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Rechtsprechung
   OLG Köln, 01.10.1997 - 19 W 38/97   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1997,4844
OLG Köln, 01.10.1997 - 19 W 38/97 (https://dejure.org/1997,4844)
OLG Köln, Entscheidung vom 01.10.1997 - 19 W 38/97 (https://dejure.org/1997,4844)
OLG Köln, Entscheidung vom 01. Oktober 1997 - 19 W 38/97 (https://dejure.org/1997,4844)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Rechtfertigung des Stillstands eines Zivilverfahrens unter Abwägung des Gebots der Verfahrensbeschleunigung und der möglichen Voteile einer Aussetzung i.R. eines Vorwurfs von veruntreuenden Handlungen i.S.v. § 266 StGB

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (4)

  • BGH, 21.01.1997 - VI ZR 338/95

    Verantwortlichkeit des Arbeitgebers für die Nichtabführung von …

    Auszug aus OLG Köln, 01.10.1997 - 19 W 38/97
    Sie hat dadurch eindeutig zu verstehen gegeben, daß sie nicht daran interessiert ist, sich die Ergebnisse des gegen den Beklagten geführten strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens 110 Js 78/96 StA Köln für den Zivilprozeß zunutze zu machen und damit ihren Anspruch sicherer durchzusetzen (…vgl. hierzu OLG Düsseldorf a.a.O.), insbesondere dem Einwand des Beklagten zu begegnen, es fehle bereits an einem tatbestandsmäßigen Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen im Sinne von § 266 a StGB, weil der GmbH als Arbeitgeberin die Abführung im maßgeblichen Zeitpunkt unmöglich gewesen sei (vgl. zu dieser Problematik das Urteil des Senats vom 20.12.1996 - 19 U 30/96 -, abgedruckt in OLG-Report 1997, 111 ff; auch BGH MDR 1997, 460 f).
  • OLG Köln, 20.12.1996 - 19 U 30/96

    Schadensersatzpflicht des Arbeitgebers, der Sozialversicherungsbeiträge nicht …

    Auszug aus OLG Köln, 01.10.1997 - 19 W 38/97
    Sie hat dadurch eindeutig zu verstehen gegeben, daß sie nicht daran interessiert ist, sich die Ergebnisse des gegen den Beklagten geführten strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens 110 Js 78/96 StA Köln für den Zivilprozeß zunutze zu machen und damit ihren Anspruch sicherer durchzusetzen (…vgl. hierzu OLG Düsseldorf a.a.O.), insbesondere dem Einwand des Beklagten zu begegnen, es fehle bereits an einem tatbestandsmäßigen Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen im Sinne von § 266 a StGB, weil der GmbH als Arbeitgeberin die Abführung im maßgeblichen Zeitpunkt unmöglich gewesen sei (vgl. zu dieser Problematik das Urteil des Senats vom 20.12.1996 - 19 U 30/96 -, abgedruckt in OLG-Report 1997, 111 ff; auch BGH MDR 1997, 460 f).
  • OLG Düsseldorf, 20.06.1980 - 4 W 34/80

    Strafbare Handlung; Prozeßökonomie; Beschwerde; Ermessensspielraum

    Auszug aus OLG Köln, 01.10.1997 - 19 W 38/97
    Die Abwägung des Gebots der Verfahrensbeschleunigung und der Umstände, die eine Auswertung der - grundsätzlich besseren - Erkenntnismöglichkeiten des Ermittlungs- bzw. Strafverfahrens für den konkreten Fall als geboten erscheinen lassen, muß den Stillstand des Zivilverfahrens rechtfertigen (vgl. OLG Düsseldorf NJW 1980, 2534; OLG Stuttgart NJW 1991, 1556; OLG München OLG-Report 1995, 238, 239;… Zöller/Greger, ZPO, 20. Aufl., § 149 Rdnr. 1 a).
  • OLG Stuttgart, 17.12.1990 - 14 W 5/90

    Verursachung einer cerebralen Schädigung durch ein Versagen einer …

    Auszug aus OLG Köln, 01.10.1997 - 19 W 38/97
    Die Abwägung des Gebots der Verfahrensbeschleunigung und der Umstände, die eine Auswertung der - grundsätzlich besseren - Erkenntnismöglichkeiten des Ermittlungs- bzw. Strafverfahrens für den konkreten Fall als geboten erscheinen lassen, muß den Stillstand des Zivilverfahrens rechtfertigen (vgl. OLG Düsseldorf NJW 1980, 2534; OLG Stuttgart NJW 1991, 1556; OLG München OLG-Report 1995, 238, 239;… Zöller/Greger, ZPO, 20. Aufl., § 149 Rdnr. 1 a).
  • LG Dresden, 28.09.2005 - 10 O 3727/04
    Zweck der Aussetzung ist, dem Richter insbesondere bei schwieriger Beweislage die Möglichkeit zu geben, sich in dem infolge der Verhandlungsmaxime zur Wahrheitsermittlung nur bedingt geeigneten Zivilprozeß die kraft der Untersuchungsmaxime besseren Erkenntnismöglichkeiten eines Strafverfahrens zunutze zu machen und doppelte Ermittlungsarbeit und Kosten, sowie widersprechende Entscheidungen zu verhindern (OLG Frankfurt Beschl. v. 09.03.1998 - 15 W 9/98 OLGReport Frankfurt 1998, 334; Beschl. 1.2.2001 - 24 W 5/01 OLGReport Frankfurt 2001, 117; OLG Köln Beschl. v. 1.10.1997 -19 W 38/97 OLGReport Köln 1998, 132; OLG Düsseldorf Beschl. v. 24.10.1997 - 22 W 59/97 MDR 1998, 797).

    Das Gericht darf das berechtigte Interesse des Klägers an einer alsbaldigen Entscheidung über seinen Anspruch nicht außer Acht lassen (OLG Köln v. 1.10.1997 - 19 W 38/97, OLGReport Köln 1998, 132).

    Deshalb hat das Zivilgericht das Gebot der Verfahrensbeschleunigung gegen die zu erwartenden Vorteile einer Aussetzung abzuwägen (OLG Düsseldorf Beschl. v. 20.6.1980 - 4 W 34/80 NJW 1980, 2534; OLG Stuttgart Beschl. v. 17.12.1990 - 14 W 5/90 NJW 1991, 1556; OLG München Beschl. v. 16.5.1995 - 18 U 5518/94, OLGReport München 1995, 238 [239]; OLG Köln Beschl. v. 1.10.1997 - 19 W 38/97, OLGReport Köln 1998, 132; OLG Frankfurt Beschl. v. 9.3.1998 - 15 W 9/98 OLGReport Frankfurt 1998, 334; OLG Frankfurt Beschl. v. 1.2.2001 - 24 W 5/01 OLGReport Frankfurt 2001, 117 = NJW-RR 2001, 1649;… Peters in MünchKomm/ZPO, 2. A. 149 Rz. 10;… Greger in Zöller a.a.O. 149 Rz. 2).

    Danach kommt grundsätzlich eine Verfahrensaussetzung und damit Vernachlässigung der Interessen des Klägers im wesentlichen nur in Betracht, wenn die Umstände, auf deren Feststellung es im Zivilverfahren ankommt, streitig sind und die bessere Aufklärung gerade dieser Umstände im Strafverfahren zu erwarten und anzunehmen ist, daß damit eine erneute Klärung im Zivilverfahren erspart wird (OLG Düsseldorf Beschl. v. 20.6.1980 - 4 W 34/80 NJW 1980, 2534; OLG Köln Beschl. v. 1.10.1997 - 19 W 38/97 OLGReport Köln 1998, 132; OLG Köln, Beschl. v. 3.3.2004 - 2 W 19/04 OLGReport Köln 2004, 275).

  • OLG Köln, 03.03.2004 - 2 W 19/04

    Keine Aussetzung der Verhandlung bei ernster Gefährdung der Anspruchsdurchsetzung

    Dabei darf das Gericht aber nicht das berechtigte Interesse des Klägers an einer alsbaldigen Entscheidung über seinen Anspruch außer Acht lassen (OLG Köln [19. Senat], OLGR 1998, 132 [133]).

    Deshalb hat das Gericht das Gebot der Verfahrensbeschleunigung gegen die zu erwartenden Vorteile einer Aussetzung abzuwägen (OLG Düsseldorf, NJW 1980, 2534; OLG Stuttgart, NJW 1991, 1556; OLG München, OLGR 1995, 238 [239]; OLG Köln [19. Senat], OLGR 1998, 132 [133]; OLG Frankfurt, OLGR 1998, 334; OLG Frankfurt, NJW-RR 2001, 1649;… MünchKomm/Peters, ZPO, 2. Auflage 2000, § 149 Rn 10;… Zöller/Greger, ZPO, 24. Auflage 2004, § 149 Rn 2).

    Eine Verfahrensaussetzung und damit Vernachlässigung der Interessen des Klägers kommt im wesentlichen nur in Betracht, wenn die Umstände, auf deren Feststellung es im Zivilverfahren ankommt, streitig sind und die bessere Aufklärung gerade dieser Umstände im Strafverfahren zu erwarten und anzunehmen ist, daß damit eine erneute Klärung im Zivilverfahren erspart wird (OLG Düsseldorf, NJW 1980, 2534; OLG Köln [19. Senat], OLGR 1998, 132 [133]).

  • OLG Frankfurt, 01.02.2001 - 24 W 5/01

    Aussetzung eines Zivilprozesses bis zur Erledigung eine Strafverfahrens

    Zweck des § 149 ZPO ist es, dem Zivilrichter die Möglichkeit zu geben, sich die besseren Erkenntnismöglichkeiten eines Strafverfahrens dann zunutze zu machen, wenn sich eine schwierige Beweislage im Zivilrechtsstreit voraussichtlich nicht oder nicht so gut wie im Ermittlungsverfahren wird klären lassen (OLG Frankfurt am Main OLGR 1998, 334; OLG Köln OLGR 1998, 132; OLG Düsseldorf MDR 1998, 797 [OLG Düsseldorf 24.10.1997 - 22 W 59/97];… Hartmann in Baumbach-Lauterbach-Albers-Hartmann, ZPO, 59. Aufl. 2001, § 149 Rz 2).

    Die Tatsachen, die in diesem Sinne eine Aussicht auf bessere Erkenntnis im Strafverfahren eröffnen, sind im Rahmen der Ermessensentscheidung nach § 149 ZPO abzuwägen gegen das achtenswerte Interesse des Klägers an einer alsbaldigen Entscheidung über sein Begehren (Beschleunigungsgebot, OLG Stuttgart NJW 1991, 1556 [OLG Stuttgart 17.12.1990 - 14 W 5/90]; OLG Frankfurt am Main OLGR 1998, 334; OLG Köln OLGR 1998, 132;… Hartmann a.a.O.).

  • LG Dortmund, 06.12.2007 - 2 O 379/07

    Aussetzung

    Die Aussetzung dient dabei dem Zweck, es dem Zivilgericht zu ermöglichen, Ermittlungen und Ausgang des Strafverfahrens abzuwarten, um sich die allgemein besseren Erkenntnismöglichkeiten des der Untersuchungsmaxime folgenden Verfahrens nach der StPO zu Nutze zu machen, wenn sich eine schwierige Beweislage im Zivilrechtsstreit voraussichtlich nicht oder nicht so gut wie im Strafverfahren wird klären lassen (vgl. OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 2001, 1649; OLG-Report 1998, 334: OLG Köln, OLG-Report 1998, 132: NJW 1990, 778: OLG Düsseldorf, NJW-RR 1998, 1531 = MDR 1998, 797; NJW 1980, 2534; OLG Saarbrücken, wistra 1996, 241, 242: OLG Stuttgart, NJW 1991, 1556).
  • LG Münster, 02.05.2003 - 2 O 658/02
    Die Aussetzung dient dabei dem Zweck es dem Zivilgericht zu ermöglichen, Ermittlungen und Ausgang eines Strafverfahrens abzuwarten, um sich die allgemein besseren Erkenntnismöglichkeiten des Untersuchungsmaxime folgenden Verfahren nach der StPO zunutze zu machen, wenn sich eine schwierige Beweislage im Zivilrechtsstreit voraussichtlich nicht oder nicht so gut wie im Strafverfahren wird klären lassen (vgl. OLG Frankfurt NJW/RR 2001, 1649; OLGR 1998, 334; OLG Köln OLGR 1998, 132; NJW 1990, 778; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1531 = MDR 1998, 797; OLG Saarbrücken wistra 1996, 241 [242]; OLG Stuttgart NJW 1991, 1556; OLG Düsseldorf NJW 1980, 2534).
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