Rechtsprechung
| BFH, 01.04.1996 - X B 19/96 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Unzulässigkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde durch eine Steuerberartungsgesellschaft
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BFH, 28.08.1991 - I R 37/91
Zulässigkeit der Revisionseinlegung durch Steuerberater unter dem Briefkopf einer …
Auszug aus BFH, 01.04.1996 - X B 19/96
Eine von einer Steuerberatungsgesellschaft eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig (ständige Rechtsprechung; vgl. die Nachweise im BFH-Zwischenurteil vom 28. August 1991 I R 37/91, BFHE 166, 100 [BFH 28.08.1991 - I r 37/91], BStBl II 1992, 282).Allerdings kann der durch die Verwendung des Briefbogens einer juristischen Person begründete Anschein durch weitere, insbesondere aus dem Inhalt der Erklärung bzw. des Schriftsatzes ergebende gegenteilige Anhaltspunkte widerlegt werden (z. B. BFH in BFHE 166, 100 [BFH 28.08.1991 - I r 37/91], BStBl II 1992, 282, und BFH/NV 1994, 649).
- BFH, 26.04.1989 - I B 60/88
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - OHG - Vertretungsberechtigung
Auszug aus BFH, 01.04.1996 - X B 19/96
Die Nichtzulassungsbeschwerde der GmbH kann nicht in eine Nichtzulassungsbeschwerde der sie vertretenden Steuerberaterin A umgedeutet werden (z. B. BFH-Beschluß vom 26. April 1989 I B 60/88, BFHE 157, 17, BStBl II 1989, 701).Abgesehen davon, daß diese erst nach Ablauf der Beschwerdefrist vorgelegt worden ist, ergibt sich aus einer Prozeßvollmacht nicht, wer das Rechtsmittel eingelegt hat, sondern lediglich, ob derjenige, der das Rechtsmittel eingelegt hat, dazu auch bevollmächtigt war (BFHE 157, 17, BStBl II 1989, 701, m. w. N.).
- BFH, 18.01.1993 - I B 97/92
Zulässigkeit einer von einer Steuerberatungsgesellschaft eingelegten …
Auszug aus BFH, 01.04.1996 - X B 19/96
Die Frage, ob ein Rechtsmittel von dem Geschäftsführer einer Steuerberatungs-GmbH persönlich oder namens der Gesellschaft eingelegt worden ist, beurteilt sich entsprechend § 133 des Bürgerlichen Gesetzbuches anhand des Wortlautes der abgegebenen Erklärung bzw. des Schriftsatzes und ggf. unter Heranziehung von außerhalb der Erklärung liegenden Begleitumständen (z. B. BFH-Beschluß vom 18. Januar 1993 I B 97/92, BFH/NV 1994, 649).Allerdings kann der durch die Verwendung des Briefbogens einer juristischen Person begründete Anschein durch weitere, insbesondere aus dem Inhalt der Erklärung bzw. des Schriftsatzes ergebende gegenteilige Anhaltspunkte widerlegt werden (z. B. BFH in BFHE 166, 100 [BFH 28.08.1991 - I r 37/91], BStBl II 1992, 282, und BFH/NV 1994, 649).
- BFH, 19.03.1990 - VIII R 64/89
Bestimmung des Adressaten, der Rechtsmittel eingelegt hat bei einer GmbH
Auszug aus BFH, 01.04.1996 - X B 19/96
Die im Schriftsatz verwendete "Ich-Form" verdeutlicht allein nicht, daß eine natürliche Person die Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt hat, da die unterzeichnende Steuerberaterin ihre Erklärung auch in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführerin der GmbH abgegeben haben kann (vgl. z. B. BFH-Beschluß vom 19. März 1990 VIII R 64/89, BFH/NV 1990, 795). - BFH, 03.04.1991 - X R 166/90
Finanzgerichtsordnung; keine Vertretungsbefugnis von …
Auszug aus BFH, 01.04.1996 - X B 19/96
Hinzu kommt im Streitfall, daß im Anschluß an den in der "Ich-Form" gehaltenen Antrag vor dem Namenszug der natürlichen Person ausdrücklich maschinenschriftlich der Name der juristischen Person vorangestellt ist und die natürliche Person deren Geschäftsführer ist (Senatsbeschluß vom 3. April 1991 X R 166/90, BFH/NV 1991, 471).
- BFH, 26.02.1999 - XI R 66/97
Prozeßvertretung durch Partnerschaftsgesellschaften
Es gelten insoweit dieselben Rechtsgrundsätze wie für Steuerberatungsgesellschaften in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft (vgl. BFH-Entscheidungen vom 29. April 1981 I R 24/81, BFHE 133, 338, BStBl II 1981, 651, sowie vom 26. April 1989 I B 60/88, BFHE 157, 17, BStBl II 1989, 701) oder einer Kapitalgesellschaft (vgl. BFH-Beschluß vom 12. November 1976 III R 14-15/76, BFHE 120, 335, BStBl II 1977, 121, bestätigt durch Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 7. August 1978 2 BvR 26/77, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1978, 420; ferner BFH-Beschlüsse vom 23. November 1978 V B 21/77, BFHE 126, 270, BStBl II 1979, 99, und vom 2. August 1979 V R 58/76, BFHE 128, 342, BStBl II 1979, 699; ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluß vom 1. April 1996 X B 19/96, BFH/NV 1996, 701). - BFH, 29.06.2000 - III B 100/99
Postulationsfähigkeit; Partnerschaftsgesellschaft
Die Frage, ob ein Rechtsmittel von dem geschäftsführenden Partner einer Partnerschaftsgesellschaft persönlich oder namens der Gesellschaft eingelegt worden ist, beurteilt sich entsprechend § 133 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) anhand des Wortlautes der abgegebenen Erklärung bzw. des Schriftsatzes und ggf. unter Heranziehung von außerhalb der Erklärung liegender Begleitumstände (BFH-Beschlüsse vom 1. April 1996 X B 19/96, BFH/NV 1996, 701;… vom 18. Januar 1993 I B 97/92, BFH/NV 1994, 649). - BFH, 19.01.2000 - IX R 60/99
Postulationsfähigkeit; Steuerberatungsgesellschaft
Ob die von einem angestellten Steuerberater/Wirtschaftsprüfer einer Beratungs-GmbH unterzeichnete Revision persönlich oder namens der Gesellschaft für einen Mandanten eingelegt worden ist, beurteilt sich nach dem Wortlaut der abgegebenen Erklärungen und ggf. nach außerhalb der Erklärung liegenden Umständen (vgl. § 133 des Bürgerlichen Gesetzbuchs; BFH-Beschluss vom 1. April 1996 X B 19/96, BFH/NV 1996, 701). - BFH, 09.02.1999 - VII B 226/98
Beschwerdeschrift; Auslegung
Damit war im Zeitpunkt der Beschwerdeeinlegung auch der Hinweis auf die Vollmacht --anders als in der Senatsentscheidung in BFH/NV 1998, 1458-- nicht geeignet, die Prozeßhandlung als solche des Steuerberaters F zu verdeutlichen (vgl. BFH-Beschlüsse vom 1. April 1996 X B 19/96, BFH/NV 1996, 701, und in BFH/NV 1997, 888).
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