Rechtsprechung
| VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
Tschetschenische Asylbewerberin;Hinreichende Sicherheit vor politischer Verfolgung bei einer Rückkehr nach Tschetschenien;Keine zielstaatsbezogenen Abschiebungshindernisse;Behandelbarkeit von Epilepsie in der Russischen Föderation
- Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)
AsylVfG § 3 Abs. 1, AsylVfG § 3 Abs. 4, AufenthG § 60 Abs. 1, AufenthG § 60 Abs. 7 S. 1
Flüchtlingsanerkennung, Russische Föderation, Tschetschenien, Qualifikationsrichtlinie, Abschiebungsverbot, Epilepsie, medizinische Versorgung - milo.bamf.de
AufenthG 2004, § 60 Abs 1; AufenthG 2004, § 60 Abs 7
Russische Föderation: Zur Situation tschetschenischer Volkszugehöriger und der Behandelbarkeit von Epilepsie in Tschetschenien - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (13)
- VGH Bayern, 17.04.2008 - 11 B 08.30038
Tschetschenen aus Dagestan; keine Vorverfolgung; inländische Fluchtalternative …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Rn. 26 Nach der Auffassung des Senats gelten die Grundsätze zum Prognosemaßstab bei der Anerkennung von Flüchtlingen - zumindest im Kern - auch nach der ausdrücklichen Übernahme zahlreicher Normen der Qualifikationsrichtlinie in das deutsche Recht fort (vgl. BayVGH vom 17.4.2008 Az. 11 B 08.30038 und vom 16.6.2008 Az. 11 B 07.30185).Insoweit ist der Senat in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung der anderen Oberverwaltungsgerichte der Auffassung, dass tschetschenische Volkszugehörige aus Tschetschenien, denen keine tatsächliche oder unterstellte Mitwirkung bzw. Einbindung bei den Rebellentruppen oder im Regime Maschadow entgegengehalten werden kann, heute nach Tschetschenien zurückkehren können, ohne dass ihnen Maßnahmen i. S. von § 60 Abs. 1 AufenthG, Art. 9 f. QRL drohen (BayVGH vom 11.12.2008 Az. 11 B 03.31261, Juris, RdNr. 25; vom 17.4.2008 Az. 11 B 08.30038; Juris, RdNr. 35 - 46; HessVGH vom 21.2.2008, Az. 3 UE 191/07.A, Juris, RdNr. 61 -84; OVG Sachsen-Anhalt vom 31.7.2008 Nr. 2 L 23/06, Juris, RdNr. 29 - 58; OVG Berlin-Brandenburg vom 3.3.2009 Az. 3 B 16.08, Juris, RdNr. 26 - 50).
- BVerfG, 10.07.1989 - 2 BvR 502/86
Tamilen
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Rn. 25 Die Beantwortung der Frage, welche Wahrscheinlichkeit die in § 60 Abs. 1 AufenthG vorausgesetzte Gefahr aufweisen muss, hängt davon ab, ob der schutzsuchende Ausländer seinen Herkunftsstaat bereits auf der Flucht vor eingetretener oder unmittelbar drohender politischer Verfolgung verlassen hat oder ob er unverfolgt ausgereist ist (vgl. BVerfG vom 10.7.1989 BVerfGE 80, 315/33; BVerwG vom 26.3.1985 BVerwGE 71, 175 ff.). - BVerwG, 07.02.2008 - 10 C 33.07
Widerruf der Flüchtlingsanerkennung (Irak); Vorabentscheidung; überschießende …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Mit seiner Entscheidung vom 7. Februar 2008 (ZAR 2008, 192 f.) hat das Bundesverwaltungsgericht im Falle eines einen irakischen Flüchtling betreffenden Asylwiderrufs ein Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 234 EGV an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) gerichtet, in dem u.a. auch die Frage etwaiger Auswirkungen der Neuregelung in Art. 4 Abs. 4 QRL auf den Prognosemaßstab aufgeworfen wird.
- BVerwG, 11.11.1997 - 9 C 13.96
Abschiebungsschutz für abgelehnte Asylbewerber aus familiären Gründen?
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Da § 60 Abs. 5 AufenthG auf die Europäische Menschenrechtskonvention lediglich insoweit verweist, als sich daraus Abschiebungshindernisse ergeben, die in Gefahren begründet liegen, welche dem Ausländer im Zielstaat der Abschiebung drohen (BVerwG vom 11.11.1997 BVerwGE 105, 322), können sich aus der Abschiebung ergebende Folgen für eine tatsächlich bestehende familiäre Beziehung grundsätzlich nur von den Ausländerbehörden durch Gewährung eines entsprechenden aufenthaltsrechtlichen Status berücksichtigt werden (Hailbronner, AuslR, Stand Oktober 2008, § 60 AufenthG RdNr. 146 m.w.N.). - BVerwG, 20.03.2007 - 1 C 21.06
Widerruf der Flüchtlingsanerkennung (Irak); Prüfungspflicht des Bundesamts; …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Es stellt weiter fest, dass die Anwendung der Beweiserleichterung des Art. 4 Abs. 4 QRL nach seiner Auffassung in der Praxis bei Widerrufsfällen zu gleichen Ergebnissen führen wird wie die bisherige Anwendung der Wahrscheinlichkeitsmaßstäbe (vgl. auch BVerwG vom 20.3.2007 BayVBl 2007, 632 f., wo darauf hingewiesen wird, dass die in Art. 4 Abs. 4 QRL vorgesehene Beweiserleichterung auf tatsächlicher Ebene nur im Falle einer Vorverfolgung eingreift). - VGH Hessen, 21.02.2008 - 3 UE 191/07
Zum Abschiebungsschutz tschetschenischer Volkszugehöriger aus Tschetschenien in …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Insoweit ist der Senat in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung der anderen Oberverwaltungsgerichte der Auffassung, dass tschetschenische Volkszugehörige aus Tschetschenien, denen keine tatsächliche oder unterstellte Mitwirkung bzw. Einbindung bei den Rebellentruppen oder im Regime Maschadow entgegengehalten werden kann, heute nach Tschetschenien zurückkehren können, ohne dass ihnen Maßnahmen i. S. von § 60 Abs. 1 AufenthG, Art. 9 f. QRL drohen (BayVGH vom 11.12.2008 Az. 11 B 03.31261, Juris, RdNr. 25; vom 17.4.2008 Az. 11 B 08.30038; Juris, RdNr. 35 - 46; HessVGH vom 21.2.2008, Az. 3 UE 191/07.A, Juris, RdNr. 61 -84; OVG Sachsen-Anhalt vom 31.7.2008 Nr. 2 L 23/06, Juris, RdNr. 29 - 58; OVG Berlin-Brandenburg vom 3.3.2009 Az. 3 B 16.08, Juris, RdNr. 26 - 50). - BVerwG, 15.04.1997 - 9 C 19.96
Objektive Klagehäufung - Hilfsantrag - Zulassungsberufung - Abschiebungsandrohung …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Das Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 15.4.1997 NVwZ 1997, 1132) hat zu dieser Fallkonstellation ausgeführt, dass sich das dem Verwaltungsgericht unterbreitete Rechtschutzbegehren dann, wenn das Bundesamt den Asylantrag eines Klägers ablehnt und ihm unter Verneinung von Abschiebungshindernissen nach § 53 AuslG (nunmehr § 60 Abs. 1 Satz 5 oder Abs. 7 AufenthG) die Abschiebung in den Heimatstaat androht, in aller Regel vorrangig, d.h. als Hauptantrag, auf die Verpflichtung der Beklagten zur Gewährung von Asyl nach Art. 16 a GG und/oder auf Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 AuslG richtet. - BVerwG, 26.03.1985 - 9 C 107.84
Gruppenverfolgung - Nachweiserleichterung für Vorverfolgte - Asylbewerber - …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Rn. 25 Die Beantwortung der Frage, welche Wahrscheinlichkeit die in § 60 Abs. 1 AufenthG vorausgesetzte Gefahr aufweisen muss, hängt davon ab, ob der schutzsuchende Ausländer seinen Herkunftsstaat bereits auf der Flucht vor eingetretener oder unmittelbar drohender politischer Verfolgung verlassen hat oder ob er unverfolgt ausgereist ist (vgl. BVerfG vom 10.7.1989 BVerfGE 80, 315/33; BVerwG vom 26.3.1985 BVerwGE 71, 175 ff.). - VGH Bayern, 31.01.2005 - 11 B 02.31597
inländische Fluchtalternative für politisch unverdächtige, gesunde und …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Rn. 9 Mit Beschluss vom 26. September 2005 ließ der Verwaltungsgerichtshof die Berufung(en) zu, weil die auf § 78 Abs. 3 Nr. 1 AsylVfG gestützten Zulassungsanträge nach Erlass des rechtskräftig gewordenen Senatsurteils vom 31. Januar 2005 (Az. 11 B 02.31597) von Amts wegen in Zulassungsanträge nach § 78 Abs. 3 Nr. 2 AsylVfG umzudeuten seien, die angefochtene Entscheidung von dem genannten Urteil abweiche und auf dieser Abweichung beruhe. - OVG Berlin-Brandenburg, 03.03.2009 - 3 B 16.08
Ausländerrecht: Rückkehrpflicht von Tschetschenen in die Russische Förderation; …
Auszug aus VGH Bayern, 27.01.2010 - 11 B 09.30281
Insoweit ist der Senat in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung der anderen Oberverwaltungsgerichte der Auffassung, dass tschetschenische Volkszugehörige aus Tschetschenien, denen keine tatsächliche oder unterstellte Mitwirkung bzw. Einbindung bei den Rebellentruppen oder im Regime Maschadow entgegengehalten werden kann, heute nach Tschetschenien zurückkehren können, ohne dass ihnen Maßnahmen i. S. von § 60 Abs. 1 AufenthG, Art. 9 f. QRL drohen (BayVGH vom 11.12.2008 Az. 11 B 03.31261, Juris, RdNr. 25; vom 17.4.2008 Az. 11 B 08.30038; Juris, RdNr. 35 - 46; HessVGH vom 21.2.2008, Az. 3 UE 191/07.A, Juris, RdNr. 61 -84; OVG Sachsen-Anhalt vom 31.7.2008 Nr. 2 L 23/06, Juris, RdNr. 29 - 58; OVG Berlin-Brandenburg vom 3.3.2009 Az. 3 B 16.08, Juris, RdNr. 26 - 50). - OVG Sachsen-Anhalt, 31.07.2008 - 2 L 23/06
Rückkehrgefährdung von Tschetschenen
- VGH Bayern, 11.12.2008 - 11 B 03.31261
Tschetschenische Asylsuchende; keine Vorverfolgung; keine beachtliche …
- VGH Bayern, 16.06.2008 - 11 B 07.30185
Tschetschenisch/inguschetische Familie; Jurist aus Moskau; Verfolgungsschicksal …
- VG Ansbach, 28.08.2025 - AN 3 K 24.30648 Nach den zur Verfügung stehenden Erkenntnismitteln ist eine Epilsepsie- Erkrankung in der Russischen Föderation grundsätzlich behandelbar (BayVGH, U.v. 27.1.2010 - 11 B 09.30281 - juris Rn. 38; Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, Anfragebeantwortung der Staatendokumentation, Russische Föderation, Epilepsie und Marbus Best, 8.6.2021).
- VG Gelsenkirchen, 07.11.2011 - 6a K 2827/10
Russische Föderation; PTBS; inländische Fluchtalternative
Rn. 48 So OVG NRW, Beschluss vom 26. Oktober 2010 - 3 A 1627/10.A - unter Bezugnahme auf OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 3. März 2009 - 3 B 16.08 - vgl. weiterhin: BayVGH, Urteile vom 27. Januar 2010 - 11 B 09.30317 - und - 11 B 09.30281 - und vom 29. Januar 2010 - 11 B 07.30343; OVG Sachsen, Beschlüsse vom 13. Mai 2009 - A 5 A 274/08 - und vom 18. März 2010 - A 5 B 649/07 - OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 31. Juli 2008 - 2 L 23/06 -, jeweils juris.
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