Rechtsprechung
| OLG Naumburg, 21.06.2012 - 4 U 85/11 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Sachsen-Anhalt
§ 28 Abs 2 S 1 VVG, § 28 Abs 3 S 1 VVG, § 28 Abs 4 VVG, Nr E.1.3 S 2 AKB 2008
Kfz-Vollkaskoversicherungsvertrag: Leistungsfreiheit bei unerlaubtem Entfernen vom Unfallort - verkehrslexikon.de
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort führt zur Leistungsfreiheit in der Vollkaskoversicherung
- IWW
- ra.de
- versicherungsrechtsiegen.de
Vollkasko: Leistungsfreiheit unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Verlust des Vollkaskoschutzes wegen unerlaubten Entfernens des Versicherungsnehmers vom Unfallort
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (7)
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Leistungsfreiheit bei Unfallflucht
- bld.de (Leitsatz/Kurzmitteilung)
Leistungsfreiheit des Kaskoversicherers wegen Unfallflucht
- mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)
Kaskoversicherer muss nach Unfallflucht nicht zahlen
- schluender.info (Kurzinformation)
Kein Kausalitätsgegenbeweis bei Unfallflucht
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Unfallflucht des Versicherungsnehmers kann zum Verlust seines Kfz-Vollkaskoschutzes führen
- anwalt.de (Kurzinformation)
Fahrerflucht kostet Versicherungsschutz
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Verlust des Vollkaskoschutzes wegen unerlaubten Entfernens des Versicherungsnehmers vom Unfallort
Verfahrensgang
- LG Dessau-Roßlau, 30.08.2011 - 4 O 122/11
- OLG Naumburg, 21.06.2012 - 4 U 85/11
Papierfundstellen
- NJW-RR 2013, 37
- NZV 2013, 137
- VersR 2013, 178
Wird zitiert von ... (24) Zitiert selbst (2)
- OLG Celle, 19.11.2009 - 8 U 79/09
Leistungsfreiheit des Fahrzeugversicherers ohne Anzeichen für einen Unfallschock …
Auszug aus OLG Naumburg, 21.06.2012 - 4 U 85/11
Konkrete Anhaltspunkte für einen vorsatz- oder schuldausschließenden Unfallschock, welchen der Kläger als Versicherungsnehmer darzulegen hätte (vgl. OLG Celle, Urteil vom 19. November 2009, Az.: 8 U 79/09, zitiert nach juris, Rdnr. 25), lassen sich hieraus nicht entnehmen und sind auch sonst nicht ersichtlich. - LG Düsseldorf, 03.12.2010 - 22 S 179/10
Regressanspruch des Haftpflichtversicherers bei fehlendem Schockzustand bei …
Auszug aus OLG Naumburg, 21.06.2012 - 4 U 85/11
Rn. 26 Dabei kann dahinstehen, ob dem Versicherungsnehmer bei einem unerlaubten Entfernen vom Unfallort stets auch Arglist anzulasten ist (so Landgericht Düsseldorf, Urteil vom 03. Dezember 2010, Az.: 22 S 179/10, zitiert nach juris, Rdnr. 9), was bereits unabhängig von den Voraussetzungen des § 28 Abs. 3 Satz 1 VVG die Leistungsfreiheit des Versicherers nach Satz 2 der Vorschrift zur Folge hätte.
- OLG Saarbrücken, 10.02.2016 - 5 U 75/14
Leistungsfreiheit des Kfz-Fahrzeugversicherers wegen unerlaubten Entfernens des …
Sie macht außerdem deutlich, dass Feststellungen - anders als in § 142 StGB - nicht nur zu Gunsten anderer "Unfallbeteiligter" und "Geschädigter", sondern zur Feststellung des Versicherungsfalls und der Leistungspflicht des Versicherers und dabei insbesondere auch hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit des Versicherungsnehmers zu ermöglichen sind (vgl. Rixecker, Anm. zu OLG Naumburg, Urt. v. 21.6.2012 - 4 U 85/11 - ZfS 2012, 697). - OLG Stuttgart, 16.10.2014 - 7 U 121/14
Kfz-Kaskoversicherung: Verletzung der Aufklärungspflicht bei Verlassen der …
Hätte der Kläger stattdessen als angeblicher Fahrer des Pkw die Unfallstelle nicht verlassen und dort gewartet, bis kurz darauf die Polizeibeamten am Unfallort eintrafen, stünde nicht nur die Person des Fahrers eindeutig fest, sondern es wäre auch dessen mögliche Alkohol- oder Drogenbeeinflussung objektiv überprüfbar gewesen (vgl. insofern Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 21. Juni 2012 - 4 U 85/11, juris). - OLG Hamm, 28.02.2018 - 20 U 188/17
Leistungsfreiheit des Kfz-Haftpflichtversicherers wegen Unfallflucht des …
Bleibt dies unklar und in der Schwebe, ist der Versicherungsnehmer beweisfällig (OLG Naumburg, Urteil vom 21.06,2012 - 4 U 85/11, VersR 2013, 178, Rn. 28).
- AG Brandenburg, 28.04.2025 - 31 C 159/24
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Obliegenheitsverletzung, Schutzgesetz, …
Rn. 62 Grundsätzlich ist daher von einer Verletzung der Aufklärungsobliegenheit auszugehen, falls dem Versicherungsnehmer eine Unfallflucht vorzuwerfen ist (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Stuttgart, Beschluss vom 25.08.1977, Az.: 4 Ss (5) 337/77; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).Rn. 63 Das gilt - weil der Bundesgerichtshof davon ausgeht, dass der Versicherungsnehmer zwischen der Verwirklichung des Tatbestands der Unfallflucht und der Verletzung der versicherungsrechtlichen Aufklärungsobliegenheit nicht trennt - auch dann, wenn die Haftungslage eindeutig ist (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Stuttgart, Beschluss vom 25.08.1977, Az.: 4 Ss (5) 337/77; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
Rn. 69 Auch das Aussteigen und fertigen von Lichtbildern von den am Unfall beteiligten Fahrzeugen entspricht nicht den Anforderungen einer ausreichenden Aufklärung des Unfallgeschehens durch den Unfallverursacher (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Stuttgart, Beschluss vom 25.08.1977, Az.: 4 Ss (5) 337/77; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
Sie erschöpft sich nicht im Erteilen von Informationen, sondern erstreckt sich grundsätzlich auch auf das Verhalten des Versicherungsnehmers bzw. des berechtigten Fahrers - hier des Beklagten - am Unfallort (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11).
Verlässt ein Versicherungsnehmer bzw. ein berechtigter Fahrer - wie hier der Beklagte - nach einem Verkehrsunfall aber den Unfallort, ohne zuvor die konkrete Feststellung seiner sämtlichen Personalien nachvollziehbar zu ermöglichen, verletzt er bereits seine Obliegenheit aus dem Versicherungsvertrag (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
Rn. 109 Verlässt der Versicherungsnehmer bzw. berechtigter Fahrer entgegen seiner Aufklärungsobliegenheit aus Ziffer E.1.1.3 AKB unerlaubt den Unfallort, geht dies nämlich regelmäßig mit konkreten Feststellungsnachteilen für den Versicherer einher, die einen Kausalitätsgegennachweis aus § 28 Absatz 3 S.1 VVG unmöglich machen und damit entsprechend § 28 Absatz 2 Satz 1 VVG zum Verlust des Versicherungsschutzes führen (OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
Bleibt dagegen offen, ob dem Versicherer Feststellungsnachteile erwachsen sind, ist der Kausalitätsgegenbeweis durch den Versicherungsnehmer bzw. den berechtigten Fahrer bereits nicht geführt (OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.06.2019, Az.: 5 U 99/18; OLG Celle, Urteil vom 30.11.2017, Az.: 8 U 27/17; OLG Köln, Beschluss vom 06.06.2017, Az.: 9 U 191/16; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11).
- OLG Saarbrücken, 19.06.2019 - 5 U 99/18
Leitungswasserversicherung: Vertragliche Vereinbarung der Leistungsfreiheit bei …
Der Nachweis der fehlenden Kausalität obliegt dem Versicherungsnehmer; er verlangt bei Verletzungen von Anzeige- oder Aufklärungsobliegenheiten, dass dem Versicherer keine Feststellungsnachteile erwachsen sind (OLG Naumburg, VersR 2013, 178; OLG Köln, RuS 2019, 80;… Armbrüster, in: Prölss/Martin, a.a.O., § 28 Rn. 254).Bleibt dagegen offen, ob dem Versicherer Feststellungsnachteile erwachsen sind, ist dieser Beweis nicht geführt (OLG Naumburg, VersR 2013, 178; OLG Celle, RuS 2018, 132;… Armbrüster, in: Prölss/Martin, a.a.O., § 28 Rn. 249, 258).
- OLG Dresden, 17.04.2018 - 6 U 1480/17
Verletzung der Aufklärungsobliegenheit durch Entfernen vom Unfallort in der …
Im Rahmen teleologischer Reduktion sind aus dem Anwendungsbereich des Belehrungserfordernisses nach § 28 Abs. 4 VVG solche Fallgestaltungen auszunehmen, in denen die Aufklärungsobliegenheiten nach dem Eintritt des Versicherungsfalles nicht aufgrund eines bestimmten Verlangens des Versicherers, sondern aufgrund eines konkreten Geschehensablaufs entstehen (sog. spontan zu erfüllende Obliegenheiten); ein typisches Beispiel dafür ist die Obliegenheit in der Kraftfahrtversicherung, den Unfallort nicht zu verlassen, ohne die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen (…eingehend: MünchKomm-Wandt, 2010, § 28 VVG Rdn. 320 ff.;… ebenso Prölss/Martin, VVG, 30. Aufl., § 28 VVG Rdn. 262;… OLG Hamm, a.a.O., Rdn. 73; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, 4 U 85/11, Rdn. 31, juris). - LG Karlsruhe, 13.04.2017 - 20 S 101/16
Kfz-Haftpflichtversicherung: Regress wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort; …
unter welchen Voraussetzungen dies bei einem Obliegenheitsverstoß durch unerlaubtes Entfernen vom Unfallort der Fall ist, wird in der Rechtsprechung nicht einheitlich beurteilt (nach Auffassung des Landgerichts Düsseldorf, Urteil vom 03.12.2010, 22 S 179/10, zitiert nach Juris, ist dies durchweg der Fall; offen lassend, ob dies stets bejaht werden kann: Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt NJW-RR 2013, 37; nach Auffassung des Oberlandesgerichts Saarbrücken, NJW-RR 2016, 922, ist nicht jedes unerlaubte Entfernen vom Unfallort arglistig).Dies betrifft namentlich die Frage einer möglichen Alkoholisierung der Beklagten, die zwar nicht zum Entfallen des Versicherungsschutzes geführt, wohl aber einen Regressanspruch gegen die Beklagte begründet hätte (BGH NJW-RR 2012, 724; zu den sich hieraus ergebenden Feststellungsnachteilen i.S.d. § 28 Abs. 3 VVG vgl. Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt NJW-RR 2013, 37; OLG Saarbrücken NJW-RR 2016, 922).
- OLG Saarbrücken, 29.11.2023 - 5 U 34/23
Gewerbliche Sachversicherung: Nachweis eines bedingungsgemäßen Rohrbruch- und …
Bleibt dagegen offen, ob dem Versicherer Feststellungsnachteile erwachsen sind, ist der Kausalitätsgegenbeweis nicht geführt (Senat, Urteil vom 19. Juni 2019 - 5 U 99/18, VersR 2019, 1289; OLG Naumburg, VersR 2013, 178; OLG Celle, RuS 2018, 132;… Rixecker in: Langheid/Rixecker, a.a.O., § 28 Rn. 90). - OLG Saarbrücken, 24.06.2015 - 2 U 73/14
Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Autovermietungsunternehmens: Wirksamkeit …
Bleibt dies unklar und in der Schwebe, ist der Versicherungsnehmer beweisfällig und bleibt der Versicherer nach Maßgabe des § 28 Abs. 2 VVG leistungsfrei (siehe hierzu auch OLG des Landes Sachsen-Anhalt, VersR 2013, 178). - OLG Saarbrücken, 31.07.2024 - 5 U 102/23
Leistungsfreiheit der Fahrzeug-Vollkaskoversicherung wegen vorsätzlicher …
Bleibt dagegen offen, ob dem Versicherer Feststellungsnachteile erwachsen sind, ist der Kausalitätsgegenbeweis nicht geführt (Senat, Urteile vom 19. Juni 2019 - 5 U 99/18, VersR 2019, 1289 und vom 29. Dezember 2023 - 5 U 34/23, RuS 2024, 156, 162; OLG Naumburg, VersR 2013, 178; OLG Celle, RuS 2018, 132; OLG Köln, RuS 2019, 80, 81;… Klimke, in: Prölss/Martin, a.a.O., E.2 AKB Rn. 4;… Rixecker in: Langheid/Rixecker, a.a.O., § 28 Rn. 90). - OLG Köln, 12.04.2017 - 9 U 191/16
Leistungskürzung der Kaskoversicherung bei Obliegenheitsverletzung
- LG Kleve, 17.05.2018 - 6 O 65/16
Leistungsfreiheit des Versicherers wegen Verletzung der Obliegenheitspflicht des …
- LG Heidelberg, 18.02.2020 - 2 O 312/19
Leistungsfreiheit der Kaskoversicherung wegen Obliegenheitsverletzung des …
- LG Düsseldorf, 13.07.2017 - 9 S 37/16
Feststellungsnachteile des Versicherers durch vorzeitiges Verlassen des …
- OLG Brandenburg, 19.06.2025 - 12 U 110/24
Auslegung der Vertragsstrafenvereinbarung; Schadensersatzzahlung wegen …
- AG Oldenburg, 22.11.2021 - 6 C 6098/21
Kfz-Haftpflicht: Kein Regress bei Unfallflucht & Kooperation
- AG Rastatt, 25.09.2020 - 3 C 205/17
- LG Dortmund, 17.08.2017 - 2 O 300/16
Unfallflucht mit Ferrari - Vollkasko muss nichts zahlen!
- KG, 24.11.2023 - 14 U 142/23
Kfz-Kaskoversicherung: Verletzung der Aufklärungspflicht wegen unterlassener …
- LG Hamburg, 28.01.2026 - 308 O 263/24
- LG Lübeck, 27.06.2024 - 14 S 103/22
Kfz-Haftpflichtversicherung: Kausalitätsgegenbeweis bei einem unerlaubten …
- LG Hannover, 28.01.2026 - 308 O 263/24
Vollkaskoversicherung; Aufklärungsobliegenheit; Entfernen vom Unfallort
- AG Pfaffenhofen/Ilm, 18.01.2024 - 2 C 20/22
Obliegenheitsverletzung, Beginn der Verjährung, Einrede der Verjährung, Erhobene …
- LG Erfurt, 12.12.2013 - 8 O 354/13
KFZ-Kaskoversicherung: Zahlungsanspruch des Versicherungsnehmers bei dessen …
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Rechtsprechung
| OLG Hamburg, 15.12.2011 - 4 U 85/11 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (5)
- damm-legal.de (Kurzinformation)
Application Service Providing (ASP) ist rechtlich als Miete von Software zu werten
- online-und-recht.de (Kurzinformation)
Zur juristischen Einordnung eines ASP-Vertrags
- hb-law.de (Kurzinformation und Auszüge)
ASP-Vertrag ist immer Mietvertrag!?
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
ASP-Vertrag über E-Mail-Dienstleistungen ist überwiegend Mietvertrag
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Grundsätze zur Einordnung eines Application-Service-Providing-Vertrags (ASP-Vertrag) unter die Vorschriften des Mietvertragsrechts
Verfahrensgang
- LG Hamburg, 24.06.2011 - 309 O 466/08
- OLG Hamburg, 15.12.2011 - 4 U 85/11
Papierfundstellen
- MMR 2012, 740
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (2)
- BGH, 15.11.2006 - XII ZR 120/04
Anwendung des Mietrechts auf Application Service Providing
Auszug aus OLG Hamburg, 15.12.2011 - 4 U 85/11
Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 15.11.2006 (vgl. Az. XII ZR 120/04, zitiert nach juris) ist davon auszugehen, dass bei einem ASP-Vertrag, der auf entgeltliche Überlassung von Standardsoftware gerichtet ist, Mietvertragsrecht anzuwenden ist. - BGH, 12.03.2004 - V ZR 257/03
Wiederholung der erstinstanzlichen Beweisaufnahme im Berufungsverfahren; …
Auszug aus OLG Hamburg, 15.12.2011 - 4 U 85/11
Dies ist der Fall, wenn die Beweiswürdigung unvollständig oder in sich widersprüchlich ist, oder wenn sie gegen Denkgesetze oder Erfahrungsgesetze verstößt (vgl. BGH NJW 2004, 1876 ).
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Rechtsprechung
| LSG Rheinland-Pfalz, 05.05.2011 - L 4 U 85/11 B |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Unfallversicherung
- openjur.de
- Justiz Rheinland-Pfalz
§ 73a Abs 1 SGG, § 115 Abs 1 S 1 ZPO, § 115 Abs 1 S 2 Nr 1 Buchst a ZPO, § 82 Abs 2 SGB 12
Sozialgerichtliches Verfahren - Prozesskostenhilfe - Ratenzahlung - Einkommensbegriff gem § 115 Abs 1 ZPO - Grundrente nach dem BVG als Einkommen
- ra.de
- rechtsportal.de
Anspruch auf Prozesskostenhilfe im sozialgerichtlichen Verfahren; Berücksichtigung einer Grundrente nach dem BVG als Einkommen
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Grundrente nach dem BVG unterfällt dem Einkommensbegriff des § 115 Abs. 1 S. 1 ZPO; Anspruch auf Prozesskostenhilfe im sozialgerichtlichen Verfahren; Berücksichtigung einer Grundrente nach dem BVG als Einkommen
Verfahrensgang
- SG Mainz, 16.03.2011 - S 11 U 184/10
- LSG Rheinland-Pfalz, 05.05.2011 - L 4 U 85/11 B
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (1)
- OVG Nordrhein-Westfalen, 20.02.1991 - 8 B 2884/90
Grundrente ; Einkommen
Auszug aus LSG Rheinland-Pfalz, 05.05.2011 - L 4 U 85/11
Diese Auffassung wird im Übrigen auch in der weit überwiegenden Rechtsprechung vertreten (vgl. etwa OVG Münster, Beschl. v. 20.02.1991 - 8 B 2884/90 - sowie m.w.Nw. zur Rspr. Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, § 115 Rdnr. 19, 69. Aufl. 2011).
- LSG Berlin-Brandenburg, 29.04.2013 - L 3 U 135/12 Dabei kann dahin stehen, ob die der Klägerin nach dem OEG gewährte Grundrente i.H.v. 106,- Euro monatlich als einsetzbares Einkommen nach § 115 Abs. 1 Satz 2 ZPO zu berücksichtigen ist (so Beschluss des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz vom 05. Mai 2011 - L 4 U 85/11 B-, m.w.N., in juris), da im Hinblick auf § 115 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 (Satz 2) ZPO i.V.m. § 1610a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) dieser Betrag sodann als Aufwendungen infolge eines Körper- oder Gesundheitsschadens abzusetzen wäre (…vgl. Geimer in Zöller, ZPO, 29. Aufl. 2012, Rdn. 16, 17 zu § 115;… Palandt, BGB, 71. Aufl. 2012, Rdn. 3 zu § 1610a).
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