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Rechtsprechung
   OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,46555
OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22 (https://dejure.org/2023,46555)
OLG Köln, Entscheidung vom 22.02.2023 - 5 U 115/22 (https://dejure.org/2023,46555)
OLG Köln, Entscheidung vom 22. Februar 2023 - 5 U 115/22 (https://dejure.org/2023,46555)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    GOÄ § 2 Abs. 2 ; BGB § 125
    Nichtigkeit einer Kostenübernahmeerklärung als Pauschalpreisvereinbarung; Vergütung für eine Cyberknife-Behandlung; Anwendbarkeit der GOÄ auf durch einen angestellten Arzt erbrachte ambulante Leistungen einer juristischen Person

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (12)

  • KG, 04.10.2016 - 5 U 8/16

    Gutschein für eine Brustvergrößerung

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Nach den Vorschriften der GOÄ ist nur die Vereinbarung höherer Gebühren zulässig, nicht aber eine - hier von der Beklagten gewählte - Pauschalvergütung (…vgl. BGH VersR 2006, 935 Rn. 15; KG Berlin WRP 2017, 89;… Spickhoff/Spickhoff, Medizinrecht, § 2 GOÄ Rn. 3 m. w. N.;… Hübner in: Prütting, Medizinrecht 5. Auflage, § 2 GOÄ Rn. 2;… Hess/Hübner in: Wenzel, Handbuch des Fachanwalts Medizinrecht 2. Auflage, Kap. 11 Rn. 19).

    Rn. 40 Die andere Ansicht (hierzu etwa: KG Berlin WRP 2017, 89, unter dem Blickwinkel des Wettbewerbsrechts;… Bayerisches Landessozialgericht Urt. v. 07.11.2019 - L 20 KR 373/18;… Schroeder-Printzen, in: Clausen/Makoski, GOÄ/GOZ, 1. Aufl. 2019, § 1 Rn. 13 ff.;… Clausen in: Stellpflug/Meier/Hildebrandt, Handbuch Medizinrecht, § 1 GOÄ, Rn. 3;… und Clausen, in: Münchener Anwaltshandbuch Medizinrecht, 2. Aufl., § 7 Rn. 170) bejaht die Anwendung der GOÄ.

    Schon der Wortlaut des § 1 Abs. 1 GOÄ differenziere nicht zwischen Leistungen, die aufgrund eines Behandlungsvertrages zwischen Arzt und Patient oder von Ärzten im Rahmen eines Angestellten- oder sonstigen Beschäftigungsverhältnisses ohne eigene vertragliche Beziehung zum Patienten erbracht würden (KG Berlin, Urteil vom 4. Oktober 2016 - 5 U 8/16 -, Rn. 71, juris m. w. N.).

    Auch der BGH gehe davon aus, dass der Wortlaut der Vorschrift weit gefasst sei und die Vergütungen für ärztliche Leistungen insgesamt zu erfassen scheine (BGH ZMGR 2010, 37, Rn 8; KG Berlin, Urteil vom 4. Oktober 2016 - 5 U 8/16 -, Rn. 72, juris).

    Es ist nicht nachzuvollziehen, warum die Interessen der zur Zahlung der Vergütung Verpflichteten weniger schutzwürdig und die Interessen der an den Entgelten Berechtigten weniger regelungsbedürftig sein sollen, wenn die ärztliche Tätigkeit durch einen Berufsträger erbracht wird, der von einer juristischen Person beschäftigt wird und diese juristische Person Vertragspartner des Patienten wird (vgl. KG Berlin, Urteil vom 4. Oktober 2016 - 5 U 8/16 -, Rn. 74, juris m. w. N.).

  • BGH, 12.11.2009 - III ZR 110/09

    Vorschriften der Gebührenordnung für Ärzte als Grundlage für die Vereinbarungen …

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Auch der BGH gehe davon aus, dass der Wortlaut der Vorschrift weit gefasst sei und die Vergütungen für ärztliche Leistungen insgesamt zu erfassen scheine (BGH ZMGR 2010, 37, Rn 8; KG Berlin…, Urteil vom 4. Oktober 2016 - 5 U 8/16 -, Rn. 72, juris).

    Der Wortlaut des § 1 Abs. 1 GOÄ ist ersichtlich weit gefasst und scheint die Vergütungen für ärztliche Leistungen insgesamt zu erfassen (so BGH, Urteil vom 12. November 2009 - III ZR 110/09 -, BGHZ 183, 143-153, Rn. 8 - zitiert nach juris).

    Dass aber der komplette Bereich ambulanter Behandlungen durch juristische Personen über (angestellte) Ärzte als Erfüllungsgehilfen nach dem Willen des Gesetzgebers ohne Regelungen zur Vergütungsgestaltung bleiben sollte, ist gerade angesichts der Entwicklung der GOÄ, bspw. in § 2 Abs. 2 GOÄ, zu mehr Schutz der Zahlungspflichtigen (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 12. November 2009 - III ZR 110/09 -, BGHZ 183, 143-153, Rn. 13 ff.) äußerst fernliegend.

    Rn. 44 Bei der GOÄ handelt es sich um für alle Ärzte zwingendes Preisrecht, welches den berechtigten Interessen der Ärzte und der zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten Rechnung tragen soll (BGH, Urteil vom 12. November 2009 - III ZR 110/09 -, BGHZ 183, 143-153, Rn. 7 m. w. N.).

  • BGH, 28.01.2020 - VI ZR 92/19

    Informationspflichtverletzung eines Arztes: Mitteilung der voraussichtlichen …

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Der Grund dieser wirtschaftlichen Informationspflicht wird von dem Gesetzgeber in einem Wissensvorsprung des Behandlers gegenüber dem Patienten gesehen (BT-Drs. 17/10488, 22, BGH, Urteil vom 28. Januar 2020 - VI ZR 92/19 -, BGHZ 224, 256-271, Rn. 13 m. w. N., auch BeckOK BGB/Katzenmeier, 64. Ed. 1.11.2022, BGB § 630c Rn. 16 ff.).

    Bei privat Versicherten liegt die Kenntnis vom Umfang des Versicherungsschutzes grundsätzlich im Verantwortungsbereich des Versicherten (so BGH, Urteil vom 28. Januar 2020 - VI ZR 92/19 -, BGHZ 224, 256-271, Rn. 14).

    Eine Pflicht, den Patienten umfassend wirtschaftlich zu beraten, besteht jedoch nicht (…vgl. K. Schmidt in: Herberger/Martinek/Rüßmann/Weth/Würdinger, jurisPK-BGB, 9. Aufl., § 630c BGB (Stand: 23.06.2020), Rn. 34; BGH, Urteil vom 28. Januar 2020 - VI ZR 92/19 -, BGHZ 224, 256-271, Rn. 13 m. w. N.).

  • BGH, 28.07.2015 - XI ZR 434/14

    Unwirksame Entgeltklausel für Buchungen bei der Führung von Geschäftsgirokonten

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Rn. 34 a) Grundsätzlich obliegt es dem Bereicherungsgläubiger, diejenigen Umstände darzulegen und zu beweisen, aus denen sich die Voraussetzungen seines Anspruches ergeben, dazu gehört auch das Fehlen des rechtlichen Grundes (…vgl. Grüneberg-Sprau, BGB 81. Auflage, § 812 Rn. 76; OLG Koblenz NJW-RR 2014, 1049; BGH NJW 2015, 3025).

    Es ist an ihm, diejenigen Umstände substantiiert darzulegen, aus denen er ableitet, das Erlangte behalten zu dürfen (…vgl. Grüneberg-Sprau, a.a.O., § 812 Rn. 76; BGH NJW 2011, 2130; BGH NJW 2015, 3025; OLG Koblenz NJW-RR 2014, 1049; vgl. auch OLG Köln, Urteil vom 21.12.2009, Az. 5 U 52/09, zitiert nach juris).

    Sodann ist es an der darlegungsbelasteten Partei, diejenigen Umstände zu widerlegen, die nach dem Vortrag der Gegenseite für die positive Tatsache, also für das Vorhandensein des streitigen Umstands, sprechen (…vgl. Grüneberg-Sprau, a.a.O., § 812 Rn. 76; BGH NJW 2011, 2130; BGH NJW 2015, 3025).

  • BGH, 22.02.2011 - XI ZR 261/09

    Lastschriftbuchungen im Einzugsermächtigungsverfahren: Beweislast der …

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Es ist an ihm, diejenigen Umstände substantiiert darzulegen, aus denen er ableitet, das Erlangte behalten zu dürfen (…vgl. Grüneberg-Sprau, a.a.O., § 812 Rn. 76; BGH NJW 2011, 2130; BGH NJW 2015, 3025; OLG Koblenz NJW-RR 2014, 1049; vgl. auch OLG Köln, Urteil vom 21.12.2009, Az. 5 U 52/09, zitiert nach juris).

    Sodann ist es an der darlegungsbelasteten Partei, diejenigen Umstände zu widerlegen, die nach dem Vortrag der Gegenseite für die positive Tatsache, also für das Vorhandensein des streitigen Umstands, sprechen (…vgl. Grüneberg-Sprau, a.a.O., § 812 Rn. 76; BGH NJW 2011, 2130; BGH NJW 2015, 3025).

    Steht der Bereicherungsgläubiger außerhalb des von ihm zu beweisenden Geschehensablaufes, können an seinen Vortrag keine hohen Anforderungen gestellt werden (…vgl. Grüneberg-Sprau, a.a.O., § 812 Rn. 76; BGH NJW 2011, 2130).

  • BGH, 03.11.2016 - III ZR 286/15

    Anspruch eines Zahnarztes gegen eines gesetzlich Versicherten auf Zahlung des …

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Rn. 48 Eine Unbeachtlichkeit der Formnichtigkeit kommt nur dann in Betracht, wenn es nach den gesamten Umständen mit Treu und Glauben unvereinbar wäre, das Rechtsgeschäft am Formmangel scheitern zu lassen; das Ergebnis darf die betroffene Partei nicht bloß hart treffen, sondern es muss schlechthin untragbar sein (BGH, Urteil vom 3. November 2016 - III ZR 286/15 - Rn. 12; BGH…, Urteil vom 22. Oktober 2015 - IX ZR 100/13, NJW 2016, 1391 Rn. 15 m. w. N.).

    Dies wird von der Rechtsprechung insbesondere in Fällen der Existenzgefährdung angenommen, die im vorliegenden Fall nicht vorliegt, sowie auch in Fällen einer besonders schweren Treuepflichtverletzung des anderen Teils (BGH, Urteil vom 3. November 2016 - III ZR 286/15 - Rn. 12 m. w. N.).

  • OLG Koblenz, 18.03.2014 - 5 U 1460/13

    Darlegungs- und Beweislast für einen Anspruch wegen ungerechtfertigter …

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Rn. 34 a) Grundsätzlich obliegt es dem Bereicherungsgläubiger, diejenigen Umstände darzulegen und zu beweisen, aus denen sich die Voraussetzungen seines Anspruches ergeben, dazu gehört auch das Fehlen des rechtlichen Grundes (…vgl. Grüneberg-Sprau, BGB 81. Auflage, § 812 Rn. 76; OLG Koblenz NJW-RR 2014, 1049; BGH NJW 2015, 3025).

    Es ist an ihm, diejenigen Umstände substantiiert darzulegen, aus denen er ableitet, das Erlangte behalten zu dürfen (…vgl. Grüneberg-Sprau, a.a.O., § 812 Rn. 76; BGH NJW 2011, 2130; BGH NJW 2015, 3025; OLG Koblenz NJW-RR 2014, 1049; vgl. auch OLG Köln, Urteil vom 21.12.2009, Az. 5 U 52/09, zitiert nach juris).

  • BGH, 22.10.2015 - IX ZR 100/13

    Formunwirksamkeit einer anwaltlichen Vergütungsvereinbarung für die Vertretung in …

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Rn. 48 Eine Unbeachtlichkeit der Formnichtigkeit kommt nur dann in Betracht, wenn es nach den gesamten Umständen mit Treu und Glauben unvereinbar wäre, das Rechtsgeschäft am Formmangel scheitern zu lassen; das Ergebnis darf die betroffene Partei nicht bloß hart treffen, sondern es muss schlechthin untragbar sein (BGH…, Urteil vom 3. November 2016 - III ZR 286/15 - Rn. 12; BGH, Urteil vom 22. Oktober 2015 - IX ZR 100/13, NJW 2016, 1391 Rn. 15 m. w. N.).
  • BGH, 23.03.2006 - III ZR 223/05

    Abrechnung von Schönheitsoperationen nach der GOÄ

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Nach den Vorschriften der GOÄ ist nur die Vereinbarung höherer Gebühren zulässig, nicht aber eine - hier von der Beklagten gewählte - Pauschalvergütung (vgl. BGH VersR 2006, 935 Rn. 15; KG Berlin WRP 2017, 89;… Spickhoff/Spickhoff, Medizinrecht, § 2 GOÄ Rn. 3 m. w. N.;… Hübner in: Prütting, Medizinrecht 5. Auflage, § 2 GOÄ Rn. 2;… Hess/Hübner in: Wenzel, Handbuch des Fachanwalts Medizinrecht 2. Auflage, Kap. 11 Rn. 19).
  • LSG Bayern, 07.11.2019 - L 20 KR 373/18

    Krankenversicherung: Keine Kostenerstattung bei nicht GOÄ-konformer Abrechnung

    Auszug aus OLG Köln, 22.02.2023 - 5 U 115/22
    Rn. 40 Die andere Ansicht (hierzu etwa: KG Berlin WRP 2017, 89, unter dem Blickwinkel des Wettbewerbsrechts; Bayerisches Landessozialgericht Urt. v. 07.11.2019 - L 20 KR 373/18;… Schroeder-Printzen, in: Clausen/Makoski, GOÄ/GOZ, 1. Aufl. 2019, § 1 Rn. 13 ff.;… Clausen in: Stellpflug/Meier/Hildebrandt, Handbuch Medizinrecht, § 1 GOÄ, Rn. 3;… und Clausen, in: Münchener Anwaltshandbuch Medizinrecht, 2. Aufl., § 7 Rn. 170) bejaht die Anwendung der GOÄ.
  • OLG Köln, 21.12.2009 - 5 U 52/09

    Anforderungen an die ärztliche Aufklärung bei einer medizinisch nicht indizierten …

  • LG Köln, 24.08.2022 - 25 O 256/21
  • OLG Köln, 19.12.2025 - 5 U 87/25
    Der Senat folgt der in Rechtsprechung und Literatur umstrittenen Auffassung, nach der die GOÄ auch auf ambulante Leistungen einer juristischen Person, die durch einen Arzt in einem Anstellungs- oder Beamtenverhältnis in Erfüllung seiner Dienstaufgaben erbracht werden, anwendbar ist (vgl. Urteil des Senats vom 21.12.2009 - 5 U 52/09, juris; Urteil des Senats vom 22.02.2023 - 5 U 115/22, juris, bestätigt durch Urteil des Bundgerichtshofs vom 04.04.2024 - III ZR 38/23, BGHZ 240, 162 ff., MedR 2024, 797 ff.; Urteil des Senats vom 16.08.2023 - 5 U 32/22, BeckRS 2023, 42721, bestätigt durch Urteil des Bundesgerichtshofs vom 13.06.2024 - III ZR 279/23, MedR 2025, 212 ff.).

    Auch dort ist der angemessene Ausgleich der Interessen Zweck der Regelungen und es wird jeweils bei der Frage der Anwendbarkeit nicht danach unterschieden, ob der Vertragspartner eine natürliche oder eine juristische Person ist (vgl. zu den für und gegen die Anwendbarkeit der GOÄ vertretenen Meinungen die ausführliche Darstellung im Urteil des Senats vom 22.02.2023 - 5 U 115/22, juris Rn. 34 ff.;… sowie im Urteil des BGH vom 04.04.2024 - III ZR 38/23, BGHZ 240, 162 ff, juris Rn. 19 ff).

  • OLG Köln, 16.08.2023 - 5 U 32/22
    …" (vgl. Senat, Urteil vom 22.02.2023, Az. 5 U 115/22 n.v.).
  • LG Berlin II, 10.09.2025 - 17 S 18/24
    Der Inhalt der Aufklärungspflicht umfasst, den Patienten darüber ins Bild zu setzen, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist und ihn dann vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der Behandlung in Textform zu informieren; eine (weitergehende) Pflicht, den Patienten umfassend wirtschaftlich zu beraten, besteht allerdings nicht (OLG Köln, Urteil vom 22. Februar 2023 - 5 U 115/22, BeckRS 2023, 47548 m. w. N.).
  • LG Köln, 11.06.2025 - 25 O 376/24
    Um eine Verletzung der Pflicht zur Information über diese Umstände geht es hier nicht (…vgl. OLG Köln Beschluss vom 23.10.2017 - 5 W 23/17, BeckRS 2017, 145872 Rn. 7; OLG Köln Urteil vom 22.2.2023 - 5 U 115/22, BeckRS 2023, 47548 Rn. 19 ff.).
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Rechtsprechung
   KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22   

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KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22 (https://dejure.org/2025,13811)
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KG, Entscheidung vom 11. Februar 2025 - 5 U 115/22 (https://dejure.org/2025,13811)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Entscheidungsdatenbank Berlin

    § 522 Abs 2 S 2 ZPO, § 3 Abs 3 Nr 20 nF UWG, § 3 Abs 3 Nr 21 UWG, § 8 Abs 1 UWG, § 8 Abs 3 Nr 2 UWG

  • rechtsportal.de

    UWG § 3 Abs. 3 ; UWG § 8 Abs. 1 S. 1
    Unterlassung der Werbung im geschäftlichen Verkehr gegenüber dem Verbraucher für Bücher mit den Angaben "komplett kostenlos"; Irreführung der Werbung in dem Börsenbrief ohne Hinweis auf die Versandkosten

Kurzfassungen/Presse (2)

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Online-Werbung "komplett kostenlos" irreführend, wenn Versandkosten anfallen

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Unterlassung der Werbung im geschäftlichen Verkehr gegenüber dem Verbraucher für Bücher mit den Angaben "komplett kostenlos"; Irreführung der Werbung in dem Börsenbrief ohne Hinweis auf die Versandkosten

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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (29)

  • BGH, 07.05.2015 - I ZR 158/14

    Der Zauber des Nordens - Wettbewerbsverstoß: Unmittelbare Anwendung von …

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Dem Zweck des Gesetzes, die Klagebefugnis der Verbände auf Fälle zu beschränken, die die Interessen einer erheblichen Zahl von verbandsangehörigen Wettbewerbern berühren, wird schon dann hinreichend Rechnung getragen, wenn im Wege des Freibeweises festgestellt werden kann, dass es dem Verband bei der betreffenden Rechtsverfolgung nach der Struktur seiner Mitglieder um die ernsthafte kollektive Wahrnehmung der Mitgliederinteressen geht (vgl. zum Ganzen etwa BGH…, Urteil vom 26. Januar 2023 - I ZR 111/22, NJW-RR 2023, 682 [juris Rn. 26] - Mitgliederstruktur; Urteil vom 7. Mai 2015 - I ZR 158/14, GRUR 2015, 1240 [juris Rn. 14] - Zauber des Nordens; jeweils mwN).

    Es reicht aus, dass eine nicht gänzlich unbedeutende potentielle Beeinträchtigung mit einer gewissen, wenn auch nur geringen Wahrscheinlichkeit in Betracht gezogen werden kann (st. Rspr.; vgl. BGH…, Urteil vom 1. März 2007 - I ZR 51/04, GRUR 2007, 809 [juris Rn. 14] - Krankenhauswerbung; Urteil vom 7. Mai 2015 - I ZR 158/14, GRUR 2015, 1240 [juris Rn. 14] - Zauber des Nordens, mwN).

  • BGH, 01.03.2007 - I ZR 51/04

    Krankenhauswerbung

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Es reicht aus, dass eine nicht gänzlich unbedeutende potentielle Beeinträchtigung mit einer gewissen, wenn auch nur geringen Wahrscheinlichkeit in Betracht gezogen werden kann (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 1. März 2007 - I ZR 51/04, GRUR 2007, 809 [juris Rn. 14] - Krankenhauswerbung;… Urteil vom 7. Mai 2015 - I ZR 158/14, GRUR 2015, 1240 [juris Rn. 14] - Zauber des Nordens, mwN).

    Schließlich verweist der Kläger auch zu Recht auf die Verlagsbranche und die insoweit von ihm benannten Mitglieder (vgl. Seite 5 der Klageschrift, Bl. 5/I d.A.), zu denen sich die Beklagte durch das beworbene Buch in Wettbewerb stellt; für die Klagebefugnis nicht erforderlich ist es dabei, dass der Mitbewerber gerade hinsichtlich der Waren oder Dienstleistungen, die mit den beanstandeten Wettbewerbsmaßnahmen beworben worden sind (hier das konkrete Buch), mit den Mitgliedsunternehmen im Wettbewerb steht (vgl. BGH, Urteil vom 1. März 2007 - I ZR 51/04, GRUR 2007, 809 [juris Rn. 14 aE] - Krankenhauswerbung;… Bornkamm/Feddersen in Köhler/Feddersen, UWG, 43. Aufl. 2025, § 8 Rn. 3.36).

  • BGH, 09.09.2021 - I ZR 90/20

    Zur Pflicht von Influencerinnen, ihre Instagram-Beiträge als Werbung zu …

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Bereits das Betätigen einer Schaltfläche, wie sie im Streitfall in dem Börsenbrief bereitgestellt wird und mit der eine Webseite der Beklagten zur Einleitung des Bestellvorgangs verlinkt ist, stellt danach ohne Weiteres eine geschäftliche Entscheidung dar (vgl. etwa auch BGH, Urteil vom 9. September 2021 - I ZR 90/20, BGHZ 231, 38 [juris Rn. 96] - Influencer I, dort zur Betätigung sog. Tap Tags).
  • BGH, 31.03.2016 - I ZR 86/13

    Himalaya Salz - Schutz geografischer Herkunftsangaben: Kennzeichenrechtlich …

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann in Fällen, in denen der Blickfang für sich genommen eine fehlerhafte Vorstellung vermittelt, der dadurch veranlasste Irrtum aber regelmäßig nur durch einen klaren und unmissverständlichen Hinweis ausgeschlossen werden, der selbst am Blickfang teilhat (vgl. BGH…, Urteil vom 28. November 2002 - I ZR 110/00, GRUR 2003, 249 [juris Rn. 14] - Preis ohne Monitor; Urteil vom 31. März 2016 - I ZR 86/13, BGHZ 209, 302 [juris Rn. 23] - Himalaya Salz;… Urteil vom 21. September 2017 - I ZR 53/16, GRUR 2018, 320 [juris Rn. 24] - Festzins Plus); der Zusammenhang zwischen unrichtiger Blickfangangabe und aufklärendem Hinweis muss dabei gewissermaßen "auf einen Blick" zu erkennen sein, weil beide Bestandteile in räumlicher Nähe zueinanderstehen (vgl. BGH…, Urteil vom 21. September 2017 - I ZR 53/16, aaO Rn. 25).
  • BGH, 06.06.2019 - I ZR 216/17

    Identitätsdiebstahl - Zahlungsaufforderung ohne vorherige Bestellung …

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Anders verhält es nur dann, wenn über Umstände getäuscht worden ist, die für das Marktverhalten der Gegenseite lediglich eine unwesentliche Bedeutung haben (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 6. Juni 2019 - I ZR 216/17, GRUR 2019, 1202 [juris Rn. 23] - Identitätsdiebstahl, mwN).
  • BGH, 22.09.2021 - I ZR 192/20

    Flying V - Wettbewerbsverstoß: Unlautere Nachahmung unter dem Gerichtspunkt der …

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Denn die Mitglieder des Senats sind ständig mit Verfahren aus dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes und insbesondere der Wettbewerbssachen befasst und haben aufgrund ihrer besonderen Erfahrung die erforderliche Sachkunde erworben, um eigenständig zu beurteilen, wie der angesprochene Verkehr die angegriffenen Angaben versteht (vgl. nur BGH, Urteil vom 22. September 2021 - I ZR 192/20, GRUR 2022, 160 [juris Rn. 18] - Flying V, mwN).
  • BGH, 31.10.2012 - I ZR 205/11

    Preisrätselgewinnauslobung V

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Für die Beurteilung kommt es darauf an, welchen Gesamteindruck die geschäftliche Handlung bei den angesprochenen Verkehrskreisen hervorruft (vgl. BGH…, Urteil vom 13. Juli 2023 - I ZR 60/22, GRUR 2023, 1710 [juris Rn. 22] - Eigenlaborgewinn); abzustellen ist auf die Sichtweise eines durchschnittlich informierten und verständigen Mitglieds der angesprochenen Verkehrskreise (s.o.; vgl. auch BGH…, Urteil vom 7. April 2022 - I ZR 5/21, NJW-RR 2022, 838 [juris Rn. 22] - Kinderzahnärztin; Urteil vom 31. Oktober 2012 - I ZR 205/11, NJW-RR 2013, 817 [juris Rn. 17] - Preisrätselgewinnauslobung V).
  • BGH, 21.09.2017 - I ZR 53/16

    Wettbewerbsverstoß im Internet: Irreführende Blickfangangabe bei wirtschaftlich …

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann in Fällen, in denen der Blickfang für sich genommen eine fehlerhafte Vorstellung vermittelt, der dadurch veranlasste Irrtum aber regelmäßig nur durch einen klaren und unmissverständlichen Hinweis ausgeschlossen werden, der selbst am Blickfang teilhat (vgl. BGH…, Urteil vom 28. November 2002 - I ZR 110/00, GRUR 2003, 249 [juris Rn. 14] - Preis ohne Monitor;… Urteil vom 31. März 2016 - I ZR 86/13, BGHZ 209, 302 [juris Rn. 23] - Himalaya Salz; Urteil vom 21. September 2017 - I ZR 53/16, GRUR 2018, 320 [juris Rn. 24] - Festzins Plus); der Zusammenhang zwischen unrichtiger Blickfangangabe und aufklärendem Hinweis muss dabei gewissermaßen "auf einen Blick" zu erkennen sein, weil beide Bestandteile in räumlicher Nähe zueinanderstehen (vgl. BGH, Urteil vom 21. September 2017 - I ZR 53/16, aaO Rn. 25).
  • BGH, 07.03.2019 - I ZR 184/17

    Energieeffizienzklasse III

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Der Begriff ist weit zu verstehen und umfasst nicht nur die Entscheidung über den Erwerb oder Nichterwerb eines Produkts, sondern auch damit unmittelbar zusammenhängende Entscheidungen wie insbesondere das Betreten des Geschäfts, das Aufrufen eines Verkaufsportals im Internet (vgl. etwa BGH…, Urteil vom 13. September 2018 - I ZR 117/15, NJW 2019, 784 [juris Rn. 49] - YouTube-Werbekanal II, mwN) oder der Internetseite eines Unternehmens, um sich näher mit dessen Angebot und Produkten zu befassen (vgl. BGH, Urteil vom 7. März 2019 - I ZR 184/17, GRUR 2019, 746 [juris Rn. 29] - Energieeffizienzklasse III).
  • BGH, 18.03.2010 - I ZR 16/08

    Versandkosten bei Froogle II

    Auszug aus KG, 11.02.2025 - 5 U 115/22
    Ein Verbraucher rechnet im Versandhandel zwar damit, dass zusätzlich zum Warenpreis auch noch Versandkosten anfallen können (BGH, Urteil vom 18. März 2010 - I ZR 16/08, GRUR 2010, 1110 [juris Rn. 23] - Versandkosten bei Froogle II); aus diesem Grund ist nach Nummer 21 (bzw. Nummer 20 nF) Halbs. 2 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG nicht gesondert auf das Anfallen von (u.a.) Versandkosten hinzuweisen (…vgl. etwa Köhler in Köhler/Feddersen, UWG, 43. Aufl. 2025, Anh. § 3 Rn. 20.4;… vgl. auch Peifer in: Teplitzky/Peifer/Leistner, UWG, 3. Aufl. 2020, Anhang zu § 3 Nr. 21 Rn. 17).
  • BGH, 02.06.2022 - I ZR 93/21

    Irreführende Bewerbung einer Kindermilch mit Aussage "7 x mehr Vitamin D"; …

  • BGH, 30.04.2014 - I ZR 170/10

    Unlautere und irreführende Mitgliederwerbung auf der Internet-Seite einer …

  • BGH, 13.09.2018 - I ZR 117/15

    Wettbewerbsverstoß: Fehlende Angaben über den Kraftstoffverbrauch und die …

  • BGH, 28.11.2002 - I ZR 110/00

    Preis ohne Monitor

  • BGH, 13.07.2023 - I ZR 60/22

    Wettbewerbsverstoß eines Zahnarztes: Abrechnung eines Gewinnanteils gegenüber …

  • BGH, 11.07.2024 - I ZR 164/23

    nikotinhaltige Liquids - Kennzeichnung und Verpackung gefährlicher Stoffe und …

  • BGH, 07.04.2022 - I ZR 5/21

    Wettbewerbsverstoß: Verkehrsverständnis bei einer Werbung mit der Angabe …

  • KG, 16.02.2010 - 5 U 139/07

    Irreführende Werbung: Bewerbung einer Club-Mitgliedschaft als kostenlos; …

  • BGH, 13.01.2022 - I ZR 35/21

    Wettbewerbsverstoß im Internet: Förderung des Absatzes eines fremden Unternehmens …

  • BGH, 13.07.2006 - I ZR 241/03

    Prostitutionswerbung und Jugendschutz

  • BGH, 26.01.2023 - I ZR 111/22

    Verbandsklagebefugnis in Wettbewerbssachen im Übergangsfall: Anforderungen an die …

  • BGH, 23.01.2024 - I ZR 147/22

    Verbandsklagebefugnis bei Anschwärzung mehrerer Mitbewerber und Betroffenheit von …

  • BGH, 23.10.2008 - I ZR 197/06

    Sammelmitgliedschaft VI

  • BGH, 24.02.2022 - I ZR 128/21

    Zweitmarkt für Lebensversicherungen II - Anspruchsberechtigung von Mitbewerbern …

  • BGH, 13.01.2022 - I ZR 9/21

    Wettbewerbsverstoß im Internet: Unterlassungsanspruch bei Influencer-Marketing …

  • BGH, 13.07.2000 - I ZR 203/97

    Unternehmenskennzeichnung

  • BGH, 26.06.1997 - I ZR 53/95

    Fachliche Empfehlung III - Mitgliederzahl; HWG - Irreführung/Wirksamkeit; HWG - …

  • KG, 04.05.2021 - 5 U 126/19

    Arthrose-Gel - Unterlassungsprozess wegen wettbewerbswidriger …

  • BGH, 11.05.1995 - I ZR 107/93

    Vergoldete Visitenkarten - Mitgliederzahl

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