Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- versicherungsrechtsiegen.de
Unfallversicherung -Bemessung des Grades der Invalidität
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 25.10.2016 - 14 O 169/15
- OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (14)
- BGH, 14.12.2011 - IV ZR 34/11
Invaliditätsleistung in der privaten Unfallversicherung: Bemessung bei …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Die Gliedertaxe stellt damit für den Verlust und für die Funktionsunfähigkeit der in ihr genannten Gliedmaßen oder deren Teilbereiche durchgängig allein auf den Sitz der unfallbedingten Schädigung ab (BGH, Urteil vom 14. Dezember 2011 - IV ZR 34/11, VersR 2012, 351; Urteil vom 1. April 2015 - IV ZR 104/13, VersR 2015, 617).Deshalb darf keine Addition der Invaliditätswerte erfolgen, wenn neben Verlust oder Funktionsunfähigkeit eines rumpfnäheren Körperteils zugleich Verlust oder Funktionsunfähigkeit eines rumpfferneren Körperteils vorliegt (BGH, Urteil vom 14. Dezember 2011 - IV ZR 34/11, VersR 2012, 351; OLG Frankfurt, RuS 2011, 487; OLG Hamm, VersR 2011, 1433).
- BGH, 01.04.2015 - IV ZR 104/13
Private Unfallversicherung: Bemessung der Invaliditätsleistung bei einer …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Die Gliedertaxe stellt damit für den Verlust und für die Funktionsunfähigkeit der in ihr genannten Gliedmaßen oder deren Teilbereiche durchgängig allein auf den Sitz der unfallbedingten Schädigung ab (BGH, Urteil vom 14. Dezember 2011 - IV ZR 34/11, VersR 2012, 351; Urteil vom 1. April 2015 - IV ZR 104/13, VersR 2015, 617). - BGH, 18.11.2015 - IV ZR 124/15
Private Unfallversicherung: Maßgeblicher Erkenntnisstand für die Erstbemessung …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Das Landgericht konnte deshalb diesen Wert ohne Rechtsfehler seiner Schätzung (§ 287 ZPO) zugrunde legen: Er beschreibt auch nach Auffassung des Senats den beim Kläger im gesamten Zeitraum unverändert vorhandenen Grad unfallbedingter Invalidität unter Berücksichtigung aller bis zum Ablauf von drei Jahren seit dem Unfall erkennbar gewordenen dauerhaften Beeinträchtigungen, was maßgeblich ist, wenn der Versicherungsnehmer - wie hier - vor Ablauf dieser Frist gegen die Ablehnung seiner Ansprüche im Klagewege vorgeht (vgl. BGH, Urteil vom 4. Mai 1994 - IV ZR 192/93, VersR 1994, 971; Urteil vom 18. November 2015 - IV ZR 124/15, BGHZ 208, 9; Urteil vom 18. Oktober 2017 - IV ZR 188/16, VersR 2017, 1386).
- BGH, 23.06.2004 - IV ZR 130/03
Wirksamkeit des Leistungsausschlusses für krankhafte Störungen infolge …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Diese vertraglichen Voraussetzungen sind vom Kläger darzulegen und zu beweisen, wobei für den Beweis der Kausalität zwischen dem - hier unstreitigen - unfallbedingten (ersten) Gesundheitsschaden und der Invalidität der erleichterte Maßstab des § 287 ZPO eingreift (BGH, Urteil vom 23. Juni 2004 - IV ZR 130/03, BGHZ 159, 360; Urteil vom 13. Mai 2009 - IV ZR 211/05, VersR 2009, 1213;… Mangen, in: Beckmann/Matusche-Beckmann, Versicherungsrechts-Handbuch 3. Aufl., § 47 Rn. 158). - BGH, 18.10.2017 - IV ZR 188/16
Private Unfallversicherung: Auslegung der Klausel über die Kündigung des …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Das Landgericht konnte deshalb diesen Wert ohne Rechtsfehler seiner Schätzung (§ 287 ZPO) zugrunde legen: Er beschreibt auch nach Auffassung des Senats den beim Kläger im gesamten Zeitraum unverändert vorhandenen Grad unfallbedingter Invalidität unter Berücksichtigung aller bis zum Ablauf von drei Jahren seit dem Unfall erkennbar gewordenen dauerhaften Beeinträchtigungen, was maßgeblich ist, wenn der Versicherungsnehmer - wie hier - vor Ablauf dieser Frist gegen die Ablehnung seiner Ansprüche im Klagewege vorgeht (vgl. BGH, Urteil vom 4. Mai 1994 - IV ZR 192/93, VersR 1994, 971; Urteil vom 18. November 2015 - IV ZR 124/15, BGHZ 208, 9; Urteil vom 18. Oktober 2017 - IV ZR 188/16, VersR 2017, 1386). - BGH, 13.05.2009 - IV ZR 211/05
Umfang des rechtlichen Rechts im Zivilverfahren
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Diese vertraglichen Voraussetzungen sind vom Kläger darzulegen und zu beweisen, wobei für den Beweis der Kausalität zwischen dem - hier unstreitigen - unfallbedingten (ersten) Gesundheitsschaden und der Invalidität der erleichterte Maßstab des § 287 ZPO eingreift (BGH, Urteil vom 23. Juni 2004 - IV ZR 130/03, BGHZ 159, 360; Urteil vom 13. Mai 2009 - IV ZR 211/05, VersR 2009, 1213;… Mangen, in: Beckmann/Matusche-Beckmann, Versicherungsrechts-Handbuch 3. Aufl., § 47 Rn. 158). - BGH, 17.10.2001 - IV ZR 205/00
Beweiswürdigung hinsichtlich der gesundheitlichen Beeinträchtigung und ihrer …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Für die tatrichterliche Überzeugungsbildung reicht hier eine überwiegende, auf gesicherter Grundlage beruhende Wahrscheinlichkeit gegenüber anderen Geschehensabläufen, dass der vom Kläger vorgetragene Dauerschaden in kausalem Zusammenhang mit dem Unfallereignis steht (BGH, Urteil vom 17. Oktober 2001 - IV ZR 205/00, VersR 2001, 1547). - BGH, 04.05.1994 - IV ZR 192/93
Rechte und Pflichten der Parteien eines Unfallversicherungsvertrages nach …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Das Landgericht konnte deshalb diesen Wert ohne Rechtsfehler seiner Schätzung (§ 287 ZPO) zugrunde legen: Er beschreibt auch nach Auffassung des Senats den beim Kläger im gesamten Zeitraum unverändert vorhandenen Grad unfallbedingter Invalidität unter Berücksichtigung aller bis zum Ablauf von drei Jahren seit dem Unfall erkennbar gewordenen dauerhaften Beeinträchtigungen, was maßgeblich ist, wenn der Versicherungsnehmer - wie hier - vor Ablauf dieser Frist gegen die Ablehnung seiner Ansprüche im Klagewege vorgeht (vgl. BGH, Urteil vom 4. Mai 1994 - IV ZR 192/93, VersR 1994, 971; Urteil vom 18. November 2015 - IV ZR 124/15, BGHZ 208, 9; Urteil vom 18. Oktober 2017 - IV ZR 188/16, VersR 2017, 1386). - BGH, 06.11.1996 - IV ZR 215/95
Fristgerechte Invaliditätsfeststellung - Beurteilung des Grades - Ärztlicherseits …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Das vom Kläger geschilderte, von der Beklagten nicht bestrittene überfallartige Ereignis, aus dessen Anlass der Kläger im Bereich der linken Hand durch einen Messerstich verletzt wurde, beschreibt ein plötzlich von außen auf den Körper des Klägers wirkendes, aus dessen maßgeblicher Sicht auch unfreiwillig erlittenes Ereignis, das für dessen Gesundheitsschädigung unstreitig ursächlich gewesen ist (§ 1 Abs. 3 AUB 2011; vgl. hierzu BGH, Urteil vom 6. November 1996 - IV ZR 215/95, VersR 1997, 442; OLG Hamm, NJW-RR 2017, 1443). - OLG Hamm, 12.06.2017 - 6 U 139/15
Umfang der Eintrittspflicht des privaten Unfallversicherers bei einem organischen …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 21.03.2018 - 5 U 59/16
Das vom Kläger geschilderte, von der Beklagten nicht bestrittene überfallartige Ereignis, aus dessen Anlass der Kläger im Bereich der linken Hand durch einen Messerstich verletzt wurde, beschreibt ein plötzlich von außen auf den Körper des Klägers wirkendes, aus dessen maßgeblicher Sicht auch unfreiwillig erlittenes Ereignis, das für dessen Gesundheitsschädigung unstreitig ursächlich gewesen ist (§ 1 Abs. 3 AUB 2011; vgl. hierzu BGH, Urteil vom 6. November 1996 - IV ZR 215/95, VersR 1997, 442; OLG Hamm, NJW-RR 2017, 1443). - BGH, 23.01.1991 - IV ZR 60/90
Hand- und Fingerverletzungen - Berechnung der Versicherungssumme - …
- OLG Frankfurt, 03.02.2011 - 3 U 160/10
Unfallversicherung: Keine Addition der in der Gliedertaxe vorgesehenen einzelnen …
- OLG Frankfurt, 24.08.2005 - 7 U 55/03
Private Unfallversicherung: Bemessung des Invaliditätsgrades nach …
- OLG Hamm, 12.01.2011 - 20 U 122/10
Rechtsnatur und Anwendung der Gliedertaxe in der privaten Unfallversicherung
- OLG Saarbrücken, 20.11.2020 - 5 U 106/19
1. Zum Nachweis eines unfallbedingten Dauerschadens - hier: Beschwerden nach …
Für den Nachweis eines unfallbedingten ersten Gesundheitsschadens und die eine Invalidität begründende dauernde gesundheitliche Beeinträchtigung gilt der Maßstab des § 286 ZPO (BGH, Beschluss vom 13. April 2011 - IV ZR 36/10, VersR 2011, 1171; Senat, Urteil vom 2. Oktober 2019 - 5 U 97/18, VersR 2020, 285); dieser erfordert die Überzeugung des Richters von der zu beweisenden Tatsache im Sinne eines für das praktische Leben brauchbaren Grades von Gewissheit, der den Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie völlig auszuschließen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juli 2008 - VI ZR 274/07, VersR 2008, 1126; Senat, Urteil vom 21. März 2018 - 5 U 59/16, ZfS 2018, 700).Entscheidend ist nicht, an welchem Glied die Verletzung eingetreten ist, sondern vielmehr, welches Glied in seiner Funktionsfähigkeit eingeschränkt ist, so dass etwa bei einer Mittelfußfraktur, die aufgrund von Nervenschädigungen auch die Funktionsfähigkeit des Beins beeinträchtigt, der für die Invalidität eines Beins angesetzte Grad zu berücksichtigen ist (vgl. Senat, Urteil vom 21. März 2018 - 5 U 59/16, ZfS 2018, 700; OLG Frankfurt, VersR 2006, 964; OLG Naumburg, VuR 2017, 360;… Knappmann, in: Prölss/Martin, a.a.O., Ziff. 2 AUB 2010 Rn. 35).
Dagegen sind die Auswirkungen auf die Gebrauchsfähigkeit eines verbliebenen, nicht selbst geschädigten Restglieds oder Teilbereichs eines Glieds oder die in diese Bereiche ausstrahlenden Schmerzen bereits in den Prozentsätzen der Taxe berücksichtigt (vgl. BGH, Urteil vom 23. Januar 1991 - IV ZR 60/90, VersR 1991, 413; Senat, Urteil vom 21. März 2018 - 5 U 59/16, ZfS 2018, 700;… Knappmann, in: Prölss/Martin, a.a.O., Ziff. 2 AUB 2010 Rn. 36).
- OLG Saarbrücken, 16.12.2020 - 5 U 39/20
1. Der erforderliche Nachweis eines Unfallereignisses ist nicht geführt, wenn …
Für die tatrichterliche Überzeugungsbildung reicht insoweit zwar - unter Anwendung des Beweismaßes des § 287 ZPO - eine überwiegende, auf gesicherter Grundlage beruhende Wahrscheinlichkeit gegenüber anderen Geschehensabläufen aus (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 2009 - IV ZR 211/05, VersR 2009, 1213; Senat, Urteil vom 21. März 2018 - 5 U 59/16, ZfS 2018, 700). - OLG Saarbrücken, 04.02.2026 - 5 U 62/24
Bemessung des Grads der unfallbedingten Invalidität bei einem Dauerschaden
Der hiernach zu führende Schadensnachweis verlangt eine entsprechende Überzeugungsbildung des Tatrichters, für die allerdings eine je nach Lage des Falles höhere oder deutlich höhere, jedenfalls überwiegende Wahrscheinlichkeit genügen kann (vgl. BGH, Beschluss vom 13. April 2011 - IV ZR 36/10, VersR 2011, 1171; Senat, Urteil vom 21. März 2018 - 5 U 59/16, ZfS 2018, 700).
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Rechtsprechung
| OLG Hamburg, 29.06.2017 - 5 U 59/16 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Hamburg, 01.02.2016 - 327 O 81/16
- LG Hamburg, 24.03.2016 - 327 O 81/16
- OLG Hamburg, 29.06.2017 - 5 U 59/16
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Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 19.01.2018 - 5 U 59/16 |
Kurzfassungen/Presse
- EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)
- DVAG 66 -, Anspruch auf Buchauszug, erforderliche Angaben, Beginn der Verjährung, abschließende Abrechnung
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