Rechtsprechung
| BSG, 25.02.1992 - 5 RJ 44/91 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rückforderung einer sog "Urteilsrente" - Rente wegen Erwerbsunfähigkeit - Rücknahme eines Rentenbescheids für die Vergangenheit - Vertrauensschutz des Empfängers - Kenntnis des Empfängers von der Rechtswidrigkeit des Bescheids
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (6)
- BSG, 15.05.1985 - 5b/1 RJ 34/84
Unmittelbare Anwendbarkeit des § 50 Abs. 1 Zehntes Sozialgesetzbuch (SGB X) auf …
Auszug aus BSG, 25.02.1992 - 5 RJ 44/91
Denn auch soweit die "Urteilsrente" durch Bescheid vom 24. Januar 1980 konkretisiert wurde, wurde dieser Bescheid mit Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils hinfällig, ohne daß es einer Aufhebung bedurfte (Urteil des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985 - 5b/1 RJ 34/84 -…">154%20SGG%20Nr.%208#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1500 § 154 SGG Nr. 8; Urteil des 7. Senats des BSG vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). Wie der erkennende Senat - ausgehend von der Rechtsprechung des 4. Senats des Bundessozialgerichts (…BSGE 57, 138 =
;…">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6) - bereits mehrfach entschieden hat (Urteile vom 15. Mai 1985 - 5b/1 RJ 34/84 - …">154%20SGG%20Nr.%208#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1500 § 154 SGG Nr. 8 und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - ihm folgend der 7. Senat des BSG mit Urteil vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -), richtet sich die Erstattung von Urteilsleistungen nach § 50 Abs. 2 SGB X. Selbst wenn man aber den Ausführungsbescheid - zwar nicht dem Grunde der Leistung nach, wohl aber zur Höhe desselben - als Verwaltungsakt betrachtet, entfällt er doch mit der Aufhebung des Urteils erster Instanz im Berufungsverfahren ohne Prüfung des Vertrauensschutzes des Empfängers der sog "Urteilsrente" (BSG, Urteil des Senats vom 15. Mai 1985, aaO).
Ein solcher Hinweis schließt - obwohl darin keine Nebenbestimmung oder Bedingung des Verwaltungsakts im Sinne von § 32 SGB X zu erblicken ist, weil nur wiedergegeben wird, was ohnehin rechtens ist - die Gutgläubigkeit des Klägers nach Sinn und Zweck des § 45 Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 SGB X aus (…BSGE 57, 138, 144 =
);">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO, und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). Weiterer Schutz kann sich - wie der Senat bereits in seinen Urteilen vom 15. Mai 1985, aaO und vom 3. Februar 1988 hervorgehoben hat -, aus dem Gedanken des § 42 Abs. 3 Nr. 3 SGB I ergeben.
Nach dieser Regelung ist der Erstattungsanspruch zu erlassen, wenn die Einziehung nach Lage des einzelnen Falles für den Kläger eine besondere Härte bedeuten würde (…BSGE 57, 138, 145 =
);">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; BSG, Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 -, BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). - BSG, 31.10.1991 - 7 RAr 60/89
Erstattung von Urteilsleistungen
Auszug aus BSG, 25.02.1992 - 5 RJ 44/91
Denn auch soweit die "Urteilsrente" durch Bescheid vom 24. Januar 1980 konkretisiert wurde, wurde dieser Bescheid mit Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils hinfällig, ohne daß es einer Aufhebung bedurfte (…Urteil des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985 - 5b/1 RJ 34/84 -;…">154%20SGG%20Nr.%208#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1500 § 154 SGG Nr. 8; Urteil des 7. Senats des BSG vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). Wie der erkennende Senat - ausgehend von der Rechtsprechung des 4. Senats des Bundessozialgerichts (…BSGE 57, 138 =
;…">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6) - bereits mehrfach entschieden hat (…Urteile vom 15. Mai 1985 - 5b/1 RJ 34/84 - ;…">154%20SGG%20Nr.%208#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1500 § 154 SGG Nr. 8 und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - ihm folgend der 7. Senat des BSG mit Urteil vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -), richtet sich die Erstattung von Urteilsleistungen nach § 50 Abs. 2 SGB X. Ein solcher Hinweis schließt - obwohl darin keine Nebenbestimmung oder Bedingung des Verwaltungsakts im Sinne von § 32 SGB X zu erblicken ist, weil nur wiedergegeben wird, was ohnehin rechtens ist - die Gutgläubigkeit des Klägers nach Sinn und Zweck des § 45 Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 SGB X aus (…BSGE 57, 138, 144 =
);">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO, und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). Nach dieser Regelung ist der Erstattungsanspruch zu erlassen, wenn die Einziehung nach Lage des einzelnen Falles für den Kläger eine besondere Härte bedeuten würde (…BSGE 57, 138, 145 =
);">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; BSG, Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 -, BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). - BSG, 12.09.1984 - 4 RJ 79/83
Beitragserstattung - Vertrauensschutz - Rückzahlung - Erwerbsunfähigkeitsrente
Auszug aus BSG, 25.02.1992 - 5 RJ 44/91
Wie der erkennende Senat - ausgehend von der Rechtsprechung des 4. Senats des Bundessozialgerichts (BSGE 57, 138 =…">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6) - bereits mehrfach entschieden hat (…Urteile vom 15. Mai 1985 - 5b/1 RJ 34/84 - ;…">154%20SGG%20Nr.%208#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1500 § 154 SGG Nr. 8 und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - ihm folgend der 7. Senat des BSG mit Urteil vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -), richtet sich die Erstattung von Urteilsleistungen nach § 50 Abs. 2 SGB X. Ein solcher Hinweis schließt - obwohl darin keine Nebenbestimmung oder Bedingung des Verwaltungsakts im Sinne von § 32 SGB X zu erblicken ist, weil nur wiedergegeben wird, was ohnehin rechtens ist - die Gutgläubigkeit des Klägers nach Sinn und Zweck des § 45 Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 SGB X aus (BSGE 57, 138, 144 =
…">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO, und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). Nach dieser Regelung ist der Erstattungsanspruch zu erlassen, wenn die Einziehung nach Lage des einzelnen Falles für den Kläger eine besondere Härte bedeuten würde (BSGE 57, 138, 145 =
50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; BSG, Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 -, BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -).
- BSG, 03.02.1988 - 5/5b RJ 60/86
Anspruch an die Gewährung von Erwerbsunfähigkeitsrente auf Zeit - Voraussetzungen …
Auszug aus BSG, 25.02.1992 - 5 RJ 44/91
Wie der erkennende Senat - ausgehend von der Rechtsprechung des 4. Senats des Bundessozialgerichts (…BSGE 57, 138 =;…">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6) - bereits mehrfach entschieden hat (…Urteile vom 15. Mai 1985 - 5b/1 RJ 34/84 - ;…">154%20SGG%20Nr.%208#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1500 § 154 SGG Nr. 8 und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - ihm folgend der 7. Senat des BSG mit Urteil vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -), richtet sich die Erstattung von Urteilsleistungen nach § 50 Abs. 2 SGB X. Ein solcher Hinweis schließt - obwohl darin keine Nebenbestimmung oder Bedingung des Verwaltungsakts im Sinne von § 32 SGB X zu erblicken ist, weil nur wiedergegeben wird, was ohnehin rechtens ist - die Gutgläubigkeit des Klägers nach Sinn und Zweck des § 45 Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 SGB X aus (…BSGE 57, 138, 144 =
;…">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO, und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 - BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). Nach dieser Regelung ist der Erstattungsanspruch zu erlassen, wenn die Einziehung nach Lage des einzelnen Falles für den Kläger eine besondere Härte bedeuten würde (…BSGE 57, 138, 145 =
);">50%20SGB%20X%20Nr.%206#0 | " style="color:red" title="');">SozR 1300 § 50 SGB X Nr. 6; BSG, Urteile des erkennenden Senats vom 15. Mai 1985, aaO und vom 3. Februar 1988 - 5/5b RJ 60/86 -, BSG, Urteil des 7. Senats vom 31. Oktober 1991 - 7 RAr 60/89 -). - BSG, 28.01.1972 - 5 RKn 51/70
Unberechtigter Rentenbezug - Rückerstattungsanspruch - Berufungsausschluß - …
Auszug aus BSG, 25.02.1992 - 5 RJ 44/91
§ 146 SGG gilt nicht für Rückerstattungsansprüche wegen zu Unrecht gezahlter Renten (BSGE 34, 29, 31;… BSG;…">42%20SGB%20I%20Nr.%204#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1200 § 42 SGB I Nr. 4;… Meyer-Ladewig, SGG, 4. Aufl, München 1991, RdNr 2 zu § 146 SGG). - BSG, 11.07.1985 - 5b RJ 80/84
Rücknahme eines rechtswidrigen Verwaltungsaktes - Berufungsausschluß - …
Auszug aus BSG, 25.02.1992 - 5 RJ 44/91
Nach dieser Vorschrift wäre die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des SG aber nur dann ausgeschlossen gewesen, wenn das SG außer über den Angriff des Klägers gegen die im Bescheid der Beklagten verfügte Rückerstattung der überzahlten Rentenleistung über einen weiteren prozessualen Anspruch entschieden hätte, der nur auf Rente und zudem auf Rente für Zeiten gerichtet gewesen wäre, die vor der Berufungseinlegung abgelaufen sind (…BSG;…">146%20SGG%20Nr.%2018#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1500 § 146 SGG Nr. 18; Urteil des erkennenden Senats vom 11. Juli 1985 - 5b RJ 80/84 -SozR aaO Nr. 19;… für die vergleichbare Rechtslage bei Vorschüssen: BSG ;…">42%20SGB%20I%20Nr.%204#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1200 § 42 SGB I Nr. 4).
- BSG, 30.06.2016 - B 5 RE 1/15 R
Rückwirkende Aufhebung eines Verwaltungsaktes (hier: Bewilligung von Zuschüssen …
Zwar ist Rechtsgrundlage für die Erstattung von Urteilsleistungen ebenfalls § 50 SGB X; doch bemisst sich im Rahmen der Geltendmachung von Erstattungsforderungen nach Urteilsleistungen die Vertrauensschutzprüfung nach einer anderen Norm, § 45 SGB X. Im Übrigen wird den von der Beklagten herausgestellten unterschiedlichen Schutzbedürftigkeiten der Beteiligten in beiden Fallkonstellationen durchaus Rechnung getragen: Bei Erstattungsforderungen nach Urteilsleistungen wird - entsprechend der von der Beklagten betonten stärkeren Schutzwürdigkeit der Leistungsempfänger - ein weitergehender Schutz durch die sinngemäße Anwendung von § 42 Abs. 3 Nr. 3 SGB I (idF bis zum Gesetz zur Änderung von Vorschriften des Sozialgesetzbuchs über den Schutz der Sozialdaten sowie zur Änderung anderer Vorschriften vom 13.6.1994, BGBl I 1229) gewährt, nach dem eine Rückzahlungspflicht entfällt, soweit der Betroffene ohne die zuerkannte Urteilsleistung auf die Gewährung von Sozialhilfe angewiesen gewesen wäre (vgl Senatsurteil vom 25.2.1992 - 5 RJ 44/91 - Juris RdNr 26). - LSG Rheinland-Pfalz, 15.09.2004 - L 4 V 22/03
Zur Rückforderung einer sog Urteilsrente - Vertrauensschutzprüfung - Anhörung
Wie das Bundessozialgericht (BSG) bereits mehrfach entschieden hat (BSGE 57, 138 ; Urteil vom 31.10.1991, Az.: 7 RAr 60/89; Urteil vom 25.02.1992, Az.: 5 RJ 44/91 ), richtet sich die Erstattung von Urteilsleistungen nach § 50 Abs. 2 SGB X. - LSG Berlin-Brandenburg, 12.05.2006 - L 1 R 517/05
Klagebefugnis bei Anfechtung eines "Zurückverwandlungsbescheides"
Rn. 19 Der Urteilsrentenbescheid vom 6.12.2000 ist damit ohne Prüfung eines Vertrauensschutzes hinfällig (vgl. ebenso BSG Urteil vom 25. Februar 1992, Az: 5 RJ 44/91, JURIS, mwN).
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