Rechtsprechung
| BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (26)
- BGH, 20.11.1952 - 4 StR 850/51
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Das gilt entgegen der Meinung der Revision auch dann, wenn der Angeklagte mit der Herbeiführung der Unterhaltsvereinbarung von dem Ehemann W. beauftragt gewesen sein und die Scheidungsklage pflichtwidrig (vgl BGHSt 4, 80, 82) [BGH 20.11.1952 - 4 StR 850/51] für die Ehefrau geführt haben sollte.Der Bundesgerichtshof hat in jüngster Zeit mehrfach im einzelnen die Grundsatze entwickelt, auf die es für die Beurteilung der inneren Tatseite beim Parteiverrat ankommt (vgl namentlich BGHSt 4, 80, 83 ff [BGH 20.11.1952 - 4 StR 850/51]; 5, 284, 287 ff, 301, 309 ff [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53]; 7, 17, 21 ff [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54]; 7, 261 ff [BGH 01.03.1955 - 5 StR 53/55]; 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).
Bei rechtskundigen Personen sind an das Maß der von ihnen zu erwartenden Gewissensanspannung besonders strenge Anforderungen zu stellen (BGHSt 4, 80, 86) [BGH 20.11.1952 - 4 StR 850/51].
- BGH, 10.03.1955 - 4 StR 616/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Es ist nicht erforderlich, daß der Rechtsanwalt auch mit der Wahrnehmung jedes daraus entspringenden Rechtsinteresses beauftragt wird (BGH 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).Der Bundesgerichtshof hat in jüngster Zeit mehrfach im einzelnen die Grundsatze entwickelt, auf die es für die Beurteilung der inneren Tatseite beim Parteiverrat ankommt (vgl namentlich BGHSt 4, 80, 83 ff [BGH 20.11.1952 - 4 StR 850/51]; 5, 284, 287 ff, 301, 309 ff [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53]; 7, 17, 21 ff [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54]; 7, 261 ff [BGH 01.03.1955 - 5 StR 53/55]; 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).
Kommt das Landgericht in der neuen Hauptverhandlung zur Auffassung, daß der Angeklagte die Tat im Verbotsirrtum begangen hat, so ist nach den vom Bundesgerichtshof ausgesprochenen Richtlinien (BGHSt 2, 194, 209 ff [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]; 4, 1, 5) [BGH 23.12.1952 - 2 StR 612/52]zu entscheiden, ob dieser die Schuld des Angeklagten ausschließt oder je nach dem Maß seines Verschuldens die Vorwerfbarkeit mindert oder unberührt läßt (BGH 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).
- BGH, 18.03.1952 - GSSt 2/51
Bewußtsein der Rechtswidrigkeit
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Kommt das Landgericht in der neuen Hauptverhandlung zur Auffassung, daß der Angeklagte die Tat im Verbotsirrtum begangen hat, so ist nach den vom Bundesgerichtshof ausgesprochenen Richtlinien (BGHSt 2, 194, 209 ff [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]; 4, 1, 5) [BGH 23.12.1952 - 2 StR 612/52]zu entscheiden, ob dieser die Schuld des Angeklagten ausschließt oder je nach dem Maß seines Verschuldens die Vorwerfbarkeit mindert oder unberührt läßt (BGH 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).- Im Gegenteil hätte die von dem Landgericht anscheinend als nicht widerlegt erachtete Erklärung des Angeklagten, er habe sich für verpflichtet gefühlt, für K. einzutreten, weil diesem nach seiner Überzeugung Unrecht geschehen sei, die Prüfung der Frage nahegelegt, ob der Angeklagte mit dem Bewußtsein der Rechtswidrigkeit oder in einem Verbotsirrtum gehandelt hat (BGHSt 2, 194, 205, 208 [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]; 5, 284, 288) [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53].
- BGH, 23.12.1952 - 2 StR 612/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Kommt das Landgericht in der neuen Hauptverhandlung zur Auffassung, daß der Angeklagte die Tat im Verbotsirrtum begangen hat, so ist nach den vom Bundesgerichtshof ausgesprochenen Richtlinien (BGHSt 2, 194, 209 ff [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]; 4, 1, 5) [BGH 23.12.1952 - 2 StR 612/52]zu entscheiden, ob dieser die Schuld des Angeklagten ausschließt oder je nach dem Maß seines Verschuldens die Vorwerfbarkeit mindert oder unberührt läßt (BGH 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).Sollte aber der Angeklagte zur Tatzeit vermindert zurechnungsfähig gewesen sein, so kommt es insbesondere darauf an, inwieweit sein geistiger und körperlicher Zustand ihm noch erlaubte, seine Erkenntniskräfte und sittlichen Wertvorstellungen einzusetzen (vgl BGHSt 4, 1, 5) [BGH 23.12.1952 - 2 StR 612/52].
- BGH, 02.12.1954 - 4 StR 500/54
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Der Bundesgerichtshof hat in jüngster Zeit mehrfach im einzelnen die Grundsatze entwickelt, auf die es für die Beurteilung der inneren Tatseite beim Parteiverrat ankommt (vgl namentlich BGHSt 4, 80, 83 ff [BGH 20.11.1952 - 4 StR 850/51]; 5, 284, 287 ff, 301, 309 ff [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53]; 7, 17, 21 ff [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54]; 7, 261 ff [BGH 01.03.1955 - 5 StR 53/55]; 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).Der Begriff des Dienens im Sinne des § 356 StGB umfaßt jede berufliche Tätigkeit des Anwalts rechtlicher oder tatsächlicher Art, durch die das Interesse des Auftraggebers gefördert werden soll (BGHSt 5, 301, 305 [BGH 04.02.1954 - 4 StR 724/53]; 7, 17, 19) [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54].
- BGH, 02.02.1954 - 5 StR 590/53
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Der Bundesgerichtshof hat in jüngster Zeit mehrfach im einzelnen die Grundsatze entwickelt, auf die es für die Beurteilung der inneren Tatseite beim Parteiverrat ankommt (vgl namentlich BGHSt 4, 80, 83 ff [BGH 20.11.1952 - 4 StR 850/51]; 5, 284, 287 ff, 301, 309 ff [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53]; 7, 17, 21 ff [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54]; 7, 261 ff [BGH 01.03.1955 - 5 StR 53/55]; 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).- Im Gegenteil hätte die von dem Landgericht anscheinend als nicht widerlegt erachtete Erklärung des Angeklagten, er habe sich für verpflichtet gefühlt, für K. einzutreten, weil diesem nach seiner Überzeugung Unrecht geschehen sei, die Prüfung der Frage nahegelegt, ob der Angeklagte mit dem Bewußtsein der Rechtswidrigkeit oder in einem Verbotsirrtum gehandelt hat (BGHSt 2, 194, 205, 208 [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]; 5, 284, 288) [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53].
- BGH, 24.03.1955 - 4 StR 381/54
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Ist in der künftigen Verhandlung über die Frage der Vereidigung der genannten Zeugen zu entscheiden, so wird zu erwägen sein: Das Vergehen des Parteiverrats (§ 356 StGB) richtet sich nicht allein gegen die Rechtspflege, sondern betrifft auch die Rechte der früher von dem Rechtsanwalt vertretenen Partei (§ 35 Abs. 2 StGB; BGH 4 StR 381/54 vom 24. März 1955, teilweise abgedruckt in BGHSt 7, 261; RGSt 71, 253).Der Bundesgerichtshof hat in jüngster Zeit mehrfach im einzelnen die Grundsatze entwickelt, auf die es für die Beurteilung der inneren Tatseite beim Parteiverrat ankommt (vgl namentlich BGHSt 4, 80, 83 ff [BGH 20.11.1952 - 4 StR 850/51]; 5, 284, 287 ff, 301, 309 ff [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53]; 7, 17, 21 ff [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54]; 7, 261 ff [BGH 01.03.1955 - 5 StR 53/55]; 4 StR 616/54 vom 10. März 1955).
- BGH, 18.05.1951 - 1 StR 173/51
Anforderungen an die Begründung eines Beschlusses bezüglich des Absehens von der …
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Seine Vereidigung ist aber um deswillen allein nicht ausgeschlossen (BGHSt 1, 175, 180) [BGH 18.05.1951 - 1 StR 173/51].Trotz § 34 StPO brauchte, der Tatrichter die seiner Ermessens beurteilung unterliegenden Gründe, aus denen er die Besorgnis der Befangenheit für "keineswegs gerechtfertigt" ansah, nicht näher darzulegen (BGHSt 1, 175, 177 [BGH 18.05.1951 - 1 StR 173/51] zu § 61 Nr. 2 StPO; RGSt 57, 44 f; 77, 332).
- BGH, 08.03.1955 - 5 StR 49/55
Notwendigkeit der Widergabe von Ausführungen eines Sachverständigen im Urteil - …
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Bei deren Würdigung und Darlegung in den Urteilsgründen wird sich das Landgericht an die Richtlinien zu halten haben, die der Bundesgerichtshof in dem Urteil BGHSt 7, 238 ff gegeben hat. - BGH, 04.02.1954 - 4 StR 724/53
Auszug aus BGH, 18.11.1955 - 1 StR 39/55
Der Begriff des Dienens im Sinne des § 356 StGB umfaßt jede berufliche Tätigkeit des Anwalts rechtlicher oder tatsächlicher Art, durch die das Interesse des Auftraggebers gefördert werden soll (BGHSt 5, 301, 305 [BGH 04.02.1954 - 4 StR 724/53]; 7, 17, 19) [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54]. - BGH, 01.03.1955 - 5 StR 53/55
- BGH, 30.09.1952 - 2 StR 675/51
- BGH, 09.01.1953 - 1 StR 623/52
Rechtsmittel
- BGH, 10.11.1953 - 1 StR 324/53
Rechtsmittel
- BGH, 29.01.1955 - IV ZR 125/54
Rechtsmittel
- BGH, 07.05.1953 - 5 StR 340/52
- BGH, 29.01.1954 - 1 StR 329/53
- BGH, 15.01.1952 - 2 StR 567/51
- BGH, 13.05.1952 - 1 StR 7/52
- RG, 17.11.1936 - 1 D 793/36
1. Recht und Pflicht des Arztes, Zeugnis abzulegen oder zu verweigern. 2. Wer …
- RG, 10.06.1937 - 3 D 311/37
Handelt der Anwalt, der die Vertretung des Gegners übernimmt, auch dann im Sinne …
- RG, 03.04.1922 - II 130/22
1. Inwieweit bedarf ein den Antrag auf Verbindung zusammenhängender Strafsachen …
- RG, 02.06.1896 - 1113/96
1. Unter welchen Voraussetzungen kann ein Betrug darin gefunden werden, daß der …
- RG, 09.12.1913 - V 805/13
Kann der Angeklagte auf eine Verletzung des § 53 Abs. 1 StPO. eine …
- RG, 10.05.1894 - 1438/94
Steht dem Revisionsgerichte eine materielle Prüfung der in erster Instanz für die …
- RG, 02.03.1944 - 2 D 256/43
Auch nach neuem Rechte (§ 59 StPO. i. d. F. des Art. 4 Nr. 2 der ersten DurchfVO. …
- BGH, 07.10.1986 - 1 StR 519/86
Pflichtwidriges Dienen beider Parteien durch Rechtsanwalt - Vertreten derselben …
Der Sachverhalt war dem Angeklagten dadurch anvertraut, daß Frau L. ihm im Rahmen eines Beratungsverhältnisses davon Mitteilung gemacht hatte (vgl. BGH, Urt. vom 18. November 1955 - 1 StR 39/55 - bei Pfeiffer/Maul/Schulte StGB § 356 Rdn. 3) Das Anvertrautsein endet nicht mit dem Ende des Mandats. - BGH, 06.10.1964 - 1 StR 226/64
Rechtskundiger Beistand eines Rechtsanwalts in einem Sorgerechtsverfahren für …
Desgleichen braucht der Senat jetzt nicht zu entscheiden, ob erst der Eintritt des Nachteile den schweren Parteiverrat vollendet oder ob es zur Vollendung des Verbrechens genügt, daß der Täter seinen Willen darauf richtet, seiner ursprünglichen Partei zu schaden, wie der Senat unter Berufung auf die herrschende Meinung in dem Urteil vom 15. November 1955 - 1 StR 39/55 - bemerkt hat. - BGH, 14.10.1987 - 2 StR 466/87
Aufgabe des Wohnzwecks
Anders verhält es sich, wenn auch er, z.B. weil er zugleich Gesellschafter der GmbH ist, durch die Tat geschädigt wurde (zur Abgrenzung vgl. BGHSt 4, 202 [BGH 07.05.1953 - 5 StR 340/52]; 5, 85; 17, 248, 250 ff; BGH StV 1986, 283; BGH, Urteil vom 18. November 1955 - 1 StR 39/55). - BGH, 23.07.1965 - 4 StR 308/65
Strafbarkeit wegen Parteiverrats - Wahrnehmung entgegengesetzter Interessen …
Der Begriff des Dienens umfaßt jede berufliche Tätigkeit des Rechtsanwalts rechtlicher oder tatsächlicher Art, durch die das Interesse des Auftraggebers, sei es durch Rat (im Innenverhältnis), sei es durch Beistand (Wahrnehmung der Parteiinteressen nach außen, neben oder anstelle der Partei) gefördert werden soll (BGHSt 5, 301, 305 [BGH 04.02.1954 - 4 StR 724/53]; 7, 17, 19 [BGH 02.12.1954 - 4 StR 500/54]; Urteile des Bundesgerichtshofs vom 18. November 1955 - 1 StR 39/55 und vom 24. Mai 1960 - 5 StR 180/60 -). - BGH, 07.10.1964 - 2 StR 194/64
Rechtsmittel
Das Revisionsgericht kann nur nachprüfen, ob die angegebenen und vom Tatrichter als glaubhaft angenommenen Tatsachen die Ablehnung eines Sachverständigen rechtfertigen (BGHSt 8, 226; BGH Urteil vom 18. November 1955 - 1 StR 39/55).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".