Rechtsprechung
| VGH Bayern, 25.03.2008 - 2 ZB 07.30735 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
Grundsätzliche Bedeutung; Darlegungsanforderungen; Verzicht auf Durchführung eines Asylverfahrens gem. § 14 a Abs. 3 AsylVfG; Ausreisefrist
- Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)
AsylVfG § 78 Abs. 4; AsylVfG § 78 Abs. 3 Nr. 1; AsylVfG § 38 Abs. 2; AsylVfG § 14 a Abs. 3
Verfahrensrecht, Abschiebungsandrohung, Ausreisefrist, Antragsfiktion, Asylantrag, Verzicht, Asylverfahren, Berufungszulassungsantrag, grundsätzliche Bedeutung, Darlegungserfordernis - milo.bamf.de
AsylVfG 1992, § 14a Abs 3; AsylG, § 38 Abs 2; AsylG, § 78 Abs 4
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (6)
- BVerwG, 30.03.2005 - 1 B 11.05
Rechtsgrundsätzliche Bedeutung; Gesetzesänderung nach Erlass des …
Auszug aus VGH Bayern, 25.03.2008 - 2 ZB 07.30735
Die Zulassung der Berufung wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache setzt voraus, dass im Zulassungsantrag eine klärungsfähige und klärungsbedürftige Rechts- oder Tatsachenfrage dargelegt wird, die für die Entscheidung der Vorinstanz von Bedeutung war, auch für die Entscheidung im Berufungsverfahren erheblich wäre, bisher höchstrichterlich oder - bei tatsächlichen Fragen oder nicht revisiblen Rechtsfragen - durch die Rechtsprechung des Berufungsgerichts nicht geklärt und über den zu entscheidenden Einzelfall hinaus bedeutsam ist (…vgl. Eyermann/Happ, VwGO, 12. Aufl., RdNr. 36 zu § 124; BVerwG vom 30.3.2005 NVwZ 2005, 709). - BVerfG, 07.11.1994 - 2 BvR 2079/93
Überspannung der Anforderungen an die Darlegungspflicht an die Berufungszulassung …
Auszug aus VGH Bayern, 25.03.2008 - 2 ZB 07.30735
Die Darlegung der Klärungsbedürftigkeit erfordert regelmäßig eine Durchdringung der Materie und in diesem Zusammenhang eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des Verwaltungsgerichts, die verdeutlicht, dass die Entscheidung des Verwaltungsgerichts dem Klärungsbedarf nicht gerecht wird (vgl. Eyermann/Happ a.a.O. RdNr. 72 zu § 124 a VwGO u.H.a. BVerfG vom 7.11.1994 BayVBl 1995, 178). - OVG Nordrhein-Westfalen, 11.08.2006 - 1 A 1437/06
Verfahrensrecht, Asylantrag, Antragsfiktion, Kinder, in Deutschland geborene …
Auszug aus VGH Bayern, 25.03.2008 - 2 ZB 07.30735
Er beschränkt sich dabei aber im Wesentlichen auf die Wiedergabe der Ausführungen, die das Verwaltungsgericht zur Begründung seiner die Anwendbarkeit des § 38 Abs. 2 AsylVfG verneinenden Rechtsansicht angeführt hat, ohne sich - wie für eine Grundsatzrüge erforderlich - mit dieser, in der Rechtsprechung vorherrschenden Meinung (vgl. z.B. OVG Münster vom 11.8.2006 Az. 1 A 1437/06.A und die Nachweise bei VG Oldenburg vom 10.1.2008 Az. 11 443/07 ) auch nur ansatzweise inhaltlich auseinanderzusetzen.
- VG Ansbach, 25.07.2006 - AN 4 K 06.30388
Auszug aus VGH Bayern, 25.03.2008 - 2 ZB 07.30735
Die vom Verwaltungsgericht im vorliegenden Fall vertretene Auffassung wird vielmehr - soweit ersichtlich - auch von anderen bayerischen Verwaltungsgerichten geteilt (vgl. z.B. VG Ansbach vom 25.7.2006 Az. AN 4 K 06.30388 ). - VG Wiesbaden, 30.06.2005 - 1 E 714/05
Antragsfiktion, Asylantrag, Zuwanderungsgesetz, Folgeantrag, Anzeigepflicht, …
Auszug aus VGH Bayern, 25.03.2008 - 2 ZB 07.30735
Eine Anwendbarkeit dieser Vorschrift auf Fälle, in denen der Verzicht erst nach einer materiell-rechtlichen Entscheidung des Bundesamts erklärt worden ist, wird aber - soweit ersichtlich - selbst von den Befürwortern einer grundsätzlichen Anwendbarkeit des § 38 Abs. 2 AsylVfG auf die Fälle des Verzichts nicht angenommen (vgl. Funke-Kaiser, GK-AsylVfG, RdNr. 12 zu § 38; VG Wiesbaden vom 30.6.2005 Az. 1 E 714/05.A). - VG Stade, 27.07.2007 - 2 A 568/07
Verfahrensrecht, Verzicht, Asylverfahren, Antragsfiktion, Ausreisefrist
Auszug aus VGH Bayern, 25.03.2008 - 2 ZB 07.30735
Jedenfalls bei einer derartigen Fallkonstellation (vgl. hierzu auch die von der Beklagten vorgelegte Entscheidung des VG Stade vom 27.7.2007 Az. 2 A 568/07 UA S. 7) dürfte es wohl allgemeine Meinung sein, dass in solchen Fällen § 38 Abs. 1 AsylVfG anzuwenden ist und demnach die dort genannte Monatsfrist gilt (vgl. Hailbronner, AuslR, RdNr. 8 zu § 38 AsylVfG;… Marx, AsylVfG, 6. Aufl. 2005, RdNr. 12 zu § 38).
- VG Stade, 15.07.2010 - 2 B 304/10
Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage wegen gesetzter Ausreisefrist
Vielmehr ist aus dem Gesamtzusammenhang der Regelungen erkennbar, dass der Gesetzgeber denjenigen, dessen Asylantrag als nach § 14a AsylVfG gestellt gilt, durch die Möglichkeit des Verzichts in aufenthaltsrechtlicher Hinsicht (vgl. dazu auch § 10 Abs. 3 AufenthG) teilweise privilegieren wollte, um ihm einen gewissen Anreiz dafür zu bieten, ein vielfach von vornherein aussichtsloses Asylverfahren alsbald zu beenden (VG Oldenburg, Beschl. v. 3. März 2010 - 11 B 587/10 - mit den dortigen Nachweisen der überwiegenden Rechtsprechung, vgl. OVG Schleswig, Beschluss vom 8. Juni 2009 - 1 LB 39/08 - ; OVG Greifswald, Urteil vom 17. Juni 2008 - 3 L 224/06 - ; VGH München, Beschluss vom 19. November 2007 - 2 ZB 07.30735 - ; OVG Münster, Urteil vom 11. August 2006 - 1 A 1437/06.A - ; VG Göttingen, Beschluss vom 14. Dezember 2007 - 4 B 172/07 - VG Münster, Urteil vom 2. November 2007 - 8 K 98/07.A - ; VG Osnabrück, Beschluss vom 25. November 2009 - 5 B 105/09 - Beschluss vom 28. Juni 2007 - 5 B 69/07 - ; VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 11. Juni 2007 - 18a L 545/07.A - ; VG Düsseldorf, Beschluss vom 24. Mai 2007 - 1 L 777/07 - ; VG Kassel, Urteil vom 26. Januar 2007 - 4 E 1023/06.A - ; VG Schwerin, Urteil vom 8. Januar 2007 - 7 A 1113/06 As - ). - VGH Bayern, 02.04.2008 - 2 ZB 07.30734
Grundsätzliche Bedeutung; Darlegungsanforderungen; Verzicht auf Durchführung …
Jedenfalls bei einer derartigen Fallkonstellation (vgl. hierzu auch die von der Beklagten im Zulassungsverfahren 2 ZB 07.30735 vorgelegte Entscheidung des VG Stade vom 27.7.2007 Az. 2 A 568/07 UA S. 7) dürfte es wohl allgemeine Meinung sein, dass in solchen Fällen § 38 Abs. 1 AsylVfG anzuwenden ist und demnach die dort genannte Monatsfrist gilt (vgl. Hailbronner, AuslR, RdNr. 8 zu § 38 AsylVfG;… Marx, AsylVfG, 6. Aufl. 2005, RdNr. 12 zu § 38). - VGH Bayern, 03.07.2008 - 2 ZB 08.30238
Verzicht auf Durchführung eines Asylverfahrens nach der Entscheidung des …
Auch wenn stichhaltige Gründe dafür, bei einer Einstellung des Asylverfahrens aufgrund eines Verzichts gemäß § 14a Abs. 3 AsylVfG auf die Durchführung eines Asylverfahrens nach Entscheidung des Bundesamts die Frist des § 38 Abs. 2 AsylVfG anzuwenden, nicht ersichtlich sind (vgl. BayVGH v. 25.3.2008 Az. 2 ZB 07.30735), zumal hier in der Regel eine bereits gesetzte Ausreisefrist nach § 37 Abs. 2 bzw. § 38 Abs. 1 Satz 2 AsylVfG verlängert sein müsste, hat das Verwaltungsgericht einen Anspruch auf Aufhebung der einwöchigen Ausreisefrist zutreffend verneint. - VG Oldenburg, 03.03.2010 - 11 B 587/10
Vorläufiger Rechtsschutz, Suspensiveffekt, Ausreisefrist
Diese Auffassung entspricht auch der ganz überwiegenden Rechtsprechung (vgl. OVG Schleswig, Beschluss vom 8. Juni 2009 - 1 LB 39/08 - ; OVG Greifswald, Urteil vom 17. Juni 2008 - 3 L 224/06 - ; VGH München, Beschluss vom 19. November 2007 - 2 ZB 07.30735 - ; OVG Münster, Urteil vom 11. August 2006 - 1 A 1437/06.A - ; VG Göttingen, Beschluss vom 14. Dezember 2007 - 4 B 172/07 - VG Münster, Urteil vom 2. November 2007 - 8 K 98/07.A - ; VG Osnabrück: Beschluss vom 25. November 2009 - 5 B 105/09 - Beschluss vom 28. Juni 2007 - 5 B 69/07 - ; VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 11. Juni 2007 - 18a L 545/07.A - ; VG Düsseldorf, Beschluss vom 24. Mai 2007 - 1 L 777/07 - ; VG Kassel, Urteil vom 26. Januar 2007 - 4 E 1023/06.A - ; VG Schwerin, Urteil vom 8. Januar 2007 - 7 A 1113/06 As - ).
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