Rechtsprechung
| BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
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Kündigung: Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR - Kongruenz der Kündigungsregelungen nach Einigungsvertrag und § 1 KSchG
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- ArbG Berlin, 05.04.1995 - 86 Ca 36005/94
- LAG Berlin, 30.10.1995 - 9 Sa 72/95
- BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Papierfundstellen
- NJ 1997, 606
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (18)
- BAG, 11.06.1992 - 8 AZR 537/91
Außerordentliche Kündigung nach Einigungsvertrag
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Diese Bestimmung regelt eigenständig und abschließend, unbeschadet von § 626 BGB, die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung im öffentlichen Dienst (BAG Urteil vom 11. Juni 1992 - 8 AZR 537/91 - BAGE 70, 323 = AP Nr. 1 zu Einigungsvertrag Anlage I Kap. XIX).Das Bundesarbeitsgericht (BAGE 70, 323 = AP, aaO) hat dazu erkannt, Abs. 5 EV sei nicht als "Muß"-Bestimmung ausgestaltet worden, so daß nicht jedem, der für das MfS tätig war, zu kündigen sei; vielmehr erfordere der Rechtsbegriff "unzumutbar" eine Einzelfallprüfung,- das individuelle Maß der Verstrickung bestimme über die außerordentliche Auflösbarkeit des Arbeitsverhältnisses, berücksichtigungsfähig seien Zeit und Grund der Aufnahme und der Beendigung der Tätigkeit für das MfS.
Das Landesarbeitsgericht ist damit selbst entgegen der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zu der von ihm befürworteten Anwendung des Abs. 5 Ziff. 2 EV (vgl. u.a. BAG Urteil vom 11. Juni 1992 - 8 AZR 537/91 - BAGE 70, 323, 330 = AP Nr. 1 zu Einigungsvertrag Anl. I Kap. XIX, zu A II 1 c am Ende der Gründe) dem Entlastungsvorbringen der Klägerin nicht nachgegangen, sie habe mit den Mitteilungen über die ausreisewillige Person, wie diese selbst mit Schreiben vom 28. Februar 1995 bestätigt habe, diese nur unterstützen wollen.
- BAG, 17.01.1991 - 2 AZR 375/90
Verhaltensbedingte Kündigung
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Insofern entspricht es ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts sowohl für eine Verhaltens- wie eine personenbedingte Kündigung, daß eine allgemeine und auf den konkreten Einzelfall bezogene Interessenabwägung anzustellen ist (seit dem Urteil vom 7. Oktober 1954 - 2 AZR 6/54 - BAGE 1, 99, 101 = AP Nr. 5 zu § 1 KSchG, mit Anm. A. Hueck;… ständige Rechtsprechung, vgl. die Nachweise z.B. bei Bitter/Kiel, RdA 1994, 336, 337 sowie RdA 1995, 26, 29, 32, 33 oder KR-Etzel, 4. Aufl., § 1 KSchG Rz 337 f. sowie 395 f.); dabei ist weiter in der Rechtsprechung zu § 1 KSchG u.a. das Prognoseprinzip herausgearbeitet worden, wobei eine zukunftsbezogene Betrachtung anzustellen ist (vgl. u.a. für die personenbedingte Kündigung BAG Urteil vom 7. Februar 1991 - 2 AZR 205/90 - BAGE 67, 198 = AP Nr. 17 zu § 1 KSchG 1969 Personenbedingte Kündigung und andererseits BAG Urteil vom 17. Januar 1991 - 2 AZR 375/90 - BAGE 67, 75 = AP Nr. 25 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung; siehe auch hierzu die Rechtsprechungsnachweise bei Bitter/Kiel, RdA 1995, 26, 30, 34).Mit der Frage, ob hier unter dem Gesichtspunkt einer Zukunftsprognose bzw. des ultima-ratio-Prinzips (vgl. dazu BAG Urteile vom 10. November 1988 - 2 AZR 215/88 - AP Nr. 3 zu § 1 KSchG 1969 Abmahnung, zu II 2 a der Gründe, und vom 17. Januar 1991 - 2 AZR 375/90 - BAGE 67, 75, 81 = AP Nr. 25 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung, zu II 1 c der Gründe) eine Abmahnung ausgereicht hätte, befaßt sich das Landesarbeitsgericht erst gar nicht.
- BAG, 10.11.1988 - 2 AZR 215/88
Kündigung - Verhältnis zur Abmahnung
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Mit der Frage, ob hier unter dem Gesichtspunkt einer Zukunftsprognose bzw. des ultima-ratio-Prinzips (vgl. dazu BAG Urteile vom 10. November 1988 - 2 AZR 215/88 - AP Nr. 3 zu § 1 KSchG 1969 Abmahnung, zu II 2 a der Gründe, und vom 17. Januar 1991 - 2 AZR 375/90 - BAGE 67, 75, 81 = AP Nr. 25 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung, zu II 1 c der Gründe) eine Abmahnung ausgereicht hätte, befaßt sich das Landesarbeitsgericht erst gar nicht.
- BAG, 18.01.1980 - 7 AZR 75/78
Inhalt der Abmahnung
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Das erscheint schon deshalb bedenklich, weil bei Pflichtverletzungen im Leistungsbereich vor Ausspruch der Kündigung eine Abmahnung in der Regel und bei einer Pflichtverletzung im Vertrauensbereich nach bisheriger Rechtsprechung (vgl. dazu Urteile vom 30. Juni 1983 - 2 AZR 524/81 - AP Nr. 15 zu Art. 140 GG und vom 5. November 1992 - 2 AZR 147/92 - AP Nr. 4 zu § 626 BGB Krankheit) ausnahmsweise als erforderlich angesehen wird, während bei einer personenbedingten Kündigung eine Abmahnung nur bei einem unbehebbaren Mangel entbehrlich erscheint (vgl. BAG Urteile vom 29. Juli 1976 - 3 AZR 50/75 - AP Nr. 9 zu § 1 KSchG Verhaltensbedingte Kündigung; vom 18. Januar 1980 - 7 AZR 75/78 - AP Nr. 3 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung …und vom 18. November 1986 - 7 AZR 674/84 - AP Nr. 17, aaO, mit Anmerkung von Conze). - BAG, 05.11.1992 - 2 AZR 147/92
Fristlose Kündigung wegen Androhung einer künftigen Erkrankung
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Das erscheint schon deshalb bedenklich, weil bei Pflichtverletzungen im Leistungsbereich vor Ausspruch der Kündigung eine Abmahnung in der Regel und bei einer Pflichtverletzung im Vertrauensbereich nach bisheriger Rechtsprechung (vgl. dazu Urteile vom 30. Juni 1983 - 2 AZR 524/81 - AP Nr. 15 zu Art. 140 GG und vom 5. November 1992 - 2 AZR 147/92 - AP Nr. 4 zu § 626 BGB Krankheit) ausnahmsweise als erforderlich angesehen wird, während bei einer personenbedingten Kündigung eine Abmahnung nur bei einem unbehebbaren Mangel entbehrlich erscheint (vgl. BAG Urteile vom 29. Juli 1976 - 3 AZR 50/75 - AP Nr. 9 zu § 1 KSchG Verhaltensbedingte Kündigung; vom 18. Januar 1980 - 7 AZR 75/78 - AP Nr. 3 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung …und vom 18. November 1986 - 7 AZR 674/84 - AP Nr. 17, aaO, mit Anmerkung von Conze). - BAG, 18.11.1986 - 7 AZR 674/84
Abmahnung - Wirkungslosigkeit durch Zeitablauf
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Das erscheint schon deshalb bedenklich, weil bei Pflichtverletzungen im Leistungsbereich vor Ausspruch der Kündigung eine Abmahnung in der Regel und bei einer Pflichtverletzung im Vertrauensbereich nach bisheriger Rechtsprechung (vgl. dazu Urteile vom 30. Juni 1983 - 2 AZR 524/81 - AP Nr. 15 zu Art. 140 GG und vom 5. November 1992 - 2 AZR 147/92 - AP Nr. 4 zu § 626 BGB Krankheit) ausnahmsweise als erforderlich angesehen wird, während bei einer personenbedingten Kündigung eine Abmahnung nur bei einem unbehebbaren Mangel entbehrlich erscheint (vgl. BAG Urteile vom 29. Juli 1976 - 3 AZR 50/75 - AP Nr. 9 zu § 1 KSchG Verhaltensbedingte Kündigung; vom 18. Januar 1980 - 7 AZR 75/78 - AP Nr. 3 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung und vom 18. November 1986 - 7 AZR 674/84 - AP Nr. 17, aaO, mit Anmerkung von Conze). - BAG, 07.02.1991 - 2 AZR 205/90
Personenbedingte Kündigung - Umschulung
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Insofern entspricht es ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts sowohl für eine Verhaltens- wie eine personenbedingte Kündigung, daß eine allgemeine und auf den konkreten Einzelfall bezogene Interessenabwägung anzustellen ist (seit dem Urteil vom 7. Oktober 1954 - 2 AZR 6/54 - BAGE 1, 99, 101 = AP Nr. 5 zu § 1 KSchG, mit Anm. A. Hueck;… ständige Rechtsprechung, vgl. die Nachweise z.B. bei Bitter/Kiel, RdA 1994, 336, 337 sowie RdA 1995, 26, 29, 32, 33 oder KR-Etzel, 4. Aufl., § 1 KSchG Rz 337 f. sowie 395 f.); dabei ist weiter in der Rechtsprechung zu § 1 KSchG u.a. das Prognoseprinzip herausgearbeitet worden, wobei eine zukunftsbezogene Betrachtung anzustellen ist (vgl. u.a. für die personenbedingte Kündigung BAG Urteil vom 7. Februar 1991 - 2 AZR 205/90 - BAGE 67, 198 = AP Nr. 17 zu § 1 KSchG 1969 Personenbedingte Kündigung und andererseits BAG Urteil vom 17. Januar 1991 - 2 AZR 375/90 - BAGE 67, 75 = AP Nr. 25 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung; siehe auch hierzu die Rechtsprechungsnachweise bei Bitter/Kiel, RdA 1995, 26, 30, 34). - BAG, 29.07.1976 - 3 AZR 50/75
Verhaltensbedingte Kündigung - Personenbedingte Kündigung - Musiker - …
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Das erscheint schon deshalb bedenklich, weil bei Pflichtverletzungen im Leistungsbereich vor Ausspruch der Kündigung eine Abmahnung in der Regel und bei einer Pflichtverletzung im Vertrauensbereich nach bisheriger Rechtsprechung (vgl. dazu Urteile vom 30. Juni 1983 - 2 AZR 524/81 - AP Nr. 15 zu Art. 140 GG und vom 5. November 1992 - 2 AZR 147/92 - AP Nr. 4 zu § 626 BGB Krankheit) ausnahmsweise als erforderlich angesehen wird, während bei einer personenbedingten Kündigung eine Abmahnung nur bei einem unbehebbaren Mangel entbehrlich erscheint (vgl. BAG Urteile vom 29. Juli 1976 - 3 AZR 50/75 - AP Nr. 9 zu § 1 KSchG Verhaltensbedingte Kündigung; vom 18. Januar 1980 - 7 AZR 75/78 - AP Nr. 3 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung …und vom 18. November 1986 - 7 AZR 674/84 - AP Nr. 17, aaO, mit Anmerkung von Conze). - BAG, 13.09.1995 - 2 AZR 862/94
Kündigung eines Hochschulprofessors wegen Stasitätigkeit
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Dies könnte möglicherweise als weiterer entlastender Umstand zugunsten der Klägerin zu würdigen sein (vgl. dazu Senatsurteil vom 13. September 1995 - 2 AZR 862/94 - AP Nr. 53, aaO). - BAG, 13.06.1996 - 2 AZR 483/95
Ordentliche Kündigung wegen falscher Beantwortung der Frage nach Stasi-Mitarbeit
Auszug aus BAG, 13.03.1997 - 2 AZR 506/96
Der Senat hat bereits in einer früheren Entscheidung (Urteil vom 13. Juni 1996 - 2 AZR 483/95 - AP Nr. 33 zu § 1 KSchG 1969, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen) nähere Ausführungen zum Prüfungsmaßstab einer nach § 1 KSchG zu beurteilenden Kündigung wegen Stasi-Mitarbeit und falscher Ausfüllung eines Personalfragebogens gemacht, worauf an dieser Stelle verwiesen werden kann. - BAG, 30.06.1983 - 2 AZR 524/81
Auflösung eines Arbeitsverhältnisses - Anspruch eines Arbeitnehmers auf …
- BAG, 03.11.1955 - 2 AZR 39/54
Arbeitsverhältnis: Begriff des wichtigen Grundes bei außerordentlicher Kündigung
- BAG, 07.10.1954 - 2 AZR 6/54
Arbeitsverhältnis: Unwirksamkeit einer außerordentlichen Kündigung, Ordentliche …
- BAG, 14.12.1995 - 8 AZR 356/94
Kündigung wegen Tätigkeit für das MfS (Lehrerin
- BAG, 28.03.1957 - 2 AZR 307/55
Entlassung aus betrieblichen Gründen - Soziale Gesichtspunkte - Wirtschaftliche …
- BAG, 11.05.1995 - 2 AZR 683/94
Kündigung nach Einigungsvertrag - Verlängerungsgesetz
- BAG, 06.02.1997 - 2 AZR 51/96
Wirksamkeit einer personenbedingten außerordentlichen Kündigung - Zumutbarkeit …
- LAG Berlin, 30.10.1995 - 9 Sa 72/95
Kündigung nach dem Einigungsvertrag
- LAG Hamm, 28.01.2016 - 18 Sa 1140/15
Außerordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen wiederholter …
Nur ein unverschuldeter Rechtsirrtum kann bei objektiv vorliegender Pflichtverletzung einer verhaltensbedingten Kündigung entgegen stehen (vgl. BAG, Urteil vom 13.03.1997 - 2 AZR 506/96, Urteil vom 14.02.1978 - 1 AZR 76/76, Urteil vom 12.04.1973 - 2 AZR 291/72). - BAG, 27.03.2003 - 2 AZR 699/01
Kündigung wegen Tätigkeit für das MfS - Darlegungslast
b) Eine ordentliche Kündigung kann nach § 1 Abs. 2 KSchG aus Gründen in der Person des Arbeitnehmers sozial gerechtfertigt sein, wenn der Arbeitnehmer wegen seiner früheren Tätigkeit für das MfS für die vereinbarte Arbeitsleistung nicht geeignet ist (st. Rspr., vgl. BAG 3. September 1998 - 8 AZR 129/97 - nv.; 20. August 1997 - 2 AZR 42/97 - RzK I 5 i Nr. 127; 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - RzK I 5 h Nr. 39).Das ist dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer für das MfS im Sinne des Abs. 5 Ziff. 2 EV tätig gewesen ist und darüber hinaus bei einer zukunftsbezogenen Betrachtung die fehlende Eignung des Arbeitnehmers festzustellen ist (BAG 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - aaO; 11. Mai 1995 - 2 AZR 683/94 - AP Einigungsvertrag Anlage I Kap. XIX Nr. 50 = EzA Einigungsvertrag Art. 20 Nr. 45).
b) Falls die Wirksamkeit der Kündigung auch unter dem rechtlichen Gesichtspunkt einer Kündigung wegen Falschbeantwortung der Frage nach MfS-Tätigkeit zu prüfen sein wird, kann sowohl eine verhaltensbedingte Kündigung als auch eine personenbedingte Kündigung in Betracht kommen (BAG 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - RzK I 5 h Nr. 39).
- BAG, 27.04.2006 - 2 AZR 426/05
Ordentliche Kündigung wegen MfS-Tätigkeit
b) Eine ordentliche Kündigung kann nach § 1 Abs. 2 KSchG aus Gründen in der Person des Arbeitnehmers sozial gerechtfertigt sein, wenn der Arbeitnehmer wegen seiner früheren Tätigkeit für das MfS für die vereinbarte Arbeitsleistung nicht geeignet ist (st. Rspr., vgl. BAG 3. September 1998 - 8 AZR 129/97 - 20. August 1997 - 2 AZR 42/97 - RzK 15i Nr. 127; 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - RzK 15h Nr. 39).Das ist dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer für das MfS im Sinne des Abs. 5 Ziff. 2 EV tätig gewesen ist und darüber hinaus bei einer zukunftsbezogenen Betrachtung die fehlende Eignung des Arbeitnehmers festzustellen ist (BAG 27. März 2003 - 2 AZR 699/01 - AP Einigungsvertrag Anlage I Kap. XIX Nr. 81; 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - aaO; 11. Mai 1995 - 2 AZR 683/94 - AP Einigungsvertrag Anlage I Kap. XIX Nr. 50 = EzA Einigungsvertrag Art. 20 Nr. 45).
- BAG, 04.12.1997 - 2 AZR 750/96
Personen- und verhaltensbedingte Kündigung - Fragebogenlüge
Davon abgesehen wäre in diesem Zusammenhang folgendes zu bedenken (vgl. dazu auch Senatsurteil vom 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - n.v., zu II 3 a der Gründe): Der Beklagte geht im Kündigungsschreiben und in der Kündigungsbegründung davon aus, es liege eine Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit der Stasi in Form der Berufung vor. - BAG, 24.06.1999 - 8 AZR 379/98 Andererseits kann dem nach § 1 Abs. 2 KSchG darzulegenden Kündigungstatbestand eine andere Qualität und eine andere Zielrichtung zukommen (vgl. BAG Urteil vom 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - n.v., zu II 1, 2 der Gründe; Senatsurteil vom 3. September 1998 - 8 AZR 129/97 - n.v., zu II 1 der Gründe, m.w.N.; Senatsurteil vom 10. Dezember 1998 - 8 AZR 594/97 - n.v., zu II 2 a der Gründe).
Diesen käme eine andere Qualität als dem Kündigungsgrund nach Abs. 5 Ziff. 2 EV zu (vgl. BAG Urteil vom 13. März 1997, aaO).
- BAG, 19.03.1998 - 8 AZR 560/96
Rechtmäßigkeit einer Kündigung wegen einer Tätigkeit für das Ministerium für …
Die Berechtigung der Kündigung ist danach unter Abwägung aller Umstände des Einzelfalles und unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Vertragsparteien zu beurteilen (vgl. hierzu nur BAG Urteil vom 13. Juni 1996 - 2 AZR 483/95 - AP Nr. 33 zu § 1 KSchG 1969, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, zu II 2 der Gründe; BAG Urteil vom 26. September 1996 - 2 AZR 594/95 - n.v.; BAG Urteil vom 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - n.v.). - BAG, 20.08.1997 - 2 AZR 42/97 c) Dem Landesarbeitsgericht ist auch darin zu folgen, daß die bewußt wahrheitswidrige Beantwortung einer zulässigen Frage nach einer früheren Tätigkeit für das MfS je nach den Umständen geeignet sein kann, eine ordentliche verhaltensbedingte Kündigung zu rechtfertigen (Senatsurteile vom 13. Juni 1996 - 2 AZR 483/95 - AP Nr. 33 zu § 1 KSchG 1969 und vom 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 -;, n.v.).
- BAG, 03.09.1998 - 8 AZR 129/97 Für spätere Kündigungen ist allein § 1 KSchG anwendbar (vgl. BAG Urteil vom 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 -;, n.v., zu II 1 der Gründe; BAG Urteil vom 20. August 1997 - 2 AZR 42/97 -;, n.v.; BAG Urteil vom 4. Dezember 1997 - 2 AZR 750/96 - AP Nr. 37 zu § 1 KSchG 1969 Verhaltensbedingte Kündigung; Senatsurteil vom 19. März 1998 - 8 AZR 596/96 -;, n.v.).
- BAG, 09.07.1998 - 2 AZR 772/97 Dies entspricht - wenn auch im Zusammenhang mit einer allgemeinen Fragestellung nach der Zusammenarbeit mit dem bzw. Arbeit für das MfS - der ständigen Senatsrechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 13. September 1995 - 2 AZR 862/94 - AP Nr. 53 zu Einigungsvertrag Anlage I Kap. XIX; vom 13. Juni 1996 - 2 AZR 483/95 - AP Nr. 33 zu § 1 KSchG 1969; vom 13. März 1997 - 2 AZR 506/96 - n.v.; vom 20. August 1997 - 2 AZR 42/97 - n.v. …und vom 4. Dezember 1997 - 2 AZR 750/96 - AP, aaO; so auch BVerfG Urteil vom 8. Juli 1997 - 1 BvR 2111/94,195/95 und 2189/95 - BVerfGE 96, 171).
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