Rechtsprechung
| BVerwG, 18.07.1968 - I C 124.60 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Vereinbarkeit des nordrhein-westfälischen Waldschutzgesetzes (WaldSchG NW) mit Art. 14 GG im Rahmen des Enteignungsrechts - Begriff des Waldes nach dem Gesetz und der Waldschutzordnung - Rechtsverhältnis zwischen einem Waldbesitzer und der Forstbehörde - Erklärung zu ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OVG Nordrhein-Westfalen, 15.06.1960 - IV A 866/57
- BVerwG, 18.07.1968 - I C 124.60
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 28.06.1955 - I C 146.53
Zulässigkeit von Werbeanlagen
Auszug aus BVerwG, 18.07.1968 - I C 124.60
Wie das Bundesverfassungsgericht in BVerfGE 9, 223 (229) [BVerfG 19.03.1959 - 1 BvR 295/58] und der erkennende Senat in BVerwGE 2, 172 (175) [BVerwG 28.06.1955 - I C 146/53] und 17, 322 (325 ff.) entschieden haben, fordert der rechtstaatliche Grundsatz der Normenklarheit, daß sich aus einer Rechtsnorm ermitteln läßt, was sie von den Pflichtigen Personen verlangt. - BVerfG, 19.03.1959 - 1 BvR 295/58
Anklage beim Landgericht
Auszug aus BVerwG, 18.07.1968 - I C 124.60
Wie das Bundesverfassungsgericht in BVerfGE 9, 223 (229) [BVerfG 19.03.1959 - 1 BvR 295/58] und der erkennende Senat in BVerwGE 2, 172 (175) [BVerwG 28.06.1955 - I C 146/53] und 17, 322 (325 ff.) entschieden haben, fordert der rechtstaatliche Grundsatz der Normenklarheit, daß sich aus einer Rechtsnorm ermitteln läßt, was sie von den Pflichtigen Personen verlangt. - BVerfG, 11.04.1967 - 2 BvG 1/62
Wasser- und Schiffahrtsverwaltung
Auszug aus BVerwG, 18.07.1968 - I C 124.60
Überdies läßt sich die Verwendung des Begriffs Wald ohne ausdrückliche Definition in Gesetzen auch deshalb nicht grundsätzlich im Sinn der Revision beanstanden, weil damit jedenfalls das Mindestmaß an Rechtsklarheit und Rechtssicherheit gewahrt ist, dem das Erfordernis der Bestimmtheit oder Bestimmbarkeit der Rechtsnormen dient (s. BVerfGE 21, 312 [BVerfG 11.04.1967 - 2 BvG 1/62] [324]). - BVerwG, 30.10.1958 - I C 29.58
Auszug aus BVerwG, 18.07.1968 - I C 124.60
Der Aufforstungszwang nach § 1 des Waldschutzgesetzes wirkt an sich regelmäßig, d.h. bei ohnehin fortdauernder waldmäßiger Bodenbenutzung, nicht enteignend; insoweit ist dem Berufungsgericht zuzustimmen (vgl. auch die Entscheidung des erkennenden Senats über die Baupflicht nach § 46 des hessischen Aufbaugesetzes in BVerwGE 7, 297 [299 ff.]).
- BVerwG, 13.04.1983 - 4 C 76.80
Ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung bei Wechsel von der …
Der Schutz des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebes durch Art. 14 GG bewirkt nicht, daß der Betriebsinhaber alle ihm gehörenden Grundstücke für Betriebszwecke nutzen darf (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Juli 1968 - BVerwG I C 124.60 - Buchholz 11 Art. 14 Nr. 91; BVerwG, Urteil vom 13. Oktober 1964 - BVerwG I C 111.62 - Buchholz 11 Art. 14 Nr. 60 [S. 47]). - BVerwG, 19.05.1992 - 3 B 85.91
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung …
Wenn das Urteil deshalb zu dem Ergebnis kommt, eine Verletzung der Eigentumsgarantie sei "in der Zwangsmitgliedschaft und in deren Fortdauer nicht zu sehen" (S. 13 des Urteilsumdrucks), so liegt dies auf der Linie der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil vom 18. Juli 1968 - BVerwG 1 C 124.60 - Buchholz 11 Art. 14 Nr. 91; Beschluß vom 3. März 1989 - BVerwG 3 B 70.88 - Buchholz 11 Art. 14 Nr. 249 zu Holznutzungsrechten unter Hinweis auf Beschluß vom 8. April 1964 - BVerwG 7 B 46.62 - zu Gemeindenutzungsrechten nach bayerischem Recht). - BVerwG, 13.10.1981 - 5 B 109.80
Voraussetzungen für die Rechtswirksamkeit einer landesrechtlichen Prüfungsordnung …
Anders gewendet bedeutet dies, daß sich aus dem Inhalt der Rechtsvorschrift mit ausreichender Bestimmtheit ermitteln lassen muß, was von den Pflichtigen Personen verlangt wird (BVerwGE 17, 322 [325]; Urteil vom 18. Juli 1968 - BVerwG 1 C 124.60 - [Buchholz 11 Art. 14 GG Nr. 91]).
- OVG Hamburg, 04.05.2004 - 3 Bs 174/04
Zulassungsvoraussetzung zu einzelnen Lehrveranstaltungen in Lehramtsstudiengängen …
Der rechtsstaatliche Grundsatz der Normenbestimmtheit und Normenklarheit fordert, dass sich aus einer Rechtsnorm mit hinreichender Bestimmtheit oder Bestimmbarkeit ermitteln lässt, was sie von den pflichtigen Personen verlangt, weil die Rechtsnorm sonst nicht angewendet werden kann (vgl.: BVerfG, Beschluss vom 3.3.2004, Az.: 1 BvF 3/92, Juris, EuGRZ 2004 S. 196; BVerwG, Urteil vom 18.7.1968, Az.: I C 124.60, Juris, Buchholz 11 Art. 20 GG Nr. 5). - BVerwG, 18.07.1968 - I C 147.60
Einordnung eines Grundstücks als Wald im Sinne des Waldschutzgesetzes - …
Insoweit wird auf die Ausführungen im Urteil vom 18. Juli 1968 - BVerwG I C 124.60 - Bezug genommen. Auch zu der weiteren Rüge, daß in der Versagung der Umwandlungsgenehmigung eine unzulässige Enteignung liege, ist zunächst auf dasselbe Urteil hinzuweisen. Die Aktualisierung des potentiellen Umwandlungsverbots nach § 3 des nordrhein-westfälischen Gesetzes zum Schütze des Waldes vom 31. März 1950 (GVBl. NW S. 63) - Waldschutzgesetz - durch die Versagung der Genehmigung könnte sich jedoch dann als Enteignung darstellen, wenn das Grundstück zwar Wald im Sinn des Gesetzes, zugleich aber kraft einer vor der Geltung des Waldschutzgesetzes rechtswirksam gewordenen Baugebietsausweisung auch noch Bauland, z.B. Wohngebiet wäre (BVerwGE 3, 335; 4, 57 [BVerwG 12.07.1956 - I C 91/54]und 5, 143). - BVerwG, 18.07.1968 - I C 38.67
Antrag auf Genehmigung der Umwandlung eines Waldes in landwirtschaftliche …
Im Urteil vom 18. Juli 1968 - BVerwG I C 124.60 - hat der erkennende Senat dargelegt, daß rechtsstaatliche Grundsätze über die Schaffung und Geltung von Normen oder rechtsstaatliche Anforderungen an die Normenklarheit der Anwendung des nordrhein-westfälischen Gesetzes zum Schütze des Waldes vom 31. März 1950 (GV. NW. S. 63) - Waldschutzgesetz - nicht entgegenstehen, soweit es um die Bestimmbarkeit des Begriffs "Wald" geht.
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