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Rechtsprechung
   KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,102967
KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11 (https://dejure.org/2012,102967)
KG, Entscheidung vom 27.03.2012 - 5 W 265/11 (https://dejure.org/2012,102967)
KG, Entscheidung vom 27. März 2012 - 5 W 265/11 (https://dejure.org/2012,102967)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • Entscheidungsdatenbank Berlin

    § 121 ZPO, § 45 Abs 1 RVG, § 49 RVG
    Vergütung des gemeinsamen Prozessbevollmächtigten von Streitgenossen bei Prozesskostenhilfebewilligung unter Rechtsanwaltsbeiordnung für nur einen Streitgenossen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 121 ; RVG § 45 Abs. 1 ; RVG § 49
    Umfang des Vergütungsanspruchs des gem. § 121 ZPO beigeordneten Rechtsanwalts im Streitgenossenprozess

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Umfang des Vergütungsanspruchs des gem. § 121 ZPO beigeordneten Rechtsanwalts im Streitgenossenprozess

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (15)

  • OLG Köln, 29.06.1998 - 17 W 302/96

    Anspruch des Anwalts gegen die Staatskasse bei PHK für nur einen Streitgenossen

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Der Vergütungsanspruch des gemäß § 121 ZPO ohne Einschränkungen beigeordneten Rechtsanwalts ist bei der Vertretung eines bedürftigen Streitgenossen im Regelfall auf denjenigen Anteil der Vergütung gemäß § 45 Abs. 1, § 49 RVG beschränkt, den die bedürftige Partei im Innenverhältnis zu den zugleich vertretenen nicht bedürftigen Streitgenossen zu tragen hat (ebenso OLG Köln, 29. Juni 1998, 17 W 302/96, NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken, 17. September 2003, 7 W 80/03, OLGR Zweibrücken 2004, 139 und OLG Jena, 15. Juni 2006, 9 W 81/06, OLGR Jena 2007, 163; a.A. BGH, 1. März 1993, II ZR 179/91, NJW 1993, 1715; OLG Koblenz, 27. April 2004, 14 W 300/04, JurBüro 2004, 384 und OLG Naumburg, 19. August 2003, 12 W 64/03, OLGR Naumburg 2004, 175).

    Rn. 8 Es spricht viel dafür, dass der Vergütungsanspruch des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall bereits deshalb nicht auf die Erhöhungsgebühr der Nr. 1008 VV RVG beschränkt werden kann, weil im Beiordnungsbeschluss eine derartige Beschränkung nicht angeordnet worden war (so u.a. OLG Hamm, Rpfleger 2003; OLG Köln NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken Rpfleger 2009, 88) und der Beschwerdeführer bei einer unbeschränkten Beiordnung zudem angesichts der langjährigen Festsetzungspraxis in der Berliner Zivilgerichtsbarkeit (vgl. LG Berlin MDR 1996, 754) nicht mit einer Herabsetzung seiner Vergütung auf die Erhöhungsgebühr zu rechnen brauchte.

    Ein weiterer Teil der obergerichtlichen Rechtsprechung hält den Vergütungsanspruch zwar grundsätzlich in voller Höhe für gegeben, hält ihn aber für begrenzt durch den Anteil, den die bedürftige Partei im Innenverhältnis zu dem zugleich vertretenen nicht bedürftigen Streitgenossen zu tragen hat (so OLG Köln NJW-RR 1999, 725; OLGR Jena 2007, 163; OLGR Zweibrücken - 7. Zivilsenat - 2004, 139).

  • BGH, 30.04.2003 - VIII ZB 100/02

    Kostenerstattung bei Vertretung von Streitgenossen durch einen gemeinschaftlichen …

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Ein obsiegender Streitgenosse kann vom Prozessgegner gleichfalls nur Kostenerstattung in Höhe des seiner Beteiligung am Rechtsstreit entsprechenden Bruchteils der Anwaltskosten verlangen (BGH NJW-RR 2003, 1217 und 1507; NJW-RR 2006, 215).

    Rn. 13 Der Senat zieht in Betracht, dass es Ausnahmefälle geben mag, in denen eine Abweichung von der hier vertretenen Auffassung gerechtfertigt sein könnte, etwa die Fallgestaltung der Zahlungsunfähigkeit der bemittelten Streitgenossen (vgl. BGH NJW-RR 2003, 1217, Tz.14 zum Kostenerstattungsanspruch der obsiegenden Streitgenossen bei dieser Fallgestaltung).

  • BGH, 01.03.1993 - II ZR 179/91

    Anwaltsgebühren bei Prozeßkostenhilfe nur für einen Streitgenossen

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Der Vergütungsanspruch des gemäß § 121 ZPO ohne Einschränkungen beigeordneten Rechtsanwalts ist bei der Vertretung eines bedürftigen Streitgenossen im Regelfall auf denjenigen Anteil der Vergütung gemäß § 45 Abs. 1, § 49 RVG beschränkt, den die bedürftige Partei im Innenverhältnis zu den zugleich vertretenen nicht bedürftigen Streitgenossen zu tragen hat (ebenso OLG Köln, 29. Juni 1998, 17 W 302/96, NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken, 17. September 2003, 7 W 80/03, OLGR Zweibrücken 2004, 139 und OLG Jena, 15. Juni 2006, 9 W 81/06, OLGR Jena 2007, 163; a.A. BGH, 1. März 1993, II ZR 179/91, NJW 1993, 1715; OLG Koblenz, 27. April 2004, 14 W 300/04, JurBüro 2004, 384 und OLG Naumburg, 19. August 2003, 12 W 64/03, OLGR Naumburg 2004, 175).

    Rn. 9 Einzelne Oberlandesgerichte haben sich der vom Bundesgerichtshof (u.a. Beschluss vom 1.03.1993 - II ZR 179/91 -, NJW 1993, 1715) vertretenen Auffassung angeschlossen, wonach dem einem bedürftigen Streitgenossen beigeordneten Rechtsanwalt nur die 3/10 Erhöhungsgebühr zustehen soll (u.a. OLG Koblenz JurBüro 2004, 384; OLGR Naumburg 2004, 175).

  • OLG Naumburg, 19.08.2003 - 12 W 64/03

    Anwaltsgebühren bei Bewilligung von Prozesskostenhilfe nur für einen der …

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Der Vergütungsanspruch des gemäß § 121 ZPO ohne Einschränkungen beigeordneten Rechtsanwalts ist bei der Vertretung eines bedürftigen Streitgenossen im Regelfall auf denjenigen Anteil der Vergütung gemäß § 45 Abs. 1, § 49 RVG beschränkt, den die bedürftige Partei im Innenverhältnis zu den zugleich vertretenen nicht bedürftigen Streitgenossen zu tragen hat (ebenso OLG Köln, 29. Juni 1998, 17 W 302/96, NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken, 17. September 2003, 7 W 80/03, OLGR Zweibrücken 2004, 139 und OLG Jena, 15. Juni 2006, 9 W 81/06, OLGR Jena 2007, 163; a.A. BGH, 1. März 1993, II ZR 179/91, NJW 1993, 1715; OLG Koblenz, 27. April 2004, 14 W 300/04, JurBüro 2004, 384 und OLG Naumburg, 19. August 2003, 12 W 64/03, OLGR Naumburg 2004, 175).

    Rn. 9 Einzelne Oberlandesgerichte haben sich der vom Bundesgerichtshof (u.a. Beschluss vom 1.03.1993 - II ZR 179/91 -, NJW 1993, 1715) vertretenen Auffassung angeschlossen, wonach dem einem bedürftigen Streitgenossen beigeordneten Rechtsanwalt nur die 3/10 Erhöhungsgebühr zustehen soll (u.a. OLG Koblenz JurBüro 2004, 384; OLGR Naumburg 2004, 175).

  • OLG Zweibrücken, 04.09.2008 - 6 WF 115/08

    PKH-Vergütung eines Rechtsanwalts bei Vertretung mehrerer Streitgenossen

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Rn. 8 Es spricht viel dafür, dass der Vergütungsanspruch des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall bereits deshalb nicht auf die Erhöhungsgebühr der Nr. 1008 VV RVG beschränkt werden kann, weil im Beiordnungsbeschluss eine derartige Beschränkung nicht angeordnet worden war (so u.a. OLG Hamm, Rpfleger 2003; OLG Köln NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken Rpfleger 2009, 88) und der Beschwerdeführer bei einer unbeschränkten Beiordnung zudem angesichts der langjährigen Festsetzungspraxis in der Berliner Zivilgerichtsbarkeit (vgl. LG Berlin MDR 1996, 754) nicht mit einer Herabsetzung seiner Vergütung auf die Erhöhungsgebühr zu rechnen brauchte.

    Die überwiegende Zahl der Oberlandesgerichte vertritt den - im Wesentlichen auf § 45 Abs. 1, § 7 Abs. 2 Satz 1 RVG bzw. § 121, § 6 Abs. 2 BRAGO gestützten - Standpunkt, der einem bedürftigen Streitgenossen beigeordnete Rechtsanwalt könne die - nach der Tabelle des § 49 RVG bzw. § 123 BRAGO berechneten - Gebühren in voller Höhe beanspruchen (u.a. OLG München MDR 2011, 326, Tz. 9; OLG Stuttgart JurBüro 1997, 22; OLGR Schleswig 1998, 234; OLG Celle Rpfleger 2007, 151; OLG Hamm Rpfleger 2003, 447; OLG Düsseldorf MDR 1997, 1071; OLGR Bamberg 2001, 28; OLG Zweibrücken, 6. Zivilsenat, Rpfleger 2009, 88).

  • OLG Koblenz, 27.04.2004 - 14 W 300/04

    Bemessung der anwaltlichen Vergütung aus der Staatskasse bei gleichzeitiger …

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Der Vergütungsanspruch des gemäß § 121 ZPO ohne Einschränkungen beigeordneten Rechtsanwalts ist bei der Vertretung eines bedürftigen Streitgenossen im Regelfall auf denjenigen Anteil der Vergütung gemäß § 45 Abs. 1, § 49 RVG beschränkt, den die bedürftige Partei im Innenverhältnis zu den zugleich vertretenen nicht bedürftigen Streitgenossen zu tragen hat (ebenso OLG Köln, 29. Juni 1998, 17 W 302/96, NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken, 17. September 2003, 7 W 80/03, OLGR Zweibrücken 2004, 139 und OLG Jena, 15. Juni 2006, 9 W 81/06, OLGR Jena 2007, 163; a.A. BGH, 1. März 1993, II ZR 179/91, NJW 1993, 1715; OLG Koblenz, 27. April 2004, 14 W 300/04, JurBüro 2004, 384 und OLG Naumburg, 19. August 2003, 12 W 64/03, OLGR Naumburg 2004, 175).

    Rn. 9 Einzelne Oberlandesgerichte haben sich der vom Bundesgerichtshof (u.a. Beschluss vom 1.03.1993 - II ZR 179/91 -, NJW 1993, 1715) vertretenen Auffassung angeschlossen, wonach dem einem bedürftigen Streitgenossen beigeordneten Rechtsanwalt nur die 3/10 Erhöhungsgebühr zustehen soll (u.a. OLG Koblenz JurBüro 2004, 384; OLGR Naumburg 2004, 175).

  • OLG Jena, 15.06.2006 - 9 W 81/06
    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Der Vergütungsanspruch des gemäß § 121 ZPO ohne Einschränkungen beigeordneten Rechtsanwalts ist bei der Vertretung eines bedürftigen Streitgenossen im Regelfall auf denjenigen Anteil der Vergütung gemäß § 45 Abs. 1, § 49 RVG beschränkt, den die bedürftige Partei im Innenverhältnis zu den zugleich vertretenen nicht bedürftigen Streitgenossen zu tragen hat (ebenso OLG Köln, 29. Juni 1998, 17 W 302/96, NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken, 17. September 2003, 7 W 80/03, OLGR Zweibrücken 2004, 139 und OLG Jena, 15. Juni 2006, 9 W 81/06, OLGR Jena 2007, 163; a.A. BGH, 1. März 1993, II ZR 179/91, NJW 1993, 1715; OLG Koblenz, 27. April 2004, 14 W 300/04, JurBüro 2004, 384 und OLG Naumburg, 19. August 2003, 12 W 64/03, OLGR Naumburg 2004, 175).

    Ein weiterer Teil der obergerichtlichen Rechtsprechung hält den Vergütungsanspruch zwar grundsätzlich in voller Höhe für gegeben, hält ihn aber für begrenzt durch den Anteil, den die bedürftige Partei im Innenverhältnis zu dem zugleich vertretenen nicht bedürftigen Streitgenossen zu tragen hat (so OLG Köln NJW-RR 1999, 725; OLGR Jena 2007, 163; OLGR Zweibrücken - 7. Zivilsenat - 2004, 139).

  • LG Berlin, 27.02.1996 - 84 T 50/96
    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Rn. 8 Es spricht viel dafür, dass der Vergütungsanspruch des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall bereits deshalb nicht auf die Erhöhungsgebühr der Nr. 1008 VV RVG beschränkt werden kann, weil im Beiordnungsbeschluss eine derartige Beschränkung nicht angeordnet worden war (so u.a. OLG Hamm, Rpfleger 2003; OLG Köln NJW-RR 1999, 725; OLG Zweibrücken Rpfleger 2009, 88) und der Beschwerdeführer bei einer unbeschränkten Beiordnung zudem angesichts der langjährigen Festsetzungspraxis in der Berliner Zivilgerichtsbarkeit (vgl. LG Berlin MDR 1996, 754) nicht mit einer Herabsetzung seiner Vergütung auf die Erhöhungsgebühr zu rechnen brauchte.

    Denn der Senat schließt sich in der umstrittenen Frage, in welcher Höhe dem beigeordneten Rechtsanwalt bei Mehrvertretung teils bedürftiger teils nicht bedürftiger Streitgenossen ein Vergütungsanspruch gegenüber der Landeskasse zusteht, der Auffassung an, dass dem Rechtsanwalt bei unbeschränkter Beiordnung grundsätzlich der Anspruch auf die volle Vergütung zusteht, soweit diese nicht den Anteil übersteigt, der im Innenverhältnis der Streitgenossen auf die bedürftige Partei entfällt (Bestätigung der vom Landgericht Berlin in MDR 1996, 754 vertretenen Auffassung).

  • BVerfG, 14.04.2003 - 1 BvR 1998/02

    Zulässigkeit einer vorweggenommenen Beweiswürdigung im …

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Nach Sinn und Zweck der Prozesskostenhilfe, nämlich der Verwirklichung des Gebotes der Rechtsschutzgleichheit, soll einer bedürftigen Partei bei hinreichender Erfolgsaussicht ihrer Rechtsverfolgung oder -verteidigung und fehlendem Mutwillen durch eine weitgehende Angleichung an die Verhältnisse eines Bemittelten (vgl. BVerfG NJW 2003, 2976, Tz. 10) Zugang zu den Gerichten verschafft werden.
  • OLG München, 30.11.2010 - 11 W 835/09

    Rechtsanwaltsvergütung aus der Staatskasse: Vergütung des gemeinsamen …

    Auszug aus KG, 27.03.2012 - 5 W 265/11
    Die überwiegende Zahl der Oberlandesgerichte vertritt den - im Wesentlichen auf § 45 Abs. 1, § 7 Abs. 2 Satz 1 RVG bzw. § 121, § 6 Abs. 2 BRAGO gestützten - Standpunkt, der einem bedürftigen Streitgenossen beigeordnete Rechtsanwalt könne die - nach der Tabelle des § 49 RVG bzw. § 123 BRAGO berechneten - Gebühren in voller Höhe beanspruchen (u.a. OLG München MDR 2011, 326, Tz. 9; OLG Stuttgart JurBüro 1997, 22; OLGR Schleswig 1998, 234; OLG Celle Rpfleger 2007, 151; OLG Hamm Rpfleger 2003, 447; OLG Düsseldorf MDR 1997, 1071; OLGR Bamberg 2001, 28; OLG Zweibrücken, 6. Zivilsenat, Rpfleger 2009, 88).
  • OLG Celle, 22.11.2006 - 23 W 13/06

    Prozesskostenhilfe für einen mittellosen Streitgenossen: Vergütungsanspruch des …

  • OLG Bamberg, 18.05.2000 - 3 W 39/00

    Beschränkung auf den Mehrvertretungszuschlag bei Prozesskostenhilfe für einen von …

  • OLG Zweibrücken, 17.09.2003 - 7 W 80/03

    Rechtsanwaltsvergütung aus der Staatskasse: Vergütung des gemeinsamen …

  • OLG Braunschweig, 20.06.1997 - 1 WF 43/97

    Erstattung verauslagter Gerichtskosten nach Bewilligung von Prozeßkostenhilfe für …

  • OLG Hamm, 25.02.2003 - 23 W 341/02

    Anspruch eines ohne Einschränkung beigeordneten Rechtsanwalts auf Zahlung der …

  • LSG Berlin-Brandenburg, 31.01.2018 - L 39 SF 186/16

    Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - …

    Eine vierte Meinung steht auf dem Standpunkt, dass die aus der Staatskasse zu gewährende Vergütung eines Rechtsanwalt, der einem von mehreren Streitgenossen beigeordnet wurde, die ihn gemeinsam mit ihrer Prozessvertretung beauftragt haben, anhand einer Quote zu bemessen sei, die einerseits alle Gebühren einschließlich der Erhöhung nach Ziffer 1008 VV RVG, andererseits die Gesamt- oder Kopfzahl aller Streitgenossen (vgl. Landessozialgericht ‹LSG›, Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 22. Juni 2016, L 7 AS 152/15 B; Sozialgericht ‹SG› Potsdam, Beschluss vom 9. Juli 2013, S 44 SF 316/12 E; vgl. auch: SG Berlin, Beschluss vom 4. November 2014, S 164 SF 4905/14 E) respektive die wertmäßige Beteiligung des erstattungsberechtigten Streitgenossen am Rechtsstreit berücksichtigen müsse (…vgl. Rönnebeck, NJW 1994, S. 2273, 2274; OLG Köln, Beschluss vom 29. Juni 1998, 17 W 302/96; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 17. September 2003, 7 W 80/03; Thüringer OLG, Beschluss vom 15. Juni 2006, 9 W 81/06; OLG Köln, Beschluss vom 9. Juni 2009, 17 W 108/09; Kammergericht ‹KG›, Beschluss vom 27. März 2012, 5 W 265/11 ‹nicht veröffentlicht›).

    Die Landeskasse trete "gegenüber den bemittelten Streitgenossen durch Zahlung der vollen Vergütung in Vorlage" und nehme "zugleich dem Rechtsanwalt das Beitreibungsrisiko hinsichtlich der bemittelten Streitgenossen" ab (vgl. KG, Beschluss vom 27. März 2012, 5 W 265/11 ‹nicht veröffentlicht›; ähnlich: OLG Köln, Beschluss vom 9. Juni 2009, 17 W 108/09).

    Denn der Mehrvertretungszuschlag (Ziffer 1008 VV RVG) wird "vier Monatsraten" und die aus dem Vermögen aufzubringenden Teilbeträge im Regelfall nicht übersteigen (…vgl. Fischer, NJW 1998, S. 4, 6; OLG Köln, Beschluss vom 9. Juni 2009, 17 W 108/09; KG, Beschluss vom 27. März 2012, 5 W 265/11 ‹nicht veröffentlicht›).

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