Rechtsprechung
| OLG Oldenburg, 31.03.1999 - 2 U 264/98 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 43 Nr. 2 VVG; § 242 BGB
Anforderungen an die bedingungsgemäße Geltendmachung der Invalidität; Bevollmächtigung des Versicherungsagenten zur Entgegennahme von Erklärungen betreffend die Invalidität - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- REHADAT Informationssystem (Leitsatz)
Unfallversicherung: Rechtzeitige ärztliche Invaliditätsfeststellung nach vorheriger Leistungsablehnung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anforderungen an die bedingungsgemäße Geltendmachung der Invalidität; Bevollmächtigung des Versicherungsagenten zur Entgegennahme von Erklärungen betreffend die Invalidität
Papierfundstellen
- NJW-RR 2000, 108
- NJW-RR 2000, 108 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 2000, 754 (Ls.)
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (6)
- BGH, 19.11.1997 - IV ZR 348/96
Formularmäßige Vereinbarung einer zeitlichen Grenze für die Feststellung der …
Auszug aus OLG Oldenburg, 31.03.1999 - 2 U 264/98
Rn. 10 Für die bedingungsgemäße Geltendmachung der Invalidität genügt es, dass der Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer - auch mündlich - behauptet, es sei Invalidität eingetreten; nicht erforderlich ist die Benennung eines bestimmten Anspruchs oder eines bestimmten Invaliditätsgrades (BGH VersR 1990, 732; BGH VersR 1998, 175, 176) [BGH 19.11.1997 - IV ZR 348/96]. - BGH, 28.06.1978 - IV ZR 7/77
Voraussetzungen der Eintrittspflicht des privaten Unfallversicherers
Auszug aus OLG Oldenburg, 31.03.1999 - 2 U 264/98
Danach ist der Kläger entschuldigt, wenn er seine unfallbedingte Invalidität der Beklagten gegenüber möglicherweise nicht schon bis zum 10.06.1995, sondern erst, wie jedenfalls bewiesen ist, in der Zeit etwa bis zum Jahresende 1995 (unmittelbar nach Kenntniserlangung vom Gutachten von Dr. S und Dr. V vom 01.12.1995) behauptet hat, und handelt die Beklagte jedenfalls treuwidrig, wenn sie - anders als noch im Ablehnungsschreiben vom 17.12.1997 - jetzt im Rechtsstreit den Versuch unternimmt, den Anspruch auf Invaliditätsentschädigung trotz zwischenzeitlicher Feststellung der weiteren bedingungsgemäßen Voraussetzungen an der nicht rechtzeitigen Geltendmachung scheitern zu lassen (vergleichbare Fälle: BGH VersR 1978, 1036; OLG Hamm VersR 1992, 1256; OLG Köln VersR 1995, 907 [OLG Köln 05.05.1994 - 5 U 129/93]; OLG Hamm VersR 1995, 1181 [OLG Hamm 17.08.1994 - 20 U 213/92]). - BGH, 25.04.1990 - IV ZR 28/89
Einhaltung der Frist für die Geltendmachung der Invalidität
Auszug aus OLG Oldenburg, 31.03.1999 - 2 U 264/98
Rn. 10 Für die bedingungsgemäße Geltendmachung der Invalidität genügt es, dass der Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer - auch mündlich - behauptet, es sei Invalidität eingetreten; nicht erforderlich ist die Benennung eines bestimmten Anspruchs oder eines bestimmten Invaliditätsgrades (BGH VersR 1990, 732; BGH VersR 1998, 175, 176) [BGH 19.11.1997 - IV ZR 348/96].
- OLG Hamm, 17.08.1994 - 20 U 213/92
Unfall; Fahrrad; Eigenbewegung; Kausalitätsbeweis; Invalidität; …
Auszug aus OLG Oldenburg, 31.03.1999 - 2 U 264/98
Danach ist der Kläger entschuldigt, wenn er seine unfallbedingte Invalidität der Beklagten gegenüber möglicherweise nicht schon bis zum 10.06.1995, sondern erst, wie jedenfalls bewiesen ist, in der Zeit etwa bis zum Jahresende 1995 (unmittelbar nach Kenntniserlangung vom Gutachten von Dr. S und Dr. V vom 01.12.1995) behauptet hat, und handelt die Beklagte jedenfalls treuwidrig, wenn sie - anders als noch im Ablehnungsschreiben vom 17.12.1997 - jetzt im Rechtsstreit den Versuch unternimmt, den Anspruch auf Invaliditätsentschädigung trotz zwischenzeitlicher Feststellung der weiteren bedingungsgemäßen Voraussetzungen an der nicht rechtzeitigen Geltendmachung scheitern zu lassen (vergleichbare Fälle: BGH VersR 1978, 1036; OLG Hamm VersR 1992, 1256; OLG Köln VersR 1995, 907 [OLG Köln 05.05.1994 - 5 U 129/93]; OLG Hamm VersR 1995, 1181 [OLG Hamm 17.08.1994 - 20 U 213/92]). - OLG Köln, 05.05.1994 - 5 U 129/93
Voraussetzungen für treuwidrige Berufung auf Frist des § 7 I Nr. 1 Abs. 2 AUB 88
Auszug aus OLG Oldenburg, 31.03.1999 - 2 U 264/98
Danach ist der Kläger entschuldigt, wenn er seine unfallbedingte Invalidität der Beklagten gegenüber möglicherweise nicht schon bis zum 10.06.1995, sondern erst, wie jedenfalls bewiesen ist, in der Zeit etwa bis zum Jahresende 1995 (unmittelbar nach Kenntniserlangung vom Gutachten von Dr. S und Dr. V vom 01.12.1995) behauptet hat, und handelt die Beklagte jedenfalls treuwidrig, wenn sie - anders als noch im Ablehnungsschreiben vom 17.12.1997 - jetzt im Rechtsstreit den Versuch unternimmt, den Anspruch auf Invaliditätsentschädigung trotz zwischenzeitlicher Feststellung der weiteren bedingungsgemäßen Voraussetzungen an der nicht rechtzeitigen Geltendmachung scheitern zu lassen (vergleichbare Fälle: BGH VersR 1978, 1036; OLG Hamm VersR 1992, 1256; OLG Köln VersR 1995, 907 [OLG Köln 05.05.1994 - 5 U 129/93]; OLG Hamm VersR 1995, 1181 [OLG Hamm 17.08.1994 - 20 U 213/92]). - OLG Hamm, 22.01.1992 - 20 U 196/91
Belehrungspflicht über Frist zur Geltendmachung von Invalidität
Auszug aus OLG Oldenburg, 31.03.1999 - 2 U 264/98
Danach ist der Kläger entschuldigt, wenn er seine unfallbedingte Invalidität der Beklagten gegenüber möglicherweise nicht schon bis zum 10.06.1995, sondern erst, wie jedenfalls bewiesen ist, in der Zeit etwa bis zum Jahresende 1995 (unmittelbar nach Kenntniserlangung vom Gutachten von Dr. S und Dr. V vom 01.12.1995) behauptet hat, und handelt die Beklagte jedenfalls treuwidrig, wenn sie - anders als noch im Ablehnungsschreiben vom 17.12.1997 - jetzt im Rechtsstreit den Versuch unternimmt, den Anspruch auf Invaliditätsentschädigung trotz zwischenzeitlicher Feststellung der weiteren bedingungsgemäßen Voraussetzungen an der nicht rechtzeitigen Geltendmachung scheitern zu lassen (vergleichbare Fälle: BGH VersR 1978, 1036; OLG Hamm VersR 1992, 1256; OLG Köln VersR 1995, 907 [OLG Köln 05.05.1994 - 5 U 129/93]; OLG Hamm VersR 1995, 1181 [OLG Hamm 17.08.1994 - 20 U 213/92]).
- OLG Köln, 03.05.2013 - 20 U 224/12
Anforderungen an die Feststellung der dauerhaften Minderung der Erwerbsfähigkeit …
Eine solche Feststellung dürfte auch die Annahme einer Minderung der Erwerbsfähigkeit beinhalten, denn diese setzt gemäß § 56 Abs. 2 Satz 1 SGB VII gerade eine (dauerhafte) Beeinträchtigung des körperlichen und geistigen Leistungsvermögens voraus (vgl. OLG Düsseldorf, ZfS 2006, 523; OLG Oldenburg, NVersZ 2000, 333;… Leverenz in: Bruck/Möller, VVG, 9. Aufl., AUB 2008 Ziff. 2.1, Rn. 95;… Kloth, Private Unfallversicherung, Rn. G 28). - OLG Köln, 19.10.2021 - 20 U 17/21 Rn. 37 In diesem Zusammenhang beruft sich die Klägerin ohne Erfolg auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 5. Juli 1995 zu IV ZR 43/94 [Urteil vom 5. Juli 1995, IV ZR 43/94, BGHZ 130, 171] und auf die Entscheidungen des OLG Frankfurt vom 20. November 2013 [Urteil, 7 U 176/11, VersR 2014, 1495], des OLG Oldenburg vom 31. März 1999 [Urteil, 2 U 264/98, NJW-RR 2000, 108] und des OLG Hamm vom 13. Januar 1993 [Urteil, 20 U 224/92, VersR 1993, 1473].
Gleiches gilt für die Entscheidungen des OLG Oldenburg [Urteil vom 31. März 1999, 2 U 264/98, NJW-RR 2000, 108, Juris-Rn. 7 ff.] und des OLG Hamm vom 13. Januar 1993 [Urteil, 20 U 224/92, VersR 1993, 1473, Juris-Rn. 4 ff., 8 ff., 13 ff.].
- LG Düsseldorf, 03.03.2008 - 9 O 394/07 Rn. 36 In der Instanzrechtsprechung und der Literatur wurde die Frage, ob und wann die Berufung ausnahmsweise treuwidrig ist, uneinheitlich beantwortet ( vgl. Prölss/Martin § 7 AUB 94 RN 16 und 22 f. mN; OLG Bamberg RuS 2000, 394; OLG Oldenburg RuS 2000, 349; Schleswig-Holsteinisches OLG RuS 1992, 394-395; OLG Köln RuS 1994, 396-397 und OLG Frankfurt RuS 2000, 216-217 ).
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