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Rechtsprechung
   OVG Berlin-Brandenburg, 17.04.2008 - 1 N 63.07   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2008,25299
OVG Berlin-Brandenburg, 17.04.2008 - 1 N 63.07 (https://dejure.org/2008,25299)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 17.04.2008 - 1 N 63.07 (https://dejure.org/2008,25299)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 17. April 2008 - 1 N 63.07 (https://dejure.org/2008,25299)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • berlin.de (Pressemitteilung)

    Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße bestätigt

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Berlin: Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße bestätigt

 
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Wird zitiert von ... (7)

  • VG Berlin, 06.07.2023 - 1 K 102.22

    Mohrenstraße darf umbenannt werden

    Die Umbenennung der Mohrenstraße erfolgte durch eine Allgemeinverfügung, also einen Verwaltungsakt i. S. d. § 35 Satz 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfg) i. V. m. § 1 Abs. 1 des Gesetzes über das Verfahren der Berliner Verwaltung (VwVfg Bln), der die öffentlich-rechtliche Eigenschaft der Straße betrifft (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - 1 N 63.07, juris Rn. 6).

    Obwohl diese dingliche Allgemeinverfügung nicht an den Kläger adressiert ist, erscheint eine Rechtsverletzung des Klägers als Anwohner möglich, weil er geltend macht, dass die Umbenennung gegen Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG) in seiner Ausprägung als Willkürverbot verstoße (…vgl. die insoweit einhellige Rechtsprechung in Bezug auf Anwohner bei Straßen(um)benennungen: Urteil der Kammer vom 28. Juni 2016 - 1 K 108.15 , juris Rn. 13 ; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - 1 N 63.07, juris Rn. 6; VG Hannover…, Urteil vom 3. März 2011 - 10 A 6277/09, juris Rn. 23; VG Köln…, Urteil vom 09. Februar 2017 - 20 K 7476/15, juris Rn. 26; VG Arnsberg…, Urteil vom 6. Juli 2017 - 7 K 2009/16, juris Rn. 22 f.).

    Mangels eigener Rechte des Klägers, welche von dem Bezirksamt hätten berücksichtigt werden müssen, beschränkt sich die gerichtliche Kontrolle auf Verstöße gegen Art. 3 Abs. 1 GG in seiner Ausprägung als Willkürverbot und die Verletzung verfassungsrechtlich geschützter Rechte (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - 1 N 63.07, juris Rn. 8).

    § 5 Abs. 1 Satz 1 BerlStrG bietet keinen greifbaren Anhaltspunkt für die Annahme, dem Anwohner der Straße einen darüber hinausgehenden rechtlichen Schutz seiner Interessen in Bezug auf den Straßennamen als Bestandteil seiner Adresse zu gewähren (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - 1 N 63.07, juris Rn. 6 m. w. N.).

    Der Kläger hat als Anwohner - wie ausgeführt - nur ein Recht auf eine willkürfreie und nicht auf eine ermessensfehlerfreie Entscheidung (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - 1 N 63.07, juris Rn. 10).

    Zudem hat das OVG Berlin-Brandenburg bereits über die maßgebliche Frage der gerichtlichen Kontrolldichte bei einer Straßenumbenennung entschieden (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - 1 N 63.07), sodass die Frage als geklärt angesehen werden kann (…vgl. Seibert in: Sodan/Ziekow, Verwaltungsgerichtsordnung, 5. Aufl. 2018, § 124 Rn. 128).

  • VG Köln, 03.03.2016 - 20 K 3900/14

    Wohnen "Am Lusthaus"

    Rn. 23 OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17.04.2008 - 1 N 63.07 -, juris;.
  • VG Berlin, 28.06.2016 - 1 K 108.15

    Benennung einer Straße

    Rn. 16 a) Straßenbenennungen unterliegen der gerichtlichen Kontrolle nur, soweit ein Verstoß gegen das Willkürverbot oder die Verletzung verfassungsrechtlich geschützter Rechte vorliegt (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - OVG 1 N 63.07, juris Rn. 8).

    § 5 Abs. 1 Satz 1 BerlStrG bietet keinen greifbaren Anhaltspunkt für die Annahme, dem Anwohner der Straße einen darüber hinausgehenden rechtlichen Schutz seiner Interessen in Bezug auf den Straßennamen als Bestandteil seiner Adresse zu gewähren (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008, a. a. O., juris Rn. 6 m. w. N.).

    Diese Verwaltungsvorschriften sind deshalb ebenso wenig wie § 5 Abs. 1 Satz 1 BerlStrG dazu bestimmt, auch den Interessen der Anwohner zu dienen (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008, a. a. O., juris Rn. 16).

    Auch wenn die Würdigung einer Persönlichkeit unterschiedlich ausfällt, darf deren Name für die Straßenbenennung gewählt werden, ohne dass dadurch gegen das Gebot zu Neutralität und Sachlichkeit verstoßen wird (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008, a. a. O., juris Rn. 18).

    Bloße Umsatz- und Gewinnchancen oder tatsächliche Gegebenheiten, mögen sie für ein Unternehmen auch von erheblicher Bedeutung sein, sind auch unter Berücksichtigung des Schutzes des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs eigentumsrechtlich nicht dem geschützten Bestand des einzelnen Unternehmens zugeordnet (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008, a. a. O., juris Rn. 11 m. w. N.).

    Die Benennung als adressatenloser und sachbezogener Verwaltungsakt spricht selbst keine Ge- oder Verbote aus (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008, a. a. O., juris Rn. 12 m. w. N.).

  • VG Köln, 09.02.2017 - 20 K 7476/15
    Rn. 31 BayVGH, Urteil vom 02.03.2010 - 8 BV 08.3320 -, nachgehend BVerwG, Beschluss vom 17.12.2010 - 9 B 60/10 - sowie BayVerfGH, Beschluss vom 25.09.2012 - Vf. 17-VI-11 - sämtlich: juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17.04.2008 - 1 N 63.07 -, juris; VG Bayreuth, Urteil vom 10.10.2014 - B 1 K 14.248 -, juris.
  • VG Berlin, 09.06.2026 - 1 K 614.25

    Dritte, die keine Anwohner oder Anlieger sind, haben keine Klagebefugnis in Bezug …

    Es handelt sich um Allgemeinverfügungen, die im Sinne von § 1 Abs. 1 des Berliner Verwaltungsverfahrensgesetzes in Verbindung mit § 35 Satz 2 Var. 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes - VwVfG - die öffentlich-rechtliche Eigenschaft einer Sache regeln (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - OVG 1 N 63.07 -, juris, Rn. 6).

    Weder diese Formulierung noch der Sinn und Zweck der Vorschrift noch ihre Entstehungsgeschichte bieten einen Anhaltspunkt dafür, dass sich Dritte gegen Benennungsentscheidungen zur Wehr setzen oder ihren Vollzug im Wege der Leistungsklage verlangen könnten (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - OVG 1 N 63.07 -, juris, Rn. 6 ff.).

    Zwar nehmen das Oberverwaltungsgericht und die Kammer in ihrer Rechtsprechung an, ein Anwohner beziehungsweise Anlieger könne sich auf das Verbot willkürlichen staatlichen Handelns berufen, wenn er sich gegen eine Straßenumbenennung wendet (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - OVG 1 N 63.07 -, juris, Rn. 6, 14 ff.;… Urteil der Kammer vom 6. Juli 2023 - VG 1 K 102/22 -, juris, Rn. 15).

  • VG Berlin, 09.08.2022 - 1 K 88.22

    Mohrenstraße: Umbenennung nur von Anwohnern angreifbar

    Straßenumbenennungen unterliegen der gerichtlichen Kontrolle nur, soweit ein Verstoß gegen das Willkürverbot oder die Verletzung verfassungsrechtlich geschützter Rechte vorliegt (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - OVG 1 N 63.07, juris Rn. 8).
  • VG Gelsenkirchen, 02.11.2018 - 15 K 2551/15

    Klagebefugnis; Straßenumbenennung; Straßenbenennung; Einzelrichterübertragung; …

    Rn. 53 Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 29. Oktober 2007-15 B 1517/07 -, juris, Rn. 4; OVG NRW, Urteil vom 21. Juli 1995 - 23 A 3493/94 -, juris, Rn. 28; vgl. hinsichtlich des im Wortlaut ähnlichen Art. 52 Abs. 1 des BayStrWG ("Die Gemeinden können den öffentlichen Straßen Namen geben und Namensschilder anbringen.") BayVGH, Urteil vom 2. März 2010 - 8 BV 08.3320 -, juris, Rn. 29; vgl. dazu auch BayVerfGH, Entscheidung vom 25. September 2012- Vf. 17-VI-11 -, juris; BayVGH, Beschluss vom 19. Februar 1988 - Nr. 8 B 86.01328 -, BayVBl. 1988, 496 (496); Vgl. zu § 5 Abs. 2 Satz 1 BerlStrG, OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008- OVG 1 N 63.07 -, juris, Rn. 6; vgl. auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22. Juli 1991 - 1 S 1258/90 -, juris, Rn. 21; VG Arnsberg, Urteil vom 6. Juli 2017 - 7 K 2009/16 -, juris, Rn. 18; VG Köln, Urteil vom 9. Februar 2017- 20 K 7476/15 -, juris, Rn. 25; VG Köln, Urteil vom 3. März 2016 - 20 K 3900/14 -, juris, Rn. 25; VG Gelsenkirchen, Gerichtsbescheid vom 29. März 1995- 15 K 893/93 -.

    Rn. 57 Vgl. zu § 5 Abs. 2 Satz 1 BerlStrG, OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17. April 2008- OVG 1 N 63.07 -, juris, Rn. 6.

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