Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 29.04.1997 - 14 S 1280/96 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Vertriebssystem der Fa Tupperware unterfällt nicht dem Reisegewerbe, da eine vorhergehende Bestellung der Beraterin vorliegt
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GewO § 55 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2
Gewerberecht: Kein Reisegewerbe bei Heimvorführung vopn Tupperware - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)
- Tupperware -, Reisegewerbekarte, Gewerbeerlaubnis, Abgrenzung stehendes Gewerbe / Reisegewerbe
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Gewerberecht; Tupperware-Partys kein Reisegewerbe
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 08.03.1996 - 4 K 2116/94
- VGH Baden-Württemberg, 29.04.1997 - 14 S 1280/96
Papierfundstellen
- ESVGH 47, 212
- VBlBW 1997, 237 (Ls.)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BGH, 25.10.1989 - VIII ZR 345/88
Wettbewerbswidriges Handeln durch Unterlassen der gebotenen Widerrufsbelehrung …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.04.1997 - 14 S 1280/96
Die Rechtsprechung betont denn auch zu § 55 Abs. 1 GewO wie zu § 1 Abs. 2 Nr. 1 HWiG, für die Beurteilung nach dem Begriff der vorhergehenden Bestellung komme es darauf an, ob der Kunde in eine Situation gebracht werde, "die typischerweise die Gefahr einer Überrumpelung in sich birgt" (BGH, Urteil vom 07.12.1989 - III ZR 276/88 -, NJW 1990, 1048; vgl. ferner z.B. BGH, Urteile vom 06.10.1988 - III ZR 94/87 - und vom 25.10.1989 - VIII ZR 345/88 -, NJW 1989, 584 bzw. 1990, 181).Es kommt vielmehr - entsprechend dem Schutzzweck des Gesetzes - darauf an, ob der "bestellte" Gewerbetreibende einen übermäßigen Einfluß auf das Ergehen der Bestellung ausgeübt hat, so daß diese letztlich ihm selbst, nicht aber dem frei gefaßten Entschluß des Kunden zuzurechnen ist (vgl. zum Gesichtspunkt der provozierten Bestellung etwa: BGH, Urteile vom 06.10.1988 - III ZR 94/87 - und vom 25.10.1989 - VIII ZR 345/88 -, NJW 1989, 584 bzw. 1990, 181; Friauf/Stober, GewO, § 55 Rd.Nrn. 25ff.).
- BGH, 06.10.1988 - III ZR 94/87
Begriff der vorhergehenden Bestellung bei Einverständnis mit Hausbesuch
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.04.1997 - 14 S 1280/96
Die Rechtsprechung betont denn auch zu § 55 Abs. 1 GewO wie zu § 1 Abs. 2 Nr. 1 HWiG, für die Beurteilung nach dem Begriff der vorhergehenden Bestellung komme es darauf an, ob der Kunde in eine Situation gebracht werde, "die typischerweise die Gefahr einer Überrumpelung in sich birgt" (BGH, Urteil vom 07.12.1989 - III ZR 276/88 -, NJW 1990, 1048; vgl. ferner z.B. BGH, Urteile vom 06.10.1988 - III ZR 94/87 - und vom 25.10.1989 - VIII ZR 345/88 -, NJW 1989, 584 bzw. 1990, 181).Es kommt vielmehr - entsprechend dem Schutzzweck des Gesetzes - darauf an, ob der "bestellte" Gewerbetreibende einen übermäßigen Einfluß auf das Ergehen der Bestellung ausgeübt hat, so daß diese letztlich ihm selbst, nicht aber dem frei gefaßten Entschluß des Kunden zuzurechnen ist (vgl. zum Gesichtspunkt der provozierten Bestellung etwa: BGH, Urteile vom 06.10.1988 - III ZR 94/87 - und vom 25.10.1989 - VIII ZR 345/88 -, NJW 1989, 584 bzw. 1990, 181; Friauf/Stober, GewO, § 55 Rd.Nrn. 25ff.).
- BGH, 07.12.1989 - III ZR 276/88
Begriff der "vorherigen Bestellung"
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.04.1997 - 14 S 1280/96
Die Rechtsprechung betont denn auch zu § 55 Abs. 1 GewO wie zu § 1 Abs. 2 Nr. 1 HWiG, für die Beurteilung nach dem Begriff der vorhergehenden Bestellung komme es darauf an, ob der Kunde in eine Situation gebracht werde, "die typischerweise die Gefahr einer Überrumpelung in sich birgt" (BGH, Urteil vom 07.12.1989 - III ZR 276/88 -, NJW 1990, 1048; vgl. ferner z.B. BGH, Urteile vom 06.10.1988 - III ZR 94/87 - und vom 25.10.1989 - VIII ZR 345/88 -, NJW 1989, 584 bzw. 1990, 181). - BVerwG, 29.11.1985 - 8 C 105.83
Ermächtigungsgrundlage - Feststellende Verwaltungsakte - Inhalt - Betroffener - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.04.1997 - 14 S 1280/96
Rn. 31 Feststellende Verwaltungsakte bedürfen nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts einer gesetzlichen Grundlage, wenn ihr Inhalt etwas als rechtens feststellt, was der Betroffene erklärtermaßen für nicht rechtens hält; es ist aber keine ausdrückliche gesetzliche Grundlage erforderlich, vielmehr genügt eine Grundlage, die sich im Weg der Auslegung ermitteln läßt (BVerwG, Urteil vom 29.11.1985 - 8 C 105/83 -, BVerwGE 72, 265 = NJW 1986, 1120). - BVerwG, 10.10.1990 - 1 B 131.90
Regelungszweck des § 34c GewO
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.04.1997 - 14 S 1280/96
Das Bundesverwaltungsgericht hat solches z.B. zur Erlaubnisbedürftigkeit des Maklergewerbes nach § 34c Abs. 1 GewO ausgeführt (BVerwG, Beschluß vom 10.10.1990 - 1 B 131/90 -, NVwZ 1991, 267).
- VG München, 14.03.2011 - M 16 K 11.875
Untersagung des An- und Verkaufs von Edelmetall von einer nur zeitweise …
Erforderlich für eine Bestellung durch den Kunden ist daher grundsätzlich eine von diesem ausgehende und an den Gewerbetreibenden gerichtete Aufforderung zu hinreichend bestimmten Vertragsverhandlungen (…vgl. Schönleiter, in: Landmann/Rohmer, Gewerbeordnung, Stand 57. EL - 2010, § 55, Rn. 30;… Korte, in: Friauf, Kommentar zur Gewerbeordnung, Stand Februar 2011, § 55, Rn. 96; OLG Frankfurt v. 26.11.2010, Az. 25 U 65/09 juris; VGH BW v. 29.4.1997, Az. 14 S 1280/96 juris). - OLG Schleswig, 21.04.2022 - 6 U 4/21
Goldschmied-Aktion - Wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch gegen Ankauf …
Rn. 36 d) Mit dem von der Beklagten geltend gemachten Einwand, nach den vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in seiner Entscheidung vom 29. April 1997 (Az. 14 S 1280/96) aufgestellten Grundsätzen zur vorhergehenden Bestellung bei dem Vertriebssystem der Firma Tupperware sei auch vorliegend das Tatbestandsmerkmal "ohne vorhergehende Bestellung" nicht erfüllt, dringt die Beklagte nicht durch.Der nur mitgebrachte Gast geht der Sache nach auf der Grundlage der von der eingeladenen Kundin erklärten vorhergehenden Bestellung zu der Heimvorführung und bringt wie diese mit seinem Erscheinen zum Ausdruck, dass er die Durchführung der Veranstaltung wünscht (Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Urteil vom 29. April 1997 - 14 S 1280/96 -, Rn. 38, juris).
- VG Koblenz, 26.01.2021 - 5 K 614/20
Erteilung einer Reisegewerbekarte, Beschränkung auf "Reparaturen und kleinere …
Zu beachten ist jedoch, dass im Reisegewerbe lediglich die persönliche Zuverlässigkeit überwacht wird (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. September 2000 - 1 BvR 2176/98 -, juris, Rn. 30; vgl. auch BVerwG…, Beschluss vom 1. April 2004 - 6 B 5.04 -, juris, Rn. 8; VGH BW, Urteil vom 29. April 1997 - 14 S 1280/96 -, juris, Rn. 35;… Korte, in: Friauf, GewO, 237. EL Oktober 2009, Vorbem. vor Titel III Rn. 117;… Ambs, in: Friauf, GewO, 288. EL November 2015, § 145 Rn. 11;… Rossi, in: BeckOK GewO, 52. Ed. 1. September 2020, § 55 Rn. 27; Burgi, GewArch Beilage WiVerw 2018, 181 [228]; Bulla, GewArch Beilage WiVerw 2019, 182 [190]). - FG Nürnberg, 14.03.2001 - VI 39/97
Steuerliche Behandlung von Ausgleichszahlungen für die Übertragung einer …
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