Rechtsprechung
| AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Entscheidungsdatenbank Brandenburg
- kanzlei-kotz.de
Totenfürsorgerecht - Recht eines Kindes zur Bestimmung der Modalitäten zu Lebzeiten
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- FamRZ 2014, 334
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (31)
- AG Brandenburg, 05.03.2009 - 31 C 223/08
Gewohnheitsrecht der Totenfürsorge: Beachtlichkeit des Willens minderjähriger …
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Eine Streitigkeit zwischen den nächsten Angehörigen (wie den hiesigen Schwestern) über die Art und den Ort der Bestattung ihrer Mutter, ist somit ein Streit zwischen den nächsten Angehörigen und/oder einer ggf. postmortal bevollmächtigten Person, welcher insofern dann auch vor einem Zivilgericht und nicht vor einem Verwaltungsgericht auszutragen ist, weil das öffentlich-rechtlichen Bestimmungsrechts einer Ordnungsbehörde gemäß den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer nur als ein Teil der umfassenden Totenfürsorge überhaupt dann eingreift, wenn keine von einem Verstorbenen postmortal bevollmächtigten Person und/oder ein Hinterbliebener bzw. nächster Angehöriger des Verstorbenen über die Art und den Ort der Bestattung nach dem Tod desjenigen entschieden hat und die nahen Angehörigen der Beerdigungspflicht nicht nachkommen (vgl. Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, BGHZ 61, Seiten 238 ff. = NJW 1973, Seite 2103; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = MDR 1992, Seite 588 = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, FamRZ 2008, Seiten 515 f. = NWVBl. 2008, Seiten 149 f. = NVwZ-RR 2008, Seite 277; KG Berlin, FamRZ 1969, Seite 414 f.; OLG Schleswig, NJW-RR 1987, Seite 72; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seiten 1159 f.; OLG Karlsruhe, NJW 2001, Seite 2980 = FamRZ 2002, Seite 134 = MDR 2001, Seite 1298; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, NJW 2007, Seiten 2526 f. = FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).Das Recht der Totenfürsorge der nächsten Familienangehörigen ist in Deutschland somit noch immer durch Gewohnheitsrecht verbürgt und nicht in öffentlich-rechtlichen Gesetzen - wie den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer - geregelt (AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486), so dass vorliegend grundsätzlich auch der Weg zur zivilrechtlichen Gerichtsbarkeit eröffnet ist.
Dem Wortsinn nach handelt es sich bei der "Totenfürsorge" nämlich um die Fürsorge einer Person (Angehöriger oder Dritter) für einen toten Menschen - d. h. somit nicht schon für einen lebendigen Menschen -, da die Totenfürsorge nur das Verfügungsrecht über einen Leichnam umfasst (AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
3 Z 24/90|OLG Oldenburg; 19.06.1990; 12 U 26/90">FamRZ 1990, Seiten 1273 f.; OLG Zweibrücken, NJW-RR 1993, Seiten 1482 f. = FamRZ 1993, Seiten 1493 f.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; LG Gießen, NJW-RR 1995, Seite 264; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
Lediglich dann, wenn und soweit ein Wille des Verstorbenen nicht erkennbar ist und derjenige um den es geht bereits Tod ist, sind im Übrigen nach gewohnheitsrechtlichem Grundsatz die nächsten Angehörigen/Hinterbliebenen eines bereits Verstorbenen (und nicht noch lebenden Menschen) berechtigt und ggf. auch verpflichtet, über den Leichnam zu bestimmen und über die Art der Bestattung sowie die letzte Ruhestätte zu entscheiden (Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Vielmehr kann er einem an sich Berufenen sogar das Bestimmungsrecht entziehen (Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Er kann das Totenfürsorgerecht den Angehörigen sogar insgesamt entziehen und eine dritte Person - etwa einen Testamentsvollstrecker oder guten Freund - damit betrauen (BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; OLG Karlsruhe, MDR 1990, Seite 443; BayVGH, BayVBl. 1976, Seite 310; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Bei der Ermittlung des für die Wahrnehmung der Totenfürsorge maßgebenden Willens des Verstorbenen kommt es auch nicht nur auf dessen ausdrückliche Willensbekundungen - etwa in einer letztwilligen Verfügung (Testamen) - an; vielmehr genügt es, wenn der Wille aus den Umständen mit Sicherheit geschlossen werden kann (Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Das Totenfürsorgerecht hat also in erster Linie derjenige, den der Verstorbene mit der Wahrnehmung der Totenfürsorge beauftragt hat (LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; LG Bonn, NJW-RR 1994, Seite 522; AG Frankfurt/Main, FamRZ 1997, Seiten 1505 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Nur hinsichtlich der Beantwortung der Frage, nach welchen Kriterien der für die Totenfürsorge jeweils berechtigte Angehörigen bei Personenmehrheiten (z. B. bei mehreren Geschwister) bestimmt werden soll, ist nämlich u. a. auch das Alter mit heranzuziehen (OVG des Saarlands, Urteil vom 27.12.2007, Az.: 1 A 40/07 u. a. in: AS RP-SL 35, Seiten 353 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486), so dass nur in diesen Fällen der älteste der Geschwister als Berechtigter anzusehen wäre.
Im Übrigen ist der Streitwert analog der entsprechenden Rechtsprechung hierzu (vgl. u. a.: OLG Saarbrücken, Urteil vom 27.03.2002, Az.: 1 U 796/01-181; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12; LG Leipzig, Urteil vom 01.12.2004, Az.: 01 S 3851/04; LG Kiel, Urteil vom 05.07.1985, Az.: 5 O 97/85; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 19.06.1997, Az.: 32 C 1486/97-84) wie geschehen nunmehr gemäß § 3 ZPO auf 3.000,00 Euro festzusetzen.
- BGH, 26.02.1992 - XII ZR 58/91
Letzter Wille zur Totenfürsorge
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Eine Streitigkeit zwischen den nächsten Angehörigen (wie den hiesigen Schwestern) über die Art und den Ort der Bestattung ihrer Mutter, ist somit ein Streit zwischen den nächsten Angehörigen und/oder einer ggf. postmortal bevollmächtigten Person, welcher insofern dann auch vor einem Zivilgericht und nicht vor einem Verwaltungsgericht auszutragen ist, weil das öffentlich-rechtlichen Bestimmungsrechts einer Ordnungsbehörde gemäß den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer nur als ein Teil der umfassenden Totenfürsorge überhaupt dann eingreift, wenn keine von einem Verstorbenen postmortal bevollmächtigten Person und/oder ein Hinterbliebener bzw. nächster Angehöriger des Verstorbenen über die Art und den Ort der Bestattung nach dem Tod desjenigen entschieden hat und die nahen Angehörigen der Beerdigungspflicht nicht nachkommen (vgl. Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, BGHZ 61, Seiten 238 ff. = NJW 1973, Seite 2103; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = MDR 1992, Seite 588 = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, FamRZ 2008, Seiten 515 f. = NWVBl. 2008, Seiten 149 f. = NVwZ-RR 2008, Seite 277; KG Berlin, FamRZ 1969, Seite 414 f.; OLG Schleswig, NJW-RR 1987, Seite 72; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seiten 1159 f.; OLG Karlsruhe, NJW 2001, Seite 2980 = FamRZ 2002, Seite 134 = MDR 2001, Seite 1298; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, NJW 2007, Seiten 2526 f. = FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).Für die Art und den Ort der eigenen Bestattung und auch hinsichtlich der Gestaltung des eigenen Grabes sowie für die Frage, wer nach dem eigenen Ableben für die Totenfürsorge zuständig sein soll, ist aber in erster Linie der Wille des Menschen maßgebend, um den es geht; d. h. also derjenigen Person, die nach ihrem Tode beerdigt werden soll (Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 108, Seiten 217 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, FamRZ 1992, Seite 657; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; KG Berlin, FamRZ 1969, Seiten 414 f.; OLG Schleswig, FamRZ 1986, Seiten 1093 f.; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seite 1159; OLG Karlsruhe, MDR 1990, Seiten 443 f.; OLG Karlsruhe, MDR 2001, Seite 2980; OLG Oldenburg, …
Das Recht über die eigene Bestattung zu bestimmen ist nämlich Teil des grundgesetzlich geschützten Persönlichkeitsrechts (Art. 2 Abs. 1 GG) und umfasst die Dispositionsfreiheit des Menschen zu Lebzeiten selbst für seine eigene Bestattung zu sorgen (BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21).
Erst nach seinem Tod kann die von ihm hierzu mittels (ausdrücklicher oder stillschweigender) postmortaler Vollmacht bestimmte Person darüber entscheiden (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.), so dass die Verfügungsklägerin derzeitig noch keine Aktivlegitimation hinsichtlich dieses Rechts der Totenfürsorge hinsichtlich ihrer Mutter besitzt und somit auch noch nicht die Prozessführungsbefugnis vorliegend hat, im eigenen Namen dieses Recht der Totenfürsorge hier gerichtlich geltend zu machen.
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
Lediglich dann, wenn und soweit ein Wille des Verstorbenen nicht erkennbar ist und derjenige um den es geht bereits Tod ist, sind im Übrigen nach gewohnheitsrechtlichem Grundsatz die nächsten Angehörigen/Hinterbliebenen eines bereits Verstorbenen (und nicht noch lebenden Menschen) berechtigt und ggf. auch verpflichtet, über den Leichnam zu bestimmen und über die Art der Bestattung sowie die letzte Ruhestätte zu entscheiden (Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Vielmehr kann er einem an sich Berufenen sogar das Bestimmungsrecht entziehen (Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Er kann das Totenfürsorgerecht den Angehörigen sogar insgesamt entziehen und eine dritte Person - etwa einen Testamentsvollstrecker oder guten Freund - damit betrauen (BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; OLG Karlsruhe, MDR 1990, Seite 443; BayVGH, BayVBl. 1976, Seite 310; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
Bei der Ermittlung des für die Wahrnehmung der Totenfürsorge maßgebenden Willens des Verstorbenen kommt es auch nicht nur auf dessen ausdrückliche Willensbekundungen - etwa in einer letztwilligen Verfügung (Testamen) - an; vielmehr genügt es, wenn der Wille aus den Umständen mit Sicherheit geschlossen werden kann (Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
- BGH, 26.10.1977 - IV ZR 151/76
Einwilligung in die Umbettung eines Verstorbenen - Entscheidung über die Art der …
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Eine Streitigkeit zwischen den nächsten Angehörigen (wie den hiesigen Schwestern) über die Art und den Ort der Bestattung ihrer Mutter, ist somit ein Streit zwischen den nächsten Angehörigen und/oder einer ggf. postmortal bevollmächtigten Person, welcher insofern dann auch vor einem Zivilgericht und nicht vor einem Verwaltungsgericht auszutragen ist, weil das öffentlich-rechtlichen Bestimmungsrechts einer Ordnungsbehörde gemäß den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer nur als ein Teil der umfassenden Totenfürsorge überhaupt dann eingreift, wenn keine von einem Verstorbenen postmortal bevollmächtigten Person und/oder ein Hinterbliebener bzw. nächster Angehöriger des Verstorbenen über die Art und den Ort der Bestattung nach dem Tod desjenigen entschieden hat und die nahen Angehörigen der Beerdigungspflicht nicht nachkommen (vgl. Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, BGHZ 61, Seiten 238 ff. = NJW 1973, Seite 2103; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = MDR 1992, Seite 588 = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, FamRZ 2008, Seiten 515 f. = NWVBl. 2008, Seiten 149 f. = NVwZ-RR 2008, Seite 277; KG Berlin, FamRZ 1969, Seite 414 f.; OLG Schleswig, NJW-RR 1987, Seite 72; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seiten 1159 f.; OLG Karlsruhe, NJW 2001, Seite 2980 = FamRZ 2002, Seite 134 = MDR 2001, Seite 1298; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, NJW 2007, Seiten 2526 f. = FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).Für die Art und den Ort der eigenen Bestattung und auch hinsichtlich der Gestaltung des eigenen Grabes sowie für die Frage, wer nach dem eigenen Ableben für die Totenfürsorge zuständig sein soll, ist aber in erster Linie der Wille des Menschen maßgebend, um den es geht; d. h. also derjenigen Person, die nach ihrem Tode beerdigt werden soll (Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 108, Seiten 217 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, FamRZ 1992, Seite 657; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; KG Berlin, FamRZ 1969, Seiten 414 f.; OLG Schleswig, FamRZ 1986, Seiten 1093 f.; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seite 1159; OLG Karlsruhe, MDR 1990, Seiten 443 f.; OLG Karlsruhe, MDR 2001, Seite 2980; OLG Oldenburg, …
Erst nach seinem Tod kann die von ihm hierzu mittels (ausdrücklicher oder stillschweigender) postmortaler Vollmacht bestimmte Person darüber entscheiden (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.), so dass die Verfügungsklägerin derzeitig noch keine Aktivlegitimation hinsichtlich dieses Rechts der Totenfürsorge hinsichtlich ihrer Mutter besitzt und somit auch noch nicht die Prozessführungsbefugnis vorliegend hat, im eigenen Namen dieses Recht der Totenfürsorge hier gerichtlich geltend zu machen.
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
Lediglich dann, wenn und soweit ein Wille des Verstorbenen nicht erkennbar ist und derjenige um den es geht bereits Tod ist, sind im Übrigen nach gewohnheitsrechtlichem Grundsatz die nächsten Angehörigen/Hinterbliebenen eines bereits Verstorbenen (und nicht noch lebenden Menschen) berechtigt und ggf. auch verpflichtet, über den Leichnam zu bestimmen und über die Art der Bestattung sowie die letzte Ruhestätte zu entscheiden (Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
- OLG Zweibrücken, 10.08.2005 - 3 W 79/05
Sozialhilfe: Bestimmung über eigene Bestattung als Teil des Persönlichkeitsrechts …
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
3 Z 24/90|OLG Oldenburg; 19.06.1990; 12 U 26/90">FamRZ 1990, Seiten 1273 f.; OLG Zweibrücken, NJW-RR 1993, Seiten 1482 f. = FamRZ 1993, Seiten 1493 f.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; LG Gießen, NJW-RR 1995, Seite 264; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).Gemäß Artikel 2 Abs. 1 GG genießt nämlich jeder einzelne Menschen in Deutschland im Rahmen der Handlungsfreiheit das grundrechtlich geschützte Recht, Art und Ort seiner eigenen Bestattung zunächst selbst zu bestimmen und auch sein eigenes Grab - im Rahmen des gesetzlich zulässigen Rahmens - selbst zu gestalten (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seiten 224 ff. = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.) sowie ggf. auch eine Person des Vertrauens postmortal mit der Totenfürsorge zu bevollmächtigten (OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21).
Das Recht über die eigene Bestattung zu bestimmen ist nämlich Teil des grundgesetzlich geschützten Persönlichkeitsrechts (Art. 2 Abs. 1 GG) und umfasst die Dispositionsfreiheit des Menschen zu Lebzeiten selbst für seine eigene Bestattung zu sorgen (BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21).
Erst nach seinem Tod kann die von ihm hierzu mittels (ausdrücklicher oder stillschweigender) postmortaler Vollmacht bestimmte Person darüber entscheiden (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.), so dass die Verfügungsklägerin derzeitig noch keine Aktivlegitimation hinsichtlich dieses Rechts der Totenfürsorge hinsichtlich ihrer Mutter besitzt und somit auch noch nicht die Prozessführungsbefugnis vorliegend hat, im eigenen Namen dieses Recht der Totenfürsorge hier gerichtlich geltend zu machen.
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
- LG München II, 19.07.2012 - 8 S 1752/12
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Eine Streitigkeit zwischen den nächsten Angehörigen (wie den hiesigen Schwestern) über die Art und den Ort der Bestattung ihrer Mutter, ist somit ein Streit zwischen den nächsten Angehörigen und/oder einer ggf. postmortal bevollmächtigten Person, welcher insofern dann auch vor einem Zivilgericht und nicht vor einem Verwaltungsgericht auszutragen ist, weil das öffentlich-rechtlichen Bestimmungsrechts einer Ordnungsbehörde gemäß den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer nur als ein Teil der umfassenden Totenfürsorge überhaupt dann eingreift, wenn keine von einem Verstorbenen postmortal bevollmächtigten Person und/oder ein Hinterbliebener bzw. nächster Angehöriger des Verstorbenen über die Art und den Ort der Bestattung nach dem Tod desjenigen entschieden hat und die nahen Angehörigen der Beerdigungspflicht nicht nachkommen (vgl. Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, BGHZ 61, Seiten 238 ff. = NJW 1973, Seite 2103; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = MDR 1992, Seite 588 = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, FamRZ 2008, Seiten 515 f. = NWVBl. 2008, Seiten 149 f. = NVwZ-RR 2008, Seite 277; KG Berlin, FamRZ 1969, Seite 414 f.; OLG Schleswig, NJW-RR 1987, Seite 72; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seiten 1159 f.; OLG Karlsruhe, NJW 2001, Seite 2980 = FamRZ 2002, Seite 134 = MDR 2001, Seite 1298; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, NJW 2007, Seiten 2526 f. = FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).3 Z 24/90|OLG Oldenburg; 19.06.1990; 12 U 26/90">FamRZ 1990, Seiten 1273 f.; OLG Zweibrücken, NJW-RR 1993, Seiten 1482 f. = FamRZ 1993, Seiten 1493 f.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; LG Gießen, NJW-RR 1995, Seite 264; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).
Die Betreuerbestellung eines nahen Angehörigen spricht nämlich in der Regel auch für das Bestehen eines besonderen Vertrauensverhältnisses (LG München, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836), so dass auch insofern hier nicht die Verfügungsklägerin sondern vielmehr die Verfügungsbeklagte - als Betreuerin der Mutter - als mit der Wahrnehmung der Totenfürsorge Beauftragte anzusehen wäre und auch insofern (bei fehlen weiterer Anknüpfungspunkte - wie z. B. einer Bestimmung in einem noch zu eröffnenden Testament -) der Antrag der Verfügungsklägerin auf Erlass einer einstweiligen Verfügung hinsichtlich der Beisetzungsmodalitäten ihrer Mutter hier zurückzuweisen und der Teil-Beschluss vom 31.01.2013 aufzuheben wäre.
Im Übrigen ist der Streitwert analog der entsprechenden Rechtsprechung hierzu (vgl. u. a.: OLG Saarbrücken, Urteil vom 27.03.2002, Az.: 1 U 796/01-181; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12; LG Leipzig, Urteil vom 01.12.2004, Az.: 01 S 3851/04; LG Kiel, Urteil vom 05.07.1985, Az.: 5 O 97/85; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 19.06.1997, Az.: 32 C 1486/97-84) wie geschehen nunmehr gemäß § 3 ZPO auf 3.000,00 Euro festzusetzen.
- LG Leipzig, 01.12.2004 - 1 S 3851/04
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Eine Streitigkeit zwischen den nächsten Angehörigen (wie den hiesigen Schwestern) über die Art und den Ort der Bestattung ihrer Mutter, ist somit ein Streit zwischen den nächsten Angehörigen und/oder einer ggf. postmortal bevollmächtigten Person, welcher insofern dann auch vor einem Zivilgericht und nicht vor einem Verwaltungsgericht auszutragen ist, weil das öffentlich-rechtlichen Bestimmungsrechts einer Ordnungsbehörde gemäß den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer nur als ein Teil der umfassenden Totenfürsorge überhaupt dann eingreift, wenn keine von einem Verstorbenen postmortal bevollmächtigten Person und/oder ein Hinterbliebener bzw. nächster Angehöriger des Verstorbenen über die Art und den Ort der Bestattung nach dem Tod desjenigen entschieden hat und die nahen Angehörigen der Beerdigungspflicht nicht nachkommen (vgl. Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, BGHZ 61, Seiten 238 ff. = NJW 1973, Seite 2103; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = MDR 1992, Seite 588 = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, FamRZ 2008, Seiten 515 f. = NWVBl. 2008, Seiten 149 f. = NVwZ-RR 2008, Seite 277; KG Berlin, FamRZ 1969, Seite 414 f.; OLG Schleswig, NJW-RR 1987, Seite 72; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seiten 1159 f.; OLG Karlsruhe, NJW 2001, Seite 2980 = FamRZ 2002, Seite 134 = MDR 2001, Seite 1298; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, NJW 2007, Seiten 2526 f. = FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).Erst nach seinem Tod kann die von ihm hierzu mittels (ausdrücklicher oder stillschweigender) postmortaler Vollmacht bestimmte Person darüber entscheiden (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.), so dass die Verfügungsklägerin derzeitig noch keine Aktivlegitimation hinsichtlich dieses Rechts der Totenfürsorge hinsichtlich ihrer Mutter besitzt und somit auch noch nicht die Prozessführungsbefugnis vorliegend hat, im eigenen Namen dieses Recht der Totenfürsorge hier gerichtlich geltend zu machen.
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
Im Übrigen ist der Streitwert analog der entsprechenden Rechtsprechung hierzu (vgl. u. a.: OLG Saarbrücken, Urteil vom 27.03.2002, Az.: 1 U 796/01-181; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12; LG Leipzig, Urteil vom 01.12.2004, Az.: 01 S 3851/04; LG Kiel, Urteil vom 05.07.1985, Az.: 5 O 97/85; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 19.06.1997, Az.: 32 C 1486/97-84) wie geschehen nunmehr gemäß § 3 ZPO auf 3.000,00 Euro festzusetzen.
- LG Braunschweig, 01.10.2004 - 4 O 905/04
Anspruch auf Öffnung der Grabstelle und Herausgabe und Übergabe des Leichnams …
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Eine Streitigkeit zwischen den nächsten Angehörigen (wie den hiesigen Schwestern) über die Art und den Ort der Bestattung ihrer Mutter, ist somit ein Streit zwischen den nächsten Angehörigen und/oder einer ggf. postmortal bevollmächtigten Person, welcher insofern dann auch vor einem Zivilgericht und nicht vor einem Verwaltungsgericht auszutragen ist, weil das öffentlich-rechtlichen Bestimmungsrechts einer Ordnungsbehörde gemäß den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer nur als ein Teil der umfassenden Totenfürsorge überhaupt dann eingreift, wenn keine von einem Verstorbenen postmortal bevollmächtigten Person und/oder ein Hinterbliebener bzw. nächster Angehöriger des Verstorbenen über die Art und den Ort der Bestattung nach dem Tod desjenigen entschieden hat und die nahen Angehörigen der Beerdigungspflicht nicht nachkommen (vgl. Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, BGHZ 61, Seiten 238 ff. = NJW 1973, Seite 2103; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = MDR 1992, Seite 588 = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, FamRZ 2008, Seiten 515 f. = NWVBl. 2008, Seiten 149 f. = NVwZ-RR 2008, Seite 277; KG Berlin, FamRZ 1969, Seite 414 f.; OLG Schleswig, NJW-RR 1987, Seite 72; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seiten 1159 f.; OLG Karlsruhe, NJW 2001, Seite 2980 = FamRZ 2002, Seite 134 = MDR 2001, Seite 1298; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, NJW 2007, Seiten 2526 f. = FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).3 Z 24/90|OLG Oldenburg; 19.06.1990; 12 U 26/90">FamRZ 1990, Seiten 1273 f.; OLG Zweibrücken, NJW-RR 1993, Seiten 1482 f. = FamRZ 1993, Seiten 1493 f.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; LG Gießen, NJW-RR 1995, Seite 264; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).
Anordnungen und Wünsche desjenigen, um dessen Leichnam es gehen soll, können dabei auch erst in einem (nach dem Tod desjenigen noch zu eröffnenden) Testament bzw. auch anderweitig (z. B. aufgrund einer persönlichen Anhörung vor einem Gericht im Rahmen des Betreuungsverfahrens oder entsprechend getroffener Vereinbarungen mit Bestattungsinstituten bzw. durch den Abschluss eines Grabpflegevertrages [vgl. OLG Köln, OLG-Report 2002, Seiten 337 f. = FamRZ 2003, Seite 188]) oder sogar formlos zum Ausdruck gebracht werden (…Palandt/Weidlich, 72. Aufl. 2013, Einleitung vor § 1922 BGB, Rn. 9 ff.;… § 1922 BGB, Rn. 37; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris), so dass sich ggf. auch vorliegend noch aus einem erst nach dem Tod der Mutter der Prozessparteien zu eröffnenden Testaments sich der Wille der Mutter hinsichtlich der Modalitäten ihrer Beerdigung ergeben könnte.
Das Totenfürsorgerecht hat also in erster Linie derjenige, den der Verstorbene mit der Wahrnehmung der Totenfürsorge beauftragt hat (LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; LG Bonn, NJW-RR 1994, Seite 522; AG Frankfurt/Main, FamRZ 1997, Seiten 1505 f.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486).
- BVerwG, 26.06.1974 - VII C 36.72
Friedhofszwang für Feuerbestattungen
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Gemäß Artikel 2 Abs. 1 GG genießt nämlich jeder einzelne Menschen in Deutschland im Rahmen der Handlungsfreiheit das grundrechtlich geschützte Recht, Art und Ort seiner eigenen Bestattung zunächst selbst zu bestimmen und auch sein eigenes Grab - im Rahmen des gesetzlich zulässigen Rahmens - selbst zu gestalten (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seiten 224 ff. = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.) sowie ggf. auch eine Person des Vertrauens postmortal mit der Totenfürsorge zu bevollmächtigten (OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21).Auch wenn Träger des Grundrechts aus Art. 2 Abs. 1 GG nur die lebende Person ist und mit ihrem Tod der Schutz aus diesem Grundrecht erlöschen mag, ist das für das hier geltend gemachte Recht ohne Bedeutung; denn es geht um das Recht eines Lebenden für die Zeit nach seinem Tode hinsichtlich seiner Bestattung und ist somit ähnlich wie die ebenfalls aus einem Grundrecht fließende Testierfreiheit anzusehen (BVerwG, BVerwGE 45, Seiten 224 ff. = MDR 1974, Seite 870 = NJW 1974, Seite 2018).
Erst nach seinem Tod kann die von ihm hierzu mittels (ausdrücklicher oder stillschweigender) postmortaler Vollmacht bestimmte Person darüber entscheiden (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.), so dass die Verfügungsklägerin derzeitig noch keine Aktivlegitimation hinsichtlich dieses Rechts der Totenfürsorge hinsichtlich ihrer Mutter besitzt und somit auch noch nicht die Prozessführungsbefugnis vorliegend hat, im eigenen Namen dieses Recht der Totenfürsorge hier gerichtlich geltend zu machen.
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
- BVerfG, 28.02.1979 - 1 BvR 317/74
Verfassungsmäßigkeit des Friedhofszwangs für Urnen
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Gemäß Artikel 2 Abs. 1 GG genießt nämlich jeder einzelne Menschen in Deutschland im Rahmen der Handlungsfreiheit das grundrechtlich geschützte Recht, Art und Ort seiner eigenen Bestattung zunächst selbst zu bestimmen und auch sein eigenes Grab - im Rahmen des gesetzlich zulässigen Rahmens - selbst zu gestalten (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seiten 224 ff. = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.) sowie ggf. auch eine Person des Vertrauens postmortal mit der Totenfürsorge zu bevollmächtigten (OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21).Erst nach seinem Tod kann die von ihm hierzu mittels (ausdrücklicher oder stillschweigender) postmortaler Vollmacht bestimmte Person darüber entscheiden (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.), so dass die Verfügungsklägerin derzeitig noch keine Aktivlegitimation hinsichtlich dieses Rechts der Totenfürsorge hinsichtlich ihrer Mutter besitzt und somit auch noch nicht die Prozessführungsbefugnis vorliegend hat, im eigenen Namen dieses Recht der Totenfürsorge hier gerichtlich geltend zu machen.
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
- OLG Karlsruhe, 26.07.2001 - 9 U 198/00
Totenfürsorge - Rückbettung des ohne Zustimmung umgebetteten Verstorbenen
Auszug aus AG Brandenburg, 05.07.2013 - 35 C 16/13
Eine Streitigkeit zwischen den nächsten Angehörigen (wie den hiesigen Schwestern) über die Art und den Ort der Bestattung ihrer Mutter, ist somit ein Streit zwischen den nächsten Angehörigen und/oder einer ggf. postmortal bevollmächtigten Person, welcher insofern dann auch vor einem Zivilgericht und nicht vor einem Verwaltungsgericht auszutragen ist, weil das öffentlich-rechtlichen Bestimmungsrechts einer Ordnungsbehörde gemäß den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer nur als ein Teil der umfassenden Totenfürsorge überhaupt dann eingreift, wenn keine von einem Verstorbenen postmortal bevollmächtigten Person und/oder ein Hinterbliebener bzw. nächster Angehöriger des Verstorbenen über die Art und den Ort der Bestattung nach dem Tod desjenigen entschieden hat und die nahen Angehörigen der Beerdigungspflicht nicht nachkommen (vgl. Reichsgericht, RGZ Band 100, Seiten 171 ff.; Reichsgericht, RGZ Band 154, Seiten 269 ff.; BGH, BGHZ 61, Seiten 238 ff. = NJW 1973, Seite 2103; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, FamRZ 1992, Seiten 657 ff. = MDR 1992, Seite 588 = NJW-RR 1992, Seiten 834 f.; BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: IV ZR 132/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 1651 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, FamRZ 2008, Seiten 515 f. = NWVBl. 2008, Seiten 149 f. = NVwZ-RR 2008, Seite 277; KG Berlin, FamRZ 1969, Seite 414 f.; OLG Schleswig, NJW-RR 1987, Seite 72; OLG Frankfurt/Main, NJW-RR 1989, Seiten 1159 f.; OLG Karlsruhe, NJW 2001, Seite 2980 = FamRZ 2002, Seite 134 = MDR 2001, Seite 1298; LG München II, Urteil vom 19.07.2012, Az.: 8 S 1752/12, u. a. in: ZErb 2013, Seiten 16 ff. = BeckRS 2013, Nr. 00836; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; LG Braunschweig, Urteil vom 01.10.2004, Az.: 4 O 905/04, u. a. in: juris; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486; AG Wiesbaden, NJW 2007, Seiten 2526 f. = FamRZ 2007, Seiten 827 ff.).Erst nach seinem Tod kann die von ihm hierzu mittels (ausdrücklicher oder stillschweigender) postmortaler Vollmacht bestimmte Person darüber entscheiden (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seite 15; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.), so dass die Verfügungsklägerin derzeitig noch keine Aktivlegitimation hinsichtlich dieses Rechts der Totenfürsorge hinsichtlich ihrer Mutter besitzt und somit auch noch nicht die Prozessführungsbefugnis vorliegend hat, im eigenen Namen dieses Recht der Totenfürsorge hier gerichtlich geltend zu machen.
Demgemäß entscheidet jeder Mensch in erster Linie auch zunächst selbst über die Art und den Ort seiner eigenen Bestattung (BVerfG, BVerfGE 50, Seiten 256 ff. = MDR 1979, Seite 643 = NJW 1979, Seite 1493; BVerfG, NJW 1994, Seite 783; BVerwG, BVerwGE 45, Seite 224 = NJW 1974, Seite 2018; BVerwG, NVwZ 1990, Seite 866 = NJW 1990, Seiten 2079 f.; BGH, FamRZ 1978, Seiten 15 f. = MDR 1978, Seite 299; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 834 f. = FamRZ 1992, Seiten 657 ff.; OLG Zweibrücken, Rpfleger 2005, Seiten 666 f. = MDR 2006, Seite 398 = FGPrax 2006, Seite 21; OLG Karlsruhe, FamRZ 2002, Seite 134; LG Leipzig, FamRZ 2005, Seiten 1124 ff.; AG Brandenburg an der Havel, FamRZ 2009, Seiten 1518 ff. = BeckRS 2009, Nr.: 08486) und nicht seine Angehörigen bzw. dritte Personen.
- BGH, 14.12.2011 - IV ZR 132/11
Geschäftsführung ohne Auftrag: Anspruch des Veranlassers der Beerdigung auf …
- OLG Köln, 08.05.2002 - 16 Wx 79/02
Kündigung des vom verarmten Betreuten zu seinen Gunsten abgeschlossenen …
- AG Frankfurt/Main, 19.06.1997 - 32 C 1486/97
- OLG Karlsruhe, 14.04.1988 - 9 U 50/87
Achtung vor dem letzten Willen des Verstorbenen und seinem noch fortwirkenden …
- AG Wiesbaden, 03.04.2007 - 91 C 1274/07
Totenfürsorge: Befugnis zum Pressen der Asche des Verstorbenen zu einem …
- OLG Schleswig, 14.05.1986 - 4 U 202/85
- KG, 24.01.1969 - 16 U 1010/68
- OVG Saarland, 27.12.2007 - 1 A 40/07
Erstattung von Bestattungskosten durch Angehörige des Verstorbenen bei gestörten …
- OLG Hamm, 14.03.2000 - 27 U 102/99
Einziehung eines Geschäftsanteils in einer aus zwei gleichberechtigten …
- OLG Frankfurt, 15.02.2001 - 20 W 23/00
Betreuervergütung: Berücksichtigung eines Bestattungsvorsorgevertrags bei …
- OLG München, 04.04.2007 - 33 Wx 228/06
Keine Einsatz zur Bestattungsvorsorge angesparter Beträge für Betreuervergütung
- LG Bonn, 24.03.1993 - 5 S 72/92
Übernahme von Bestattungskosten; Prägung der gewohnheitsrechtlichen Befugnis zur …
- KG, 29.03.2012 - 1 U 3/12
Vereinsrecht: Altersgrenze von 70 Jahren für die Teilnahme an Trabrennen in der …
- LG Kiel, 05.07.1985 - 5 O 97/85
- BGH, 20.09.1973 - III ZR 148/71
Umfang der Beerdigungskosten
- BVerwG, 19.08.1994 - 1 B 149.94
Grundsätzliche Klärungsbedürftigkeit der Frage, "ob eine landesrechtliche …
- OVG Niedersachsen, 19.05.2003 - 8 ME 76/03
Angehöriger; Aufwendungsersatz; Bestattungspflicht; Friedhof; Gefahrenabwehr; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 01.06.2007 - 19 B 675/07
Ordnungsrechtliche Befugnisse der örtlichen Ordnungsbehörde bei einem Streit …
- OLG Frankfurt, 23.03.1989 - 16 U 82/88
Totenfürsorge: Berücksichtigung des ausdrücklich geäußerten Bestattungswunsches …
- OLG Zweibrücken, 28.05.1993 - 4 U 3/93
Ablauf des Nutzungsrechts für ein Grab; Zustimmung zur Umbettung der Gebeine der …
- LG Gießen, 29.06.1994 - 1 S 109/94
Bestattungsrecht; Zustimmung zur Umbettung eines Verstorbenen
- AG Krefeld, 24.06.2016 - 2 C 1/16
Anspruch eines Angehörigen auf Auskunftserteilung über den Verbleib einer Urne
Wer die Totenfürsorge innehat, bestimmt sich nach dem zu Lebzeiten geäußerten Willen des Verstorbenen (BGH NJW 2012, 1648, 1649;… Schwab, in: MünchKomm.-BGB, 6. Aufl., § 1896 Rdn. 104;… Lohmann, in: BeckOK-BGB, Stand: 1.11.2014, § 1968 Rdn. 2, OLG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 08.10.2015, Az:1 U 72/15, AG Brandenburg, Urteil vom 05.07.2013, Az: 35 C 16/13, Rn 40 ff). - AG Brandenburg, 24.01.2025 - 30 C 273/23
Ansprüche von Erben gegen Erbschaftsbesitzer - Herausgabe der zur Erbschaft …
Die Totenfürsorge obliegt, wenn nicht der Verstorbene ausdrücklich bestimmte Anordnungen erteilt hat, insoweit in erster Linie aber den nächsten Angehörigen (BGH, Urteil vom 26.02.1992, Az.: XII ZR 58/91; OLG Koblenz, Beschluss vom 03.09.2021, Az.: 12 U 752/21; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 05.07.2013, Az.: 35 C 16/13; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 05.03.2009, Az.: 31 C 223/08), mithin hier der Beklagten als Schwester des Erblassers. - VG Düsseldorf, 25.10.2013 - 23 K 7862/12
Anspruch auf Erstattung der Bestattungskosten der geschiedenen Ehefrau
Rn. 46 BGH, Beschluss vom 14. Dezember 2011 - IV ZR 132/11 -, in: juris (…Rn. 12); AG Brandenburg, Urteil vom 5. Juli 2013 - 35 C 16/13 -, in: juris (…Rn. 30).
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