Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×

Rechtsprechung
   BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1999,304
BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97 (https://dejure.org/1999,304)
BGH, Entscheidung vom 08.07.1999 - IX ZR 338/97 (https://dejure.org/1999,304)
BGH, Entscheidung vom 08. Juli 1999 - IX ZR 338/97 (https://dejure.org/1999,304)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1999,304) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (9)

  • Wolters Kluwer

    Haftung - Sozietät - Scheinsozietät - Mandant - Mandantengelder - Veruntreuung - Rechtsanwalt - Nachlaß - Erbe

  • Anwaltsblatt

    § 675 BGB

  • anwaltsblatt-datenbank.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 675
    Vertragliche Haftung des Mitglieds einer Scheinsozietät für die Veruntreuung von Mandantengeldern

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • BRAK-Mitteilungen (Entscheidungsanmerkung)

    Haftung aus dem Anwaltsvertrag für Veruntreuungen eines Scheinsozius

Papierfundstellen

  • NJW 1999, 3040
  • MDR 1999, 1350
  • FamRZ 2000, 151
  • VersR 2000, 598
  • WM 1999, 1846
  • DB 1999, 1947
  • AnwBl 2000, 130
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (59)Zitiert selbst (14)

  • BGH, 06.07.1971 - VI ZR 94/69

    Anwaltssozietät - §§ 611, 425 BGB

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    In diesem Falle kann die Bekl für die ordnungsmäßige Erfüllung der Anwaltspflichten des Bekl zu 1 als Gesamtschuldnerin haften, weil ein Sozietätsanwalt in der Regel ein ihm angetragenes Mandat auch im Namen der übrigen Sozietätsmitglieder annimmt (BGHZ 56, 355, 358 ff.; 70, 247, 248 f.; 124, 47, 48 f. m. w. N.).

    Die Auslegung der wechselseitigen Erklärungen bei Abschluß eines Anwaltsvertrages kann wegen besonderer Umstände des Ein- zelfalls ergeben, daß einem Sozietätsanwalt ein Einzelmandat er- teilt wird (BGHZ 56, 355, 361; 124, 47, 49).

    Dies ist im vorliegen- den Falle, wie das Berufungsgericht zutreffend erkannt hat, nicht schon deswegen anzunehmen, weil die Kl die Prozeß- und Ver- handlungsvollmacht vom 15.7.1991 allein dem Bekl zu 1 erteilt hat (vgl. BGHZ 56, 355, 358).

    Ein Mandant will in der Regel die Vor- teile eines Vertrages mit allen Sozietätsanwälten auch dann nutzen, wenn er weiß oder sogar Wert darauf legt, daß nur ein bestimmtes Mitglied der Sozietät seine Sache bearbeitet (BGHZ 124, 47, 50); die Erteilung einer Vollmacht an diesen Anwalt dient dann nur der Legitimation nach außen (BGHZ 56, 355, 358).

  • BGH, 05.11.1993 - V ZR 1/93

    Umfang des einer Anwaltssozietät erteilten Mandats

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    In diesem Falle kann die Bekl für die ordnungsmäßige Erfüllung der Anwaltspflichten des Bekl zu 1 als Gesamtschuldnerin haften, weil ein Sozietätsanwalt in der Regel ein ihm angetragenes Mandat auch im Namen der übrigen Sozietätsmitglieder annimmt (BGHZ 56, 355, 358 ff.; 70, 247, 248 f.; 124, 47, 48 f. m. w. N.).

    Daran ändert es nichts, wenn die Bekl ­ gemäß ihrer Behauptung ­ als freie Mitarbeiterin tätig war (vgl. BGHZ 124, 47, 51).

    Die Auslegung der wechselseitigen Erklärungen bei Abschluß eines Anwaltsvertrages kann wegen besonderer Umstände des Ein- zelfalls ergeben, daß einem Sozietätsanwalt ein Einzelmandat er- teilt wird (BGHZ 56, 355, 361; 124, 47, 49).

    Ein Mandant will in der Regel die Vor- teile eines Vertrages mit allen Sozietätsanwälten auch dann nutzen, wenn er weiß oder sogar Wert darauf legt, daß nur ein bestimmtes Mitglied der Sozietät seine Sache bearbeitet (BGHZ 124, 47, 50); die Erteilung einer Vollmacht an diesen Anwalt dient dann nur der Legitimation nach außen (BGHZ 56, 355, 358).

  • BGH, 22.12.1966 - VII ZR 195/64

    Vermögensverwaltung durch Rechtsanwalt

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    Aus dem Urteil des BGH vom 22.12.1966 (VII ZR 195/64, BGHZ 46, 268 = NJW 1967, 876), auf das das Berufungsgericht verweist, er- gibt sich nichts anderes.

    In dieser Entscheidung wird ausgeführt, daß eine vertragliche Vermögensverwaltung in der Regel nicht zur Berufstätigkeit eines Rechtsanwalts gehöre, wenn das Interesse des Auftraggebers dahin gehe, das vorhandene Vermögen zu erhalten und eine angemessene Verzinsung zu erzielen; dieser Fall lag im damals entschiedenen Streit vor, weil Miethäuser nach den Grund- sätzen der Rentabilität zu verwalten waren (BGHZ 46, 268, 270 f., 276).

    Zugleich wird in jenem Urteil aber klargestellt, daß aus- nahmsweise eine anwaltliche Vermögensverwaltung (,,Wirtschafts- mandat") auch eine Pflicht zur Rechtsbetreuung umfassen kann (BGHZ 46, 268, 270 f.).

  • BGH, 24.01.1978 - VI ZR 264/76

    Haftung eines Scheinsozius

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    In diesem Falle kann die Bekl für die ordnungsmäßige Erfüllung der Anwaltspflichten des Bekl zu 1 als Gesamtschuldnerin haften, weil ein Sozietätsanwalt in der Regel ein ihm angetragenes Mandat auch im Namen der übrigen Sozietätsmitglieder annimmt (BGHZ 56, 355, 358 ff.; 70, 247, 248 f.; 124, 47, 48 f. m. w. N.).

    Dann muß sich die Bekl nach den Grundsätzen der Duldungs- und Anscheinsvoll- macht an dem von ihr gesetzten Rechtsschein einer Sozietät fest- halten lassen (BGHZ 70, 247, 249;… BGH, Urt. v. 24.1.1991 ­ IX ZR 121/90, NJW 1991, 1225).

    Die vertragliche Mithaftung aufgrund einer tat- sächlichen oder scheinbaren Sozietät erstreckt sich darauf, daß ein Sozietätsanwalt durch vorsätzliche Verletzung seiner Vertrags- pflichten Mandantengelder beeinträchtigt (BGHZ 70, 247, 251 f.).

  • BGH, 02.07.1998 - IX ZR 63/97

    Zustandekommen eines Anwaltsvertrages; Pflicht zur Aufklärung über die Höhe des …

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    Läßt die Gesamtwür- digung aller Umstände des Einzelfalls nicht die Feststellung zu, ob ein Anwaltsvertrag vorliegt oder nicht, so ist im Zweifel anzuneh- men, daß derjenige, der die Dienste eines Rechtsanwalts in An- spruch nimmt, ihn auch in dieser Eigenschaft beauftragen will, weil er erwartet, daß der Rechtsanwalt bei seiner Tätigkeit auch die rechtlichen Interessen des Auftraggebers wahrnehmen werde (BGH, Urt. v. 2.7.1998 ­ IX ZR 63/97, NJW 1998, 3486 m. w. N.).

    Diese Vor- schrift bestimmt, daß die Tätigkeit eines Rechtsanwalts u. a. als Treuhänder oder in ähnlicher Stellung nicht nach der Bundesge- bührenordnung für Rechtsanwälte (BRAGO) zu vergüten ist; eine Vergütung nach dieser Gebührenordnung setzt eine vertragliche Anwaltstätigkeit mit der dafür typischen Rechtsbeistandspflicht voraus (§ 1 Abs. 1 BRAGO; BGH, Urt. v. 2.7.1998, aaO).

  • BGH, 27.01.1994 - IX ZR 195/93

    Verjährung des Schadensersatzanspruchs gegen den Rechtsanwalt wegen unrichtiger …

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    Auch die Anwendung der für den Rechtsanwalt vorteilhaften Verjährungsre- gelung des § 51b BRAO (= § 51 BRAO a. F.) hängt von dieser Vor- aussetzung ab (BGH, Urt. v. 27.1.1994 ­ IX ZR 195/93, NJW 1994, 1405, 1406).

    Dies gilt entsprechend für anwaltliche Anlageberatung (…BGH, Urt. v. 17.4.1980 ­ III ZR 73/79, NJW 1980, 1855, 1856; v. 27.1.1994, aaO) und Maklertätigkeit (…BGH, Urt. v. 16.2.1977 ­ IV ZR 55/75, WM 1977, 551, 552; v. 10.6.1985 ­ III ZR 73/84, NJW 1985, 2642; v. 31.10.1991 ­ IX ZR 303/90, NJW 1992, 681, 682).

  • BGH, 10.03.1988 - III ZR 195/86

    Abbuchung von Anwaltskosten von einem Treuhandkonto - Abredewidrige Umbuchung vom …

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    Dies gilt auch, soweit das Mandat eine Treuhandtätigkeit umfaßt hat (BGH, Urt. v. 10.3.1988 ­ III ZR 195/86, WM 1988, 986).

    Zwar kann ausnahmsweise die Annahme eines Einzelmandats an einen Sozietätsanwalt dann naheliegen, wenn dieser mit einer Tätigkeit betraut wird, die an sich außerhalb der eigentlichen Auf- gaben eines Rechtsanwalts liegt (BGH, Urt. v. 10.3.1988, aaO).

  • BGH, 24.01.1991 - IX ZR 121/90

    Haftung des aus der Sozietät ausgeschiedenen Rechtsanwalts nach den Grundsätzen …

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    Dann muß sich die Bekl nach den Grundsätzen der Duldungs- und Anscheinsvoll- macht an dem von ihr gesetzten Rechtsschein einer Sozietät fest- halten lassen (BGHZ 70, 247, 249; BGH, Urt. v. 24.1.1991 ­ IX ZR 121/90, NJW 1991, 1225).
  • BGH, 31.10.1991 - IX ZR 303/90

    Anspruch des unentgeltlich für den Mandanten tätigen Rechtsanwalts; Zahlung einer …

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    Dies gilt entsprechend für anwaltliche Anlageberatung (…BGH, Urt. v. 17.4.1980 ­ III ZR 73/79, NJW 1980, 1855, 1856;… v. 27.1.1994, aaO) und Maklertätigkeit (…BGH, Urt. v. 16.2.1977 ­ IV ZR 55/75, WM 1977, 551, 552; v. 10.6.1985 ­ III ZR 73/84, NJW 1985, 2642; v. 31.10.1991 ­ IX ZR 303/90, NJW 1992, 681, 682).
  • BGH, 01.12.1994 - III ZR 93/93

    Prospekthaftung des Treuhänders im Rahmen von Anlagegeschäften

    Auszug aus BGH, 08.07.1999 - IX ZR 338/97
    Ein Rechtsanwalt kann eine treuhän- derische Tätigkeit ohne Rechtsberatung und -vertretung überneh- men (BGH, Urt. v. 1.12.1994 ­ III ZR 93/93, WM 1995, 344, 347); ihm kann eine Treuhandschaft aber auch mit der Aufgabe der Rechtsbetreuung übertragen werden (BGHZ 120, 157, 159).
  • BGH, 10.06.1985 - III ZR 73/84

    Abgrenzung von Anwalts- und Vermittlungsmaklervertrag bei Beauftragung eines …

  • BGH, 09.11.1992 - II ZR 141/91

    Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen anwaltlichen Treuhandgesellschafter …

  • BGH, 16.02.1977 - IV ZR 55/75

    Vereinbarkeit von Anwaltseigenschaft und Abschluss eines Maklervertrages - …

  • BGH, 17.04.1980 - III ZR 73/79

    Anlageberatung durch Rechtsanwalt - Anspruch auf Gebühren nach der …

  • BGH, 17.09.2020 - III ZR 283/18

    Interessenkollision: Nur "(Kern-)Bereich" anwaltlicher Berufsausübung zählt

    Allerdings fehlt es an einem Anwaltsvertrag, wenn die Rechtsbetreuung völlig in den Hintergrund tritt und deswegen als unwesentlich erscheint (BGH, Urteile vom 2. Juli 1998 - IX ZR 63/97, NJW 1998, 3486 und vom 8. Juli 1999 - IX ZR 338/97, NJW 1999, 3040, 3041 f).

    Dies setzt jedoch voraus, dass sie mit einer Pflicht zur Rechtsberatung verbunden ist (Senat…, Urteil vom 1. Dezember 1994 aaO S. 1027; BGH, Urteile vom 9. November 1992 - II ZR 141/91, BGHZ 120, 157, 159 und vom 8. Juli 1999 aaO S. 3042 …sowie Beschluss vom 5. Juli 2007 - IX ZR 257/06, BeckRS 2007, 12162 Rn. 2).

  • BGH, 16.06.2005 - IX ZR 27/04

    Haftungsausfüllende Kausalität im Anwaltshaftungsprozess

    c) Grundsätzlich hat der Mandant, der seinen Rechtsanwalt auf Schadensersatz in Anspruch nimmt, neben der Pflichtverletzung (…BGH, Urt. v. 25. März 1999 - IX ZR 283/97, WM 1999, 1328, 1329), dem Schaden (BGHZ 131, 110, 115 [richtig: BGHZ 133, 110, 115 - d. Red.] ; BGH, Urt. v. 8. Juli 1999 - IX ZR 338/97, WM 1999, 1846, 1849) und dem Ursachenzusammenhang (…BGH, Urt. v. 27. Januar 2000 - IX ZR 45/98, WM 2000, 966, 968 m.w.N.) auch den Zurechnungszusammenhang darzulegen und zu beweisen.
  • BGH, 03.05.2007 - IX ZR 218/05

    Haftung einer Anwaltssozietät für Handeln eines Scheinsozius

    Insofern rechtfertigen schon die Grundsätze zur Anscheins- und Duldungsvollmacht, eine Rechtsscheinhaftung anzunehmen (vgl. BGH, Urt. v. 8. Juli 1999 - IX ZR 338/97, WM 1999, 1846, 1847; zum Scheingesellschafter einer OHG oder KG vgl. BGHZ 17, 13 ff;… BGH, Urt. v. 8. Mai 1972 - II ZR 170/69, NJW 1972, 1418, 1419;… Baumbach/Hopt, HGB 32. Aufl. § 128 Rn. 5).
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht BGH
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht