Rechtsprechung
| VG Dresden, 02.10.2018 - 2 K 302/18 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Besprechungen u.ä.
- ervjustiz.de (Entscheidungsbesprechung)
Fax mit qualifizierter Signatur
Papierfundstellen
- NVwZ 2019, 93
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (1)
- VG Dresden, 21.11.2017 - 2 K 2108/16
Auszug aus VG Dresden, 02.10.2018 - 2 K 302/18
Ein Telefax wird technisch wie eine E-Mail elektronisch dem Gericht als Empfänger über das Internet oder ein Web-Interface übertragen, sodass der Anwendungsbereich des § 55a VwGO i. V. m. § 1 Abs. 1, § 2 Abs. 1 bis Abs. 3 SächsEJustizVO eröffnet ist (vgl. VG Dresden, Urteil vom 21.11.2017 âÂEURÂ' 2 K 2108/16 âÂEURÂ').
- LSG Hessen, 13.12.2018 - L 6 SF 1/18
DS
Zwar hat der Senat keine grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Nutzung auch moderner Telefaxdienste (vgl. dagegen VG Dresden, Urteil vom 2. Oktober 2018 - 2 K 302/18). - FG Münster, 22.02.2022 - 8 V 2/22
Übermittlung des Klageantrags als elektronisches Dokument hinsichtlich der …
Rn. 15 Das am 02.01.2022 eingegangene Telefax ist bereits - unabhängig davon, ob es über das Telefonnetz oder als Computerfax übersandt wurde - kein elektronisches Dokument (ebenso Hessisches Finanzgericht, Beschluss vom 06.12.2018, 4 K 1880/14, juris; Oberverwaltungsgericht Bautzen, Beschluss vom 09.07.2019, 5 A 327/19, juris;… Schmieszek in Gosch, § 52a FGO Rn. 6;… Brandis in Tipke/Kruse, § 52a FGO Rn. 5; a.A. Verwaltungsgericht Dresden, Urteil vom 21.11.2017, 2 K 2108/16, und vom 02.10.2018, 2 K 302/18, beide juris). - OVG Sachsen, 15.09.2022 - 1 A 189/22
Elektronisches Dokument; sicherer Übermittlungsweg; De-Mail; besonderes …
Danach ist ein Telefax ein elektronisches Dokument i. S. d. § 55a VwGO und muss die Voraussetzungen dieser Bestimmung erfüllen (VG Dresden, Urt. v. 2. Oktober 2018 - 2 K 302/18 -, juris Rn. 11 anders u. a. SächsOVG, Beschl. v. 9. Juli 2019 - 5 A 327/19 -, juris Rn. 3).
- FG Köln, 19.05.2022 - 6 K 1883/21
Übermittlung des Antrags auf Durchführung der mündlichen Verhandlung als …
Rn. 15 1. Das am 07.04.2022 eingegangene Telefax ist bereits - unabhängig davon, ob es über das Telefonnetz oder als Computerfax übersandt wurde - kein elektronisches Dokument (ebenso Hessisches Finanzgericht, Beschluss vom 06.12.2018, 4 K 1880/14, juris; Oberverwaltungsgericht Bautzen, Beschluss vom 09.07.2019, 5 A 327/19, juris;… Schmieszek in Gosch, § 52a FGO Rn. 6;… Brandis in Tipke/Kruse, § 52a FGO Rn. 5; a.A. Verwaltungsgericht Dresden, Urteil vom 21.11.2017, 2 K 2108/16, und vom 02.10.2018, 2 K 302/18, beide juris). - FG Hessen, 06.12.2018 - 4 K 1880/14
§ 52a FGO
Soweit davon abweichend das Verwaltungsgericht Dresden in den Urteilen vom 21.11.2017 2 K 2108/16, juris und vom 2. Oktober 2018 2 K 302/18, juris zu dem mit § 52a FGO im Kern inhaltsgleichen § 55a der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) die Rechtsauffassung vertreten hat, dass ein Telefax ein elektronisches Dokument im Sinne von § 55a VwGO sei und daher die - unter anderem eine qualifizierte elektronische Signatur erfordernden - Voraussetzungen des § 55a VwGO erfüllen müsse, folgt der hier beschließende Einzelrichter dem nicht. - SG Darmstadt, 22.05.2024 - S 32 AS 65/24
AS
Zwar hat die Kammer keine grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Nutzung auch moderner Telefaxdienste (vgl. dagegen OLG Dresden v. 4.12.2020 - 22 WF 872/20; LSG NRW v. 8.4.2021 - L 12 AS 311/21 B ER mAnm. Müller RDi 2021, 413; VG Dresden, Urteil vom 2. Oktober 2018 - 2 K 302/18; a.A. BAG v. 17.1.2023 - 3 AZR 158/22). - VG München, 12.02.2019 - M 13 K 17.5759
Formgerechte Klageeinreichung durch Nutzung des Online-Fax von E-Post
An dieser Rechtsprechung ist auch nach Einführung des § 55a VwGO festzuhalten (…vgl. BVerwG, U.v. 25.4.2012 - 8 C 18/11 - juris Rn. 17;… Brink, in: Beck-OK VwGO, § 81 Rn. 23 ;… Aulehner, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Aufl. 2018, § 81 Rn. 75; a.A. VG Dresden, U.v. 2.10.2018 - 2 K 302/18 - juris Rn. 11 f., wo ein Telefax ausschließlich als elektronisches Dokument im Sinne von § 55a VwGO eingeordnet wird).
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Rechtsprechung
| FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Justiz Hessen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- rechtsportal.de
Erstattungsanspruch eines nachrangigen Leistungsträgers gegenüber der Familienkasse für die Festsetzung steuerlichen Kindergeldes hinsichtlich Kindergeldberechtigung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Erstattungsanspruch eines nachrangig verpflichteten Leistungsträgers bei Zahlung von Kindergeld
Verfahrensgang
- FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
- BFH, 19.01.2023 - III R 36/21
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (9)
- BSG, 19.03.1992 - 7 RAr 26/91
Rechtsweg und Klageart wegen Zahlungsansprüchen des Sozialhilfeträgers gegen das …
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
Nur dann ist er in der Lage, ohne weitere Nachforschungen zu entscheiden, welche Leistungsbestandteile zur Erfüllung des Erstattungsanspruchs einzubehalten und welche weiterhin an den Leistungsempfänger auszubezahlen sind (BSG, Urteil vom 19.03.1992, 7 RAr 26/91, BSGE 70, 186 m.w.N.).Die Kenntnis bezieht sich folglich auf den Leistungsvorgang, jedenfalls soweit sich dieser auf einen in zeitlicher Nähe zur Erstattungsanzeige liegenden Leistungsvorgang bezieht (BSG, Urteil vom 19.03.1992, 7 Rar 26/91, a.a.O. in Abgrenzung zu BSG, Urteil vom 18.10.1991, 9b/7 Rar 12/88, HV-Iinfo 1992, 1312).
Der vorrangig verpflichtete Leistungsträger - hier die Beklagte - ist folglich nicht verpflichtet zu ermitteln, ob bereits andere Leistungen erbracht wurden, die einen Erstattungsanspruch gegen ihn auslösen könnten (BSG, Urteil vom 19.03.1992, 7 RAr 26/91, BSGE 70, 186 m.w.N.).
- BSG, 22.06.2010 - B 1 KR 21/09 R
Erstattungsanspruch des Rentenversicherungsträgers gegen die Krankenkasse - …
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
Fehlt es dagegen an hinreichenden Anknüpfungstatsachen, um von einer Erfüllungsfiktion auszugehen, darf der solcher Art zur Leistung verpflichtete Leistungsträger auch nicht im Nachhinein mit Erstattungsansprüchen belastet werden: Er ist im Vergleich zum anderen Leistungsträger nicht gegenüber der Belastung näherstehend, eine überzahlte Leistung vom insoweit nicht berechtigten Empfänger zurückzufordern (BSG, Urteil vom 22.06.2010, B 1 KR 21/09 R, BSGE 106, 206 m.w.N.: zum System der Erstattungsansprüche zwischen den Sozialleistungsträgern).Welche "Kenntnis" für Erstattungsansprüche nach § 104 Abs. 1 SGB X rechtserheblich ist, hängt in diesem Sinne von der betroffenen Erstattungskonstellation ab (BSG, Urteil vom 22.06.2010, B 1 KR 21/09 R, a.a.O).
- BSG, 18.10.1991 - 9b/7 RAr 12/88
Kenntnis iS von Paragraph 104 SGB 10
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
Die Kenntnis bezieht sich folglich auf den Leistungsvorgang, jedenfalls soweit sich dieser auf einen in zeitlicher Nähe zur Erstattungsanzeige liegenden Leistungsvorgang bezieht (BSG…, Urteil vom 19.03.1992, 7 Rar 26/91, a.a.O. in Abgrenzung zu BSG, Urteil vom 18.10.1991, 9b/7 Rar 12/88, HV-Iinfo 1992, 1312).Ein anderer Sozialhilfeträger muss nämlich nicht die behördeninterne Zuständigkeit dessen, der die Antwort unterschreiben hat, prüfen (BSG, Urteil vom 18.10.1991, 9b/7 RAr 12/88, HV-Info 1992, 1312).
- BFH, 05.06.2014 - VI R 15/12
Kindergeld: Erstattungsanspruch des Sozialhilfeträgers bei nachträglicher …
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
VI R 15/12, BStBl II 2015, 145: zu den tatbestandlichen Voraussetzungen des Erstattungsanspruchs; BFH, Urteil vom 17.07.2008, III R 87/06, BFH/NV 2008, 1833: zum Erstattungsanspruch in Abzweigungsfällen). - BFH, 14.05.2002 - VIII R 88/01
Kindergeld; Erstattungsverfahren nach § 74 Abs. 5 EStG 1996
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
Der Kläger als nachrangiger Leistungsträger kann seinen nach § 40a SGB II i.V.m. § 104 SGB X gegen die Beklagte bestehenden Erstattungsanspruch ohne Vorverfahren im Wege einer allgemeine Leistungsklage i.S. des § 40 Abs. 1 3. Fall Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend machen, da zwischen den Leistungsträgern kein Über- und Unterordnungsverhältnis besteht, das zu einer Entscheidung durch Verwaltungsakt berechtigen würde (BFH, Urteil vom 14.05.2002, VIII R 88/01, BFH/NV 2002, 1156). - BSG, 06.04.1989 - 2 RU 34/88
Beginn der Ausschlußfrist des § 111 SGB X, Ausschluß des Erstattungsanspruchs …
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
Der nachrangig Verpflichtete - hier der Kläger - kann seinen Erstattungsanspruch in der Weise sichern, dass er sich vom Berechtigten die Beantragung der anderen Leistung mitteilen lässt und die Erstattung vorsorglich geltend macht (…Kater in: KassKomm, (Stand: Juli 2020), § 104 SGB X, 109. Ergänzungslieferung, Stand: Mai 2020, Rdnr. 27 u.H.a. BSG…, Urteil vom 09.02.1989, 3/8 RK 25/87, SozR 1300 § 111 Nr. 3; BSG, Urteil vom 06.04.1989, 2 RU 34/88, BSGE 65, 27). - BFH, 17.07.2008 - III R 87/06
Kein Anspruch des Sozialhilfeträgers auf Erstattung von rückwirkend festgesetztem …
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
VI R 15/12, BStBl II 2015, 145: zu den tatbestandlichen Voraussetzungen des Erstattungsanspruchs; BFH, Urteil vom 17.07.2008, III R 87/06, BFH/NV 2008, 1833: zum Erstattungsanspruch in Abzweigungsfällen). - BSG, 09.09.1986 - 11a RA 2/85
Rückforderungen - Kenntnis von Tatsachen - Rücknahme eines Verwaltungsaktes - …
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
Abzustellen ist hierbei auf die Kenntnis bei den mit der Gewährung der Leistung betrauten Bediensteten (…Pattar in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB X, 2. Aufl., § 104 SGB X (Stand: 01.12.2017);… Kater in: KassKomm, (Stand: Juli 2020), § 104 SGB X, 109. Ergänzungslieferung, Stand: Mai 2020, Rdnr. 27 u.H.a. BSG, Urteil vom 09.09.1986, 11a RA 2/85, BSGE 60, 239: zu § 50 Abs. 2 SGB X). - BSG, 09.02.1989 - 8 RK 25/87
Frist für die Geltendmachung des Erstattungsanspruchs bei Sachleistungen der …
Auszug aus FG Hessen, 16.04.2021 - 2 K 302/18
Der nachrangig Verpflichtete - hier der Kläger - kann seinen Erstattungsanspruch in der Weise sichern, dass er sich vom Berechtigten die Beantragung der anderen Leistung mitteilen lässt und die Erstattung vorsorglich geltend macht (…Kater in: KassKomm, (Stand: Juli 2020), § 104 SGB X, 109. Ergänzungslieferung, Stand: Mai 2020, Rdnr. 27 u.H.a. BSG, Urteil vom 09.02.1989, 3/8 RK 25/87, SozR 1300 § 111 Nr. 3; BSG, Urteil vom 06.04.1989, 2 RU 34/88, BSGE 65, 27).
- BFH, 19.01.2023 - III R 36/21
Allgemeine Leistungsklage des Jobcenters gegen die Familienkasse wegen Erstattung
Das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 16.04.2021 - 2 K 302/18 wird dahingehend geändert, dass die Familienkasse verurteilt wird, dem Jobcenter 486 EUR zu erstatten.das Urteil des Hessischen FG vom 16.04.2021 - 2 K 302/18 aufzuheben und die Klage abzuweisen,.
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