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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 09.07.2002 - 23 U 183/01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2002,4534
OLG Düsseldorf, 09.07.2002 - 23 U 183/01 (https://dejure.org/2002,4534)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 09.07.2002 - 23 U 183/01 (https://dejure.org/2002,4534)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 09. Juli 2002 - 23 U 183/01 (https://dejure.org/2002,4534)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • IWW (Kurzinformation)

    Steuerberater haftet nicht für vom Auftraggeber selbst herbeigeführte steuerliche Nachteile

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Voraussetzungen, Umfang und Verjährung des Schadensersatzes gegen einen Steuerberater wegen fehlerhafter Beratung in steuerlichen Angelegenheiten

Besprechungen u.ä.

  • IWW (Entscheidungsanmerkung)

    Gefahr der verdeckten Gewinnausschüttung und Warnpflichten des Steuerberaters

Verfahrensgang

  • LG Düsseldorf - 5 O 284/98
  • OLG Düsseldorf, 09.07.2002 - 23 U 183/01
 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (68)

  • BGH, 21.06.2001 - IX ZR 73/00

    Verjährung des sekundären Schadensersatzanspruchs bei Anmeldung durch einen …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 09.07.2002 - 23 U 183/01
    Ob und wann der Mandant von dem Schaden erfahren hat, ist ebenfalls unerheblich; selbst Unkenntnis des Schadens und damit des Ersatzanspruchs hindert den Beginn der Verjährung nicht (BGHZ 83, 17, 19 = NJW 1982, 1285, 1286; BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2767; BGH NJW 2001, 3543, 3545; Mansell, NJW 2002, 418, 419).

    Der Zweck der Verjährungsregelung in §§ 51b BRAO, 68 StBerG gebietet es jedoch, strenge Maßstäbe anzulegen und den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung nur bei einem wirklich groben Verstoß gegen Treu und Glauben durchgreifen zu lassen (BGHZ 94, 380, 391 = NJW 85, 2250, 2253; BGH NJW 1996, 1895, 1897; NJW 1998, 1488, 1490; NJW 2001, 3543, 3544;… Zugehör aaO, 31;… Ganter aaO., 27 f.).

    Bloßes Ausweichen, Ablenken oder Schweigen rechtfertigt das Unwerturteil einer unzulässigen Rechtsausübung ebenfalls nicht (BGH NJW 1988, 2245, 2247; NJW 1990, 1231, 1232); es genügt daher auch nicht, wenn der Berater seinem Mandanten Name und Anschrift seiner Berufshaftpflichtversicherung bekannt gibt oder dieser dessen Schadensmeldung weiterleitet (BGH NJW 1988, 265, 266; NJW 2001, 3543, 3545; Zugehör, NJW-Beilage zu Heft 21/1995, 1, 21).

    Allein der Umstand, dass der Anspruchsberechtigte glaubte, mit seiner Klage noch zuwarten zu könnten, genügt für den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung nicht (BGH NJW 1988, 265, 266; BGH NJW 2001, 3543, 3544).

  • BGH, 27.01.1999 - XII ZR 113/97

    Hemmung der Verjährung durch Stillhalteabkommen; Unterbrechung der Verjährung …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 09.07.2002 - 23 U 183/01
    Jene Regelungen sind nicht Ausdruck eines Rechtsgedankens, der im Recht der Verjährung allgemein Geltung beanspruchen kann (BGHZ 123, 394, 396 f. = NJW 1994, 1220, 1221; BGH NJW 1999, 1101, 1102).

    Verhandlungen als solche können nur unter den Voraussetzungen der §§ 852 Abs. 2 oder 639 Abs. 2 BGB zu einer Hemmung der Verjährung führen; im übrigen führen Verhandlungen keine Einwirkung auf den Lauf von Verjährungsfristen herbei (BGHZ 123, 394, 396 f. = NJW 1994, 1220, 1221; BGH NJW 1999, 1101, 1102; NJW 2002, 1532;… Palandt-Heinrichs, § 202 BGB, Rn. 8 mwN.).

    Auch Verhandlungen über Grund oder Höhe eines Regressanspruchs hindern den Berater an der Erhebung der Verjährungseinrede nicht; anderes kommt lediglich dann in Betracht, wenn der Auftraggeber aufgrund konkreter Äußerungen seines Verhandlungspartners darauf vertrauen durfte, seine Ansprüche würden befriedigt oder jedenfalls nur mit sachlichen Einwänden bekämpft werden, und wenn er allein deshalb von einer rechtzeitigen gerichtlichen Geltendmachung seiner Ansprüche Abstand genommen hat (BGHZ 93, 64, 66 = NJW 1985, 798, 799; BGH NJW 1985, 2411, 2412; NJW 1993, 2439, 2441; NJW 1999, 1101, 1103 f.).

  • BGH, 04.04.1991 - IX ZR 215/90

    Beginn der Verjährung des Schadensersatzanspruchs gegen den Steuerberater

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 09.07.2002 - 23 U 183/01
    Dies ist bei Schadensersatzansprüchen gegen rechtliche oder steuerliche Berater dann der Fall, wenn sich die Vermögenslage des Auftraggebers infolge der Pflichtverletzung des Beraters objektiv verschlechtert hat (BGHZ 100, 228, 231 f. = NJW 1987, 1887, 1888; BGHZ 114, 150, 152 f. = NJW 1991, 2828, 2830; NJW 2002, 1421, 1424; G. Fischer, NJW 1999, 2993, 2997;… Ganter aaO., 24 f.).

    Der sogenannte "sekundäre" Ersatzanspruch gegen einen Rechtsanwalt oder Steuerberater setzt vielmehr eine neue schuldhafte Pflichtverletzung voraus, die über das den Primäranspruch auslösende Verhalten hinausgeht; allein die Pflichtwidrigkeit, die den Schaden des Mandanten verursacht hat, löst die Sekundärfrist nicht aus (BGHZ 94, 380, 386 f. = NJW 1985, 2250, 2252; BGHZ 114, 150, 157 ff. = NJW 1991, 2828, 2830; BGH NJW 1993, 199, 200 [insoweit in BGHZ 120, 157 nicht abgedruckt];… Ganter aaO., 26).

    Er ist deshalb seinerseits spätestens sechs Jahre nach Beginn bzw. drei Jahre nach Vollendung der Verjährung des Primäranspruchs verjährt (BGHZ 114, 150, 158 = NJW 1991, 2828, 2830; BGHZ 129, 386, 395 = NJW 1995, 2108, 2110; BGH NJW 1998, 1488, 1489; NJW 1998, 2274, 2276).

  • OLG Düsseldorf, 25.11.2011 - 23 U 42/11

    Haftungsausfüllende Kausalität im Rahmen der Geltendmachung von …

    Im Falle einer berechtigten Steuer(nach-)forderung kann der Mandant nicht vortragen, bei einem pflichtgemäßen Verhalten des Beraters hätte er vermögensmäßig besser gestanden (vgl. BGH, Urteil vom 11.05.1995, IX ZR 140/94, BGHZ 129, 386; Senat, Urteil vom 20.11.2001, 23 U 20/01, GI 2002, 117; Senat, Urteil vom 09.07.2002, 23 U 183/01, GI 2002, 241; OLG Köln, Urteil vom 08.03.2007, 8 U 19/06, DStRE 2008, 167, dort Rn 48;… vgl. auch Gräfe u.a., Steuerberaterhaftung, 4. Auflage 2006, Rn 548/550; vgl. auch Senat, Beschluss vom 21.02.2008, I-23 U 141/07, n.V.).
  • OLG Düsseldorf, 09.12.2003 - 23 U 179/02

    Haftung des Steuerberaters wegen Beratungsfehler zur Verjährung des …

    Die Verjährung vertraglicher Ersatzansprüche nach § 68 StBerG wird deshalb nicht in entsprechender Anwendung von § 852 Abs. 2 BGB durch Verhandlungen zwischen dem Auftraggeber und dem Berater oder seiner Haftpflichtversicherung gehemmt; auch § 639 Abs. 2 BGB a.F. ist auf die Verjährung nach § 68 StBerG nicht übertragbar (BGH in NJW 1982, 1532, 1533; in NJW 1990, 326, 327; in NJW 1996, 1895, 1897; in NJW 2000, 2661, 2663; Senat 23 U 183/01 in OLGR 2002, 332 = GI 2002, 241).
  • LG Münster, 22.07.2011 - 110 O 5/11

    Bedeutung der Bekanntgabe des Steuerbescheides für den Beginn des Laufs der …

    Der Mandant musste aufgrund dieser Äußerungen davon ausgehen können, dass seinen Ansprüchen nur sachliche Einwände entgegengehalten werden und er allein deshalb von einer früheren gerichtlichen Geltendmachung seiner Ansprüche abgesehen hat (OLG Düsseldorf, Urteil vom 24.09.2009 - 23 U 184/08 - m.w.N.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 09.07.2002 - 23 U 183/01 -).
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