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Rechtsprechung
   LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,43813
LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22 (https://dejure.org/2023,43813)
LG Berlin, Entscheidung vom 07.03.2023 - 13 O 79/22 (https://dejure.org/2023,43813)
LG Berlin, Entscheidung vom 07. März 2023 - 13 O 79/22 (https://dejure.org/2023,43813)
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (17)

  • LG Kiel, 12.01.2023 - 6 O 154/22

    Social-Media-Plattform; Haftung des Plattformbetreibers für Scraping

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Tatsächlich ist hier lediglich ein einheitlicher Lebenssachverhalt zu beurteilen, nämlich derjenige, ob die Beklagte vor dem Scraping durch Dritte im April 2021 hinreichende Datenschutzvorkehrungen getroffen hatte und danach etwaige Lücken geschlossen hat bzw. ihre Nutzer unzureichend bzw. intransparent informiert hat (ebenso LG Essen…, Urteil vom 10. November 2022 - 6 O 111/22, juris Rn. 51; LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 34; LG Offenburg…, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22, juris Rn. 31).

    Dies ist insbesondere dann hinzunehmen, wenn dies zur Gewährleistung eines effektiven Rechtsschutzes (vgl. Art. 19 Abs. 4 GG) erforderlich ist und die Klägerseite ihren Antrag nicht konkreter fasst (LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 35; LG Gießen…, Urteil vom 3. November 2022 - 5 O 195/22, juris Rn. 24).

    Durch die Formulierung "namentlich ohne eindeutige Informationen darüber, dass die Telefonnummer auch bei Einstellung auf "privat" noch durch Verwendung des Kontaktimporttools verwendet werden kann [...]." kann dem Antrag unter Berücksichtigung der Klagebegründung entnommen werden, wann nach Auffassung der Klägerin eine übersichtliche Gestaltung vorliegt, nämlich dann, wenn explizit über die Verwendung der Telefonnummer in den hierauf gerichteten Einstellungsmöglichkeiten belehrt wird (LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 36).

    Darüber hinaus gewährleistet die Beklagte einen Schutz sensiblerer Daten - wie etwa der Telefonnummer -, indem sie deren Verwendung beziehungsweise die Auffindbarkeit des Nutzers über diese für ihn nur optional zur Verfügung stellt (LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, Rn. 49, juris; vgl. auch LG Essen…, Urteil vom 10. November 2022 - 6 O 111/22, juris Rn. 80 ff.).

    Auch Art. 12 DSGVO sieht eine Information in präziser, transparenter und leicht zugänglicher Form vor (LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 45).

    Der Leser kann dabei auch gleich zu Beginn der Datenschutzrichtlinie feststellen, dass seitens der Beklagten auf die individuelle Anpassung der Privatsphäre-Einstellungen aufmerksam gemacht wird (LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 45; vgl. auch LG Heilbronn…, Urteil vom 13. Januar 2023 - Bu 8 O 131/22, juris Rn. 46).

    In Anbetracht der Vorgaben der DSGVO und der damit verbundenen vielseitigen Informationsverpflichtungen liegt es in der Natur der Sache, dass eine Datenschutzinformation umfangreich ausfällt (LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 46).

    Eine Verpflichtung zur Information über ein derartiges - wenn auch im Zusammenhang mit der Nutzung des sozialen Netzwerks stehendes - allgemeines Lebensrisiko trifft die Beklagte nicht (LG Kiel, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 47).

  • LG Paderborn, 13.12.2022 - 2 O 212/22

    500 Euro DSGVO-Schmerzensgeld wegen Datenleck bei Facebook

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Rn. 48 Soweit die Beklagte rügt, dass die verwendete Formulierung offenlasse, ob künftige und / oder bereits eingetretene Schäden gemeint sind, hat die Klägerin dies jedenfalls mit Schriftsatz vom 7. Oktober 2022, Seite 39 (Bl. 39 Bd. II d.A.) dahingehend klargestellt, dass lediglich künftige Schäden erfasst sein sollen (vgl. hierzu auch LG Offenburg…, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22, juris Rn. 32; LG Paderborn, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 39).

    Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die im Wege des "Scrapings" erlangten personenbezogenen Daten im Internet veröffentlicht worden sind, erscheint es bei lebensnaher Betrachtung möglich, dass es bei der Klägerin aufgrund der Veröffentlichung der Telefonnummer und weiterer persönlicher Daten wie ihrem Namen im Internet zu künftigen materiellen Schäden, etwa durch betrügerische Anrufe, kommt (LG Paderborn, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 42; LG Paderborn…, Urteil vom 19. Dezember 2022 - 3 O 99/22, juris Rn. 41).

    Aufgrund der Veröffentlichung der personenbezogenen Daten der Klägerin im Internet ist nicht auszuschließen, dass deren Daten bereits zu illegalen Zwecken verwendet worden sind, dies der Klägerin allerdings derzeit noch unbekannt geblieben ist (LG Paderborn, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 43; LG Paderborn, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn.42).

    Vor dem Hintergrund der Schutzrichtung des Abs. 2, den Nutzer vor einer Überrumpelung oder dem Ausnutzen seiner Unerfahrenheit zu schützen, muss der Verantwortliche aber stets sicherstellen, dass die geplante Datennutzung auch für einen nicht-technikaffinen Nutzer hinreichend transparent ist (LG Paderborn, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 120-122 m.w.N.; LG Paderborn…, Urteil vom 19. Dezember 2022 - 3 O 99/22, juris Rn. 114 m.w.N.).

    Rn. 89 Ob die Beklagte diesen Anforderungen genügt, kann hier offen bleiben (vgl. zum Folgenden LG Paderborn, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 128; LG Paderborn…, Urteil vom 19. Dezember 2022 - 3 O 99/22, juris Rn. 120).

  • LG Offenburg, 28.02.2023 - 2 O 98/22

    Datenschutzgrundverordnung: Schadenersatzanspruch aufgrund eines …

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Tatsächlich ist hier lediglich ein einheitlicher Lebenssachverhalt zu beurteilen, nämlich derjenige, ob die Beklagte vor dem Scraping durch Dritte im April 2021 hinreichende Datenschutzvorkehrungen getroffen hatte und danach etwaige Lücken geschlossen hat bzw. ihre Nutzer unzureichend bzw. intransparent informiert hat (ebenso LG Essen…, Urteil vom 10. November 2022 - 6 O 111/22, juris Rn. 51; LG Kiel…, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 34; LG Offenburg, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22, juris Rn. 31).

    Rn. 48 Soweit die Beklagte rügt, dass die verwendete Formulierung offenlasse, ob künftige und / oder bereits eingetretene Schäden gemeint sind, hat die Klägerin dies jedenfalls mit Schriftsatz vom 7. Oktober 2022, Seite 39 (Bl. 39 Bd. II d.A.) dahingehend klargestellt, dass lediglich künftige Schäden erfasst sein sollen (vgl. hierzu auch LG Offenburg, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22, juris Rn. 32; LG Paderborn…, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 39).

    Rn. 78 Das Merkmal des immateriellen Schadens ist autonom auszulegen (vgl. zum Folgenden LG Offenburg, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22, juris Rn. 41-43 m.w.N.).

    Die Regelung setzt damit voraus, dass es auch Verstöße geben kann, die nicht in einem Schaden resultieren, und lässt somit erkennen, dass es - unbeschadet des Umstands, dass auch Bagatellschäden erfasst werden - gerade keinen Gleichklang zwischen einem Verstoß gegen die DSGVO und dem immateriellen Schaden gibt (OLG Frankfurt…, Urteil vom 2. März 2022 - 13 U 206/20, juris Rn. 70; LG Offenburg, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22 juris Rn. 42 f.).

    Darlegungs- und beweisbelastet ist die Klägerseite (LG Offenburg, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22 juris Rn. 43;… BeckOK DatenschutzR/Quaas, 42. Ed. 1.8.2022, DS-GVO Art. 82 Rn. 51;… Kühling/Buchner/Bergt, 3. Aufl. 2020, DS-GVO Art. 82 Rn. 20 m.w.N.).

  • LG Paderborn, 19.12.2022 - 3 O 99/22

    500,- EUR DSGVO-Schadensersatz gegen Facebook wegen Daten-Scraping durch Dritte

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die im Wege des "Scrapings" erlangten personenbezogenen Daten im Internet veröffentlicht worden sind, erscheint es bei lebensnaher Betrachtung möglich, dass es bei der Klägerin aufgrund der Veröffentlichung der Telefonnummer und weiterer persönlicher Daten wie ihrem Namen im Internet zu künftigen materiellen Schäden, etwa durch betrügerische Anrufe, kommt (LG Paderborn…, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 42; LG Paderborn, Urteil vom 19. Dezember 2022 - 3 O 99/22, juris Rn. 41).

    Vor dem Hintergrund der Schutzrichtung des Abs. 2, den Nutzer vor einer Überrumpelung oder dem Ausnutzen seiner Unerfahrenheit zu schützen, muss der Verantwortliche aber stets sicherstellen, dass die geplante Datennutzung auch für einen nicht-technikaffinen Nutzer hinreichend transparent ist (LG Paderborn…, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 120-122 m.w.N.; LG Paderborn, Urteil vom 19. Dezember 2022 - 3 O 99/22, juris Rn. 114 m.w.N.).

    Rn. 89 Ob die Beklagte diesen Anforderungen genügt, kann hier offen bleiben (vgl. zum Folgenden LG Paderborn…, Urteil vom 13. Dezember 2022 - 2 O 212/22, juris Rn. 128; LG Paderborn, Urteil vom 19. Dezember 2022 - 3 O 99/22, juris Rn. 120).

  • LG Essen, 10.11.2022 - 6 O 111/22

    Schadensersatz wegen DS-GVO-Verstoß bei Nutzung einer Social Media Plattform

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Bei der Beklagten handelt es sich um einen multinationalen Konzern mit hohen Umsätzen; die Bedeutung der Sache ist auf Grund der Vielzahl der vom Scraping betroffenen Personen für die Beklagte erheblich (LG Görlitz…, Urteil vom 27. Januar 2023 - 1 O 101/22, juris Rn. 75; LG Essen, Urteil vom 10. November 2022 - 6 O 111/22, juris Rn. 46).

    Tatsächlich ist hier lediglich ein einheitlicher Lebenssachverhalt zu beurteilen, nämlich derjenige, ob die Beklagte vor dem Scraping durch Dritte im April 2021 hinreichende Datenschutzvorkehrungen getroffen hatte und danach etwaige Lücken geschlossen hat bzw. ihre Nutzer unzureichend bzw. intransparent informiert hat (ebenso LG Essen, Urteil vom 10. November 2022 - 6 O 111/22, juris Rn. 51; LG Kiel…, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 34; LG Offenburg…, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22, juris Rn. 31).

    Darüber hinaus gewährleistet die Beklagte einen Schutz sensiblerer Daten - wie etwa der Telefonnummer -, indem sie deren Verwendung beziehungsweise die Auffindbarkeit des Nutzers über diese für ihn nur optional zur Verfügung stellt (LG Kiel…, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, Rn. 49, juris; vgl. auch LG Essen, Urteil vom 10. November 2022 - 6 O 111/22, juris Rn. 80 ff.).

  • LG Gießen, 03.11.2022 - 5 O 195/22

    Ansprüche wegen sog. Daten-Scrapings

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Dies ist insbesondere dann hinzunehmen, wenn dies zur Gewährleistung eines effektiven Rechtsschutzes (vgl. Art. 19 Abs. 4 GG) erforderlich ist und die Klägerseite ihren Antrag nicht konkreter fasst (LG Kiel…, Urteil vom 12. Januar 2023 - 6 O 154/22, juris Rn. 35; LG Gießen, Urteil vom 3. November 2022 - 5 O 195/22, juris Rn. 24).

    Es bedeutet keinen effektiven Rechtsschutz, müsste bei einer solchen expliziten Benennung erneut geklagt werden, sobald sich der Stand der Technik und mithin die Sicherheitsmaßnahmen ändern (vgl. LG Bielefeld, Urteil vom 19. Dezember 2022 - 8 O 182/22, juris Rn 31; LG Gießen, Urteil vom 3. November 2022 - 5 O 195/22, juris Rn. 24).

    Rn. 103 Die Klägerin hat auch keinen Anspruch auf eine weitergehende Auskunft gemäß Art. 15 DSGVO (vgl. zum Folgenden LG Gießen, Urteil vom 3. November 2022 - 5 O 195/22, juris Rn. 32).

  • OLG Frankfurt, 02.03.2022 - 13 U 206/20

    Unterlassung und Schadensersatz wegen Datenschutzverstoßes

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Rn. 79 Dabei ist davon auszugehen, dass der Schaden im Sinn des Art. 82 Abs. 1 DSGVO nicht bereits in der Verletzung der DSGVO als solcher liegt, sondern vielmehr ein auf einem Verstoß gegen die DSGVO beruhender Schaden darzulegen ist (OLG Frankfurt, Urteil vom 2. März 2022 - 13 U 206/20, juris Rn. 70; OLG Brandenburg…, Beschluss vom 21. Juni 2021 - 1 U 69/20, juris Rn. 20; Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen…, Beschluss vom 16. Juli 2021 - 1 W 18/21, juris Rn. 2).

    Die Regelung setzt damit voraus, dass es auch Verstöße geben kann, die nicht in einem Schaden resultieren, und lässt somit erkennen, dass es - unbeschadet des Umstands, dass auch Bagatellschäden erfasst werden - gerade keinen Gleichklang zwischen einem Verstoß gegen die DSGVO und dem immateriellen Schaden gibt (OLG Frankfurt, Urteil vom 2. März 2022 - 13 U 206/20, juris Rn. 70; LG Offenburg…, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 O 98/22 juris Rn. 42 f.).

  • LG Görlitz, 27.01.2023 - 1 O 101/22

    Bei Daten-Scraping auf Facebook kein DSGVO-Schadensersatz

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Der Streitwert bei nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten ist letztlich anhand aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere auch anhand der Einkommensverhältnisse und der Bedeutung der Sache, zu bemessen (vgl. BGH…, Beschluss vom 4. Mai 2022 - IV ZR 37/21, juris Rn. 6; OLG Dresden…, Beschluss vom 21. Juni 2022 - 4 W 338/22, juris Rn. 42; LG Görlitz, Urteil vom 27. Januar 2023 - 1 O 101/22, juris Rn. 75).

    Bei der Beklagten handelt es sich um einen multinationalen Konzern mit hohen Umsätzen; die Bedeutung der Sache ist auf Grund der Vielzahl der vom Scraping betroffenen Personen für die Beklagte erheblich (LG Görlitz, Urteil vom 27. Januar 2023 - 1 O 101/22, juris Rn. 75; LG Essen…, Urteil vom 10. November 2022 - 6 O 111/22, juris Rn. 46).

  • BVerfG, 14.01.2021 - 1 BvR 2853/19

    EuGH muss über Reichweite des immateriellen Schadenersatzanspruchs nach DSGVO …

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Ein nationales Verständnis zum Begriff des Schadens - etwa eine enge Auslegung - ist mithin nicht angezeigt (vgl. dazu BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 14. Januar 2021 - 1 BvR 2853/19, juris Rn. 19 f.).
  • OLG Bremen, 16.07.2021 - 1 W 18/21

    Kein Anspruch auf Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO ohne Vorbringen zum Eintritt …

    Auszug aus LG Berlin, 07.03.2023 - 13 O 79/22
    Rn. 79 Dabei ist davon auszugehen, dass der Schaden im Sinn des Art. 82 Abs. 1 DSGVO nicht bereits in der Verletzung der DSGVO als solcher liegt, sondern vielmehr ein auf einem Verstoß gegen die DSGVO beruhender Schaden darzulegen ist (OLG Frankfurt…, Urteil vom 2. März 2022 - 13 U 206/20, juris Rn. 70; OLG Brandenburg…, Beschluss vom 21. Juni 2021 - 1 U 69/20, juris Rn. 20; Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen, Beschluss vom 16. Juli 2021 - 1 W 18/21, juris Rn. 2).
  • OLG Brandenburg, 21.06.2021 - 1 U 69/20

    Zahlungsansprüche aus Nutzungsverträgen über Kraftfahrzeuge Aufrechnungen mit …

  • LG Heilbronn, 13.01.2023 - 8 O 131/22
  • BGH, 09.01.2007 - VI ZR 133/06

    Zulässigkeit einer Klage auf Festsetzung der deliktischen Verpflichtung eines …

  • BGH, 20.03.2001 - VI ZR 325/99

    Feststellungsinteresse für immaterielle Zukunftsschäden

  • OLG Dresden, 21.06.2022 - 4 W 338/22

    Unterlassen von Äußerungen Persönlichkeitsrechtsneutrale Tatsachenbehauptung …

  • BGH, 04.05.2022 - IV ZR 37/21

    Gegenvorstellungen gegen die Festsetzung des Streitwertes

  • LG Bielefeld, 19.12.2022 - 8 O 182/22

    Kein DSGVO-Schadensersatzanspruch ggü. Facebook wegen Daten-Scraping durch Dritte

  • LG Deggendorf, 20.06.2023 - 33 O 461/22

    Kein Schadensersatzanspruch wegen Daten-Scrapings

    Denn selbst ein unterstellter Verstoß könnte keinen Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO begründen (zum Folgenden LG Berlin, Urteil vom 07.03.2023 - 13 O 79/22; LG Regensburg, Urteil vom 1 1.05.2023 - 72 O 731/22).

    Rn. 61 Das ist hier indes, wie vorstehend ausgeführt, gerade nicht der Fall (zum Vorstehenden auch LG Berlin, Urteil vom 07.03.2023 - 13 O 79/22; LG Regensburg, Urteil vom 11.05.2023 - 72 0 731/22).

    Denn selbst eine unterstellte Auskunftspflichtverletzung konnte schon in zeitlicher Hinsicht nicht für den Scraping-VorfaII und damit auch nicht für die behaupteten, dadurch verursachten Beeinträchtigungen der Klagepartei kausal werden (LG Regensburg, Urteil vom 1 1.05.2023 - 72 O 731/22; LG Berlin, Urteil vom 07.03.2023 - 13 O 79/22).

  • LG Regensburg, 11.05.2023 - 72 O 1413/22

    Erfolglose Schadensersatzklage wegen öffentlich zugänglicher Nutzerdaten

    Denn selbst ein unterstellter Verstoß führte nicht zu einem Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO (zum Folgenden LG Berlin Urt. v. 7.3.2023 - 13 O 79/22, GRUR-RS 2023, 3826 Rn. 62-64).

    Das ist hier indes, wie vorstehend ausgeführt, gerade nicht der Fall (zum Vorstehenden LG Berlin Urt. v. 7.3.2023 - 13 O 79/22, GRUR-RS 2023, 3826 Rn. 62-64).

    Denn selbst eine unterstellte Auskunftspflichtverletzung konnte schon in zeitlicher Hinsicht nicht für den Scrapingvorfall und damit auch nicht für die behaupteten, dadurch verursachten Beeinträchtigungen der Klagepartei kausal werden (LG Berlin Urt. v. 7.3.2023 - 13 O 79/22, GRUR-RS 2023, 3826 Rn. 61).

  • OLG Karlsruhe, 05.07.2023 - 10 W 5/23

    Scraping

    Denn dieser kann schon nach seinem Wortlaut nur zum Tragen kommen, wenn genügende Anhaltspunkte für eine Schätzung fehlen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20) Solche finden sich aber in den Feststellungen zum Wert der Klageanträge Ziffer 1 und 2. Von diesen ausgehend ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich der begehrte Unterlassungsausspruch nicht in den unmittelbaren Folgen einer einzigen Zuwiderhandlung in der Vergangenheit erschöpft, sondern auf die dauerhafte Abwehr einer unbestimmten Vielzahl künftiger Wiederholungen des klägerseits beanstandeten Verhaltens der Beklagten gerichtet ist; auch können die wirtschaftliche Bedeutung der Scraping-Vorfälle für die Beklagte insgesamt sowie deren wirtschaftliche Verhältnisse bei der Bestimmung des Streitwerts im Wege einer Gesamtabwägung aller relevanten Umstände des Einzelfalls mit berücksichtigt werden (vgl. auch LG Essen, Urteil vom 10.11.2022, 6 O 111/22; LG Ellwangen, Urteil vom 25.1.2023, 2 O 198/22; LG Aachen, Urteil vom 10.2.2023, 8 O 177/22; LG Osnabrück, Urteil vom 3.3.2023, 11 O 834/22; LG Berlin, Urteil vom 7.3.2023, 13 O 79/22).
  • LG Regensburg, 11.05.2023 - 72 O 731/22

    Erfolglose Schadensersatzklage wegen öffentlich zugänglicher Nutzerdaten

    Denn selbst ein unterstellter Verstoß führte nicht zu einem Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO (zum Folgenden LG Berlin Urt. v. 7.3.2023 - 13 O 79/22, GRUR-RS 2023, 3826 Rn. 62-64).

    Das ist hier indes, wie vorstehend ausgeführt, gerade nicht der Fall (zum Vorstehenden LG Berlin Urt. v. 7.3.2023 - 13 O 79/22, GRUR-RS 2023, 3826 Rn. 62-64).

    Denn selbst eine unterstellte Auskunftspflichtverletzung konnte schon in zeitlicher Hinsicht nicht für den Scrapingvorfall und damit auch nicht für die behaupteten, dadurch verursachten Beeinträchtigungen der Klagepartei kausal werden (LG Berlin Urt. v. 7.3.2023 - 13 O 79/22, GRUR-RS 2023, 3826 Rn. 61).

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