Rechtsprechung
| OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03.Z |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Judicialis
GG Art. 6; ; GG Art. 6 Abs. 2; ; VwG... O § 42 Abs. 2; ; VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 1; ; VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 2; ; VwGO § 124 a Abs. 4 Satz 1; ; VwGO § 124 a Abs. 4 Satz 4; ; BGB § 1626; ; BGB § 1626 a; ; BGB § 1626 a Abs. 1; ; BGB § 1626 a Abs. 1 Nr. 1; ; BGB § 1626 a Abs. 2; ; NamÄndG § 3 Abs. 2
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Verletzung der subjektiven Rechte des Klägers durch den Namensänderungsbescheid des Beklagten; Recht zur Bestimmung des Vornamens für ein Kind als Folge des Personensorgerechts; Alleiniges Bestimmungsrecht eines Elternteil bei alleiniger Inhaberschaft der elterlichen ...
Verfahrensgang
- VG Cottbus, 25.03.2003 - 2 K 1957/02
- OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03.Z
Papierfundstellen
- FamRZ 2005, 1119
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (10)
- BVerfG, 29.01.2003 - 1 BvL 20/99
Sorgeerklärungen
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Angesichts der Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse, in die nichteheliche Kinder hineingeboren werden, ist es verfassungsgemäß, das nichteheliche Kind bei seiner Geburt sorgerechtlich grundsätzlich der Mutter zuzuordnen (BVerfG, Urteil vom 29. Januar 2003 - 1 BvL 20/99, 1 BvR 933/01 -, BVerfGE 107, 150 [169 ff.]).Die Regelung des § 1626 a BGB konkretisiert - wie das Bundesverfassungsgericht zutreffend festgestellt hat - das Elternrecht insofern in zulässiger Weise und lässt daneben für ein eigenes Klagerecht unmittelbar aus Art. 6 Abs. 2 GG keinen Raum (vgl. BVerfG, Urteil vom 29. Januar 2003 - 1 BvL 20/99, 1 BvR 933/01 -, BVerfGE 107, 150 [169 ff.]).
Diese Frage ist jedoch - wie ausgeführt - durch die Entscheidung des BVerfG (Urteil vom 29. Januar 2003 - 1 P-L 20/99, 1 BvR 933/01 -, BVerfGE 107, 150) bereits geklärt.
- BVerwG, 22.02.1994 - 1 C 24.92
Stromtariferhöhung - § 42 Abs. 2 VwGO, keine Klagebefugnis gegen staatliche …
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Durch den Namensänderungsbescheid des Beklagten vom 16. April 2002 können unter keinem Gesichtspunkt eigene subjektive Rechte des Klägers verletzt sein, so dass eine Klagebefugnis ausscheidet (vgl. zum Begriff der Klagebefugnis: BVerwG, Urteil vom 22. Februar 1994 - 1 C 24/92 -, BVerwGE 95, 133 [134]). - BGH, 17.01.1979 - IV ZB 39/78
Ausländische Vornamen für Knaben
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Das Recht zur Bestimmung des Vornamens für ein Kind folgt aus dem Personensorgerecht (vgl. BGH, Beschluss vom 17. Januar 1979 - IV ZB 39/78 -, NJW 1979, 2469;… Palandt/Diederichsen, Bürgerliches Gesetzbuch, 63. Aufl. 2004, Einf. v. § 1616, Rdnr. 13).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 31.07.1998 - 10 A 1329/98
Berufung; Zulassung; Schwierigkeit der Rechtssache; Anforderungen an die …
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Eine Rechtssache weist jedenfalls dann keine besonderen Schwierigkeiten i. S. d. § 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO auf, wenn die Angriffe des Rechtsmittelführers gegen die erstinstanzliche Entscheidung keinen begründeten Anlass zu Zweifeln an ihrer Richtigkeit geben bzw. sich ohne weiteres im Zulassungsverfahren klären lassen, so dass es der Durchführung eines Rechtsmittelverfahrens nicht bedarf (ständige Rechtsprechung des erkennenden Senats, vgl. etwa Beschluss des Senats vom 24. März 2000 - 4 A 173/98 - ebenso OVG Münster, Beschluss vom 31. Juli 1998 - 10 A 1329/98 -, NVwZ 1999, 202 ff.). - EGMR, 06.12.2001 - 31178/96
Einbenennung eines nichtehelichen Kindes ohne Zustimmung des leiblichen Vaters; …
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Auch die vom Kläger angeführte Entscheidung der Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 6. Dezember 2001 (- 31178/96 -, NJW 2003, 1921) betrifft eine Familiennamensänderung und ist damit für den vorliegenden Fall nicht einschlägig. - OVG Brandenburg, 01.12.1999 - 4 B 127/99
Betreutes Wohnen als "Heim" i.S.d. Heimgesetzes
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Der Kläger hat keine durchgreifenden Gründe dargelegt, die dafür sprechen, dass die Entscheidung des Verwaltungsgerichts im Ergebnis keinen Bestand haben könnte (vgl. zum Erfordernis der Ergebnisrichtigkeit: Beschluss des erkennenden Senats vom 1. Dezember 1999 - 4 B 127/99 -, ZFSH/SGB 2000, 164m. w. N.). - VGH Hessen, 11.12.1991 - 11 UE 3173/90
Beschwerde gegen Versagung der Prozeßkostenhilfe für das Berufungsverfahren; …
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Denn dem Vornamen kommt keine Dokumentationsfunktion hinsichtlich der Abstammung eines Kindes zu, so dass die Beibehaltung eines Vornamens nicht geeignet ist, für Dritte erkennbar die Abstammung des Kindes vom nicht (mehr) sorgeberechtigten Elternteil kundzutun (vgl. VGH Kassel, Beschluss vom 11. Dezember 1991 - 11 UE 3173/90 -, FamRZ 1992, 1100 [1101]). - VGH Hessen, 27.07.1994 - 11 UE 842/94
Namensänderung in sog Stiefkinderfällen - notwendige Beiladung des nicht …
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Ein solches Namensband stellt der Vorname nicht dar (vgl. VGH Kassel, Beschluss vom 27. Juli 1994 - 11 UE 842/94 -, FamRZ 1995, 586 f.). - OVG Nordrhein-Westfalen, 17.12.1992 - 10 A 1598/91
Anfechtungsklage; Familie; Angehöriger; Annahme des Familiennamens; Klagebefugnis
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Denn eine solche Anhörung setzt nicht ein subjektives Recht voraus, sondern kann der Unterrichtung und der Amtsermittlung durch die Behörde nach § 3 Abs. 2 Namensänderungsgesetz - NamÄndG - dienen (vgl. auch OVG Münster, Urteil vom 17. Dezember 1992 - 10 A 1598/91 -, NJW 1993, 2132 f.). - OVG Nordrhein-Westfalen, 25.11.1993 - 10 A 2423/90
Namensänderungsbescheid; Änderung des Vornamens; Änderung des Zwischennamens ; …
Auszug aus OVG Brandenburg, 12.10.2004 - 4 A 580/03
Von einer solchen Konstellation geht auch die vom Kläger angeführte Entscheidung des OVG Münster (Urteil vom 25. November 1993 - 10 A 2423/90 -, StAZ 1994, 195 sowie in JURIS) aus.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 31.05.2016 - 16 A 754/14
Klagebefugnis; Elternrecht; Vater eines nichtehelichen Kindes; Nicht …
Rn. 34 Vgl. in diesem Zusammenhang OVG NRW, Beschlüsse vom 2. April 2012 - 16 E 303/12 -, juris, Rn. 9, und vom 4. Juni 2013 - 16 E 343/12 -, StAZ 2014, 211 = juris, Rn. 13 f.; OVG Bbg., Beschluss vom 12. Oktober 2004 - 4 A 580/03.Z -, FamRZ 2005, 1119 = juris, Rn. 7; Hess. VGH, Beschluss vom 27. Juli 1994 - 11 UE 842/94 -, FamRZ 1995, 568 = juris, Rn. 3; zur Dokumentation der Abstammung: BVerfG, Urteil vom 30. Januar 2002 - 1 BvL 23/96 -, BVerfGE 104, 373 = juris, Rn. 45.Rn. 46 Letztlich offen gelassen in: OVG NRW, Beschluss vom 4. Juni 2013 - 16 E 343/12 -, StAZ 2014, 211 = juris, Rn. 6 ff.; eine Klagebefugnis des nicht sorgeberechtigten Vaters bei Vornamensänderung ablehnend: OVG Bbg., Beschluss vom 12. Oktober 2004 - 4 A 580/03.Z -, FamRZ 2005, 1119 = juris, Rn. 7; OVG Berlin-Bbg., Beschluss vom 4. Juni 2013 - OVG 5 L19.13 -, Streit 2014, 172 = juris, Rn. 3; offen lassend: Hess. VGH, Beschluss vom 11. Dezember 1991 - 11 UE 3173/90 -, FamRZ 1992, 1100 = juris, Rn. 27 (in Bezug auf einen zum im Zeitpunkt der Vornamensänderung nicht zur Personensorge Berechtigten).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 04.06.2013 - 16 E 343/12
Öffentlich-rechtliche Änderung des Familiennamens von Kindern aus geschiedenen …
Rn. 15 vgl. OVG Bbg., Beschluss vom 12. Oktober 2004 - 4 A 580/03.Z -, juris, Rdnr. 7 f. (= FamRZ 2005, 1119),. - VGH Bayern, 14.01.2015 - 5 C 14.2268
Prozesskostenhilfe; Vornamensergänzung; Klagebefugnis der nicht …
Denn die gesetzliche Regelung des Sorgerechts und deren Anwendung durch das Oberlandesgericht Nürnberg konkretisiert das Elternrecht in zulässiger Weise und lässt daneben für ein eigenes Klagerecht unmittelbar aus Art. 6 Abs. 2 GG keinen Raum (vgl. OVG Brandenburg, B.v. 12.10.2004 - 4 A 580/03.Z - juris Rn. 10 m.w.N.). - OVG Nordrhein-Westfalen, 18.08.2009 - 16 E 1071/09
Mehrfache Körperverletzung durch den Vater zum Nachteil der Mutter als wichtiger …
Rn. 17 vgl. dazu Bay. VGH, Beschluss vom 23. September 2005 - 5 ZB 05.1316 -, juris Rdnr. 10; OVG Bbg., Beschluss vom 12. Oktober 2004 - 4 A 580/03.Z -, juris Rdnr. 3 ff (= FamRZ 2005, 1119),.
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