Rechtsprechung
| BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Verjährung von Schadenersatzansprüchen aus einem Architektenvertrag - Unterbrechung der Verjährung von Schadenersatzansprüchen durch die Zustellung eines Zahlungsbefehls
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- WM 1983, 95
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (9)
- BGH, 07.07.1978 - I ZR 134/76
Anspruch auf Nachzahlung von Beförderungsentgelt nach den Sätzen des …
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Die Zustellung eines Zahlungsbefehls führt zur Unterbrechung der Verjährung, wenn der Gläubiger seinen Erlaß in einer nach den Bestimmungen des Prozeßrechts ordnungsgemäßen Weise beantragt hatte (BGH Urteile vom 7. Juli 1960 - VII ZR 215/59 = LM § 209 BGB Nr. 10 m.w.N., in BGHZ 33, 321 insoweit nicht abgedruckt und vom 7. Juli 1978 - I ZR 134/76 = WM 1978, 1296, 1297).Es kommt daher darauf an, ob der Antrag den in § 690 Nr. 3 ZPO alter Fassung gestellten Anforderungen genügte (BGH WM 1978, 1296, 1297 l.Sp.).
Erforderlich ist allerdings stets, daß der Schuldner weiß, woraus der Gläubiger seine Ansprüche im einzelnen glaubt herleiten zu können, und daß der Schuldner infolgedessen beurteilen kann, ob er sich gegen den geltend gemachten Anspruch zur Wehr setzen will oder nicht (vgl. BGH NJW 1967, 2354 Nr. 4; Urteil vom 28. November 1969 - I ZR 6/68 = LM GüKG Nr. 37; vom 11. Januar 1974 - I ZR 89/72 = VersR 1974, 587, 588 l.Sp.; BGH WM 1978, 1296, 1297).
Der Bundesgerichtshof hat es daher für ausreichend gehalten, wenn im Zahlungsbefehl als Grund des Anspruchs angegeben war: "Wegen Nachberechnung für im Jahre 1969 durchgeführte Transporte gemäß erteilter Rechnungen", und zwar selbst für den Fall, daß der Schuldner zur Zeit der Zustellung des Zahlungsbefehls diese Rechnungen noch gar nicht erhalten hatte (WM 1978, 1296).
- BGH, 22.05.1967 - II ZR 87/65
Unterbrechung der Verjährung durch unsubstantiierte Klageerhebung
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Auch die Bezifferung der Einzelforderungen kann im Laufe des Rechtsstreits noch nachgeholt werden (BGH NJW 1967, 2210).Den Vortrag zur Höhe der einzelnen Schadensposten durfte der Kläger im späteren Prozeßverlauf nachholen (vgl. BGH LM GüKG Nr. 37; NJW 67, 2210, 2211).
- BGH, 11.01.1974 - I ZR 89/72
Anspruch des Frachtführers auf Zahlung des Unterschiedsbetrages zwischen dem …
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Erforderlich ist allerdings stets, daß der Schuldner weiß, woraus der Gläubiger seine Ansprüche im einzelnen glaubt herleiten zu können, und daß der Schuldner infolgedessen beurteilen kann, ob er sich gegen den geltend gemachten Anspruch zur Wehr setzen will oder nicht (vgl. BGH NJW 1967, 2354 Nr. 4; Urteil vom 28. November 1969 - I ZR 6/68 = LM GüKG Nr. 37; vom 11. Januar 1974 - I ZR 89/72 = VersR 1974, 587, 588 l.Sp.; BGH WM 1978, 1296, 1297).Er hat auch die bloße Bezeichnung "Teilforderung aus Beförderungsvertrag" genügen lassen, nachdem der Schuldner zuvor über die drohende Nachforderung ins Bild gesetzt worden war (LM GüKG Nr. 37 und VersR 1974, 587).
- BGH, 07.07.1960 - VIII ZR 215/59
Begriff des Gewerbebetriebes
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Die Zustellung eines Zahlungsbefehls führt zur Unterbrechung der Verjährung, wenn der Gläubiger seinen Erlaß in einer nach den Bestimmungen des Prozeßrechts ordnungsgemäßen Weise beantragt hatte (BGH Urteile vom 7. Juli 1960 - VII ZR 215/59 = LM § 209 BGB Nr. 10 m.w.N., in BGHZ 33, 321 insoweit nicht abgedruckt und vom 7. Juli 1978 - I ZR 134/76 = WM 1978, 1296, 1297). - BGH, 18.03.1976 - VII ZR 35/75
Unterbrechung der Verjährung der Gewährleistungsansprüche durch Erhebung einer …
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Die Verjährung ist daher auch hier nur wegen solcher Mängel unterbrochen worden, über die der Beklagte im Wege der Streitverkündung bereits zur Zeit der Zustellung des Zahlungsbefehls Bescheid wußte (vgl. dazu auch BGHZ 66, 142, 146). - BGH, 24.06.1971 - VII ZR 254/69
Beginn der Verjährung bei fristloser Kündigung des Architektenvertrages
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Das gilt um so mehr, als die Forderung des Auftraggebers wegen Verletzung der sich aus einem Architektenvertrag ergebenden Pflichten (wie fehlerhafte Planung, unzureichende Bauaufsicht, mangelhafte Rechnungsprüfung) ein einheitlicher Schadensersatzanspruch ist (vgl. Senatsurteil vom 24.6.1971 - VII ZR 254/69 = WM 1971, 1366, 1370 l.Sp., in NJW 71, 1840 insoweit nicht abgedruckt). - BGH, 28.11.1969 - I ZR 6/68
Güternahverkehr - Tarifwidriges Entgelt - Nachforderungsanspruch - Verjährung
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Erforderlich ist allerdings stets, daß der Schuldner weiß, woraus der Gläubiger seine Ansprüche im einzelnen glaubt herleiten zu können, und daß der Schuldner infolgedessen beurteilen kann, ob er sich gegen den geltend gemachten Anspruch zur Wehr setzen will oder nicht (vgl. BGH NJW 1967, 2354 Nr. 4; Urteil vom 28. November 1969 - I ZR 6/68 = LM GüKG Nr. 37; vom 11. Januar 1974 - I ZR 89/72 = VersR 1974, 587, 588 l.Sp.; BGH WM 1978, 1296, 1297). - BGH, 26.04.1967 - Ib ZR 52/65
Unterbrechung der Verjährung durch Beantragung eines Mahnbescheides
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Erforderlich ist allerdings stets, daß der Schuldner weiß, woraus der Gläubiger seine Ansprüche im einzelnen glaubt herleiten zu können, und daß der Schuldner infolgedessen beurteilen kann, ob er sich gegen den geltend gemachten Anspruch zur Wehr setzen will oder nicht (vgl. BGH NJW 1967, 2354 Nr. 4; Urteil vom 28. November 1969 - I ZR 6/68 = LM GüKG Nr. 37; vom 11. Januar 1974 - I ZR 89/72 = VersR 1974, 587, 588 l.Sp.; BGH WM 1978, 1296, 1297). - BGH, 07.07.1960 - VII ZR 215/59
Auszug aus BGH, 18.11.1982 - VII ZR 118/81
Die Zustellung eines Zahlungsbefehls führt zur Unterbrechung der Verjährung, wenn der Gläubiger seinen Erlaß in einer nach den Bestimmungen des Prozeßrechts ordnungsgemäßen Weise beantragt hatte (BGH Urteile vom 7. Juli 1960 - VII ZR 215/59 = LM § 209 BGB Nr. 10 m.w.N., in BGHZ 33, 321 insoweit nicht abgedruckt und vom 7. Juli 1978 - I ZR 134/76 = WM 1978, 1296, 1297).
- BGH, 27.01.2011 - VII ZR 186/09
Zurechnung der durch einen Vertreter ohne Vertretungsmacht abgegebenen Erklärung; …
So reicht eine unzulässige, unschlüssige oder unsubstantiierte Klage zur Hemmung der Verjährung aus, weil mit ihr ausreichend zum Ausdruck gebracht wird, dass der Kläger den Anspruch weiter verfolgen will (BGH, Urteil vom 13. Juli 1959 - III ZR 27/58, NJW 1959, 1819; Urteil vom 22. Mai 1963 - VIII ZR 49/62, BGHZ 39, 287, 291; Urteil vom 3. Juli 1980 - IVa ZR 38/80, BGHZ 78, 1, 5; Urteil vom 18. November 1982 - VII ZR 118/81, WM 1983, 95; Urteil vom 3. Mai 1999 - II ZR 119/98, NJW 1999, 2115; Urteil vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, NJW 2004, 3772 jeweils m.w.N.). - BGH, 05.05.1988 - VII ZR 119/87
Unterbrechung der Verjährung durch Zustellung eines Mahnbescheids
Insbesondere der Beklagte konnte beurteilen, ob er sich zur Wehr setzen wollte oder nicht (vgl. Senatsurteil vom 18. September 1982 - VII ZR 118/81 = WM 1983, 95). - BGH, 05.12.1991 - VII ZR 106/91
Unterbrechen der Verjährung durch Beantragung eines Mahnbescheides
Der im Mahnbescheid bezeichnete Anspruch muß durch die Kennzeichnung von anderen Ansprüchen so unterschieden und abgegrenzt werden können, daß er über einen Vollstreckungsbescheid Grundlage eines Vollstreckungstitels sein kann (BGH, Urteil vom 25. Oktober 1990 = BGHZ 112, 367, 370) und daß der Schuldner erkennen kann, welcher Anspruch gegen ihn geltend gemacht wird, damit er beurteilen kann, ob er sich gegen den Anspruch zur Wehr setzen will oder nicht (BGH, Senatsurteile vom 18. November 1982 - VII ZR 118/81 = WM 1983, 95, 96 …und vom 5. Mai 1988 aaO.).
- BGH, 19.11.1987 - VII ZR 189/86
Unterbrechung der Verjährung durch Erhebung einer Teilklage
Es war vielmehr eine gewisse Substantiierung erforderlich (Senatsurteil vom 18. November 1982 - VII ZR 118/81 = WM 1983, 95, 96; BGH Urteil vom 7. Juli 1978 - I ZR 134/76 = WM 1978, 1296, 1297). - BayObLG, 23.01.1984 - REMiet 14/83
Rechtmäßigkeit eines nach dem Wegfall einer Preisbindung erstmals eine …
Weil das Mieterhöhungsverlangen in dem der Vorlage zugrunde liegenden Rechtsstreit dem Mieter nach dem 1.1.1983 zugegangen ist, stellt sich die in Rechtsprechung und Literatur umstrittene Frage der zeitlichen Geltung der allgemein als "Kappungsgrenze" (vgl. dazu Heublein/Kuda WM 1983, 95) bezeichneten Vorschrift hier nicht (vgl. dazu aber den Rechtsentscheid des OLG Frankfurt vom 8.12.1983 - 20 RE-Miet 1/83 - BAnz. 1984 Nr. 1 S. 11 und Beschluß des OLG Koblenz vom 6.1.1984 - 4 W -RE- 608/83). - LG Frankfurt/Main, 13.06.2008 - 24 O 127/07
Darlehensrecht: Wirksamkeit eines Darlehensvertrages unter …
Denn der im Mahnbescheid bezeichnete Anspruch muss durch die Kennzeichnung von anderen Ansprüchen so unterschieden und abgegrenzt werden können, dass er über einen Vollstreckungsbescheid Grundlage eines Vollstreckungstitels sein kann (BGHZ 112, 367, 370) und dass der Schuldner erkennen kann, welcher Anspruch gegen ihn geltend gemacht wird, damit er beurteilen kann, ob er sich gegen den Anspruch zur Wehr setzen will oder nicht (BGH NJW 92, 1111; WM 1983, 95, 96).
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