimmung des neuen Beklagten - Rüge der nicht ordnungsgemäßen ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1962, 347
- MDR 1962, 116
- WM 1962, 10
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (2)
- BGH, 13.07.1956 - VI ZR 32/55
Parteiänderung in der Berufungsinstanz
Auszug aus BGH, 13.11.1961 - II ZR 202/60
Sie beruft sich dabei auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in BGHZ 21, 285.Eine andere Frage ist es jedoch - sie ist in der Entscheidung BGHZ 21, 285 nicht erörtert worden -, ob nämlich der Parteiwechsel auf der Seite der beklagten Partei auch in der ersten Instanz grundsätzlich nur bei Zustimmung des neuen Beklagten zugelassen werden darf.
- BGH, 19.05.1960 - II ZR 72/59
Beendigung der Kaufmannseigenschaft mit Aufgabe des Geschäftsbetriebes
Auszug aus BGH, 13.11.1961 - II ZR 202/60
Die Personalhandelsgesellschaft verliert daher mit der Verpachtung ihres Unternehmens grundsätzlich ihren Charakter als Handelsgesellschaft (BGHZ 32, 312 [BGH 19.05.1960 - II ZR 72/59]).
- BFH, 25.06.1984 - GrS 4/82
Zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung der GmbH & Co. KG
Zivilrechtlich ist sie eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GdbR) und damit eine Personengesellschaft (BGH-Urteil vom 13. November 1961 II ZR 202/60, BB 1962, 349), auf die lediglich im Innenverhältnis und aufgrund der Rechtsscheinhaftung nach außen die für die KG maßgebenden Regeln des Handelsrechts anwendbar sind (BFH-Urteil vom 12. Oktober 1983 II R 55/81, BFHE 139, 426, BStBl II 1984, 144, mit weiteren Nachweisen). - BGH, 13.11.1975 - VII ZR 186/73
Zulässigkeit eines Parteiwechsels auf Beklagtenseite
So ist im ersten Rechtszug der Klägerwechsel (BGHZ 17, 340, 342 [BGH 06.06.1955 - II ZR 233/53] ; Urteil vom 24. Mai 1955 - V ZR 34/54 = LM § 264 ZPO Nr. 8), der Beklagtenwechsel (BGH NJW 1962, 347 Nr. 6) und die Erstreckung der Klage auf weitere Beklagte (BGHZ 40, 185, 189 [BGH 17.10.1963 - II ZR 77/61] ; BGH NJW 1966, 1028 Nr. 4; 1975, 1228; vgl. aber auch NJW 1971, 466 für die Widerklage nur gegen einen Dritten) uneingeschränkt als Klagänderung angesehen worden, deren Zulässigkeit sich nach § 264 ZPO richtet. - BGH, 12.10.1995 - VII ZR 209/94
Erhebung einer Widerklage gegen einen als Streithelfer des Beklagten am …
Dazu hat der Bundesgerichtshof auf die vom Schrifttum vorgeschlagenen Wege hingewiesen (Urteil vom 13. November 1961 - II ZR 202/60 = NJW 1962, 347 unter Bezugnahme auf de Boor, Zur Lehre vom Parteiwechsel und vom Parteibegriff, S. 105 ff, S. 110; Nikisch, Zivilprozeßrecht, S. 461 f und Rosenberg, ZZP 70, 1 ff, 7).
- BGH, 01.02.1989 - VIII ZR 126/88
Erfüllung der Gebrauchsüberlassungspflicht durch den Vermieter
Eine KG, die - wie hier - ihr Unternehmen und ihre Gewerberäume verpachtet, gibt ihr Handelsgewerbe auf (Senatsurteil vom 9. Dezember 1974 - VIII ZR 157/73 = WM 1975, 99; BGH, Urteil vom 13. November 1961 - II ZR 202/60 = WM 1962, 10). - BGH, 21.12.1966 - VIII ZR 195/64
Auslegung der Urteilsformel
Wenn, wie zu unterstellen ist, die aus den G-esellschaftern und bestehendeGesellschaft bürgerlichen Rechts durch Aufnahme eines vollkaufmännischen Handelsgewerbes unter einer gemeinsamen Firma zu einer offenen Handelsgesellschaft geworden ist, so sind die frühere bürgerlich-rechtliche Gesellschaft und die nunmehrige offene Handelsgesellschaft ein und dieselbe Gesellschafto Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts hat lediglich ihren rechtlichen Charakter geändert; eine Neugründung liegt nicht vor (BGH Urt. Vo 13o November 1961 - II ZR 202/60 = WM 1962, 10, 12; HGB RGRK § 105 Anm. 42 und Anm. 62). - BGH, 19.02.1990 - II ZR 42/89
Überführung des Vermögens einer Personenhandelsgesellschaft auf eine GbR unter …
Nach der Rechtsprechung des Senats betreibt eine Personengesellschaft, die sich auf die Verpachtung eines Betriebs oder einzelner Betriebsgegenstände beschränkt, kein Handelsgewerbe (BGHZ 32, 307, 310 ff.; Sen.Urt. v. 13. November 1961 - II ZR 202/60, WM 1962, 10, 12; a.A. Hopt, ZGR 1987, 145, 171;… Baumbach/Duden/Hopt, HGB 28. Aufl. § 2 Anm. 1 B; ablehnend dazu K. Schmidt, DB 1990, 93, 94). - OLG Karlsruhe, 07.02.2022 - 1 U 173/20
Vergütungsansprüche aus einem Anstellungsvertrag als Vorstand einer …
Die neue Beklagtenpartei muss für einen Eintritt in den Prozess in Anlehnung an § 263 ZPO zustimmen oder - alternativ - das Gericht den Beklagtenwechsel für sachdienlich erklären (st. Rspr., vgl. BGH NJW 1962, 347 ; BGHZ 40, 185, 186 f.; BGH NJW 2010, 2132, 2133; 2011, 1453, 1455;… MüKoZPO/Becker-Eberhard, a.a.O., Rn. 78 und Musielak/Voit/Foerste, 18. Aufl. 2021, ZPO § 263 Rn. 14 - jeweils m.w.N.). - OLG München, 08.09.2023 - 19 U 2286/23
Entschädigungsanspruch des Reiseveranstalters bei Rücktritt des Reisenden von …
Rn. 25 Zwar ist die Zustimmung des neuen Beklagten entbehrlich, falls sein Eintritt in den Prozess sachdienlich ist, § 263 ZPO analog (BGH, Urteil v. 13.11.1961, Az. II ZR 202/60, juris Rz. 13 f.). - BGH, 09.12.1974 - VIII ZR 157/73
Erlöschen einer Kommanditgesellschaft (KG) durch Einstellen der …
Aus § 161 HGB folgt daraus, daß die Gesellschaft dann nicht mehr Personalhandelsgesellschaft sein kann (BGH Urteil vom 13. November 1961 - II ZR 202/60 = WM 1962, 10, 12).Die Identität der Gesellschaft als Vertragspartnerin des Klägers blieb gewahrt (BGH Urteil vom 13. November 1961 a.a.O.).
- BGH, 08.12.1970 - VI ZR 111/69
Rechtsstreit - Beteiligter - Widerklage
Erst wenn feststünde, daß hier die Beklagten die Dritte am Rechtsstreit bisher nicht Beteiligte im anhängigen Verfahren verklagen können, stellte sich die Frage, ob ein solcher Vorgang als Klageänderung zu qualifizieren oder jedenfalls dementsprechend zu behandeln ist (vgl. § 264 ZPO) oder nicht (…vgl. Henckel a.a.O.), womit in erster Linie in Frage steht, ob eine Einwilligung oder Sachdienlichkeit erforderlich ist (…bei Parteierweiterung im ersten Rechtszug als erforderlich und ausreichend bejaht in BGHZ 40, 195 [BGH 21.10.1963 - AnwZ B 13/63] und BGH Beschluß vom 4. März 1966 - I b ARZ 52/66 = a.a.O.; bei Parteiwechsel im ersten Rechtszug ohne Zustimmung für zulässig angesehen; in BGH Urteil vom 13. November 1961 - II ZR 202/60 = LM ZPO § 264 Nr. 14/15; für Parteiwechsel im zweiten Rechtszug nur mit Zustimmung, dagegen nicht bei Sachdienlichkeit für zulässig angesehen, sofern kein Mißbrauch vorliegt in BGHZ 21, 285). - OLG Dresden, 06.11.2001 - 2 U 1566/01
GmbH; Gesellschafter; Haftung; Betriebsaufspaltung; Betriebsgrundstück; …
- BGH, 10.05.1971 - II ZR 177/68
Recht zur Geschäftsführung und Vertretung in der bürgerlich-rechtlichen …
- OLG Nürnberg, 19.03.2012 - 10 W 1639/11
Vorkaufsrecht: Beschwerdebefugnis gegen Ablehnung der Grundbuchlöschung; …
- LG Saarbrücken, 29.03.2022 - 12 O 136/21
Zur Darlegung eines Minderwerts wegen behaupteter unzulässiger …
- OLG Koblenz, 24.07.2001 - 3 W 393/01
Kosten des Streithelfers nach subjektiver Klageänderung
- LAG Hamm, 28.06.2000 - 12 Ta 77/00
Nachträgliche Klagezulassung; Parteiwechsel; Parteibeitritt; Rubrumsberichtigung; …
- BPatG, 13.02.2001 - 1 Ni 3/98
- VG Regensburg, 17.12.2014 - RO 2 K 14.1217
Parteiwechsel auf Beklagtenseite nach Klageerhebung; Klagefrist; …
- BGH, 13.02.1964 - Ia ZB 11/63
Rechtsmittel
- BGH, 31.05.1965 - III ZR 150/64
Anspruch eines Lehrers auf Schadensersatz aus dem Gesichtspunkt der …
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