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Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1988,922
VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88 (https://dejure.org/1988,922)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 12.10.1988 - 3 S 1379/88 (https://dejure.org/1988,922)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 12. Oktober 1988 - 3 S 1379/88 (https://dejure.org/1988,922)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)

    Voraussetzungen für planübergreifenden Nachbarschutz der Festsetzung eines allgemeinen Wohngebiets

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BauNVO § 4 Abs. 2 Nr. 2; BauGB § 30
    Anforderungen an die Ausfertigung von Bauleitplänen; Voraussetzungen für planübergreifenden Nachbarschutz; Versorgung allgemeinen Wohngebiets durch eine Schankwirtschaft

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 1990, 4
 
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Wird zitiert von ... (28)Zitiert selbst (9)

  • VGH Baden-Württemberg, 10.08.1984 - 5 S 3119/83

    Ausfertigung von Bebauungsplänen

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Ihre Ausfertigung ist daher aus Gründen des Rechtsstaatsprinzips (§ 20 Abs. 3 GG) erforderlich, wie auch das Bundesverwaltungsgericht nunmehr bestätigt hat (vgl. Beschl. v. 15.4.1988 - 4 N 4.87 - = BauR 1988, 562 = DVBl. 1988, 958 [BVerwG 15.04.1988 - BVerwG 4 N 4/87] ; ebenso bereits VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.8.1984 - 5 S 3119/83 - =NVwZ 1985, 206 [VGH Baden-Württemberg 10.08.1984 - 5 S 3119/83] m.w.H.).

    Vielmehr muß es ausreichen, wenn im Einzelfall dem rechtsstaatlichen Zweck der Ausfertigung genügt ist, der darin besteht, mit öffentlich-rechtlicher Wirkung zu bezeugen, daß der textliche und zeichnerische Inhalt des Bebauungsplans mit dem Willen des Satzungsgebers übereinstimmt (Identitätsnachweis) und die für die Rechtswirkungen maßgeblichen Umstände beachtet sind (Verfahrensnachweis, vgl. hierzu VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.8.1984 a.a.O.).

    Weitergehende Anforderungen bezüglich des Identitätsnachweises sind vorliegend nicht zu stellen, zumal - anders als in dem vom 5. Senat des erkennenden Gerichtshofs entschiedenen Fall (Urt. v. 10.8.1984, a.a.O.) - der Plan zwischen Aufstellungs- und Satzungsbeschluß offensichtlich keine Änderungen erfahren und an der Übereinstimmung des beschlossenen Plans mit dem zur Genehmigung vorgelegten Plan kein Zweifel besteht.

  • BVerwG, 14.12.1973 - IV C 71.71

    Nachbarrechtliche Abwehransprüche gegen eine nachbarschützende Vorschriften nicht …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Gebietsbewohner, denen durch einen solchen Plan Nutzungsbeschränkungen ihres Grundstücks in erheblichem Umfang auferlegt werden, können im Ausgleich dafür die Einhaltung der Nutzungsbeschränkungen durch andere Gebietsbewohner verlangen (ständige Rechtspr., vgl. BVerwG, Urteile vom 14.12.1973, NJW 1974, 811 u.V. 28.4=1967, NJW 1967, 1770 = BVerwGE 27, 29 [BVerwG 28.04.1967 - BVerwG IV C 10.65] ; VGH Bad.-Württ., Urteile vom 22.1.1986 - 8 S 2255/85 - u.v. 16.4.1980 - III 1870/79 -).

    Er kann sich aber unmittelbar aus dem Bebauungsplan selbst ergeben (vgl. zu alledem BVerwG, Urteil vom 14.12.1973 a.a.O.).

  • VGH Baden-Württemberg, 11.12.1984 - 3 S 2507/84

    Nutzung einer "Bierbar" als Vergnügungsstätte

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Die Tatsache, daß alle Sitzplätze besetzt sind, hindert neu hinzukommende Gäste daher nicht am Eintritt in das Lokal (vgl. Urteile des Senats vom 5.2.1986 - 3 S 2235/85 - u. v. 11.12.1984 - 3 S 2507/84 - ).
  • VGH Baden-Württemberg, 05.02.1986 - 3 S 2235/85

    Stellplatzbedarf für eine Pils-Bar und einen Stehimbiß

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Die Tatsache, daß alle Sitzplätze besetzt sind, hindert neu hinzukommende Gäste daher nicht am Eintritt in das Lokal (vgl. Urteile des Senats vom 5.2.1986 - 3 S 2235/85 - u. v. 11.12.1984 - 3 S 2507/84 - ).
  • BVerwG, 15.04.1988 - 4 N 4.87

    Gültiger Bebauungsplan nach rechtswidrigem Aufstellungsbeschluss

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Ihre Ausfertigung ist daher aus Gründen des Rechtsstaatsprinzips (§ 20 Abs. 3 GG) erforderlich, wie auch das Bundesverwaltungsgericht nunmehr bestätigt hat (vgl. Beschl. v. 15.4.1988 - 4 N 4.87 - = BauR 1988, 562 = DVBl. 1988, 958 [BVerwG 15.04.1988 - BVerwG 4 N 4/87] ; ebenso bereits VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.8.1984 - 5 S 3119/83 - =NVwZ 1985, 206 [VGH Baden-Württemberg 10.08.1984 - 5 S 3119/83] m.w.H.).
  • BVerwG, 28.04.1967 - IV C 10.65

    Nachbarrechtliche Abwehransprüche gegen einen Garagenbau; Begriff des "Baublocks" …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Gebietsbewohner, denen durch einen solchen Plan Nutzungsbeschränkungen ihres Grundstücks in erheblichem Umfang auferlegt werden, können im Ausgleich dafür die Einhaltung der Nutzungsbeschränkungen durch andere Gebietsbewohner verlangen (ständige Rechtspr., vgl. BVerwG, Urteile vom 14.12.1973, NJW 1974, 811 u.V. 28.4=1967, NJW 1967, 1770 = BVerwGE 27, 29 [BVerwG 28.04.1967 - BVerwG IV C 10.65] ; VGH Bad.-Württ., Urteile vom 22.1.1986 - 8 S 2255/85 - u.v. 16.4.1980 - III 1870/79 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 07.02.1979 - III 933/78

    Begriff des "Ladens" im Sinne des § 4 Abs. 2 Nr. 2 BauNVO ; Begriff der …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Denn § 4 Abs. 2 Nr. 2 BauNVO verlangt nicht, daß die Gaststätte ausschließlich der Versorgung des Gebiets dient, in dem sein Standort liegt (vgl. dazu Urteile des Senats vom 14.4.1982 - 3 S 1717/81 - und vom 7.2.1979 - III 933/78 - = BRS 35 Nr. 33).
  • VGH Baden-Württemberg, 22.01.1986 - 8 S 2255/85

    Spielhallenbetrieb im Mischgebiet

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Gebietsbewohner, denen durch einen solchen Plan Nutzungsbeschränkungen ihres Grundstücks in erheblichem Umfang auferlegt werden, können im Ausgleich dafür die Einhaltung der Nutzungsbeschränkungen durch andere Gebietsbewohner verlangen (ständige Rechtspr., vgl. BVerwG, Urteile vom 14.12.1973, NJW 1974, 811 u.V. 28.4=1967, NJW 1967, 1770 = BVerwGE 27, 29 [BVerwG 28.04.1967 - BVerwG IV C 10.65] ; VGH Bad.-Württ., Urteile vom 22.1.1986 - 8 S 2255/85 - u.v. 16.4.1980 - III 1870/79 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 23.02.1983 - 3 S 2309/82

    Zum Außerkrafttreten eines Bebauungsplans wegen Funktionslosigkeit

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.10.1988 - 3 S 1379/88
    Nur wenn, bezogen auf diesen Gesamtbereich, die Verhältnisse in der tatsächlichen Entwicklung einen Zustand erreicht haben, der eine Verwirklichung der betreffenden Festsetzung auf unabsehbare Zeit ausschließt, kommt Funktionslosigkeit in Betracht (ständige Rechtspr., vgl. BVerwG, Urteile vom 5.8.1983, Buchholz 406.19, Nachbarschutz Nr. 55 = NJW 1984, 158, u.v. 29.4.1977, Buchholz 406.11, § 10 BBauG Nr. 10 = BVerwGE 54, 4 = BRS 32 Nr. 28 , sowie Urteile des Senats vom 10.2.1988 - 3 S 1609/87 - u.v. 23.2.1983 - 3 S 2309/82 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 21.06.1994 - 5 S 2726/93

    Allgemeines Wohngebiet - Gebietsverträglichkeit einer Gaststätte

    Ob die Schank- und Speisewirtschaft dem jeweiligen Gebiet funktional zugeordnet ist, beurteilt sich anhand objektiv erkennbarer Merkmale wie Art, Umfang, Typik und Ausstattung der Gaststätte (wie VGH Bad-Württ, Urt v 12.10.1988 - 3 S 1379/88 -, BRS 49 Nr. 26).

    Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist nach objektiven Merkmalen, insbesondere unter Berücksichtigung von Art, Umfang, Typik und Ausstattung der jeweiligen Schank- und Speisewirtschaft zu beurteilen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 12.10.1988 - 3 S 1379/88 - BRS 49 Nr. 26; Ziegler in: Brügelmann, Baugesetzbuch-Kommentar, BauNVO § 2 Rd.Nr. 26).

    Hierbei setzt das Merkmal des "Dienens" voraus, daß die Gaststätte nach ihrer Lage und objektiven Beschaffenheit geeignet ist, in nicht unerheblichem Umfang von den Bewohnern des Gebiets aufgesucht zu werden (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 12.10.1988, a.a.O.).

    Auf die Frage, ob die Schank- und Speisewirtschaft zur Gebietsversorgung notwendig ist und von den Bewohnern der näheren Umgebung tatsächlich besucht wird, kommt es hingegen nicht an (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 12.10.1988, a.a.O.;… Urt. v. 07.02.1979 - III 933/78 - BRS 35 Nr. 33;… Ziegler, a.a.O., § 2 BauNVO Rd.Nr. 26;… Fickert/Fieseler, BauNVO, 7. Auflage 1992, § 2 Rd.Nr. 9).

    Gleich, ob insoweit (in Anlehnung an die im bereits zitierten Urteil des VGH Baden-Württemberg vom 12.10.1988, a.a.O., in Erwägung gezogenen) topographische und verkehrliche Trennlinien - hier im Westen der Flußlauf der im Norden die Straße oder gar erst die Bundesstraße und im Süden die straße - oder ein vom Cafe Z fußläufig leicht zu erreichender Umkreis zwischen 300 m bis 500 m Entfernung als Abgrenzungskriterium herangezogen wird, handelt es sich jedenfalls um ein jeweils großes, z.T. sehr dicht mit bis zu 8-geschossigen Wohnhäusern bebautes allgemeines Wohngebiet.

  • VGH Baden-Württemberg, 18.01.1995 - 3 S 3153/94

    Zulässigkeit "nicht störender" Gewerbebetriebe in einem allgemeinen Wohngebiet; …

    Nach der Plankonzeption und den örtlichen Verhältnissen ist davon auszugehen, daß auch sie - im Wege "plangebietsüberschreitenden" Nachbarschutzes - in den räumlichen Schutzbereich des Bebauungsplans einbezogen sind (vgl. dazu etwa BVerwG, Urteil vom 14.12.1973, NJW 1974, 811, 813; Urteil des Senats vom 12.10.1988 - 3 S 1379/88 -).
  • OVG Schleswig-Holstein, 20.02.1998 - 1 L 38/97
    Es kann "gute Gründe" geben, das Gebiet nicht an den Grenzen des Baugebiets oder des Bebauungsplans, in dem das Baugebiet liegt, enden zu lassen (BVerwG, Beschl. v. 18.01.1993 - 4 B 230.92 -, BRS 55 Nr. 54; VGH Baden-Württemberg, Urteile v. 07.02.1979 - 111933/78 -, BRS 35 Nr. 33, v. 12.10.1988 - 3 S 1379/88 -, BRS 49 Nr. 26 u. v. 21.06.1994 -5 S 2726/93 -, BRS 56 Nr. 54;… OVG des Saarlandes, Urteile v. 02, 07.1992 - 2 R 27/90 - BRS 54 Nr. 44 u. v. 05.12.1995 - 2 R 2/95 -, BRS 57 Nr. 64-, OVG Berlin, Urt. v. 29.04.1994, a.a.O.).

    Als Gebiet ist somit - zusammenfassend - der Bereich anzusehen, der räumlich zusammenhängt und in seiner tatsächlichen und/oder planerischen Struktur als (allgemeines) Wohngebiet gekennzeichnet ist (OVG Berlin, Urt. v. 29.04.1994, a.a.O., VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 12.10.1988, a. a. O.;… vgl. auch BVerwG, Urt. v. 16.09.1993, a. a. O., S. 310).

    Hier erscheint es dem Senat jedoch geboten, diese Grundsätze zu modifizieren bzw. sie weiter zu entwickeln: Angesichts dessen, daß allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete sich von der Nutzungsart nicht grundlegend unterscheiden, sie beide in erster Linie dem Wohnen dienen (vgl. o.;… anders als Wohn- und Mischgebiete, vgl. BVerwG, Urt. v. 16.09.1993, a.a.O., oder Misch- und Gewerbegebiete, vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 23.08.1996, a.a.O., oder Gewerbe- und Industriegebiete, vgl. Urt. d. Senats v. 07.08.1997 - 1 L 230/96 -), auch in Kleinsiedlungsgebieten nur der Versorgung des Gebiets dienende Schank- und Speisewirtschaften zulässig sind (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 BauNVO) und hier die Grenze zwischen dem Grundstück des Klägers zu 3) und dem des Beigeladenen mit der Grenze zwischen dem als Kleinsiedlungsgebiet und dem als allgemeines Wohngebiet festgesetzten Bereich identisch ist, ist es gerechtfertigt und allein sachgerecht, beide Grundstücke in das drittschutzbegründende Austauschverhältnis gegenseitigen "Duldens und Dürfens" insoweit einzubeziehen, als es um die Abwehr von in beiden Baugebieten unzulässigen Nutzungen geht (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 12.10.1988, a.a.O., S. 56).

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