Rechtsprechung
| BGH, 17.05.1984 - II ZR 275/83 |
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Papierfundstellen
- WM 1984, 961
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (4)
- BGH, 28.11.1983 - II ZR 72/83
Beweislast für den Abschluss von Geschäften mit Warenterminoptionen - Umfang der …
Auszug aus BGH, 17.05.1984 - II ZR 275/83
Jedenfalls hat bei dieser Sachlage derjenige, der für die unterbliebene Aufklärung mitverantwortlich war, zu beweisen, daß der Erwerber die Optionsgeschäfte trotz der entsprechenden Aufklärung abgeschlossen hätte (Sen. Urt. v. 28.11.83 - II ZR 72/83, WM 1984, 221/222). - BGH, 17.05.1982 - II ZR 9/82
Haftung des Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) …
Auszug aus BGH, 17.05.1984 - II ZR 275/83
Das hat der Senat wiederholt entschieden und näher erläutert (Urt. v. 17.5.82 - II ZR 9/82, LM BGB § 276 (Fa) Nr. 73 und v. 18.4.83 - II ZR 192/82, ZIP 1983, 663). - BGH, 19.09.1983 - II ZR 248/82
Zustandekommen und Bedeutung der sogenannten " Londoner Optionsprämie" - …
Auszug aus BGH, 17.05.1984 - II ZR 275/83
Die von verschiedenen Faktoren abhängige Höhe der Londoner Preise entspricht den noch als realistisch angesehenen, wenn auch bereits weitgehend spekulativen Kurserwartungen des Börsenfachhandels; sie pendeln sich in der Annäherung von Geboten und Gegengeboten ein und kennzeichnen damit den Rahmen eines Risikobereichs, der vom Markt als vertretbar angesehen wird (vgl. Sen. Beschl. v. 19.9.83 - II ZR 248/82, WM 1983, 1235). - BGH, 18.04.1983 - II ZR 192/82
Schadensersatz auf Grund eines Verlustes bei einem Warenterminoptionsgeschäfts
Auszug aus BGH, 17.05.1984 - II ZR 275/83
Das hat der Senat wiederholt entschieden und näher erläutert (Urt. v. 17.5.82 - II ZR 9/82, LM BGB § 276 (Fa) Nr. 73 und v. 18.4.83 - II ZR 192/82, ZIP 1983, 663).
- BGH, 16.11.1993 - XI ZR 214/92
Belehrungspflichten der Vermittler von Terminoptionen
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs haftet der Geschäftsführer einer Optionsvermittlungs-GmbH deshalb gemäß § 826 BGB auf Schadensersatz, wenn er eine Broschüre verfaßt und verteilen läßt, in der er den Optionserwerbern vorsätzlich Tatsachen vorenthält, deren Kenntnis diese erst in die Lage versetzt hätte, die Auswirkungen des Aufschlags auf die Optionsprämie, d.h. die erhebliche Steigerung der Verlustrisiken und die entsprechende Verkürzung der Gewinnchancen zutreffend einzuschätzen (vgl. BGHZ 105, 108, 109 f. [BGH 11.07.1988 - II ZR 355/87]; BGH, Urteil vom 17. Mai 1982 - II ZR 9/82, WM 1982, 738, 740; BGH, Urteil vom 7. Februar 1983 - II ZR 285/81, WM 1983, 300, 301; BGH, Urteil vom 17. Mai 1984 - II ZR 275/83, WM 1984, 961, 962; BGH, Urteil vom 11. Januar 1988 - II ZR 134/87, WM 1988, 291, 292; Senatsurteil vom 13. Oktober 1992 - XI ZR 30/92, WM 1992, 1935 f. [BGH 13.10.1992 - XI ZR 30/92]). - BGH, 23.10.1985 - VIII ZR 210/84
Eigenhaftung des Vertreters für Verschulden bei Vertragsverhandlungen; …
Der Revision ist zwar einzuräumen, daß der II. Zivilsenat, der den Grundsatz der Haftung des Vertreters bei Eigeninteresse, soweit ersichtlich, erstmals auf einen (dort allerdings offenbar rechtsgeschäftlich bevollmächtigten) Vertreter einer GmbH übertragen (…Urteil vom 4. Dezember 1958 aaO.) und ihn auch später noch mehrfach bekräftigt hat (Urteil vom 4. Mai 1981 - II ZR 193/80 = WM 1981, 1021, 1022; für die KG vgl. Urteil vom 14. Dezember 1972 - II ZR 82/70 = LM HGB § 132 Nr. 3), in einigen jüngeren Entscheidungen nur noch den Fall der Eigenhaftung wegen Inanspruchnahme besonderen Verhandlungsvertrauens erwähnt (z.B. Urteile vom 14. November 1983 - II ZR 184/82 = WM 1984, 127, 128; vom 28. November 1983 - II ZR 72/83 = WM 1984, 221; vom 2. April 1984 - II ZR 122/83 = WM 1984, 766; vom 17. Mai 1984 - II ZR 275/83 und 199/83 = WM 1984, 960, 961; vom 21. Mai 1984 - II ZR 83/84 = WM 1984, 889), wobei es um die Haftung des G e s c h ä f t s f ü h r e r s oder eines Angestellten oder selbständigen Handelsvertreters einer GmbH für die Verletzung von Aufklärungspflichten beim Vertrieb von Warenterminoptionen ging und der Vertreter k e i n e n maßgeblichen Einfluß auf die Vertragsverhandlungen genommen hatte (dazu auch Bundschuh, WM 1985, 249, 251).1981 aaO., WM 1981, 876, 877; vom 14. November 1983 aaO., WM 1984, 127, 128; vom 17. Mai 1984 aaO., = WM 1984, 960, 961) oder das ganz allgemeine Interesse, das jeder Gesellschafter an den Geschäften "seiner" GmbH hat (…Senatsurteil vom 25. Januar 1984 aaO., WM 1984, 475 unter V 1 b), - reicht allerdings für die Begründung seiner Eigenhaftung nicht aus.
- BGH, 11.01.1988 - II ZR 134/87
Anforderungen an eine Informationsbroschüre über die Risiken von …
Dazu gehört nicht nur der Hinweis auf die Höhe der Londoner Prämie (vgl. insoweit Urteile v. 17. Mai 1982 - II ZR 9/82, WM 1982, 738, 739/740; v. 11. Oktober 1982 - II ZR 120/82, WM 1982, 1374, 1375; v. 7. Februar 1983 - II ZR 285/81, WM 1983, 300, 301; v. 17. Mai 1984 - II ZR 275/83, WM 1984, 961, 962; v. 28. November 1983 - II ZR 72/83, WM 1984, 221, 222), sondern auch die Aufklärung über die wirtschaftlichen Zusammenhänge des Warenterminoptionsgeschäftes und die Bedeutung der Prämie sowie ihren Einfluß auf das mit dem Geschäft verbundene Risiko (vgl. Urteile v. 18. April 1983 - II ZR 192/82, WM 1983, 554, 555; v. 7. Juli 1986 - II ZR 6/86, WM 1986, 1383, 1384; grundlegend für den Umfang der Aufklärungspflichten einer GmbH BGHZ 80, 80, 83 [BGH 16.02.1981 - II ZR 179/80]/84;… Urt. v. 5. November 1984 - II ZR 38/84, WM 1985, 81, 82;… Urt. v. 20. März 1986 - II ZR 141/85, WM 1986, 734).
- OLG Bremen, 25.03.1987 - 3 U 26/87
Anspruch auf Schadensersatz wegen schuldhafter Verletzung einer vorvertraglichen …
Eine solche Ausnutzung des eigenen Wissens- und Erfahrungsvorsprungs ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in der wissentlichen Vorenthaltung der unabdingbaren Aufklärung über die Höhe der Londoner Prämie, ihre Bedeutung für die Chancen- und Risikoeinschätzung der Option und die Gewinnchancen des Kunden zu sehen (BGH NJW 82, 2815, 2816 - WM 82, 738, 740; WM 82, 1374, 1375; WM 83, 300, 301; WM 83, 1235; WM 84, 961 f.; NJW 86, 123, 124 - WM 85, 81, 82; WM 87, 103, 105).Darlegungs- und beweispflichtig dafür, wie sich der Kläger bei genügender Aufklärung verhalten hätte, sind die Beklagten, und zwar die Beklagte zu 1), weil sie ihre vorvertragliche Aufklärungspflicht verletzt hat (…vgl. Palandt-Heinrichs, BGB, 46. Aufl., Vorb. 8 d, dd vor § 249), und der Beklagte zu 2), weil er als Verantwortlicher für die Aufklärungspflichtverletzung der Beklagten zu 1) nicht besser gestellt werden kann als diese (BGH NJW 84, 1688, 1689 - WM 84, 221, 222; BGH WM 84, 960, 961; WM 84, 961, 962; WM 86, 734, 735).
- BGH, 05.11.1984 - II ZR 38/84
Aufklärungspflicht des Vermittlers von Warenterminoptionen
Maßgeblich dafür ist die Erwägung, daß die von verschiedenen Faktoren abhängige Höhe der an den Londoner Warenterminbörsen durch Angebot und Nachfrage gebildeten Prämien den noch als realistisch angesehenen, wenn auch bereits weitgehend spekulativen Kurserwartungen des Börsenfachhandels entsprechen und damit den Rahmen eines Risikobereichs kennzeichnen, der vom Markt als vertretbar angesehen wird (vgl. zuletzt BGH, Beschluß vom 19.9.1983 - II ZR 248/82 = WM 1983, 1235; Urteil vom 17.5.1984 - II ZR 199/83 = WM 1984, 960 und Urteil vom 17.5.1984 - II ZR 275/83 = WM 1984, 961). - BGH, 17.11.1986 - II ZR 79/86
Aufklärungspflichten des Vermittlers von Londoner Warenterminoptionen
Sollte dieses eine Haftung der Beklagten aus unerlaubter Handlung in Erwägung ziehen, dürfte es für die Feststellung der Tatbestandsvoraussetzungen nicht genügen sie, wie dies bei der Verurteilung aufgrund des Zinkoptionsgeschäfts geschehen ist, lediglich damit zu begründen, die Beklagten zu 2 und 4 seien als seinerzeitige Geschäftsführer dafür verantwortlich gewesen, daß die M. GmbH die gebotene Aufklärung des Klägers unterlassen hat (vgl. dazu die Senatsurteile v. 17.5.1982 - II ZR 9/82, WM 1982, 738; v. 28.11.1983 - II ZR 72/83, WM 1984, 221 u.v. 17.5.1984 - II ZR 275/83, WM 1984, 961). - BGH, 18.04.1988 - II ZR 230/87
GmbH - Geschäftsführer - Warenterminoption - Provision - Prospekthaftung - …
Dazu gehört nicht nur der Hinweis auf die Höhe der Londoner Prämie (vgl. insoweit Senat, NJW 1982, 2815 = WM 1982, 738 (739, 740); WM 1982, 1374 (1375); 1983, 300 (301); 1984, 961 (962); NJW 1984, 1688 = WM 1984, 221 (222)), sondern auch die Aufklärung über die wirtschaftlichen Zusammenhänge des Warenterminoptionsgeschäftes und die Bedeutung der Prämie sowie ihren Einfluß auf das mit dem Geschäft verbundene Risiko (vgl. Senat, WM 1983, 554 (555); WM 1986, 1383 (1384); grundlegend für den Umfang der Aufklärungspflicht einer GmbH BGHZ 80, 80 (83, 84) = NJW 1981, 1266; WM 1985, 81 (82); NJW-RR 1986, 1292 = WM 1986, 734).
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