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Rechtsprechung
   VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2001,4290
VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00 (https://dejure.org/2001,4290)
VGH Hessen, Entscheidung vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 (https://dejure.org/2001,4290)
VGH Hessen, Entscheidung vom 29. Mai 2001 - 5 N 92/00 (https://dejure.org/2001,4290)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • Justiz Hessen

    Art 3 Abs 1 GG, Art 20 Abs 3 GG, Art 105 Abs 2a GG
    Normenkontrolle einer Hundesteuersatzung - gefährlicher Hund

  • Judicialis

    GG Art. 3 Abs. 1; ; GG Art. 20 Abs. 3; ; GG Art. 105 Abs. 2a; ; KAG § 7 Abs. 2; ; Satzung ü. Hundesteuer d. Stadt Großalmerode § 5 Abs. 3; ; Satzung ü. Hundesteuer d. Stadt Großalmerode § 5 Abs. 4

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Normenkontrolle gegen kommunale Hundesteuersatzung; Erhöhte Hundesteuer für "gefährliche Hunde"; Hundesteuer als örtliche Aufwandsteuer i.S.d. Art. 105 Abs. 2a Grundgesetz (GG); Lenkungszwecke im Sinne einer Eindämmung der Hundehaltung; Verfassungsrechtlich unzulässige ...

Papierfundstellen

  • ESVGH 52, 62 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (16)Zitiert selbst (18)

  • BVerwG, 19.01.2000 - 11 C 8.99

    Hundesteuer; Erhöhung des Steuersatzes für Kampfhunde; achtfach höherer …

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Eine kommunale Steuersatzung, die für "gefährliche Hunde" eine erhöhte Hundesteuer festlegt und diese "gefährlichen Hunde" abstrakt mit Hilfe unbestimmter Rechtsbegriffe definiert, kann darüber hinaus für bestimmte Rassen, Gruppen und Kreuzungen von Hunden die Eigenschaft als "gefährlicher Hund" unwiderleglich bestimmen (im Anschluss an BVerwG, Urteil vom 19.01.2000 - 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265).

    Einer zusätzlichen Sachkompetenz des Satzungsgebers neben der Steuerregelungsbefugnis bedarf es nicht, gleichgültig ob die Lenkungswirkung als Haupt- oder Nebenzweck neben die beabsichtigte Einnahmeerzielung tritt (vgl. dazu: BVerfG, Urteil vom 07.05.1998 - 2 BvR 1991 und 2004/95 -, BVerfGE 98, 106, 118; Beschluss vom 03.05.2001 - 1 BvR 624/00 - BVerwG, Urteile vom 22.12.1999 - 11 C 9.99 -, BVerwGE 110, 248, und vom 19.01.2000 - 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265).

    Angesichts dieser Belastungen kann nicht davon ausgegangen werden, dass die erhöhte Steuer für "gefährliche Hunde" durch eine "erdrosselnde" Wirkung in ein Verbot der Haltung umschlägt (vgl. auch: BVerwG, Urteil vom 19.01.2000, a. a. O.; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.09.2000 - 6 A 10789/00 -, NVwZ 2001, 228, 229).

    Darin liegt nach Auffassung des Senats keine aus Gründen des aus dem verfassungsrechtlichen Rechtsstaatsprinzip folgenden Vertrauensschutzes unzulässige Rückwirkung (wie BVerwG, Urteil vom 19.01.2000, a. a. O., gegen die aufgehobene Vorinstanz OVG S-A, Urteil vom 18.03.1998 - 18 A 2 S 317/96 -, NVwZ 1999, 321; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 19.09.2000, a. a. O.).

    Die bloße Erwartung, der bisherige steuerliche Zustand werde unverändert bleiben, genügt angesichts des weiten Gestaltungsspielraums des Normgebers zur Änderung und Neubegründung von Pflichten dafür nicht (so auch: BVerwG, Urteil vom 19.01.2000, a. a. O.).

    Eine nahezu gleich lautende Liste von Hunden, für die unwiderleglich deren steuerbegründende "Kampfhundeeigenschaft" vermutet wurde, hat das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen einer zu überprüfenden Satzungsregelung über eine Hundesteuer als mit Art. 3 Abs. 1 GG für vereinbar angesehen (Urteil vom 19.01.2000, a. a. O.; vgl. dazu: Gössl, BWGZ 2000, 535; Hamann, NVwZ 2000, 894; Kolb, Neue Justiz 2000, 385; Seitz, JZ 2000, 949).

    Eine Übergangsregelung musste die Antragsgegnerin ebenfalls nicht treffen (so auch: BVerwG, Urteil vom 19.01.2000, a. a. O.).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 18.03.1998 - A 2 S 317/96

    Rückwirkungsverbot; Kampfhundesteuer; Geltung zum Jahresbeginn; Hunderassen; …

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Darin liegt nach Auffassung des Senats keine aus Gründen des aus dem verfassungsrechtlichen Rechtsstaatsprinzip folgenden Vertrauensschutzes unzulässige Rückwirkung (wie BVerwG…, Urteil vom 19.01.2000, a. a. O., gegen die aufgehobene Vorinstanz OVG S-A, Urteil vom 18.03.1998 - 18 A 2 S 317/96 -, NVwZ 1999, 321; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 19.09.2000, a. a. O.).

    Willkürlich ist die gefundene steuerrechtliche Lösung jedenfalls nicht (…vgl. im Ergebnis ähnlich für so genannte "Kampfhundesteuern": OVG Rheinland-Pfalz, a. a. O.; Nds. OVG, Urteil vom 19.02.1997 - 13 L 521/95 -, NVwZ 1997, 816; Bay. VGH, Urteil vom 29.07.1996 - 4 B 95.1675 -, NVwZ 1997, 819, Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen, BVerwG, Beschluss vom 10.01.1997 - 8 B 204.96 -, NVwZ 1997, 801; a. A. OVG S-A, Urteil vom 18.03.1998, a. a. O.).

  • BVerfG, 07.05.1998 - 2 BvR 1991/95

    Kommunale Verpackungsteuer

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Einer zusätzlichen Sachkompetenz des Satzungsgebers neben der Steuerregelungsbefugnis bedarf es nicht, gleichgültig ob die Lenkungswirkung als Haupt- oder Nebenzweck neben die beabsichtigte Einnahmeerzielung tritt (vgl. dazu: BVerfG, Urteil vom 07.05.1998 - 2 BvR 1991 und 2004/95 -, BVerfGE 98, 106, 118; Beschluss vom 03.05.2001 - 1 BvR 624/00 - BVerwG, Urteile vom 22.12.1999 - 11 C 9.99 -, BVerwGE 110, 248, und vom 19.01.2000 - 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265).

    Der Lenkungszweck der Steuerregelung in der Hundesteuersatzung der Antragsgegnerin zur Eindämmung der Haltung "gefährlicher Hunde" läuft auch nicht etwa Regelungen des Ordnungsrechts durch den Sachgesetzgeber (vgl. dazu: BVerfG, Urteil vom 07.05.1998, a. a. O.) entgegen, wie etwa der Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von gefährlichen Hunden vom 15. August 2000 (GVBl. I S. 411, vgl. dazu: Beschluss des 11. Senats des Hess. VGH vom 08.09.2000 - 11 NG 2500/00 -, NVwZ 2000, 1438).

  • OVG Rheinland-Pfalz, 19.09.2000 - 6 A 10789/00

    Hundesteuer; Rasselisten einer Hundesteuersatzung

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Angesichts dieser Belastungen kann nicht davon ausgegangen werden, dass die erhöhte Steuer für "gefährliche Hunde" durch eine "erdrosselnde" Wirkung in ein Verbot der Haltung umschlägt (vgl. auch: BVerwG…, Urteil vom 19.01.2000, a. a. O.; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.09.2000 - 6 A 10789/00 -, NVwZ 2001, 228, 229).

    Darin liegt nach Auffassung des Senats keine aus Gründen des aus dem verfassungsrechtlichen Rechtsstaatsprinzip folgenden Vertrauensschutzes unzulässige Rückwirkung (wie BVerwG…, Urteil vom 19.01.2000, a. a. O., gegen die aufgehobene Vorinstanz OVG S-A, Urteil vom 18.03.1998 - 18 A 2 S 317/96 -, NVwZ 1999, 321; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.09.2000, a. a. O.).

  • OVG Niedersachsen, 19.02.1997 - 13 L 521/95

    Kampfhund; Hundesteuer; Steuer

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Willkürlich ist die gefundene steuerrechtliche Lösung jedenfalls nicht (…vgl. im Ergebnis ähnlich für so genannte "Kampfhundesteuern": OVG Rheinland-Pfalz, a. a. O.; Nds. OVG, Urteil vom 19.02.1997 - 13 L 521/95 -, NVwZ 1997, 816; Bay. VGH, Urteil vom 29.07.1996 - 4 B 95.1675 -, NVwZ 1997, 819, Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen, BVerwG, Beschluss vom 10.01.1997 - 8 B 204.96 -, NVwZ 1997, 801; a. A. OVG S-A…, Urteil vom 18.03.1998, a. a. O.).
  • BVerwG, 10.01.1997 - 8 B 204.96

    Kommunalabgabenrecht - Hundesteuer, Erhöhte Steuer infolge der Haltung eines …

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Willkürlich ist die gefundene steuerrechtliche Lösung jedenfalls nicht (…vgl. im Ergebnis ähnlich für so genannte "Kampfhundesteuern": OVG Rheinland-Pfalz, a. a. O.; Nds. OVG, Urteil vom 19.02.1997 - 13 L 521/95 -, NVwZ 1997, 816; Bay. VGH, Urteil vom 29.07.1996 - 4 B 95.1675 -, NVwZ 1997, 819, Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen, BVerwG, Beschluss vom 10.01.1997 - 8 B 204.96 -, NVwZ 1997, 801; a. A. OVG S-A…, Urteil vom 18.03.1998, a. a. O.).
  • VGH Bayern, 29.07.1996 - 4 B 95.1675

    Hundesteuer; höhere Hundesteuer für Kampfhunde

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Willkürlich ist die gefundene steuerrechtliche Lösung jedenfalls nicht (…vgl. im Ergebnis ähnlich für so genannte "Kampfhundesteuern": OVG Rheinland-Pfalz, a. a. O.; Nds. OVG, Urteil vom 19.02.1997 - 13 L 521/95 -, NVwZ 1997, 816; Bay. VGH, Urteil vom 29.07.1996 - 4 B 95.1675 -, NVwZ 1997, 819, Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen, BVerwG, Beschluss vom 10.01.1997 - 8 B 204.96 -, NVwZ 1997, 801; a. A. OVG S-A…, Urteil vom 18.03.1998, a. a. O.).
  • BGH, 06.07.1976 - VI ZR 177/75

    Tierhalterhaftung für Deckakte

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Eine Untersuchung, ob Kampfhunde im Einzelfall so gehalten werden, daß sich ihre potentielle Gefährlichkeit nicht auswirkt, stößt wegen der teilweisen Unberechenbarkeit des tierischen Verhaltens (vgl. BGHZ 67, 129 ) schon objektiv auf Schwierigkeiten.
  • BVerfG, 31.10.1984 - 1 BvR 35/82

    Zahntechniker-Innungen

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Die bloße Erwartung, das bestehende Steuerrecht werde fortbestehen, schützt die Verfassung nicht, auch wenn Betroffene in ihren Dispositionen von den bisherigen Steuersätzen ausgegangen sind (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 17.07.1974 - 1 BvR 51, 160, 285/69 -, 1 BvL 16, 26/72 -, BVerfGE 38, 61, 83; und vom 31.10.1984 - 1 BvR 35, 356, 794/82 -, BVerfGE 68, 193, 222).
  • BVerfG, 03.05.2001 - 1 BvR 624/00

    Höhere Vergnügungsteuer auf Gewaltspielautomaten

    Auszug aus VGH Hessen, 29.05.2001 - 5 N 92/00
    Einer zusätzlichen Sachkompetenz des Satzungsgebers neben der Steuerregelungsbefugnis bedarf es nicht, gleichgültig ob die Lenkungswirkung als Haupt- oder Nebenzweck neben die beabsichtigte Einnahmeerzielung tritt (vgl. dazu: BVerfG, Urteil vom 07.05.1998 - 2 BvR 1991 und 2004/95 -, BVerfGE 98, 106, 118; Beschluss vom 03.05.2001 - 1 BvR 624/00 - BVerwG, Urteile vom 22.12.1999 - 11 C 9.99 -, BVerwGE 110, 248, und vom 19.01.2000 - 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265).
  • BVerfG, 17.07.1974 - 1 BvR 51/69

    'Leberpfennig'

  • BVerwG, 22.12.1999 - 11 C 9.99

    Vergnügungssteuer, Spielautomatensteuer, Besteuerung von Gewaltspielautomaten; …

  • BVerwG, 22.03.1994 - 8 NB 3.93

    Finanzwesen - Spielautomatensteuer - Aufwandsteuer - Gleichheitssatz - …

  • BVerwG, 15.08.1996 - 8 B 167.96

    Zulässigkeit satzungsrechtlicher Steuernormen mit Blick auf den …

  • BVerfG, 14.05.1986 - 2 BvL 2/83

    Einkommensteuerrecht

  • BVerfG, 19.12.1961 - 2 BvL 6/59

    Rückwirkende Steuern

  • BVerfG, 23.03.1971 - 2 BvL 2/66

    Bundesentschädigungsgesetz

  • VGH Hessen, 08.09.2000 - 11 NG 2500/00

    Halten und Führen gefährlicher Hunde; zur Gültigkeit der Gefahrenabwehrverordnung

  • VG Kassel, 15.12.2010 - 4 K 763/10

    Erhöhter Hundesteuersatz für gefährliche Hunde auch dann zulässig, wenn der …

    Denn bei der Zugehörigkeit eines Hundes zu einer der in der Hundeverordnung genannten Rassen gilt dieser unwiderleglich als "gefährlicher Hund", selbst wenn das einzelne Tier ein friedlicher Familienhund ist und ein Wesenstest oder gar mehrere Wesenstests keine Auffälligkeit zeigt bzw. zeigen (vgl. Hess. VGH, Urteil vom 06.12.2006 - 5 UE 3545/04 -, a. a. O., Beschluss vom 11.01.2004 - 5 B 903/04 -, a. a. O., Beschluss vom 29.05.2008 - 5 N 92/00 -, HessVGRspr 2000, 89 ff., HGZ 2001, 346 f.).

    Darin liegt zur Überzeugung der Kammer unter Berücksichtigung der entsprechenden Rechtsprechung Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG, Beschlüsse vom 17.07.1974 -- 1 BvR 51, 160, 285/69 --, 1 BvL 16, 26/72 --, BVerfGE 38, 61, 83; und vom 31.10.1984 -- 1 BvR 35, 356, 794/82 --, BVerfGE 68, 193, 222) und des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes (Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, a. a. O.) keine, aus Gründen des - aus dem verfassungsrechtlichen Rechtsstaatsprinzips folgenden - Vertrauensschutzes, unzulässige Rückwirkung.

    Die bloße Erwartung, das bestehende Steuerrecht werde fortbestehen, schützt die Verfassung nicht, auch wenn Betroffene in ihren Dispositionen von den bisherigen Steuersätzen ausgegangen sind (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 17.07.1974 -- 1 BvR 51, 160, 285/69 --, 1 BvL 16, 26/72 --…und vom 31.10.1984 -- 1 BvR 35, 356, 794/82 --, a.a.O.; Hess. VGH, Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, a. a. O.).

    Darin kann allein für bereits vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Neuregelung im Stadtgebiet der Beklagten gehaltene gefährliche Hunde die Anknüpfung an einen - teilweise - in der Vergangenheit begonnenen Sachverhalt - und damit eine unechte Rückwirkung im oben beschriebenen Sinn - gesehen werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.01.2001 - 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265; Hess. VGH, Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, a. a. O.; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.09.2000 - 6 A 10789/00 -, NVwZ 2001, 228 f.).

    Die bloße Erwartung, der bisherige steuerliche Zustand werde unverändert bleiben, genügt angesichts des weiten Gestaltungsspielraums des Normgesetzgebers zur Änderung und Neubegründung von Pflichten dafür nicht (vgl. insgesamt Hess. VGH, Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, a. a. O.).

    Rn. 52 Eine Übergangsregelung musste die Beklagte nicht treffen (vgl. Hess. VGH, Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, a. a. O.; BVerwG…, Urteil vom 19.01.2000 - 11 C 8/99 -, a.a.O.).

    Wie bereits dargelegt, schützt die Verfassung nicht die Erwartung, das bestehende Steuerrecht werde fortbestehen, und damit nicht vor der Einführung einer neuen oder der Erhöhung einer bestehenden Steuer (vgl. Hess. VGH, Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, a. a. O., m. w. N. zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und Bundesverwaltungsgerichts).

    Die Höhe der Abgabe bewirkt nicht, dass die Haltung eines gefährlichen Hundes im Stadtgebiet der Beklagten unmöglich gemacht würde (vgl. zu einem Steuersatz von 720, 00 EUR jährlich je Hund: VG Gießen…, Urteil vom 03.03.2008 - 8 E 1917/07 -, a. a. O.; Hess. VGH, Beschluss vom 29.05.2001 -5 N 92/00 -, a. a. O.; BVerwG…, Urteil vom 19.01.2000 - 11 C 8.99 -, a. a. O.).

    Vielmehr ergänzt der auf Eindämmung der Haltung "gefährlicher Hunde" auf dem Gebiet der Beklagten gerichtete Lenkungszweck der HStS der Beklagten die ordnungsrechtlichen Regelungen über deren Haltung und Führung (vgl. Hess. VGH, Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, a. a. O.).

  • BVerwG, 10.10.2001 - 9 BN 2.01

    Hundesteuer; Erhöhung des Steuersatzes für Kampfhunde; Hunderassenliste; …

    Danach ergibt sich, dass das angefochtene Urteil in Übereinstimmung mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Januar 2000 - BVerwG 11 C 8.99 - (BVerwGE 110, 265;… vgl. dazu: Gössl, BWGZ 2000, S. 535;… Hamann, NVwZ 2000, S. 894;… Kolb, Neue Justiz 2000, S. 385;… Seitz, JZ 2000, S. 949) die Auffassung vertritt, es sei vom Gestaltungsspielraum der steuererhebenden Gemeinde als Satzungsgeberin umfasst, bestimmte Hunderassen - und dabei insbesondere den vom Antragsteller gehaltenen American Staffordshire Terrier - in einer Liste gefährlicher Hunde aufzuführen und sodann das Halten solcher Hunde wegen einer gesteigerten abstrakten Gefährlichkeit mit einem erhöhten Steuersatz zu belegen(ebenso zum Hundesteuerrecht: OVG Koblenz, Urteil vom 19. September 2000 - 6 A 10789/00 - ; VGH Kassel, Beschluss vom 29. Mai 2001 - 5 N 92/00 - vgl. im Übrigen zum Polizei- und Ordnungsrecht: LVerfGH Bln, Urteil vom 12. Juli 2001 - VerfGH 152/00 - m.w.N.;… zum Meinungsstand insgesamt: Hölscheidt, Nds.VBl 2000, S. 1;… Caspar, DVBl 2000, S. 1580;… Schnupp, DÖD 2001, S. 189).
  • VGH Hessen, 27.01.2004 - 11 N 520/03

    Vermutung der Gefährlichkeit von Hunderassen bzw. -gruppen bei Vorliegen …

    Diese Voraussetzungen sind erfüllt, denn die erhöhte Besteuerung für gefährliche Hunde dient der Eindämmung der Haltung solcher Hunde und deshalb zumindest mittelbar der Gefahrenabwehr (vgl. Hess.VGH, Beschluss vom 29. Mai 2001 - 5 N 92/00 -, HSGZ 2001, 346 [348]).
  • VGH Hessen, 29.08.2001 - 11 N 2497/00

    Gefährlichkeitsvermutung für bestimmte Hunderassen; Voraussetzung für Erlaubnis …

    Mit dieser Entscheidung setzt sich der Senat nicht in Widerspruch zu dem Beschluss des 5. Senats des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 29. Mai 2001 - 5 N 92/00 - und zu dem darin zitierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Januar 2000 - 11 C 8.99 - (BVerwGE 110, 265), mit denen die Vereinbarkeit der an die Hunderasse anknüpfenden unwiderleglichen Vermutung der Kampfhundeeigenschaft in Hundesteuersatzungen mit höherrangigem Recht bestätigt worden ist.
  • VGH Hessen, 06.12.2006 - 5 UE 3545/04

    Klage gegen erhöhte Steuersätze für sog. Kampfhunde im Gebiet der Stadt Frankfurt …

    Hierzu hat der Senat in seinem Beschluss vom 11. Januar 2005 (5 UE 903/04 - KStZ 2005, 79) unter Bezugnahme auf seinen Normenkontrollbeschluss vom 29. Mai 2001 (5 N 92/00 - HSGZ 2001, 346) ausgeführt, dass eine Kommune mit ihrer Hundesteuersatzung neben dem Zweck der Einnahmeerzielung auch einen Lenkungszweck verfolgen kann, um die Haltung bestimmter Hunde aufgrund eines abstrakten Gefährdungspotentials einzudämmen.
  • VG Gießen, 15.05.2003 - 9 E 2490/00

    Hundesteuer - Kampfhund

    Rn. 25 Bei der gemeindlichen Hundesteuer handelt es sich um eine zulässige örtliche Aufwandsteuer im Sinne des § 7 HessKAG und des Artikels 105 Abs. 2a GG (vgl.: Hess.VGH Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 - HessVGRspr. 2002 S. 89, 90 HSGZ 2001, 346, 347, BVerwG Urteil vom 19.01.2000 - 11 C 8.99 - BVerwGE 110, 265, 268, HSGZ 2000, 189).

    Rn. 26 Entgegen dem Vorbringen der Kläger verstoßen die zur Anwendung gelangten Bestimmungen dieser Hundesteuersatzung nicht gegen höherrangiges Recht, insbesondere auch nicht gegen das Gleichheitsgebot des Artikel 3 Abs. 1 Grundgesetz oder gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.01.2000 - 11 C 8.99 - BVerwGE 110, 265; Hess. VGH Beschluss vom 29.05.2001 - 5 N 92/00 - HSGZ 2001, 346, HessVGRspr. 2002, 89).

    Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat indessen ausdrücklich betont, dass diese Entscheidung und ihre Gründe keine Geltung für das Steuerrecht beanspruchen und zutreffend Folgendes ausgeführt: "Mit dieser Entscheidung setzt sich der Senat nicht in Widerspruch zu dem Beschluss des 5. Senats des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 29. Mai 2001 - 5 N 92/00 - und zu dem darin zitierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Januar 2000 - 11 C 8.99 - (BVerwGE 110, 265), mit denen die Vereinbarkeit der an die Hunderasse anknüpfenden unwiderleglichen Vermutung der Kampfhundeeigenschaft in Hundesteuersatzungen mit höherrangigem Recht bestätigt worden ist.

  • OVG Niedersachsen, 21.11.2023 - 9 LA 89/23

    Gefährlichkeitsfeststellung; allgemeiner Gleichheitsatz; gefährlicher Hund; …

    Denn damit werden Halter solcher Hunde dem erhöhten Steuersatz unterworfen, die in der Öffentlichkeit als erhöhte Gefahr aufgefallen sind (vgl. dazu BVerwG…, Urteil vom 19.1.2000 - 11 C 8.99 - juris Rn. 43); dem erhöhten Steuersatz unterliegen Hunde auch dann, wenn sie nicht über ein abstraktes Gefährdungspotential verfügen, aber bereits durch konkrete Gefährdungen auffällig geworden sind (vgl. HessVGH, Beschluss vom 29.5.2001 - 5 N 92/00 - juris Rn. 43).

    Willkürlich ist die gefundene steuerrechtliche Lösung jedenfalls nicht (vgl. HessVGH, Beschluss vom 29.5.2001, a. a. O., Rn. 43 m. w. N.).

  • VGH Hessen, 11.01.2005 - 5 UE 903/04

    Erhöhte Hundesteuer für Staffordshire Bullterrier

    Der Senat hat bereits in seinem Normenkontrollbeschluss vom 29. Mai 2001 (5 N 92/00, HSGZ 2001, 346 = HessVGRspr. 2002, 89) eine Hundesteuersatzung, die in ihren Regelungen der dem streitigen Steuerbescheid zugrundeliegenden Steuersatzung der Beklagten entsprach, geprüft und für rechtmäßig befunden (ebenso die vorherrschende Rechtsprechung: vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000 - 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19. September 2000 - 6 A 10789/00 -, NVwZ 2001, 228; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 23. Januar 2002 - 2 S 926/01 -, VBlBW 2002, 210; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 17. Juni 2004 - 14 A 953/02 -).
  • VG Gießen, 17.03.2014 - 8 K 1563/13

    Erhöhte Hundesteuer

    Denn mit der Erhebung von Steuern dürfen außerfiskalische Zwecke verfolgt werden und die Absicht zur Einnahmeerzielung darf in den Hintergrund treten (vgl. Hess.VGH, B. v. 29.05.2001 - 5 N 92/00 -, HSGZ 2001, 346, 350;… s. ferner BVerwG, U. v. 19.01.2000, a.a.O., S. 268;… OVG Sachs.-Anh., U. v. 22.06.2010 - 4 K 252/08 -, juris, Rdnr. 64;… OVG Berl.-Bgb., B. v. 12.06.2007 - OVG 9 S 73.06 -, juris, Rdnr. 11).
  • VGH Baden-Württemberg, 24.03.2004 - 2 S 2695/03

    Auswirkungen eines Wesenstests für die steuerliche Behandlung eines …

    Der Senat hat in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 19.1.2000 - 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265) entschieden, dass der Gestaltungsspielraum der steuererhebenden Gemeinde als Satzungsgeberin die Befugnis umfasst, bestimmte Hunderassen in einer Liste gefährlicher Hunde aufzuführen und sodann das Halten solcher Hunde wegen einer gesteigerten abstrakten Gefährlichkeit mit einem erhöhten Steuersatz zu belegen (vgl. zuletzt Beschlüsse vom 14.7.2003 - 2 S 2195/02 - und vom 4.6.2003 - 2 S 949/03 - sowie NK-Beschlüsse vom 6.5.2002 - 2 S 923/01 - und vom 23.1.2002 - 2 S 926/01 - ebenso zum Hundesteuerrecht: OVG Koblenz, Urteil vom 19.9.2000 - 6 A 10789/00 -, NVwZ 2001, 228; VGH Kassel, Beschluss vom 29.5.2001 - 5 N 92/00 -).  .
  • OVG Niedersachsen, 05.08.2002 - 13 L 4102/00

    Differenzierung bei der Hundesteuer - unbestimmte Umschreibung

  • VG Gießen, 03.03.2010 - 8 K 280/09

    Hundesteuer und Halter eines "bissigen" Hundes

  • VG Frankfurt/Main, 16.10.2003 - 10 E 2299/00

    Hundesteuer Kampfhundesteuer

  • VG Gießen, 06.07.2011 - 8 K 717/10

    Hundesteuer für einen gefährlichen Hund

  • VG Gießen, 10.10.2013 - 8 K 1452/12

    Hundesteuer

  • VG Kassel, 30.06.2010 - 4 K 385/08

    Zur Möglichkeit und Bedeutung der molekulargenetischen Bestimmung der …

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