Rechtsprechung
| OVG Niedersachsen, 01.03.1999 - 4 L 2545/97 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BSHG § 107
Sozialhilferecht: Begriff des Aufenthaltswechsels - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen (Leitsatz)
Sozialhilfe; Kostenerstattung; Hilfebedürftiger; Umzugskosten
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Sozialhilfe; Kostenerstattung; Hilfebedürftiger; Umzugskosten
Verfahrensgang
- VG Hannover, 11.03.1997 - 3 A 4753/96
- OVG Niedersachsen, 01.03.1999 - 4 L 2545/97
Papierfundstellen
- DÖV 2000, 84
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (2)
- BGH, 05.02.1975 - IV ZR 103/73
Internatsaufenthalt eines fünfjährigen Kindes im Ausland; Der gewöhnliche …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 01.03.1999 - 4 L 2545/97
Im Gegensatz zur Wohnsitznahme (§ 7 BGB) ist die Begründung eines gewöhnlichen Aufenthalts nicht eine rechtsgeschäftsähnliche Handlung, die neben der tatsächlichen Niederlassung einen Wohnsitzbegründungswillen voraussetzt; der Wille, an einem Ort den Daseinsmittelpunkt zu begründen, ist nicht erforderlich (BGH, Urt. v. 5.2.1975 - IV ZR 103/73 -, NJW 1975, S. 1068). - OVG Thüringen, 01.07.1997 - 2 KO 38/96
Sozialhilferecht; gewöhnlicher Aufenthalt; Aussiedler; Spätaussiedler; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 01.03.1999 - 4 L 2545/97
Ein Aufenthalt, der nur "vorübergehend" im Sinne von "zufällig, augenblicklich, besuchsweise" ist, genügt nicht (Thür. OVG, Urt. v. 1.7. 1997 - 2 KO 38/96 -, ZfSH/SGB 1997, 73 = NDV-RD 1998, 13 = ZfF 1998, 253 m. w. N.).
- OVG Niedersachsen, 12.04.2000 - 4 L 4035/99
Erstattung; gewöhnlicher Aufenthalt; Kosten; Kostenerstattung; Sozialhilfe; …
Zu dem erstgenannten Begriff (…dazu: Schellhorn, BSHG, 15. Aufl. 1997, § 107 Rdnr. 6;… Schoch, in: LPK-BSHG, 5. Aufl. 1998, § 107 Rdnr. 13; Beschl. d. Sen. v. 1.3.1999 - 4 L 2545/97 -, NDV-RD 1999, 81 = NdsRpfl.1999, 297 = FEVS 49, 541 = DÖV 2000, 84, Ls) bedarf es zur Entscheidung des vorliegenden Falles einer Begriffsbestimmung durch den Senat nicht.
Danach kommt es - in erster Linie - auf die objektiven Lebensumstände sowie ein zeitliches Element ("nicht nur vorübergehend") an (Senatsbeschl. v. 1.3.1999, a. a. O.;… so auch: Urt. d. BVerwG v. 18.3.1999, a. a. O.).
- OVG Niedersachsen, 06.01.2003 - 12 LB 538/02
Feststellung des gewöhnlichen Aufenthalts im Rahmen eines Erstattungsverlangens …
Zurückzugreifen ist deshalb mangels einer abweichenden Regelung im Sinne des § 37 Satz 1 SGB I auf die in § 30 Abs. 3 Satz 2 SGB I enthaltene Legaldefinition (…vgl. nur: BVerwG, Urt. v. 18.3.1999 - BVerwG 5 C 11.98 - , FEVS 49, 434, 436;… Urt. v. 7.10.1999 - BVerwG 5 C 21.98 - , FEVS 51, 385 f.; 4. Senat des erkennenden Gerichts, Beschl. v. 1.3.1999 - 4 L 2545/97 - , FEVS 49, 541, 543;… Urt. v. 12.4.2000 - 4 L 4035/99 - , FEVS 52, 26, 27 f.).Dabei kommt es nach der Rechtsprechung des 4. Senats des erkennenden Gerichts (Beschl. v. 1.3.1999, a.a.O.;… Urt. v. 12.4.2000, a.a.O.) in erster Linie auf die objektiven Lebensumstände und in zweiter Linie auf die subjektive Absicht der hilfesuchenden Person bei dem Umzug an.
- VG Braunschweig, 22.02.2001 - 4 A 444/99
Erstattung von geleisteter Sozialhilfe; Gewährung von Sozialleistungen wegen …
Daneben kann - in zweiter Linie - auch die (subjektive) Absicht des Hilfesuchenden bei dem Umzug Berücksichtigung finden (vgl. Nds. OVG, Urt. v. 12.04.2000 - 4 L 4035/99 -, FEVS 52, 26, u. v. 07. März 2000 - 4 L 2968/99 - sowie B. v. 01. März 1999 - 4 L 2545/97 -, FEVS 49, 541).Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Verziehen (Aufenthaltswechsel) im Sinne des § 107 BSHG auch dann gegeben ist, wenn der Hilfebedürftige am neuen Aufenthaltsort zunächst in einer Pension oder einem Hotel untergebracht wird ( Nds. OVG, B. v. 01. März 1999 - 4 L 2545/97 -, FEVS 49, 541).
- VG Braunschweig, 22.01.2004 - 3 A 295/03
Gewöhnlicher Aufenthalt; Kostenerstattung; Umzug
Zurückzugreifen ist deshalb mangels einer abweichenden Regelung im Sinne des § 37 Satz 1 SGB I auf die in § 30 Abs. 3 Satz 2 SGB I enthaltene Legaldefinition (…vgl. BVerwG, Urt. v. 18.03.1999 - BVerwG 5 C 11.98 -, FEVS 49, 434, 436;… Urt. v. 07.10.1999 - BVerwG 5 C 21.98 -, FEVS 51, 385 f.; OVG Lüneburg, Beschl. v. 01.03.1999 - 4 L 2545/97 -, FEVS 49, 541, 543;… Urt. v. 12.04.2000 - 4 L 4035/99 -, FEVS 52, 26, 27 f.).Dabei kommt es nach der Rechtsprechung des OVG Lüneburg (Beschl. v. 01.03.1999, a. a. O.;… Urt. v. 12.04.2000, a. a. O.;… vgl. auch Urt. v. 06.01.2003 - 12 LB 538/02 -) in erster Linie auf die objektiven Lebensumstände und in zweiter Linie auf die subjektive Absicht der hilfesuchenden Person bei dem Umzug an.
- VG Braunschweig, 21.03.2002 - 3 A 27/01
Erstattungsanspruch; länderübergreifende Verteilung; Verziehen
Danach ist Verziehen jeder tatsächliche Umzug, also jeder Wegzug des Leistungsberechtigten vom bisherigen und Zuzug zum neuen Aufenthaltsort, ohne dass es auf den Grund des Ortswechsels ankäme oder auf den Willen zum Umzug (vgl. hierzu Nds. OVG, B. v. 01.03.1999 - 4 L 2545/97 - BVerwG, Urt. v. 18.03.1999 in FEVS 49, 434;… Mergler/Zink, BSHG, § 107 Rn. 8). - VG Aachen, 10.02.2006 - 6 K 2280/02
Vorliegen der Voraussetzungen eines Kostenerstattungsanspruchs für eine …
[beide zum Frauenhaus]; BVerwG, Urteile vom 23. Oktober 2001 -5 C 3.00-, FEVS 53, 200, vom 7. Oktober 1999 -5 C 21.98-, FEVS 51, 385, und vom 18. März 1999 -5 C 11.98-, a.a.O., sowie OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25. Juli 2003 -12 A 10656/03-, ZFSH/SGB 2003, 538, und Thüringer OVG, Urteil vom 1. Juli 1997 -2 KO 38/96-, a.a.O. [alle zum Übergangswohnheim für Spätaussiedler]; OVG Lüneburg, Urteil vom 1. März 1999 -4 L 2545/97-, FEVS 49, 541 [Pension]; sowie OVG NRW, Urteil vom 7. November 2003 -12 A 3187/01-, a.a.O., und BayVGH, Urteil vom 25. Oktober 2001 -12 B 00.2321-, FEVS 53, 127 [beide zur Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende]. - LSG Baden-Württemberg, 15.06.2009 - L 1 AS 2216/08 Auch die Absicht, den gewählten Ort wieder zu verlassen, wenn bestimmte Voraussetzungen oder Ereignisse eintreten, schließt die Begründung eines gewöhnlichen Aufenthaltes nicht aus (vgl. Hessischer VGH, Beschluss vom 9. Oktober 2003 -10 ZU 2113/03-, NJW 2004, 874, und Bayerischer VGH, Urteil vom 5. Dezember 2001 -12 B 98.1044-, FEVS 54, 418 [beide zum Frauenhaus]; BVerwG, Urteile vom 23. Oktober 2001 -5 C 3.00-, FEVS 53, 200, vom 7. Oktober 1999 -5 C 21.98-, FEVS 51, 385, und vom 18. März 1999 -5 C 11.98- sowie OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25. Juli 2003 -12 A 10656/03-, ZFSH/SGB 2003, 538, und Thüringer OVG, Urteil vom 1. Juli 1997 -2 KO 38/96- [alle zum Übergangswohnheim für Spätaussiedler]; OVG Lüneburg, Urteil vom 1. März 1999 -4 L 2545/97-, FEVS 49, 541 [Pension]; sowie OVG NRW, Urteil vom 7. November 2003 -12 A 3187/01 und BayVGH, Urteil vom 25. Oktober 2001 -12 B 00.2321-, FEVS 53, 127 [beide zur Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende]).
- VG Frankfurt/Main, 18.07.2000 - 14 E 3531/96 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urt. v. 18.03.1999 - 5 C 11.98 - a. a. O.;… vgl. zur obergerichtlichen Rechtsprechung auch OVG Weimar, Urt. v. 01.07.1997, a. a. O.; OVG Lüneburg, Beschl. v. 01.03.1999 - 4 L 2545/97 - S. 4 f. des amtlichen Umdrucks), die sich mit der Entscheidungspraxis der zentralen Spruchstelle deckt (vgl. etwa Entscheidung vom 18.06.1998, EuG 54, 133 und vom 01.10.1998, EuG 54, 243), setzen diese Begriffe nicht voraus, dass am Wegzugsort eine "Wohnung" im Sinne einer durch freiwillige Aufenthaltnahme begründeten und auf Dauer angelegten, selbst gestalteten Häuslichkeit bestand.
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