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| OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.10.1998 - 3 M 118/98 |
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Verfahrensgang
- VG Greifswald, 08.09.1998 - 2 B 118/98
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.10.1998 - 3 M 118/98
Papierfundstellen
- NJW 1999, 966 (Ls.)
- NVwZ 1999, 201
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (3)
- BVerfG, 20.06.1995 - 1 BvR 166/93
Verfasungsrechtliche Anforderungen an die Gewährung von Wiedereinsetzung in den …
Auszug aus OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.10.1998 - 3 M 118/98
Eine Pflicht zur Weiterleitung im vorliegenden Fall will der Antragsgegner aus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 20.06.1995 (BVerfGE 93, 99 = NJW 1995, 3173 ) herleiten. - BVerwG, 25.11.1977 - 5 C 12.77
Wiedereinsetzung in vorigen Stand - Klagefrist - Adressierung der Klage - …
Auszug aus OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.10.1998 - 3 M 118/98
Eine Wiedereinsetzung ist auch dann zu versagen, wenn das schuldhafte Verhalten eines Rechtsuchenden die Fristversäumung (nur) mitverursacht hat (BVerwG, Beschluß vom 25.11.1977, BVerwGE 55, 62/65 f.). - VGH Hessen, 14.06.1996 - 12 UZ 1657/96
Frist des AsylVfG 1992 § 78 Abs 4 durch Eingang des Zulassungsantrages beim …
Auszug aus OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.10.1998 - 3 M 118/98
Nach alledem besteht auch nach dem genannten Beschluß des Bundesverfassungsgerichts - jedenfalls in aller Regel - im verwaltungsgerichtlichen Verfahren keine Pflicht des Gerichts, eine Rechtsmittelschrift, die ein Rechtsuchender entgegen der ihm erteilten Rechtsmittelbelehrung an ein unzuständiges Gericht gesandt hat, zum Zweck der - eventuellen - Fristwahrung weiterzuleiten (im Ergebnis ebenso VGH Kassel, Beschluß vom 14.06.1996, DVBl. 1996, 1278;… Meyer-Ladewig in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO , § 124 a Rn. 36 und 37).
- VG Neustadt, 09.07.2009 - 4 K 409/09
Widerspruchseinlegung durch einfache E-Mail; Hinweispflicht der Behörde bei …
Der Bürger ist in der Regel nicht schutzbedürftig, zumal dem Ausgangsbescheid eine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt ist, die - wie hier - auf die notwendige Form des Widerspruchs hinweist (OVG Greifswald, NVwZ 1999, 201). - BFH, 19.12.2000 - VII R 7/99
Einspruchseinlegung bei unzuständiger Behörde
Daher gewährt die überwiegende Rechtsprechung, der sich der Senat anschließt, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand auch in den Fällen, in denen die empfangende unzuständige Behörde die Übermittlung des Rechtsbehelfsschreibens hinauszögert oder gar unterlässt, nur dann, wenn den Rechtsbehelfsführer an der fehlerhaften Anbringung selbst kein Verschulden trifft (vgl. BVerwG in BVerwGE 55, 62, 66;… BFH in BFH/NV 1993, 219, 220; FG Nürnberg in EFG 1981, 162, 163; Oberverwaltungsgericht --OVG-- Greifswald vom 29. Oktober 1998 3 M 118/98, NJW 1999, 966, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht --NVwZ-- 1999, 201, und BVerwG-Beschluss vom 23. Februar 1996 8 B 28.96, Buchholz, Sammel- und Nachschlagewerk der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 310, § 60 VwGO Nr. 204). - BVerwG, 30.01.2018 - 9 B 20.17
Berufung; Grundsatz des fairen Verfahrens; Hinweis; Weiterleitung; …
Diese Grundsätze gelten nicht nur im Zivil-, sondern auch im Verwaltungsprozess (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 3. März 2003 - 1 BvR 310/03 - NVwZ 2003, 728 ; a.A. zuvor OVG Greifswald, Beschluss vom 29. Oktober 1998 - 3 M 118/98 - NVwZ 1999, 201; offen gelassen von OVG Hamburg, Beschluss vom 4. September 1997 - Bs IV 68/97 - NJW 1998, 696 ), und zwar auch dann, wenn die Rechtsmittelbelehrung ordnungsgemäß erfolgte.
- OVG Schleswig-Holstein, 24.10.2022 - 2 LA 45/22
Weiterleitung eines falsch adressierten Rechtsmittelschriftsatzes durch das …
Tun sie dies nicht, besteht in aller Regel keine Verpflichtung des Gerichts, auf eine Beseitigung des Fehlers innerhalb einer noch laufenden Rechtsmittelfrist hinzuwirken, sei es durch schnelle Unterrichtung des Rechtsuchenden oder durch Weiterleitung an das zuständige Gericht (vgl. zum Ganzen: OVG Greifswald, Beschluss vom 29. Oktober 1998 - 3 M 118/98 -, juris Rn. 13 m. w. N.; im Ergebnis ebenso: OVG Magdeburg, Beschluss vom 10. Juli 2008 - 3 L 163/08 -, juris Rn. 13 ff.; OVG Koblenz, Beschluss vom 22. Oktober 2007 - 10 A 10735/07 -, juris Rn. 5 ff.; VGH München, Beschluss vom 23. Mai 2005 - 25 ZB 03.881 - juris Rn. 3; Beschluss vom 13. Februar 2003 - 3 ZB 02.2780 - juris Rn. 3 ff.; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 5. August 2004 - 2 N 75.04 - juris Rn. 6 ff.; VGH Kassel, Beschluss vom 14. Juni 1996 - 12 UZ 1657/96. - OVG Berlin-Brandenburg, 12.10.2016 - 1 B 10.16
Berufung; falsche Adressierung; Einlegung beim Oberverwaltungsgericht; Abgabe an …
Dabei kann der Senat offenlassen, ob überhaupt die Pflicht des Oberverwaltungsgerichts besteht, die zu Unrecht bei ihm eingelegte Berufung an das Verwaltungsgericht, dessen Urteil angefochten wird, weiterzuleiten (…bejahend: Czybulka, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Auflage 2014, § 60 Rn. 77, 78, 96;… W.-R. Schenke, in: Kopp/Schenke, VwGO, 21. Auflage 2015, § 60 Rn. 17; verneinend: BVerwG, Urteil vom 25. November 1977 - 5 C 12.77 - BVerwGE 55, 61 ; OVG Greifswald, Beschluss vom 29. Oktober 1998 - 3 M 118/98 - NVwZ 1999, 201 ; für die vorliegende Konstellation offengelassen: BVerfG, Beschluss vom 20. Juni 1995 - 1 BvR 166/93 - BVerfGE 93, 99 , mit Nachweisen zum Streitstand , siehe auch BVerfG, Kammerbeschluss vom 17. Januar 2006 - 1 BvR 258/05 - NJW 2006, 1579 ). - OVG Sachsen-Anhalt, 10.07.2008 - 3 L 163/08
Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen Anhalt verwirft Berufungen in Sachen …
Da der Berufungsschriftsatz nicht an das Verwaltungsgericht, sondern ausdrücklich an das Oberverwaltungsgericht adressiert war, bestand daher für das Oberverwaltungsgericht weder Verpflichtung noch Anlass, diesen Schriftsatz an das Verwaltungsgericht weiterzuleiten (vgl. auch BayVGH, Beschl.v. 23.05.2005 - 25 ZB 03 881 - juris und v. 13.02.2003 - 3 ZB 02.2780 - juris; OVG C-Stadt , Beschl.v. 05.08.2004 - 2 N 75.04 - juris, OVG LSA, Beschl.v. 23.02.2000 - 1 M 61/00 - VGH Kassel, Beschl.v. 14.06.1996 - 12 UZ 1657/96.A -, AuAS 1996, 232; OVG Greifswald, Beschl.v. 29.10.1998 - 3 M 118/98 -, NVwZ 1999, 201; vgl. weitgehend auch OVG Koblenz, Beschl.v. 22.10.2007 - 10 A 10735/07 - DÖV 2008, 337). - VG Frankfurt/Main, 11.12.2006 - 9 E 3401/05
Teilstattgabe im Welteke - Verfahren
"Offenbar" ist eine Unrichtigkeit nur dann, wenn sie sich aus den Umständen für jeden Dritten ohne weiteres von vorneherein zweifelsfrei und ohne Beweisaufnahme ergibt (h. M.: Bay.VGH, Beschluss vom 11. Oktober 2004 - 6 B 00.1402 - Juris; Beschluss vom 22. April 2002 - 1 B 98.1603 - Juris; Hamburgisches OVG, Beschluss vom 29. Mai 2002 - 4 So 55/01 - Juris; OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 12. Mai 1998 -12 A 12501 - NVwZ 1999, 201; BGH, Urteil vom 12. Januar 1984 - III ZR 95/82 - NJW 1985, 742 f.; Rennert in Eyermann, VwGO , 12. A., § 118 Rn, 3f.;… Clausing in Schoch/ Schmidt-Aßmann/ Pietzner, VwGO, § 118 Rn. 3, 5;… Kopp/Schenke, a.a.O., § 118 Rn. 1, 6;… Leipold in Stein-Jonas, ZPO , 21. A., § 319, Rn. 3ff.; jew. m.w.N.). - VG Bayreuth, 28.07.2021 - B 3 K 20.566
Widerspruchseinlegung durch einfache E-Mail, Hinweispflicht der Behörde bei …
Tut er dies nicht, besteht grundsätzlich keine Verpflichtung auf eine Beseitigung des Fehlers innerhalb der Rechtsmittelfrist hinzuwirken (vgl. für die gerichtliche Rechtsmittelbelehrung OVG MV, B.v. 29.10.1998 - 3 M 118/98 - juris). - OVG Berlin, 05.03.2004 - 1 N 2.03
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Fristversäumnisses; Frage nach dem …
Da der Begründungsschriftsatz nicht an das Verwaltungsgericht, sondern ausdrücklich an das Oberverwaltungsgericht adressiert war, bestand für das Oberverwaltungsgericht weder Verpflichtung noch Anlass, diesen Schriftsatz an das Verwaltungsgericht weiterzuleiten (vgl. auch OVG Berlin, Beschluss des 3. Senats vom 27. Mai 2003 - OVG 3 N 73.02 -, Beschluss des 8. Senats vom 17. Juli 2003 - OVG 8 N 20.03 - VGH Kassel, Beschluss vom 14. Juni 1996 - 12 UZ 1657/96.A -, Ausländer- und Asylrecht 1996, 232; OVG Greifswald, Beschluss vom 29. Oktober 1998 - 3 M 118/98 -, NVwZ 1999, 201; a.A. VGH München, Beschluss vom 23. Januar 2003 - 20 ZB 02.1325 -, NVwZ-RR 2003, 531). - OVG Berlin, 05.03.2004 - 1 N 1.03
Zulässigkeit einer Berufung im Hinblick auf fristgerechte Begründung; Einhaltung …
Da der Begründungsschriftsatz nicht an das Verwaltungsgericht, sondern ausdrücklich an das Oberverwaltungsgericht adressiert war, bestand für das Oberverwaltungsgericht weder Verpflichtung noch Anlass, diesen Schriftsatz an das Verwaltungsgericht weiterzuleiten (vgl. auch OVG Berlin, Beschluss des 3. Senats vom 27. Mai 2003 - OVG 3 N 73.02 -, Beschluss des 8. Senats vom 17. Juli 2003 - OVG 8 N 20.03 - VGH Kassel, Beschluss vom 14. Juni 1996 - 12 UZ 1657/96.A -, Ausländer- und Asylrecht 1996, 232; OVG Greifswald, Beschluss vom 29. Oktober 1998 - 3 M 118/98 -, NVwZ 1999, 201; a.A. VGH München, Beschluss vom 23. Januar 2003 - 20 ZB 02.1325 -, NVwZ-RR 2003, 531). - OVG Mecklenburg-Vorpommern, 09.10.2002 - 2 L 255/02
Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde; Einhaltung der Frist bei einem …
- VGH Bayern, 22.07.2003 - 12 ZB 02.3283
Sozialhilfe - Antrag auf Zulassung der Berufung - Antrag auf Zulassung der …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 23.09.2020 - 1 A 2149/20
- OVG Rheinland-Pfalz, 21.01.2002 - 8 A 11853/01
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