Rechtsprechung
| BGH, 19.12.1996 - 1 StR 76/96 |
Volltextveröffentlichungen (3)
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StPO § 141
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 19.03.1996 - 1 StR 76/96
- BGH, 19.12.1996 - 1 StR 76/96
Papierfundstellen
- NStZ 1997, 299
- StV 1997, 238
- Rpfleger 1997, 230
Wird zitiert von ... (51) Zitiert selbst (4)
- BGH, 30.06.1970 - 3 StR 17/68
Vernichtungslager Treblinka
- OLG Düsseldorf, 09.09.1983 - 1 Ws 757/83
Auszug aus BGH, 19.12.1996 - 1 StR 76/96
Die Beiordnung erfolgt im Strafprozeß nicht im Kosteninteresse des Angeklagten (dazu auch BGH, Beschluß vom 11. März 1981 - 4 StR 686/80), sondern dient allein dem Zweck, die ordnungsgemäße Verteidigung in einem noch ausstehenden Verfahren zu gewährleisten (OLG Düsseldorf NStZ 1984, 43 m.w.Nachw., OLG München Rpfleger 1975, 107, 108). - BGH, 03.03.1964 - 5 StR 54/64
Erstattung von Reisekosten - Erstreckung der Beiordnung eines Verteidigers auf …
Auszug aus BGH, 19.12.1996 - 1 StR 76/96
Vielmehr ist im Revisionsverfahren aufgrund des jeweiligen Verfahrensstandes neu zu prüfen, ob bei Berücksichtigung der Besonderheiten dieses Rechtsmittels auch in der Revisionshauptverhandlung noch ein Fall notwendiger Verteidigung vorliegt (vgl. dazu BGHSt 19, 258, 260). - BGH, 26.03.1981 - 4 StR 686/80
Rüge der Nichtverlesung einer Anklageschrift - Beurteilung der Glaubwürdigkeit …
Auszug aus BGH, 19.12.1996 - 1 StR 76/96
Die Beiordnung erfolgt im Strafprozeß nicht im Kosteninteresse des Angeklagten (dazu auch BGH, Beschluß vom 11. März 1981 - 4 StR 686/80), sondern dient allein dem Zweck, die ordnungsgemäße Verteidigung in einem noch ausstehenden Verfahren zu gewährleisten (OLG Düsseldorf NStZ 1984, 43 m.w.Nachw., OLG München Rpfleger 1975, 107, 108).
- BGH, 20.07.2009 - 1 StR 344/08
Antrag auf nachträgliche Bestellung eines Verteidigers für die …
Rn. 9 Hierin kann eine stillschweigende Bestellung liegen, wenn die Mitwirkung eines Verteidigers in der Revisionshauptverhandlung rechtlich geboten erscheint (vgl. zu alledem näher BGH NStZ 1997, 299 f. m.w.N.). - OLG Saarbrücken, 17.09.2014 - 1 Ws 126/14
Strafbefehlsverfahren: Reichweite der Bestellung eines Pflichtverteidigers
Das ist in der Vergangenheit bejaht worden in dem Fall einer gesetzlich gebotenen Inanspruchnahme - etwa der Zustellung einer Terminsnachricht und des Auftretenlassens in der Revisionshauptverhandlung - eines Rechtsanwalts, der nicht Wahlverteidiger ist (vgl. BGH NStZ 1997, 299 f. - Rn. 5 f. nach juris;… BGH NStZ-RR 2009, 348 - Rn. 6 f. nach juris; OLG Düsseldorf NStZ 1984, 43, 44;… Senatsbeschluss vom 22.01.1999 - 1 Ws 2/99 -, NStZ-RR 1999, 288 - Rn. 9 nach juris;… OLG Hamm AGS 2002, 91 - Rn. 5 nach juris;… Schmitt in: Meyer-Goßner/Schmitt, a. a. O., § 141 Rn. 7;… Löwe-Rosenberg/Lüderssen/Jahn, StPO, 26. Aufl., § 141 Rn. 27), im Fall der Aufforderung an einen Rechtsanwalt - etwa durch Zustellung der Anklageschrift, Abstimmung der Hauptverhandlungstermine -, für den Angeklagten als Verteidiger tätig zu werden (vgl. OLG Hamburg NJW 1998, 621;… SK-StPO/Wohlers, 4. Aufl., § 141 Rn.16;… Löwe-Rosenberg/Lüderssen/Jahn, a. a. O.) sowie im Fall des Mitwirkenlassens eines Rechtsanwalts am Verfahren ohne ausdrückliche Bescheidung eines gestellten Beiordnungsantrags bei vorliegender oder zumindest nicht fern liegender notwendiger Verteidigung (vgl. OLG Jena NJW 2007, 1476;… Senatsbeschluss vom 29.11.2006 - Ss (B) 44/2006 (57/2006) -, NJW 2007, 309 ff. - Rn. 8 nach juris). - BGH, 04.11.2014 - 1 StR 586/12
Stillschweigende Bestellung eines Pflichtverteidigers
Seine Beiordnung war auch rechtlich geboten (vgl. dazu BGH, Verfügungen des Vorsitzenden vom 20. Juli 2009 - 1 StR 344/08, StV 2011, 645, und vom 19. Dezember 1996 - 1 StR 76/96, NStZ 1997, 299); denn der Senat hätte die Revisionshauptverhandlung ohne Anwesenheit eines Verteidigers nicht durchgeführt.
- KG, 09.03.2006 - 5 Ws 563/05
Pflichtverteidigerbestellung: Nachträgliche und rückwirkende Bestellung eines …
a) Eine nachträgliche, rückwirkende Bestellung für das im Rechtszug - hier sogar darüber hinaus rechtsbeständig - abgeschlossene Verfahren ist schlechthin unzulässig und unwirksam und mithin grundsätzlich ausgeschlossen, und zwar auch dann, wenn der Wahlverteidiger oder der Rechtsanwalt, den der Angeklagte als den zu bestellenden Pflichtverteidiger benannt hatte, seine Bestellung beantragt hatte (vgl. BGH StV 1997, 238; StV 1989, 378; OLG Köln NJW 2003, 2038; OLG Düsseldorf StraFO 2003, 94; NStZ-RR 1996, 171; StV 1984, 66; JurBüro 1984, 718; OLG Hamm StraFO 2002, 397; OLG Koblenz - 2. Strafsenat - NStZ-RR 1997, 384; OLG Celle NdsRpfl, 19; OLG Karlsruhe RPfl 1986, 149; std. - BGH, 24.07.2007 - 4 StR 236/07
Absoluter Revisionsgrund der Abwesenheit eines notwendigen Verteidigers …
Damit hat der Vorsitzende, was für eine Pflichtverteidigerbestellung ausreicht (vgl. BGHR StPO § 141 Bestellung 2;… Meyer-Goßner aaO § 141 Rdn. 7 m.N.), konkludent zum Ausdruck gebracht, dass der Verteidiger dem Angeklagten beigeordnet wird, denn einer Entscheidung über die Erforderlichkeit der Reise eines Verteidigers im Feststellungsverfahren nach § 46 Abs. 2 Satz 1 RVG bedarf es nur dann, wenn dieser zum Beistand des Angeklagten bestellt worden ist. - OLG Hamburg, 16.09.2020 - 2 Ws 112/20
Notwendige Verteidigung: Anspruch eines Beschuldigten auf rückwirkende Bestellung …
Für die erfolgte Verteidigermitwirkung nachträglich eine Bestellung anzuordnen, würde nur noch das Kosteninteresse des Angeklagten oder des Verteidigers befriedigen, aber nicht dem aufgezeigten Zweck der Sicherung einer Verteidigung dienen (vgl. BGHR StPO § 141 Bestellung 2). - LG Osnabrück, 12.02.2014 - 10 Qs 4/14
Zulässigkeit einer "einvernehmlichen Umbeiordnung" im strafgerichtlichen …
Dabei kann mangels Entscheidungserheblichkeit offen bleiben, ob der Beiordnungsantrag vom 20. Februar 2013 bereits gegenstandslos und eine Beiordnung deshalb unzulässig ist, weil das (Vollstreckungs-)Verfahren betreffend den Bewährungswiderruf nach der schriftlichen Mitteilung der 2. kleinen Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Arnsberg vom 20. Februar 2013, ein Bewährungswiderruf sei nicht beabsichtigt, bereits abgeschlossen war und daher eine rückwirkende Bestellung unzulässig und unwirksam wäre (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. nur Beschlüsse vom 18. April 2013 in III - 5 Ws 86/13, vom 03. April 2012 in III-5 Ws 80/12, vom 20. März 2012 in III-5 Ws 63/12, vom 15. November 2011 in III-5 Ws 321 u. 322/11, vom 14. Juli 2011 in III-5 Ws 211 u. 212/11, vom 12. Juli 2011 in III-5 Ws 208/11, vom 28. Mai 2009 in 5 Ws 146 u. 147/09 und vom 27. Mai 2008 in 5 Ws 184/08; im Übrigen herrschende Meinung: vgl. BGH NStZ 1997, 299; StV 1989, 378; OLG Hamm, Beschluss vom 04. März 2008 in 2 Ws 374 u. 375/07; Beschluss vom 28. Juni 2007 in 2 Ws 174/07; Beschluss vom 06. Juli 2004 in 1 Ws 203/04; Beschluss vom 02. November 2004 in 1 Ws 270/04; Beschluss vom 20. Juli 2000 in 1 Ws 206/00; Beschluss vom 24. August 1999 in 4 Ws 301/99; OLG Schleswig, Beschluss vom 24. Januar 2008 in 2 Ws 8/08 = SchlHA 2008, 174; KG Berlin, Beschluss vom 09. März 2006 in 5 Ws 563/05; OLG Düsseldorf, JMBl NW 2003, 58 u. JMBl NW 1998, 22; NStZ-RR 1996, 171;… Meyer-Goßner, StPO, 55. Aufl., § 141 Rdnr. 8). - KG, 09.04.2020 - 2 Ws 30/20
Pflichtverteidigung im Prüfungsverfahren für die Fortdauer der …
Rn. 15 Der Senat hält an der nach wie vor herrschenden obergerichtlichen Rechtsprechung fest, nach der eine nachträgliche, rückwirkende Bestellung für ein abgeschlossenes Verfahren (vgl. BGH, NStZ-RR 2009, 348; NStZ 1997, 299;… Senat aaO mwN) oder einen abgeschlossenen Instanzenzug (vgl. KG…, Beschluss vom 16. März 2015 aaO}) unzulässig ist und zwar auch dann, wenn der Beiordnungsantrag - wie hier - rechtzeitig gestellt wurde (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 24. Oktober 2012 - 3 Ws 215/12 - juris; KG Beschlüsse vom 30. September 2014 - 4 Ws 84/14 -, 12. Januar 2011 - 3 Ws 13/11 - und 4. November 2009 - 3 Ws 717/09 - Senat StV 2007, 372, 373). - OLG Karlsruhe, 20.07.2017 - 2 Ws 162/17
Strafvollstreckung: Nichtigkeit eines verfahrensfehlerhaften Strafurteils
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Beiordnung eines Verteidigers im Strafprozess nicht im Kosteninteresse des Angeklagten erfolgt, sondern allein dem im öffentlichen Interesse liegenden Zweck dient, eine ordnungsgemäße Verteidigung in einem noch ausstehenden Verfahren zu gewährleisten (BGH NStZ 1997, 299; NStZ-RR 2009, 348; KG Berlin, StV 2007, 372 ff.; Senat, Beschluss vom 07.10.2015 - 2 Ws 414/15 mwN;… Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 60. Aufl. 2017, § 141 Rn. 8 mwN auch zur Gegenmeinung). - BGH, 04.09.2006 - 1 StR 113/06
Unbegründeter Beiordnungsantrag (keine nachträgliche Beiordnung; stillschweigende …
Rn. 8 Hierin kann eine stillschweigende Bestellung liegen, wenn die Mitwirkung eines Verteidigers in der Revisionshauptverhandlung rechtlich geboten erscheint (vgl. zu alledem näher BGH NStZ 1997, 299 f. m. w. N.). - LG Leipzig, 25.03.2021 - 8 Qs 26/21
Pflichtverteidiger, nachträgliche Bestellung
- LG Itzehoe, 07.06.2010 - 1 Qs 95/10
Pflichtverteidiger, inhaftierter Beschuldigter, Anwendungsbereich, …
- LG Bielefeld, 28.03.2022 - 20 Qs 99/22
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung
- OLG Hamm, 14.01.2003 - 3 Ss 1024/02
Aussage gegen Aussage, Beweiswürdigung, Pflichtverteidigerbestellung im …
- BGH, 30.05.2000 - 4 StR 24/00
- OLG Stuttgart, 28.06.2010 - 4 Ss 313/10
Zurückweisung des Antrags auf Zulassung der Rechtsbeschwerde im Bußgeldverfahren
- LG Nürnberg-Fürth, 04.05.2020 - JK II Qs 15/20
Pflichtverteidigerbestellung auf Antrag des Beschuldigten bei beabsichtigter …
- LG Neubrandenburg, 12.10.2016 - 82 Qs 58/16
Pflichtverteidigerbeiordnung, bedingter Antrag, Zulässigkeit der Beschwerde, …
- LG Freiburg, 13.03.2006 - 2 Qs 3/06
Gebühr des Rechtsanwalts: Erstreckungsantrag durch den Pflichtverteidiger nach …
- LG Osnabrück, 16.11.2020 - 1 Qs 47/20
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung
- OLG Celle, 24.07.2012 - 2 Ws 196/12
Antrag der Staatsanwaltschaft als Voraussetzung der Pflichtverteidigerbeiordnung …
- LG Bielefeld, 16.04.2021 - 2 Qs 138/21
Pflichtverteidiger, nachträgliche Bestellung
- LG Ansbach, 09.11.2020 - 3 Qs 48/20
Ablehnung der Pflichtverteidigerbestellung nach Verfahrensabschluss
- OLG Karlsruhe, 11.05.2016 - 2 (10) Ss 138/16
Revision im Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung: Ausnahme der …
- OLG Hamm, 27.05.2008 - 5 Ws 184/08
Pflichtverteidigerbeiordnung; nachträgliche; Unzulässigkeit
- OLG Hamm, 27.06.2002 - 2 Ws 244/02
Pflichtverteidigerbestellung, Zeitpunkt, Abschluss des Verfahrens
- OLG Hamm, 29.04.2013 - 5 Ws 113/13
Bestellung eines Pflichtverteidigers im Verfahren wegen Widerruf der …
- LG Zweibrücken, 05.09.2023 - 1 Qs 28/23
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung, Zulässigkeit
- LG Berlin, 21.12.2022 - 534 Qs 97/22
Pflichtverteidiger, rückwirkende bestellung, Zulässigkeit
- KG, 30.08.2021 - 2 Ws 60/21
Akteneinsicht in Gefangenen- und Personalakten
- LG Berlin, 20.06.2023 - 534 Qs 97/23
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung, Zulässigkeit
- LG Frankfurt/Main, 12.06.2023 - 27 Qs 22/23
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung, Zulässigkeit
- LG Ansbach, 03.07.2025 - 3 Qs 46/25
Unzulässigkeit der rückwirkenden Bestellung eines Pflichtverteidigers
- LG Limburg, 11.12.2017 - 1 Qs 162/17
- OLG Koblenz, 13.07.2006 - 1 Ss 151/06
- KG, 17.02.2005 - 5 Ws 633/04
Vergütung des Pflichtverteidigers im jährlichen Überprüfungsverfahren für eine …
- LG Hannover, 05.02.2025 - 101 Qs 7/25
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung, Zulässigkeit, zeitnahe …
- LG Halle, 31.07.2015 - 3 Qs 151/15
Rückwirkende Pflichtverteidigerbestellung
- LG Hamburg, 19.01.2005 - 624 Qs 4/05
Zeitpunkt der Beiordnung eines Pflichtverteidigers bei Verdacht eines Verbrechens
- OLG Koblenz, 20.11.2001 - 1 Ws 1421/01
Pflichtverteidiger, Pflichtverteidigerbestellung, Rückwirkung
- LG Darmstadt, 11.01.2022 - 3 Qs 15/22
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung
- LG Münster, 19.01.2023 - 11 Qs 48/22
Pflichtverteidiger rückwirkende Bestellung, Zulässigkeit
- LG Bielefeld, 06.10.2021 - 2 Qs 354/21
Pflichtverteidiger, rückwirkende Bestellung
- LG Halle, 18.01.2016 - 3 Qs 2/16
Statthaftigkeit einer nachträglichen und mit Rückwirkung versehenen …
- LG Leipzig, 04.07.2011 - 6 Qs 31/11
Nach rechtskräftigem Verfahrensabschluss ist eine Beiordnung eines Anwalts als …
- LG Zweibrücken, 27.02.2009 - 1 KLs 4118 Js 13226/07
Ablehnung einer Pflichtverteidigerbestellung nach Verfahrensabschluss
- LG Braunschweig, 06.07.2006 - 7 Qs 198/06
Beiordnungsantrag; Beiordnungsbeschluss; nachträgliche …
- LG Saarbrücken, 14.10.2015 - 4 Qs 14/15
Nachträgliche Pflichtverteidigerbestellung, Strafvollstreckungsverfahren
- LG Arnsberg, 14.09.2023 - 3 NBs 35/23
Nachträgliche Beiordnung eines Pflichtverteidigers
- LG Potsdam, 15.02.2010 - 24 Qs 11/10
- LG Regensburg, 01.08.2007 - 2 Qs 143/07
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Rechtsprechung
| BGH, 19.03.1996 - 1 StR 76/96 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Gewährung von Entschädigungen aus der Staatskasse für eine vollzogene Untersuchungshaft
- Wolters Kluwer
Anforderungen an die Darlegung einer auf die Ablehnung eines Beweisantrags gestützen Revision
- rechtsportal.de
StPO § 344
Verfahrensgang
- BGH, 19.03.1996 - 1 StR 76/96
- BGH, 19.12.1996 - 1 StR 76/96
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (1)
- OLG Stuttgart, 17.10.1991 - 3 Ws 239/91
Endgültigkeit einer "vorläufigen" Einstellung; Möglichkeit einer Entscheidung …
Auszug aus BGH, 19.03.1996 - 1 StR 76/96
Verfahrenseinstellung nach § 154 Abs. 2 StPO: OLG Stuttgart NStZ 1992, 137 [OLG Stuttgart 17.10.1991 - 3 Ws 239/91]).
- BGH, 21.02.2001 - 5 StR 368/00 Zwar ist für eine Entschädigungsentscheidung grundsätzlich erst Raum, wenn das gesamte Verfahren abgeschlossen ist (BGHR StrEG § 8 - Verfahrensabschluß 1;… Meyer, StrEG 4. Aufl. § 8 Rdn. 12;… vgl. auch Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO 44. Aufl. § 8 StrEG Rdn. 16).
Hätte das Landgericht hier eine Entschädigungsentscheidung mit Rücksicht auf den endgültigen Abschluß des Verfahrens unterlassen, wäre eine zeitnahe Entscheidung trotz eindeutiger Rechtslage nicht gewährleistet gewesen; denn anders als im Fall gerichtlicher Teileinstellung nach § 154 Abs. 2 StPO, wie sie dem Beschluß des 1. Strafsenats vom 19. März 1996 - 1 StR 76/96 - (BGHR StrEG § 8 - Verfahrensabschluß 1) zugrundelag, kann die Staatsanwaltschaft die Verfolgung vorläufig ausgeschiedener Taten ohne Bindung an die dreimonatige Ausschlußfrist des § 154 Abs. 4 StPO grundsätzlich bis zur Verjährung der Taten wieder aufnehmen (BGHSt 30, 165; 37, 10, 13).
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