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Rechtsprechung
   BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1991,5780
BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90 (https://dejure.org/1991,5780)
BVerwG, Entscheidung vom 06.03.1991 - 1 D 50.90 (https://dejure.org/1991,5780)
BVerwG, Entscheidung vom 06. März 1991 - 1 D 50.90 (https://dejure.org/1991,5780)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer

    Verhängung einer Disziplinarmaßnahme gegen einen Postschalterbeamten - Veruntreuung geringer Gebührenbeträge zum Ausgleich oder zur Verminderung von Kassenfehlbeträgen durch einen Postschalterbeamten - Vorschriftswidrige Behandlung von Postzustellungsaufträgen als ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (7)

  • BVerwG, 10.02.1982 - 1 D 39.81

    Disziplinarrechtliche Würdigung als Dienstvergehen - Versetzung eines Beamten in …

    Auszug aus BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90
    Seit dem Urteil des Senats vom 29. April 1981 - BVerwG 1 D 25.80 - (vgl. auch Urteil des Senats vom 10. Februar 1982 - BVerwG 1 D 39.81 - ) ist für die Annahme eines egoistischen Vorgehens mit der Folge der Dienstentfernung maßgeblich, ob der um Ausgleich oder um Verschleierung eines Fehlbetrages bemühte Beamte Geld seines Dienstherrn mittelbar seinem privaten Vermögen dadurch zuführt, daß er sich in entsprechendem Umfang seiner eigenen Verantwortung und persönlichen Haftung entzieht.

    Dies steht aber der Bewertung als minderschwerer Fall der Veruntreuung nicht entgegen, weil davon auszugehen ist, daß diese zurückgehaltenen Mittel dann später der Postkasse zugeführt worden sind (vgl. Urteil vom 10. Februar 1982 - BVerwG 1 D 39.81 - ).

  • BVerwG, 23.09.1986 - 1 D 57.86

    Disziplinarmaßnahmen gegen Bundesbahnbeamten im Ruhestand wegen Veruntreuung von …

    Auszug aus BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90
    Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Beamte sich unmittelbar an dienstlichen Geldern vergreift, um sie für private Zwecke einzusetzen, oder ob er Kassen- bzw. Gebühreneinnahmen nicht oder nicht vollständig verbucht, um mit ihnen Fehlbeträge auszugleichen (Urteil des Senats vom 16. März 1982 - BVerwG 1 D 13.81 - ; Urteil vom 26. August 1987 - BVerwG 1 D 9.87 - Urteil vom 23. September 1986 - BVerwG 1 D 57.86 -).

    Besteht eine derartige Ersatzpflicht aus Rechtsgründen oder aufgrund ständiger Verwaltungspraxis nicht, entfällt der materiell-egoistische Aspekt des Dienstvergehens (…Urteile des Senats a.a.O.; zuletzt Urteil vom 23. September 1986 - BVerwG 1 D 57.86 -).

  • BGH, 05.03.1971 - 3 StR 231/69

    Kassenfehlbestand - §§ 242, 246 StGB, Zueignung, Sachsubstanz-, Sachwerttheorie, …

    Auszug aus BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90
    Der Begriff des egoistischen Zuges in diesem Sinne geht ebenso wie der der Zueignung im Sinne der §§ 246, 353 StGB von der Verpflichtung des Beamten zum Ersatz des verursachten Fehlbetrages aus (vgl. BGHSt 9, 348; BGHSt 24, 115).
  • BVerwG, 16.03.1982 - 1 D 13.81

    Nichtbuchung vereinnahmter Gebührenbeträge

    Auszug aus BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90
    Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Beamte sich unmittelbar an dienstlichen Geldern vergreift, um sie für private Zwecke einzusetzen, oder ob er Kassen- bzw. Gebühreneinnahmen nicht oder nicht vollständig verbucht, um mit ihnen Fehlbeträge auszugleichen (Urteil des Senats vom 16. März 1982 - BVerwG 1 D 13.81 - ; Urteil vom 26. August 1987 - BVerwG 1 D 9.87 - Urteil vom 23. September 1986 - BVerwG 1 D 57.86 -).
  • BGH, 03.05.1956 - 3 StR 70/56
    Auszug aus BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90
    Der Begriff des egoistischen Zuges in diesem Sinne geht ebenso wie der der Zueignung im Sinne der §§ 246, 353 StGB von der Verpflichtung des Beamten zum Ersatz des verursachten Fehlbetrages aus (vgl. BGHSt 9, 348; BGHSt 24, 115).
  • BVerwG, 29.04.1981 - 1 D 25.80

    Anforderungen an die Durchführung eines disziplinarrechtlichen Verfahrens gegen …

    Auszug aus BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90
    Seit dem Urteil des Senats vom 29. April 1981 - BVerwG 1 D 25.80 - (vgl. auch Urteil des Senats vom 10. Februar 1982 - BVerwG 1 D 39.81 - ) ist für die Annahme eines egoistischen Vorgehens mit der Folge der Dienstentfernung maßgeblich, ob der um Ausgleich oder um Verschleierung eines Fehlbetrages bemühte Beamte Geld seines Dienstherrn mittelbar seinem privaten Vermögen dadurch zuführt, daß er sich in entsprechendem Umfang seiner eigenen Verantwortung und persönlichen Haftung entzieht.
  • BVerwG, 26.08.1987 - 1 D 9.87

    Verurteilung eines Beamten wegen Unterschlagung in Tateinheit mit Untreue - …

    Auszug aus BVerwG, 06.03.1991 - 1 D 50.90
    Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Beamte sich unmittelbar an dienstlichen Geldern vergreift, um sie für private Zwecke einzusetzen, oder ob er Kassen- bzw. Gebühreneinnahmen nicht oder nicht vollständig verbucht, um mit ihnen Fehlbeträge auszugleichen (Urteil des Senats vom 16. März 1982 - BVerwG 1 D 13.81 - ; Urteil vom 26. August 1987 - BVerwG 1 D 9.87 - Urteil vom 23. September 1986 - BVerwG 1 D 57.86 -).
  • BVerwG, 11.03.1997 - 1 D 30.96

    Verstoß gegen Dienstpflichten zur uneigennützigen Amtsführung - Minderschwere …

    Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Beamte sich unmittelbar an dienstlichen Geldern vergreift, um sie für private Zwecke einzusetzen, oder ob er Kassen- bzw. Gebühreneinnahmen nicht oder nicht vollständig verbucht, um mit ihnen Fehlbeträge auszugleichen (Urteile vom 6. März 1991 - BVerwG 1 D 50.90 - und - BVerwG 1 D 52.90 - Urteil vom 16. März 1982 - BVerwG 1 D 13.81 - ; Urteil vom 26. August 1987 - BVerwG 1 D 9.87 - Urteil vom 23. September 1986 - BVerwG 1 D 57.86 -).

    Für die Annahme eines egoistischen Vorgehens mit der Folge, daß die Verhängung der Höchtsmaßnahme in Betracht kommt, ist maßgebend, ob der um Ausgleich oder um Verschleierung eines Fehlbetrages bemühte Beamte Geld seines Dienstherrn mittelbar seinem privaten Vermögen dadurch zuführt, daß er sich in entsprechendem Umfang seiner eigenen Verantwortung und persönlichen Haftung entzieht (s. Urteil vom 27. Februar 1996 - BVerwG 1 D 33.95 - m.w.N., Urteile vom 6. März 1991, a.a.O., m.w.N.).

    Besteht eine derartige Ersatzpflicht aus Rechtsgründen oder aufgrund ständiger Verwaltungspraxis nicht, entfällt der materiell-egoistische Aspekt des Dienstvergehens (Urteile vom 6. März 1991, a.a.O.).

    Besteht eine solche Haftung nicht, dann fehlt es an einer entsprechenden Zueignung und damit an einem materiell-egoistischen Schwerpunkt des Verhaltens auch dann, wenn der Beamte irrtümlich von einer Regreßpflicht ausgeht (vgl. hierzu auch Urteile vom 6. März 1991, a.a.O.).

  • BVerwG, 24.11.1999 - 1 D 68.98

    Materielles Beamtendisziplinarrecht - Schalterbeamter der Bahn; Verfälschen des …

    Der Senat hat deshalb beim Fehlen materiell-egoistischer Motive grundsätzlich von der Verhängung der Höchstmaßnahme abgesehen und in der Regel auf eine Dienstgradherabsetzung erkannt (…z.B. Urteil vom 13. Juni 1995, a.a.O.; Urteil vom 6. März 1991 - BVerwG 1 D 50.90 -, jeweils m.w.N.).
  • BVerwG, 01.02.1995 - 1 D 65.93

    Umsetzung einer Postbeamtin aufgrund eines Dienstvergehens in das Amt einer …

    Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats besteht jedoch in der disziplinaren Bewertung von Kassenverfehlungen, die dem Ausgleich bereits entstandener Minderbeträge dienen, dann kein Unterschied zu dem direkten Zugriff auf amtliche Gelder, wenn der Beamte zum Ersatz der verursachten Fehlsumme verpflichtet ist (vgl. Urteil vom 6. März 1991 - BVerwG 1 D 50.90 -, Urteil vom 20. Mai 1987 - BVerwG 1 D 83.86 -, Urteil vom 23. September 1986 - BVerwG 1 D 57.86 -, Urteil vom 28. August 1985 - BVerwG 1 D 166.84 -, Urteil vom 14. Juli 1983 - BVerwG 1 D 105.82 -, Urteil vom 16. März 1982 - BVerwG 1 D 13.81 - , Urteil vom 10. Februar 1982 - BVerwG 1 D 39.81 - , Urteil vom 29. April 1981 - BVerwG 1 D 25.80 -).
  • BVerwG, 13.06.1995 - 1 D 21.94

    Voraussetzungen der Haftung eines Beamten für Kassenfehlbeträge - …

    Der Senat hat deshalb beim Fehlen eines materiell-egoistischen Aspekts grundsätzlich von der Dienstentfernung abgesehen und auf eine Dienstgradherabsetzung erkannt (z.B. Urteil vom 29. April 1981 - BVerwG 1 D 25.80 - Urteil vom 16. März 1982 - BVerwG 1 D 13.81 - Urteil vom 28. August 1985 - BVerwG 1 D 166.84 - Urteil vom 6. März 1991 - BVerwG 1 D 50.90 -).
  • BVerwG, 13.04.1994 - 1 D 38.93

    Urkundenfälschung eines Beamten durch Abänderung des Geldbetrages auf einem …

    Einer zum Zwecke des Ausgleichs eines Kassenfehlbetrages vorgenommenen Manipulation haftet nicht per se ein eigennütziges und egoistisches Motiv an, sondern nur dann, wenn sich ein Beamter dadurch seiner persönlichen Haftung entziehen will (stRspr vgl. Urteil vom 6. März 1991 - BVerwG 1 D 50.90 -).
  • BVerwG, 14.05.1991 - 1 D 73.90

    Disziplinarmaßnahme gegen einen Postbeamten des einfachen Dienstes - Veruntreuung …

    Ein derartiges Vorgehen kann nur dann einem rechtswidrigen Zugriff auf anvertrautes Geld mit der Folge des endgültigen Vertrauensverlustes gleichgestellt werden, wenn der Beamte durch sein unredliches Verhalten sich endgültig einer bestehenden Ersatzpflicht entziehen will (Urteil vom 6. März 1991 - BVerwG 1 D 50.90 - mit weiteren Nachweisen).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 15.05.2002 - 6d A 5368/00

    Erwerb der Fachoberschulreife ; Anforderungen für die Verletzung eines …

    Rn. 43 Vgl. BVerwG, Urteil vom 6. März 1991 - 1 D 50/90 - Weiss in GKÖD, J 975 Rdnr. 30.
  • BVerwG, 18.05.1999 - 1 D 51.98

    Kassenverfehlung durch Verwendung nicht abgerechneter dienstlicher Gelder zum …

    Dies wäre nach der Rechtsprechung des Senats nur dann der Fall gewesen, wenn der Beamte für die Fehlbeträge gehaftet hätte und sich dieser Haftung hätte entziehen wollen (vgl. u.a. Urteil vom 6. März 1991 - BVerwG 1 D 50.90 -, Urteil vom 1. Februar 1995 - BVerwG 1 D 65.93 - m.w.N.).
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