Rechtsprechung
| BGH, 25.10.1979 - III ZR 134/77 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Zumutbarkeit für eine Rücknahme von Grundstücken - Erwerb des Grundstücks zu Eigentum gegen Entschädigung - Instandsetzung von öffentlichen Schutzbauwerken
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1980, 385
- WM 1980, 200
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (3)
- BGH, 27.05.1971 - III ZR 200/68
Anspruch auf Nutzungsentschädigung nach dem Allgemeinen Kriegsfolgengesetz (AKG) …
Auszug aus BGH, 25.10.1979 - III ZR 134/77
Als Träger öffentlicher Aufgaben und Pflichten im Bereich des Luftschutzes stehen namentlich die Gemeinden der Beklagten nicht in der Weise gegenüber, wie es das Verhältnis des in seinem Eigentum betroffenen Bürgers zur Staatsgewalt kennzeichnet, sondern werden ausschließlich in ihrem öffentlichen Funktionsbereich betroffen (vgl. Senatsurteil vom 27. Mai 1971 - III ZR 200/68 = LM Allg. KriegsfolgenG Nr. 73).Wenn die Inanspruchnahme auf einem einseitigen Akt der öffentlichen Hand (Besitzergreifung) beruht, kann sie allerdings grundsätzlich durch einen ebenfalls einseitigen entgegengesetzten Akt (actus contrarius) wieder beendet werden (vgl. Senatsurteile BGHZ 40, 78, 82 f [BGH 11.07.1963 - III ZR 132/61] und vom 27. Mai 1971 a.a.O.).
- BGH, 14.10.1955 - V ZR 67/55
Beseitigung alter Wehrmachtsanlagen. Rechtsweg
Auszug aus BGH, 25.10.1979 - III ZR 134/77
Eine Entwidmung der Luftschutzeinrichtungen ist nicht bereits dadurch eingetreten, daß mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches im Jahre 1945 alle entsprechenden Anlagen ihre militärische Zweckbestimmung verloren; denn damit allein wurden sie noch nicht ihres hoheitsrechtlichen Wesens entkleidet (vgl. BGHZ 18, 253, 259 für eine bauliche Flakanlage). - BGH, 11.07.1963 - III ZR 132/61
Nutzungsentschädigung und Allgemeines Kriegsfolgengesetz
Auszug aus BGH, 25.10.1979 - III ZR 134/77
Wenn die Inanspruchnahme auf einem einseitigen Akt der öffentlichen Hand (Besitzergreifung) beruht, kann sie allerdings grundsätzlich durch einen ebenfalls einseitigen entgegengesetzten Akt (actus contrarius) wieder beendet werden (vgl. Senatsurteile BGHZ 40, 78, 82 f [BGH 11.07.1963 - III ZR 132/61] …und vom 27. Mai 1971 a.a.O.).
- BGH, 18.07.2014 - V ZR 30/13
Zum Ausschluss von Ansprüchen wegen Spätfolgen durch schadhafte Luftschutzräume …
Daran kann auch die Aufgabe des Besitzes durch die zuständige Dienststelle nichts ändern (vgl. zum Ganzen: BGH, Urteil vom 25. Oktober 1979 - III ZR 134/77, WM 1980, 200, 202).Rn. 19 (a) Die aktuelle Nutzung eines Stollens als Schutzraum könnte zwar durch einseitigen Akt der zuständigen Dienststelle aufgehoben werden (BGH, Urteile vom 11. Juli 1963 - III ZR 132/61, BGHZ 40, 78, 82 f., vom 27. Mai 1971 - III ZR 200/68, LM Nr. 73 zu Allg. KriegsfolgenG, Bl. 2 und vom 25. Oktober 1979 - III ZR 134/77, WM 1980, 200, 202).
- OLG Koblenz, 30.03.2010 - 1 U 664/09
Kriegsfolgenrecht: Ausschlussfrist zur Geltendmachung einer Erwerbsverpflichtung …
Diese Vorschrift betrifft gerade auch Grundstücke, auf denen seinerzeit - im Eigentum des Deutschen Reiches und nachfolgend des Bundes verbliebene (§ 95 BGB; vgl. BGH NJW 1980, 283 f.) - Luftschutzbunker errichtet wurden (BGH WM 1980, 200 f.).Im Urteil vom 25. Oktober 1979 - III ZR 134/77 - (WM 1980, 200 ff.) wird zwar ausgesprochen, dass eine Gemeinde die Übernahme eines ihr gehörigen Bunkergrundstücks durch die Bundesrepublik erst nach der Entwidmung der Anlagen (Schutzbauwerke) verlangen kann.
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