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Rechtsprechung
   AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2003,12324
AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01 (https://dejure.org/2003,12324)
AG Brandenburg, Entscheidung vom 20.10.2003 - 32 C 538/01 (https://dejure.org/2003,12324)
AG Brandenburg, Entscheidung vom 20. Oktober 2003 - 32 C 538/01 (https://dejure.org/2003,12324)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    BGB §§ 906, 1004
    Unterlassungsanspruch des Nachbarn gegen Geruchsbeeinträchtigungen durch italienische Gaststätte

  • RA Kotz

    Unterlassungsanspruch wegen Geruchsbelästigungen durch Gaststätte

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Maßnahmen zur Sicherstellung der Verhinderung des Austrittes von Küchengerüchen aus der Küchenbelüftungsanlage einer Gaststätte zwecks Minimierung von Geruchsbelästigungen und Geräuschbelästigungen; Zulässigkeit von immissionsrechtlichen Unterlassungsklagen und ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • prewest.de PDF (Leitsatz)

    §§ 1004, 906 BGB
    Küchendüfte der Gaststätte im Wohnviertel

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (60)

  • OLG Karlsruhe, 09.05.2001 - 6 U 223/00

    Nachbarrechtlicher Immissionsschutz - Überlagerung durch öffentlich-rechtliche …

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Im Bereich der immissionsrechtlichen Unterlassungs- und Beseitigungsklagen sind Anträge mit dem Gebot, allgemeine Störungen durch Lärm bzw. Gerüche zu unterlassen, nämlich stets als zulässig anzusehen (BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277); BGH LM § 906 BGB, Nr. 5; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Diese Besonderheit der immissionsrechtlichen Beseitigungs- bzw. Unterlassungsklagen ist erforderlich, da ansonsten der durch eine Lärm- bzw. Geruchsbelästigung betroffene Nachbar weitgehend rechtlos gestellt wäre, wenn es - wie insbesondere bei Geruchsbelästigungen - von vornherein nicht immer möglich ist, sie zu quantifizieren bzw. messbar zu machen (BGH MDR 1999, 290ff. = NJW 1999, 356ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = BGHZ 121, 248ff. (= WM 1993, 277); OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f. = NZM 2001, 914f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Der Urteilstenor kann sich somit grundsätzlich auch auf die Vornahme einer "geeigneten Maßnahme" beschränken, durch die für das Grundstück der Kläger wesentliche Beeinträchtigungen durch Einwirkungen bestimmter Art verändert werden sollen (RGZ 37, 173f.; RG LZ 1925, 546; RG HRR 1926, Nr. 1980; BGH NJW 1960, 2335; BGH LM § 906 BGB, Nr. 25; BGHZ 66, 252ff.; BGH WPM 1964, 1102; BGH NJW 1977, 146; BGH NJW-RR 1996, 59f.; OLG Oldenburg NJW-RR 1991, 653f. = MDR 1991, 546; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.).

    Deshalb sind sowohl Anträge als auch Urteilstenorierungen der vorliegenden Art grundsätzlich zulässig (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.).

    Dabei legt § 906 BGB und nicht eine VDI fest, ob und in welchem Umfang Grundstückseigentümer Geruchsimmissionen aus der Nachbarschaft dulden müssen (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.).

    In diesem Zusammenhang unterliegen nach der herrschenden Rechtsprechung (BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGHZ 121, 248ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az. 32 C 372/00) wesentliche Immissionen im Sinne von § 906 Abs. 1 BGB keinen anderen Beurteilungsmaßstäben als die entsprechenden öffentlich-rechtlichen Nachbarschutzbestimmungen, weil der Begriff der "wesentlichen" Geruchs- bzw. Lärmimmissionen als identisch mit den "erheblichen" Geruchs-/Geräuschbelastungen und schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes BImSchG angesehen wird (BGH NJW 1990, 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 1656ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132ff.; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.).

    In Ermangelung einheitlicher bundesrechtlicher Vorschriften für die Beurteilung von Geruchsimmissionen (vgl. hierzu u. a: OVG Münster, Urteil vom 21.1.1976, Az.: XA 775/73; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.; OLG Oldenburg NdsRpfl. 1976, 14f.) kann nach neuerer Rechtsprechung auch die - auf Grundlage der vom Länderausschuss für Immissionsschutz (LAI) vorgelegten - Geruchsimmissions-Richtlinie des Landes Brandenburg vom 17.2.2000 (GIRL Bbg) abgestellt werden (BGH, Urteil vom 21.6.2001, Az.: III ZR 313/99; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f. = NZM 2001, 914f.; Alfred Metzger, IBR 2002, 48; Dr. Klaus Hansmann, NVwZ 1999, 1158f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Diese öffentlich-rechtliche Interessenbewertung kann freilich hier lediglich als Orientierungs- und Entscheidungshilfe bei der Gesamtwürdigung dienen (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.; Dr. Klaus Hansmann, NVwZ 1999, 1158ff.).

    Die Erheblichkeit und damit die Unzumutbarkeit (Wesentlichkeit) von Geruchsimmissionen wird nämlich in erster Linie von wertenden Elementen geprägt (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Nach der Geruchs-Immissionsschutz-Richtlinie des Landes Brandenburg vom 17.2.2000 (GIRL Bbg) wird aber eine wesentliche Geruchsbelästigung schon oberhalb eines Richtwertes von 876 Jahresstunden grundsätzlich angenommen (OLG Karlsruhe MDR 2001, 1234f. =NJW-RR 2001, 1236f.; Geruchsimmissions-Richtlinie des Landes Brandenburg vom 17.2.2000).

    Unter Beachtung dessen kann sich aber auch schon unterhalb des Richtwertes der Geruchsimmissions-Richtlinie die Wesentlichkeit einer Geruchsbelästigung insbesondere aus ihrer ekelerregenden oder Übelkeit auslösenden Wirkung auf den Menschen ergeben (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.).

  • BGH, 20.11.1992 - V ZR 82/91

    Lärmimmissionen durch Frösche in einem Gartenteich

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Nach ständiger Rechtsprechung ist hierbei jedoch nicht auf das subjektive Empfinden der Kläger bzw. der Beklagten zu 1) abzustellen, sondern auf das eines "normalen Durchschnittsmenschen" des betroffenen Grundstücks und darauf, was ihm unter Würdigung anderer befindlicher und privater Belange zuzumuten ist (BGH NJW 1958, 1393; BGH NJW 1982, 440; BGH NJW 1999, 1029ff. = MDR 1999, 351f.; BGH NJW 1993, 925ff. = WM 1993, 127ff.; LG Berlin GE 2001, 1339).

    Dies bedeutet, dass nicht auf das Empfinden eines "normalen", sondern das eines " normalverständigen Durchschnittsmenschen" abgestellt werden kann (BGH NJW 2001, 3119ff. (=WM 2001, 491); BGH NJW 1993, 925ff. = MDR 1993, 868ff. (=WM 1993, 127)).

    Ob die Geruchsbelästigung wesentlich oder unwesentlich ist, ist zudem auch nach dem Empfinden dieses verständigen normalen Durchschnittsmenschen des betroffenen Grundstücks in seiner durch Natur, Gestaltung und Zweckbestimmung geprägten konkreten Beschaffenheit zu beurteilen, und zwar auch nicht zuletzt unter Berücksichtigung eines allgemeinen veränderten Umweltbewusstseins in der Bevölkerung (BGH NJW 1993, 925 = BGHZ 120, 239ff. (=WM 1993, 127); BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); OLG Schleswig NJW-RR 1996, 399f.; LG Berlin GE 2001, 1339).

    "Ortsüblich" ist hierbei die störende Nutzung aber immer nur dann, wenn in dem betreffenden Vergleichsgebiet eine Mehrzahl von Grundstücken der Umgebung in einer nach Art und Maß die Nachbarn einiger Maßen gleich beeinträchtigenden Weise benutzt wird (RGZ 160, 381ff.; BGHZ 30, 273ff.; BGH NJW 1983, 751f.; BGH NJW 1986, 2309ff.; BGH NJW 1993, 925ff. (=WM 1993, 127); AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Dieser im öffentlichen Recht entwickelte Grundsatz gilt insofern nicht nur dort, sondern nach der herrschenden Rechtsprechung im Zuge der Vereinheitlichung zivilrechtlicher und öffentlich-rechtlicher Beurteilungsmaßstäbe auch im privaten Nachbarrecht (BGH NJW 1993, 1656ff. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1990, 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 925ff. = MDR 1993, 868ff. (=WM 1993, 127)).

    Der Bundesgerichtshof hat damit eine Angleichung an die verwaltungsrechtliche Rechtsprechung vollzogen, die als erhebliche Belästigung alles ansieht, was dem Nachbarn auch unter Würdigung anderer öffentlicher und privater Belange billiger Weise nicht mehr zuzumuten ist (BVerwG NJW 1988, 2396f.; BGH NJW 1993, 925ff. (=WM 1993, 127)).

    Demgemäß hat der Bundesgerichtshof für die Frage der wesentlichen Beeinträchtigung - wie oben bereits dargelegt - auf das Empfinden eines "verständigen normalen Durchschnittsmenschen" abgestellt und darauf, was ihm unter Würdigung anderer öffentlicher und privater Belange zuzumuten ist (BGH NJW 1978, 419ff.; BGH NJW 1999, 1029ff. = MDR 1999, 351f.; BGHZ 120, 239f. (=WM 1993, 127)).

    Bei der Beurteilung der Wesentlichkeit von Lärmimmissionen ist ebenso wie bei Geruchsimmissionen auf das Empfinden eines "verständigen normalen Durchschnittsmenschen" des betroffenen Grundstücks abzustellen (BGH NJW 1990, 2465ff. = MDR 1990, 706f. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 925ff. = MDR 1993, 868ff. (=WM 1993, 127); AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

  • BGH, 30.10.1998 - V ZR 64/98

    Formulierung eines Unterlassungsgebots betreffend Geruchsbelästigungen; …

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Im Bereich der immissionsrechtlichen Unterlassungs- und Beseitigungsklagen sind Anträge mit dem Gebot, allgemeine Störungen durch Lärm bzw. Gerüche zu unterlassen, nämlich stets als zulässig anzusehen (BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277); BGH LM § 906 BGB, Nr. 5; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Diese Besonderheit der immissionsrechtlichen Beseitigungs- bzw. Unterlassungsklagen ist erforderlich, da ansonsten der durch eine Lärm- bzw. Geruchsbelästigung betroffene Nachbar weitgehend rechtlos gestellt wäre, wenn es - wie insbesondere bei Geruchsbelästigungen - von vornherein nicht immer möglich ist, sie zu quantifizieren bzw. messbar zu machen (BGH MDR 1999, 290ff. = NJW 1999, 356ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = BGHZ 121, 248ff. (= WM 1993, 277); OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f. = NZM 2001, 914f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Für die Fälle von Geruchsbelästigungen ist dies besonders einsichtig, weil es bisher nicht gelungen ist, sie zu quantifizieren und damit messbar zu machen und auf dieser Grundlage Grenz- oder Richtwerte aufzustellen wie dies etwa bei der TA-Lärm der Fall ist (BGH NJW 1999, 356f. = MDR 1999, 290ff.; Funk, BayVBl 1994, 225; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Auch wenn die Auseinandersetzung der Parteien zur Frage einer erheblichen Geruchsbelästigung (die dem Urteil nachfolgt) im Vollstreckungsverfahren neu aufleben kann, hat das hier insofern "allgemein" tenorierte Urteil uneingeschränkte Bedeutung zur Feststellung, dass die Beklagte zu 1) als Störerin im Sinne von § 1004 BGB in der Vergangenheit gegen § 906 BGB verstoßen hat, und insoweit sogar Wiederholungsgefahr besteht (BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.).

    Das erkennende Gericht ist mit Rücksicht auf die ständig wechselnden Bedingungen einer Geruchsbelästigung aber nicht gehalten, Augenscheinstermine ständig zu wiederholen, sondern kann sich mit den getroffenen Feststellungen auf Grundlage der übrigen Beweismittel begnügen (BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.; OLG Celle OLG-Report 1999, 353f.).

    Diesbezüglich schließt sich das erkennende Gericht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts an (BVerwG RdL 1993, 203ff. = UPR 1993, 221f.; BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Zudem schließt das erkennende Gericht aus den festgestellten, nicht unerheblichen Geruchsbelästigungen in der Vergangenheit auch auf eine Wiederholungsgefahr, insoweit besteht hier nämlich eine tatsächliche Vermutung (BGH LM § 1004 BGB, Nr. 115; BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.; BayObLG …

    Darüber hinaus beeinflusst nach der herrschenden Rechtsprechung das Vorliegen einer behördlichen Genehmigung für den Betrieb einer Abluftanlage die Prüfung der Wesentlichkeit (BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.).

  • BGH, 05.02.1993 - V ZR 62/91

    Klageanträge bei immissionsrechtlicher Unterlassungsklage - Lärmimmissionen eines …

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Im Bereich der immissionsrechtlichen Unterlassungs- und Beseitigungsklagen sind Anträge mit dem Gebot, allgemeine Störungen durch Lärm bzw. Gerüche zu unterlassen, nämlich stets als zulässig anzusehen (BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277); BGH LM § 906 BGB, Nr. 5; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Diese Besonderheit der immissionsrechtlichen Beseitigungs- bzw. Unterlassungsklagen ist erforderlich, da ansonsten der durch eine Lärm- bzw. Geruchsbelästigung betroffene Nachbar weitgehend rechtlos gestellt wäre, wenn es - wie insbesondere bei Geruchsbelästigungen - von vornherein nicht immer möglich ist, sie zu quantifizieren bzw. messbar zu machen (BGH MDR 1999, 290ff. = NJW 1999, 356ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = BGHZ 121, 248ff. (= WM 1993, 277); OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f. = NZM 2001, 914f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Für die Fälle von Geruchsbelästigungen erscheint dies ohne Weiteres einsichtig (BGH NJW 1993, 1656ff. = MDR 1993, 541f.).

    Der Bundesgerichtshof hat nämlich immer wieder darauf hingewiesen, dass die Messbarkeit von Lärm und die bestehenden Richtwerte nicht die allein entscheidende Rolle spielen können, wie beispielsweise der "tropfende Wasserhahn" oder die "klopfende Heizung" (LG Köln WM 1987, 272) während der Nachtzeit belegen (vgl. hierzu u.a. auch: BGH WPM 1992, 1612f. (=WM 1992, 377); BGH NJW 1993, 1656ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Der Bundesgerichtshof hat zwar - bezogen auf Lärmbeeinträchtigungen - ausgeführt (BGH NJW 1993, 1656ff. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277)), der Vollstreckungsrichter könne den Gründen des Urteils Anhaltspunkte dafür entnehmen, von welchem Maßstab sich das Prozessgericht habe leiten lassen.

    Dieser im öffentlichen Recht entwickelte Grundsatz gilt insofern nicht nur dort, sondern nach der herrschenden Rechtsprechung im Zuge der Vereinheitlichung zivilrechtlicher und öffentlich-rechtlicher Beurteilungsmaßstäbe auch im privaten Nachbarrecht (BGH NJW 1993, 1656ff. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1990, 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 925ff. = MDR 1993, 868ff. (=WM 1993, 127)).

    In diesem Zusammenhang unterliegen nach der herrschenden Rechtsprechung (BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGHZ 121, 248ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az. 32 C 372/00) wesentliche Immissionen im Sinne von § 906 Abs. 1 BGB keinen anderen Beurteilungsmaßstäben als die entsprechenden öffentlich-rechtlichen Nachbarschutzbestimmungen, weil der Begriff der "wesentlichen" Geruchs- bzw. Lärmimmissionen als identisch mit den "erheblichen" Geruchs-/Geräuschbelastungen und schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes BImSchG angesehen wird (BGH NJW 1990, 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 1656ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132ff.; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.).

    Was zumutbar ist, hängt in diesem Zusammenhang nicht von der Empfindlichkeit einer einzelnen Person, sondern davon ab, was von einem "normal verständigen Durchschnittsmenschen" unter Abwägung der Vor- und Nachteile für alle betroffenen Parteien billiger Weise hinzunehmen ist, wie bereits oben näher dargelegt (BGH NJW 1993, 1656 (=WM 1993, 277); BVerwG DVBl 1976, 214).

  • BGH, 30.10.1981 - V ZR 191/80

    Nachbarrecht - Lärm - Mittelbarer Störer - Zumutbare Maßnahmen

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Die Geräusche der Abluftanlage und der Küchengeruch sind nämlich adäquate Folgen des Betriebes der Gaststätte; sie sind mit einem derartigen Unternehmen notwendigerweise verbunden und somit ihm auch zuzurechnen (BGH NJW 1963, 2020f.; BGH NJW 1960, 2335; BGH WPM 1962, 765; BGH NJW 1962, 1342; BGH NJW 1973, 326; BGH NJW 1982, 440f.).

    Die Störereigenschaft ist nämlich auch dann zu bejahen, wenn die Beeinträchtigungen adäquat kausal durch den Betrieb der Gaststätte veranlasst werden (BGH NJW 1983, 2020; BGH NJW 1982, 440f.; LG Aachen NJW-RR 1986, 818f.).

    zu beweisen, dass sie alles ihr billiger Weise zuzumutende unternommen hat, um die Beeinträchtigungen abzustellen (BGH WPM 1962, 765ff.; BGH NJW 1982, 440f.).

    Nach ständiger Rechtsprechung ist hierbei jedoch nicht auf das subjektive Empfinden der Kläger bzw. der Beklagten zu 1) abzustellen, sondern auf das eines "normalen Durchschnittsmenschen" des betroffenen Grundstücks und darauf, was ihm unter Würdigung anderer befindlicher und privater Belange zuzumuten ist (BGH NJW 1958, 1393; BGH NJW 1982, 440; BGH NJW 1999, 1029ff. = MDR 1999, 351f.; BGH NJW 1993, 925ff. = WM 1993, 127ff.; LG Berlin GE 2001, 1339).

    Somit ist die Unwesentlichkeit der Beeinträchtigung nur dann anzunehmen, wenn nach dem Empfinden eines "normalverständigen Durchschnittsmenschen" von einer unwesentlichen Beeinträchtigung auszugehen ist, was Gerüchen jedoch nur dann gegeben ist, wenn ein durchschnittlicher Mensch sie - wann auch immer - kaum noch empfindet (BGH NJW 1982, 440f.; OLG Köln WM 1997, 453f.; LG Berlin GE 2001, 1339).

    Unwesentlich ist eine Beeinträchtigung somit nur dann, wenn der " normalverständige Durchschnittsmensch" als Bewohner des Hauses der Kläger sie kaum noch empfinden würde (BGH NJW 1982, 440f.; OLG Stuttgart NJW-RR 1986, 1339ff.).

  • BGH, 17.12.1982 - V ZR 55/82

    Lärmeinwirkungen durch den Spielbetrieb von Tennisplätzen - Unterlassungsanspruch …

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Bereits damit ist der gewünschte Erfolg aber eindeutig und bestimmt genug durch die Kläger festgelegt worden (BGH NJW-RR 1996, 659f., BGH NJW 1983, 751f.), so dass das Gericht auch insofern die Erstbeklagte verurteilen konnte, im Übrigen die Klage jedoch abzuweisen war.

    Die Auswahl unter den geeigneten Abwehrmaßnahmen muss nach ständiger Rechtsprechung nämlich grundsätzlich dem Störer - hier der Erstbeklagten - überlassen bleiben (BGH NJW 1977, 146; BGH NJW 1983, 751f.; BGH NJW-RR 1996, 659f.); auch mit Blick auf § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO besteht deshalb keine Verpflichtung, diese Maßnahmen konkret im Klageantrag bzw. im Urteilstenor näher zu bezeichnen (BGH NJW-RR 1996, 659f.).

    (BGH NJW 1968, 1281 = BGHZ 49, 340ff.; BGH NJW 1983, 751 = WPM 1983, 176f.; BGH NJW-RR 2001, 232f.; BGH NJW 1984, 2207; BGH NJW 1993, 1855; BGH NJW 1995, 2633f.; BGH NJW 1999, 2896f.; BGH LM Nr. 14 zu § 1004 BGB; RGZ 103, 174ff.; RG JW 1912, 31; RGZ 127, 29ff.; RGZ 149, 205ff.; BGH NJW 1966, 1360ff.), aber auch gegen denjenigen, der zwar nicht selbst gehandelt hat, durch dessen maßgebenden Willen aber der eigentumsbeeinträchtigende Zustand aufrecht erhalten wird, von dessen Willen also die Beseitigung dieses Zustands abhängt (BGH NJW 1966, 1360ff.; BGH NJW-RR 1996, 659; BGH NJW 1999, 2896f.; BGH NJW-RR 2001, 232f.; BGH NJW 1958, 1580 = BGHZ 28, 110f.; RGZ 97, 26; BGH NJW 1960, 2335; BGH NJW 1962, 1342).

    Insofern ist hier die Störereigenschaft der Beklagten zu 1) bzgl. der Geruchsbelästigung zu bejahen, weil der Geruch aus der Küche der von der Erstbeklagten betriebenen Gaststätte auch auf ihre Willensbetätigung zurückgeht (BGH NJW 1983, 751f.).

    "Ortsüblich" ist hierbei die störende Nutzung aber immer nur dann, wenn in dem betreffenden Vergleichsgebiet eine Mehrzahl von Grundstücken der Umgebung in einer nach Art und Maß die Nachbarn einiger Maßen gleich beeinträchtigenden Weise benutzt wird (RGZ 160, 381ff.; BGHZ 30, 273ff.; BGH NJW 1983, 751f.; BGH NJW 1986, 2309ff.; BGH NJW 1993, 925ff. (=WM 1993, 127); AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Die Ortsüblichkeit einer Immission bestimmt sich insbesondere nämlich danach, ob eine Mehrheit von Grundstücken der Umgebung zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Tatsachenverhandlung in einer nach Art und Maß die Nachbarn einiger Maßen gleich beeinträchtigenden Weise benutzt wird (BGH NJW 1983, 751; OLG Celle NJW-RR 1988, 1040f.).

  • BGH, 23.03.1990 - V ZR 58/89

    Begriff der wesentlichen Geräuschimmissionen; Ansprüche bei Volksfestlärm; …

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Ob die Geruchsbelästigung wesentlich oder unwesentlich ist, ist zudem auch nach dem Empfinden dieses verständigen normalen Durchschnittsmenschen des betroffenen Grundstücks in seiner durch Natur, Gestaltung und Zweckbestimmung geprägten konkreten Beschaffenheit zu beurteilen, und zwar auch nicht zuletzt unter Berücksichtigung eines allgemeinen veränderten Umweltbewusstseins in der Bevölkerung (BGH NJW 1993, 925 = BGHZ 120, 239ff. (=WM 1993, 127); BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); OLG Schleswig NJW-RR 1996, 399f.; LG Berlin GE 2001, 1339).

    Die Darlegungs- und Beweislast für die Pflicht zur Duldung der Beeinträchtigung und für die Ortsüblichkeit seiner Grundstücksnutzung trifft aber stets den Störer, d.h. hier die Erstbeklagte (BGH NJW 1990; 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1989, 1032f. = MDR 1989, 341f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Dieser im öffentlichen Recht entwickelte Grundsatz gilt insofern nicht nur dort, sondern nach der herrschenden Rechtsprechung im Zuge der Vereinheitlichung zivilrechtlicher und öffentlich-rechtlicher Beurteilungsmaßstäbe auch im privaten Nachbarrecht (BGH NJW 1993, 1656ff. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1990, 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 925ff. = MDR 1993, 868ff. (=WM 1993, 127)).

    In diesem Zusammenhang unterliegen nach der herrschenden Rechtsprechung (BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGHZ 121, 248ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az. 32 C 372/00) wesentliche Immissionen im Sinne von § 906 Abs. 1 BGB keinen anderen Beurteilungsmaßstäben als die entsprechenden öffentlich-rechtlichen Nachbarschutzbestimmungen, weil der Begriff der "wesentlichen" Geruchs- bzw. Lärmimmissionen als identisch mit den "erheblichen" Geruchs-/Geräuschbelastungen und schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes BImSchG angesehen wird (BGH NJW 1990, 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 1656ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132ff.; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.).

    Bei der Beurteilung der Wesentlichkeit von Lärmimmissionen ist ebenso wie bei Geruchsimmissionen auf das Empfinden eines "verständigen normalen Durchschnittsmenschen" des betroffenen Grundstücks abzustellen (BGH NJW 1990, 2465ff. = MDR 1990, 706f. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 925ff. = MDR 1993, 868ff. (=WM 1993, 127); AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

  • BGH, 06.07.2001 - V ZR 246/00

    Zur Unterlassung von Industrielärmimmissionen bei späterer Wohnbebauung in der …

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Dies bedeutet, dass nicht auf das Empfinden eines "normalen", sondern das eines " normalverständigen Durchschnittsmenschen" abgestellt werden kann (BGH NJW 2001, 3119ff. (=WM 2001, 491); BGH NJW 1993, 925ff. = MDR 1993, 868ff. (=WM 1993, 127)).

    Zwar kann auch bei Einhaltung der Werte der TA-Lärm eine Beeinträchtigung gleichwohl "wesentlich" sein, da die Grenze der im Einzelfall zumutbaren Lärmbelästigung nicht mathematisch exakt, sondern nur aufgrund wertender Beurteilung festgelegt werden kann (BGH NJW 2001, 3119ff. (=WM 2001, 491)).

    Die Lästigkeit eines Geräusches, die rechtlich für das Immissionsrecht entscheidend ist, hängt nämlich nicht allein von Messwerten (zumal von Mittelungspegeln), sondern von einer Reihe anderer Umstände ab, für die es auf das Empfinden eines "normal verständigen Durchschnittsmenschen" und insofern auch auf das Empfinden des Gerichts ankommt (BGH NJW 1992, 2019 (=WM 1992, 377); BGH NJW 2001, 3119ff. (=WM 2001, 491)).

    Das hat auch den Gesetzgeber bei der Neufassung des § 906 Abs. 1 BGB durch das Sachenrechtsänderungsgesetz im Jahre 1994 veranlasst, mit der Formulierung "in der Regel" in dem neu eingefügten Satz 2 einen gewissen einzelfallbezogenen tatrichterlichen Beurteilungsspielraum zu erhalten, da insbesondere Fälle wie der "tropfende Wasserhahn" oder die "klopfende Heizung" (LG Köln WM 1987, 272) auch teilweise als Lärmbelästigungen angesehen werden müssen, selbst wenn die Grenzwerte der TA-Lärm durch diese Geräusche nicht erreicht werden (BGH NJW 2001, 3119f. (=WM 2001, 491)).

  • BGH, 19.01.1996 - V ZR 298/94

    Haftung des Grundstückseigentümers für Steinschlag

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Bereits damit ist der gewünschte Erfolg aber eindeutig und bestimmt genug durch die Kläger festgelegt worden (BGH NJW-RR 1996, 659f., BGH NJW 1983, 751f.), so dass das Gericht auch insofern die Erstbeklagte verurteilen konnte, im Übrigen die Klage jedoch abzuweisen war.

    Die Auswahl unter den geeigneten Abwehrmaßnahmen muss nach ständiger Rechtsprechung nämlich grundsätzlich dem Störer - hier der Erstbeklagten - überlassen bleiben (BGH NJW 1977, 146; BGH NJW 1983, 751f.; BGH NJW-RR 1996, 659f.); auch mit Blick auf § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO besteht deshalb keine Verpflichtung, diese Maßnahmen konkret im Klageantrag bzw. im Urteilstenor näher zu bezeichnen (BGH NJW-RR 1996, 659f.).

    (BGH NJW 1968, 1281 = BGHZ 49, 340ff.; BGH NJW 1983, 751 = WPM 1983, 176f.; BGH NJW-RR 2001, 232f.; BGH NJW 1984, 2207; BGH NJW 1993, 1855; BGH NJW 1995, 2633f.; BGH NJW 1999, 2896f.; BGH LM Nr. 14 zu § 1004 BGB; RGZ 103, 174ff.; RG JW 1912, 31; RGZ 127, 29ff.; RGZ 149, 205ff.; BGH NJW 1966, 1360ff.), aber auch gegen denjenigen, der zwar nicht selbst gehandelt hat, durch dessen maßgebenden Willen aber der eigentumsbeeinträchtigende Zustand aufrecht erhalten wird, von dessen Willen also die Beseitigung dieses Zustands abhängt (BGH NJW 1966, 1360ff.; BGH NJW-RR 1996, 659; BGH NJW 1999, 2896f.; BGH NJW-RR 2001, 232f.; BGH NJW 1958, 1580 = BGHZ 28, 110f.; RGZ 97, 26; BGH NJW 1960, 2335; BGH NJW 1962, 1342).

    Danach ist die Erstbeklagte als Pächterin/Mieterin der Gewerberäume und Betreiberin der Gaststätte für deren Zustand verantwortlich und kann nach § 1004 Abs. 1 BGB in Anspruch genommen werden, weil die Aufrechterhaltung des Zustands auf ihren Willen zurückgeht, ohne dass es darauf ankäme, welchen eigenen Beitrag sie hierzu geleistet hat und ob sie den störenden Zustand kannte (BGH NJW-RR 1996, 659; BGH NJW-RR 2001, 232f.).

  • LG Essen, 23.09.1999 - 10 S 491/98

    Mietminderung bei Geruchsbelästigung durch Kochdünste

    Auszug aus AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01
    Nach diesen Beurteilungsgrundsätzen ist in Anbetracht der vorgenannten Ausführungen hier aber eine wesentliche Geruchsbeeinträchtigung anzunehmen (OLG Brandenburg OLG-Report 2000, 150ff.; BayObLG WM 2001, 141f.; LG Essen ZMR 2000, 302f.; LG Hamburg WM 1987, 218f.).

    Einen solchen Effekt hat die Rechtsprechung aber insbesondere bei chemischen Anlagen und tierischen Ausdünstungen bzw. Geruchseinwirkungen durch tierische Exkremente sowie insbesondere auch bei gewerblichen Küchen-/Essensgerüchen (BayObLG WM 1999, 534; OLG Köln WM 1997, 453f.; BayObLG WM 2001, 141f.; OLG Brandenburg OLG-Report 2000, 150ff.; LG Essen ZMR 2000, 302f.; LG Stuttgart WM 1998, 724; LG Düsseldorf WM 1991, 52; LG Berlin GE 2001, 1339; OLG Oldenburg NJW-RR 1991, 653f. = MDR 1991, 546; LG Hamburg WM 1987, 218f.; AG Gifhorn WM 2002, 215f. sowie BGH LM § 906 BGB, Nr. 17) stets angenommen, insbesondere beim Grillen von Fleisch und Wurst (OLG Düsseldorf WM 1996, 56).

    Solche erheblich belästigenden und daher nicht mehr zumutbaren Geruchsimmissionen von einer gewerblich betriebenen Küche liegen, wie oben bereits näher ausgeführt, im vorliegenden Streitfall aber unstreitig vor (OLG Brandenburg OLG-Report 2000, 150ff.; OLG Köln WM 1997, 453f.; OLG Düsseldorf WM 1996, 56; LG Essen ZMR 2000, 302f.; LG Stuttgart WM 1998, 724; LG Düsseldorf WM 1991, 52; OLG Oldenburg NJW-RR 1991, 653f. = MDR 1991, 546; LG Hamburg WM 1987, 218f.; AG Gifhorn WM 2002, 215f. sowie BGH LM § 906 BGB, Nr. 17).

  • OLG Brandenburg, 04.11.1998 - 3 U 46/98

    Beendigung eines Mietverhältnisses durch die außerordentliche Kündigung des …

  • OLG Oldenburg, 06.11.1990 - 5 U 72/90

    Bestimmtheit, Anscheinsbeweis, Luftverunreinigung, Rauch, Beeinträchtigung, …

  • BGH, 11.06.1999 - V ZR 377/98

    Haftung des Hauseigentümers für einen technischen Defekt an elektrischen …

  • BGH, 21.09.1960 - V ZR 89/59
  • BVerwG, 29.04.1988 - 7 C 33.87

    Feueralarmsirene - Art. 14 GG, ausgleichspflichtige Inhaltsbestimmung

  • BVerwG, 12.12.1975 - IV C 71.73

    Fortführung anhängiger Genehmigungsverfahren nach dem BImSchG; Zurechnung …

  • BGH, 14.10.1994 - V ZR 76/93

    Bildung von Immissions-Richtwerten in Gebieten unterschiedlicher Qualität; Lauf …

  • BGH, 20.11.1998 - V ZR 411/97

    Wesentlichkeit sprengungsbedingter Erschütterungen

  • BGH, 21.11.1995 - XI ZR 255/94

    Vereinbarung einer Deckungsobergrenze bei einer Globalabtretung; Auswirkungen der …

  • OLG Schleswig, 20.03.1995 - 1 U 191/92

    Fäkalienregen von Eisenbahnbrücke als ortsübliche Beeinträchtigung

  • AG Meldorf, 24.06.1998 - 31 C 1038/98
  • BGH, 03.07.1986 - I ZR 77/85

    "Stoll"; Wegfall des ohne Verpflichtung geführten Zusatzes zum Familiennamen

  • BGH, 10.11.1972 - V ZR 54/71

    Geräuschimmission durch Betrieb eines Militärflugplatzes

  • OLG Düsseldorf, 26.11.1991 - 1 Ws 1010/91
  • BGH, 22.09.2000 - V ZR 443/99

    Beseitigungsanspruch gegen Eigentümer des Nachbargrundstücks

  • BGH, 30.05.1962 - V ZR 121/60

    Besitzstörung durch Lärmeinwirkung bei Abbrucharbeiten

  • LG Aachen, 26.02.1986 - 4 O 49/85
  • BVerwG, 07.10.1983 - 7 C 44.81

    Glockenläuten

  • BVerwG, 07.05.1996 - 1 C 10.95

    Gewerberecht: Öffentliches Bedürfnis an einer Verkürzung der Sperrzeit bei …

  • BGH, 29.03.1984 - III ZR 11/83

    Umfang der Entschädigung für übermäßige Geruchsbelästigungen durch eine …

  • BGH, 02.12.1988 - V ZR 26/88

    Störereigenschaft einer Gemeinde bei Eindringen von Baumwurzeln in eine …

  • BGH, 21.06.2001 - III ZR 313/99

    An Rindermastbetrieb heranrückende Wohnbebauung

  • BGH, 06.02.1986 - III ZR 109/84

    Amtspflichten bei Betrieb einer Kläranlage; Unterbrechung der Verjährung durch …

  • BVerwG, 18.10.1974 - IV C 77.73

    "Vorhandene Bebauung" i.S. von § 34 BBauG; Zulässigkeit von nach § 16 GewO oder § …

  • BVerwG, 25.02.1992 - 1 C 7.90

    Gaststättenerlaubnis, Auflage, schädliche Umwelteinwirkungen, Lärmschutz für zu …

  • OLG München, 26.06.1990 - 5 U 7178/89

    Voraussetzungen für die Zulassung einer Berufung; Anforderungen an die Darlegung …

  • BGH, 11.10.1990 - IX ZR 114/89

    Amtspflichtverletzung des Nachlassrichters wegen Erbscheinserteilung bei …

  • BVerwG, 04.07.1980 - 4 C 101.77

    Schweinemastbetrieb; Im Zusammenhang bebauter Ortsteil; Beachtlicher Bereich; …

  • BGH, 15.04.1959 - V ZR 3/58

    Ortsüblichkeit von Immissionen

  • BGH, 08.05.1992 - V ZR 89/91

    Ortsbesichtigung bei tatrichterlicher Beurteilung von Lärmimmissionen

  • OLG Celle, 09.12.1988 - 4 U 130/87

    Haltung von Tauben; Einschränkung der Freiflugzeiten von Tauben; Anwendbarkeit …

  • BGH, 16.12.1977 - V ZR 91/75

    Fluorabgas-Immission

  • BGH, 28.09.1962 - V ZR 233/60

    Geräuscheinwirkung durch Schulbetrieb

  • BGH, 30.04.1958 - V ZR 142/56

    Rechtsmittel

  • AG Neuss, 13.10.1989 - 36 C 337/89

    Beurteilung der Wesentlichkeit einer Beeinträchtigung unter Zugrundelegung eines …

  • RG, 22.06.1939 - V 212/38

    1. Fällt das Eindringen von Fliegen in Häuser unter § 906 BGB.? 2. Über die …

  • OLG Stuttgart, 29.01.1986 - 13 U 240/84

    Zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch bei Lärmimmissionen durch ein Sägewerk; …

  • OLG Oldenburg, 09.12.1998 - 2 U 129/98

    Schadensersatzanspruch wegen Mängel einer Biofilter-Abluftreinigungsanlage; …

  • OLG Celle, 04.08.1987 - 4 U 98/85
  • OLG Frankfurt, 22.04.1980 - 22 U 159/78
  • BGH, 23.04.1993 - V ZR 250/92

    Kein Ausgleichsanspruch bei unwetterbedingtem Baumeinsturz

  • BGH, 02.03.1984 - V ZR 54/83

    Voraussetzungen eines nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruchs wegen Zuführung von …

  • BGH, 09.07.1958 - V ZR 202/57

    Nachbarliches Gemeinschaftsverhältnis

  • BGH, 24.11.1967 - V ZR 196/65

    Schadenshaftung für Truppenübungsplatz

  • BGH, 09.02.1983 - IVa ZR 162/81

    Anspruch auf Hinterlegung einer Erbengemeinschaft als Teilhaberin einer …

  • BGH, 22.03.1966 - V ZR 126/63

    Erstattungsanspruch aus Geschäftsführung ohne Auftrag - Abwehr einer …

  • BGH, 11.07.1963 - III ZR 55/62

    Clubhaus - Enteignender Eingriff, Immissionen

  • RG, 13.11.1935 - V 99/35

    1. Wie verhalten sich die Vorschriften in den §§ 683, 670 BGB. zueinander? 2. Wie …

  • RG, 12.11.1921 - V 151/21

    Eigentumsfreiheitsklage

  • RG, 19.12.1929 - VI 95/29

    1. Inwieweit gehören die Aufschüttung und die Abbaggerung von Bergwerkshalden zum …

  • AG Brandenburg, 13.10.2017 - 31 C 156/16

    Mülltonnen-Platz in Sicht: Keine Mietminderung!

    Auch konnte das erkennende Gericht bei dem Ortstermin am 13. Juni 2017 (d.h. bei warmen Außentemperaturen) keinerlei wahrnehmbare, unangenehme Gerüche hier feststellen (zu anderen Fällen mit erheblicher Geruchsbelästigung vgl. u.a.: LG Berlin, Beschluss vom 28.01.2011, Az.: 65 S 296/10, u.a. in: Grundeigentum 2011, Seiten 821 ff.; LG Kiel, Urteil vom 30.10.2003, Az.: 1 S 71/03, u.a. in: "juris"; AG München, Urteil vom 25.06.2010, Az.: 412 C 25702/09, u.a. in: AIZ 2011, Nr. 9, 52; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 20.10.2003, Az.: 32 C 538/01, u.a. in: Grundeigentum 2004, Seiten 55 ff. = WuM 2004, Seiten 34 ff. = GuT 2004, Seite 18; AG Hohenschönhausen, Urteil vom 17.09.2002, Az.: 4 C 219/99, u.a. in: Grundeigentum 2003, Seite 955).
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