Rechtsprechung
| BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Differenzierung von Beiträgen - Freiwillige AOK-Mitglieder - Verstoß gegen Bundesrecht
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Berlin, 25.07.1980 - S 75 KR 459/79
- LSG Berlin, 11.02.1981 - L 9 KR 55/80
- BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
Papierfundstellen
- BSGE 56, 259
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (9)
- BSG, 28.03.1979 - 3 RK 63/77
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
Auf die in § 68a der Satzung der Beklagten festgelegte Beitragsdifferenzierung (zwischen Versicherten mit familienhilfeberechtigten Angehörigen und ohne solche) könne die Rechtsprechung des Bundessozialgericht (BSG) zur Unzulässigkeit einer entsprechenden Differenzierung bei freiwillig versicherten Mitgliedern von Ersatzkassen (Urteile vom 28. März 1979, 3 RK 63/77 und 15/78 BSGE 48, 134 = SozR 5428 § 4 Nr. 6 = USK 7914 = SGb 1979, 512) nicht angewandt werden.Solange die Urteile des BSG vom 28. März 1979 über die Unzulässigkeit einer nach dem Familienstand differenzierenden Beitragsberechnung bei nichtversicherungspflichtigen Ersatzkassenmitgliedern (BSGE 48, 134) nicht vorlagen, hatten die von der hier fraglichen Satzungsbestimmung betroffenen Versicherten, insbesondere die von ihr benachteiligten, diese Regelung im wesentlichen hingenommen, ohne daß sich bei ihnen eine Überzeugung von der Rechtmäßigkeit der Regelung, namentlich ihrer Vereinbarkeit mit dem Bundesrecht, gebildet haben dürfte und - mangels Erkennbarkeit ernstlicher Zweifel - wohl überhaupt hatte bilden können.
- BVerfG, 22.02.1984 - 1 BvL 10/80
Zwangsläufige Unterhaltsaufwendungen
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
Damit ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Versicherten im Recht der Sozialversicherung - wie im Steuerrecht (vgl. den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Februar 1984, 1 BvL 10/80, Rentenversicherung 1984, 153; ferner Urteil des Senats vom 11. April 1984, 12 RK 55/82) - das entscheidende Kriterium für die Höhe der zu entrichtenden Beiträge. - BSG, 11.04.1984 - 12 RK 55/82
Bemessung der Krankenversicherungsbeiträge - Erwerbstätige Rentner - Ermäßigung …
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
Damit ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Versicherten im Recht der Sozialversicherung - wie im Steuerrecht (vgl. den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Februar 1984, 1 BvL 10/80, Rentenversicherung 1984, 153; ferner Urteil des Senats vom 11. April 1984, 12 RK 55/82) - das entscheidende Kriterium für die Höhe der zu entrichtenden Beiträge.
- BSG, 28.02.1984 - 12 RK 8/83
Berechnung der Beiträge zur Unfall- und Krankenversicherung für Seeleute - …
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
Ob Gewohnheitsrecht überhaupt im Widerspruch zum geschriebenen Recht entstehen kann, braucht der Senat - wie schon in einem am 28. Februar 198 entschiedenen Rechtsstreit (12 RK 8/83) - nicht zu entscheiden (vgl. dazu die Hinweise in dem genannten Urteil). - BSG, 08.05.1956 - 1 RA 147/55
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
Nachzuprüfen hat das Revisionsgericht insbesondere, ob älteres nicht revisibles Recht durch jüngeres revisibles ersetzt worden ist (…Baumbach/Lauterbach, ZPO, 42. Aufl., § 562, Erl 1; BSGE 3, 77). - BSG, 22.02.1974 - 3 RK 59/72
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
Auch ein gesteigerter Leistungsbedarf, der mit dem Familienstand und der Zahl der familienhilfeberechtigten Angehörigen des Versicherten zusammenhängt, soll in der gesetzlichen Krankenversicherung - anders als in der privaten - nicht durch höhere Beiträge der betreffenden Versicherten finanziert, sondern aus Gründen der Solidarität, aller Versicherten von der Versichertengemeinschaft getragen werden (BSGE 37, 127, 129). - BSG, 29.07.1964 - 3 RK 23/63
Zuschuss für jeden Entbindungsfall im Rahmen der Familienwochenhilfe; Fortgeltung …
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
In solchen Fällen ist ein Gewohnheitsrecht nur anzunehmen, wenn aufgrund einer langdauernden, von Rechtsüberzeugung getragenen Übung alle, "die es angeht", darauf vertrauen dürfen, daß auch in Zukunft entsprechend dieser Übung verfahren werde (vgl. dazu besonders BSGE 11, 126, 128; 20, 10, 18; 21, 209, 219). - BSG, 04.12.1959 - 3 RJ 201/56
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
In solchen Fällen ist ein Gewohnheitsrecht nur anzunehmen, wenn aufgrund einer langdauernden, von Rechtsüberzeugung getragenen Übung alle, "die es angeht", darauf vertrauen dürfen, daß auch in Zukunft entsprechend dieser Übung verfahren werde (vgl. dazu besonders BSGE 11, 126, 128; 20, 10, 18; 21, 209, 219). - BSG, 29.08.1963 - 3 KR 12/63
Geltendmachung einer Ersatzforderung des Fürsorgeträgers von der Krankenkasse bei …
Auszug aus BSG, 15.05.1984 - 12 RK 59/81
In solchen Fällen ist ein Gewohnheitsrecht nur anzunehmen, wenn aufgrund einer langdauernden, von Rechtsüberzeugung getragenen Übung alle, "die es angeht", darauf vertrauen dürfen, daß auch in Zukunft entsprechend dieser Übung verfahren werde (vgl. dazu besonders BSGE 11, 126, 128; 20, 10, 18; 21, 209, 219).
- BSG, 30.01.2020 - B 2 U 2/18 R
Sozialgerichtliches Verfahren - kombinierte Anfechtungs- und Verpflichtungsklage …
Mit dem Entstehen von Gewohnheitsrecht haben sich sowohl der Große Senat (…BSG Beschluss vom 21.12.1971 - GS 4/71 - BSGE 34, 1, 21 f = SozR Nr. 24 zu § 29 RVO) als auch der 12. und 3. Senat wiederholt und intensiv befasst (…BSG Urteile vom 11.7.1991 - 12 RK 30/89 - BSGE 69, 131 = SozR 3-2200 § 520 Nr. 1 mwN; vom 15.5.1984 - 12 RK 59/81 - BSGE 56, 259, 265 = SozR 2200 § 385 Nr. 8 S 32;… vom 28.2.1984 - 12 RK 8/83 - BSGE 56, 185, 188 f = SozR 2200 § 842 Nr. 1 S 4;… vom 29.7.1964 - 3 RK 23/63 - BSGE 21, 209, 219 ff = SozR Nr. 1 zu § 205d RVO;… vom 29.8.1963 - 3 RK 12/63 - BSGE 20, 10, 18 f = SozR Nr. 2 zu § 1524 RVO; vom 4.12.1959 - 3 RJ 201/56 - BSGE 11, 126, 128 f …und vom 11.7.1956 - 3 RJ 128/54 - BSGE 3, 161, 171 = SozR Nr. 1 zu Art. 19 der 1. VereinfachungsVO).Das BSG hat dabei die Möglichkeit, dass sich auch im Sozialrecht bei einer langdauernden, von Rechtsüberzeugung aller, "die es angeht", getragenen Übung Gewohnheitsrecht bildet, grundsätzlich anerkannt, jedoch an Gewohnheitsrecht zu Ungunsten der Betroffenen oder von "gesetzesänderndem" Charakter strenge Anforderungen gestellt (stellvertretend BSG Urteil vom 15.5.1984 - 12 RK 59/81 - BSGE 56, 259, 265 = SozR 2200 § 385 Nr. 8 S 32).
- BSG, 19.12.2000 - B 12 KR 1/00 R
Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung - Beiträge zur sozialen …
Dieser Grundsatz, der schon vor dem Inkrafttreten des SGB V für alle Kassen galt (…vgl BSGE 48, 134 = SozR 5428 § 4 Nr. 6; BSGE 56, 259 = SozR 2200 § 385 Nr. 8), ist im SGB V nunmehr ausdrücklich geregelt (§ 3 Satz 3, § 243 Abs. 2 Satz 2 SGB V). - BSG, 19.12.2000 - B 12 KR 36/00 R
Beitragspflichtige Einnahmen eines freiwillig krankenversicherten …
Dieser Grundsatz, der schon vor dem Inkrafttreten des SGB V für alle Kassen galt (…vgl BSGE 48, 134 = SozR 5428 § 4 Nr. 6; BSGE 56, 259 = SozR 2200 § 385 Nr. 8), ist im SGB V nunmehr ausdrücklich geregelt (§ 3 Satz 3, § 243 Abs. 2 Satz 2 SGB V).
- BSG, 23.11.1992 - 12 RK 27/92
Krankenversicherung - Bemessungsgrundlage - Freiwillig Versicherte - Angehörige
"Es ist auch nach dem seit 1.1.1989 geltenden Recht nicht zulässig, die Beiträge freiwillig Versicherter nach der Zahl der zu unterhaltenden Angehörigen zu differenzieren (…Anschluß an BSG vom 28.3. 1979 - 3 RK 63/77 = BSGE 48, 134 = SozR 5428 § 4 Nr. 6; BSG vom 15.5. 1984 - 12 RK 59/81 = BSGE 56, 259 = SozR 2200 § 385 Nr. 8).«.Zu dem vom 1. Oktober 1974 bis 31. Dezember 1988 geltenden Recht hat das BSG für freiwillige Mitglieder sowohl von Ersatzkassen als auch von Allgemeinen Ortskrankenkassen entschieden, daß eine Beitragsdifferenzierung nach der Zahl der Angehörigen rechtswidrig ist (…BSGE 48, 135 = SozR 5428 § 4 Nr. 6; BSGE 56, 259 = SozR 2200 § 385 Nr. 8) und daß Beitragsgestaltungen im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung verfassungsrechtlich nicht hingenommen werden können, wenn sie Familien mit höherer Kinderzahl auch nur mittelbar benachteiligen (…BSGE 58, 183, 201 = SozR 2200 § 180 Nr. 27).
- BSG, 16.10.1986 - 12 RK 13/86
Gewöhnlicher Aufenthalt - befristete Aufenthaltserlaubnis
drücklich erwähnt - von den Vorschriften des Selbstverwaltungs- und Krankenversicherungsangleichungsgesetzes Berlin (SKAG Berlin) vom 26. Dezember 1957 (BGBl I 1883) und des Gesetzes zur Anpassung des Rechts der Sozialversicherung in Berlin an das in der Bundesrepublik Deutschland geltende Recht (BSVAG) vom 3. Dezember 1950 (VOBl Berlin I 5H2; BSGE 56, 259). - LSG Hessen, 13.03.1985 - L 8 KR 1430/84
Ersatzkasse; Krankenversicherung; Freiwillig; Mitglied; Heilfürsorge; …
Infolgedessen sind Satzungsbestimmungen einer Ersatzkasse, die für freiwillig versicherte Mitglieder eine nach dem Familienstand differenzierte Beitragshöhe vorsehen, seit der Neufassung des § 507 Abs. 4 durch das RehaAnglG, also seit dem 1. Oktober 1974 unwirksam (vgl. auch Urteil des BSG vom 15. Mai 1984 - 12 RK 59/81 - so auch Brackmann, Handbuch der Sozialversicherung, 9. Aufl., S. 341 a und b; a.A. offenbar Peters, Handbuch der Krankenversicherung, Teil II/4 Anm. 8 zu § 507).Mit welchem Beitrag der Kläger einzustufen gewesen wäre, konnte der Senat nicht entscheiden, da es dafür zunächst einer Neuregelung der Beiträge und der Schaffung einheitlicher Beitragsklassen auch für die Gruppe der freiwillig versicherten Mitglieder mit Anspruch auf Heilfürsorge durch die Beklagte bedarf, die dem Gesetz entspricht (vgl. Urteil des BSG vom 15. Mai 1984 - 12 RK 59/81 - und BSG SozR 5428 § 4 12. Aufbau V Nr. 6).
- BSG, 08.02.2001 - B 11 AL 111/99 R
Arbeitslosenhilfe für Stipendiaten
- BSG, 09.12.1986 - 8 RK 9/85
Strafgefangener - Krankenversicherung
So haben ledige Versicherte bei gleich hohem Arbeitsentgelt genau so hohe Beiträge zu zahlen wie verheiratete Versicherte, obwohl bei diesen die Inanspruchnahme von Leistungen in der Regel höher sein wird, weil sie gemäß § 205 RVO für ihre Familienangehörigen einen Anspruch auf Familienkrankenhilfe haben (vgl. dazu BSGE 37, 127, 129; 56, 259, 260 f). - BSG, 11.07.1991 - 12 RK 30/89
Anspruch auf Arbeitgeberanteil nach dem allgemeinen Beitragssatz der AOK für …
Mit dessen Entstehen hat sich das BSG wiederholt befaßt (…BSGE 3, 161, 171 = SozR Nr. 1 zu Art. 19 der 1. VereinfachungsVO; BSGE 11, 126, 128/129;… BSGE 20, 10, 18/19 = SozR Nr. 2 zu § 1524 RVO;… BSGE 21, 209, 219 ff = SozR Nr. 1 zu § 205d RVO;… BSGE 24, 118, 120/121 = SozR Nr. 3 zu § 291 BGB;… BSGE 27, 54, 55/56 = SozR Nr. 10 zu § 1299 RVO;… BSGE - GrS - 34, 1, 21/22 = SozR Nr. 24 zu § 29 RVO;… BSGE 56, 185, 188/189 = SozR 2200 § 842 Nr. 1; BSGE 56, 259, 265 = SozR 2200 § 385 Nr. 8). - BSG, 08.12.1988 - 1 RR 3/88
Satzungsregelung - Normenklarheit - Beitragssatzung
Er kann jedoch - ausnahmsweise - unter- oder überschritten werden, wenn und soweit das Gesetz dies ausdrücklich vorschreibt oder zuläßt (BSGE 56, 259, 260 = SozR 2200 § 385 Nr. 8 S 27;… aaO Nr. 6 S 18). - BSG, 23.02.1988 - 12 BK 48/87
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