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Rechtsprechung
   BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2001,782
BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01 (https://dejure.org/2001,782)
BVerwG, Entscheidung vom 19.12.2001 - 6 C 14.01 (https://dejure.org/2001,782)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14.01 (https://dejure.org/2001,782)
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    Abweichensklausel - Aktenvortrag - Bewertung von Prüfungsleistungen - Chancengleichheit - Gesamteindruck aller Prüfungsleistungen - Mündliche Prüfung - Notenverbesserung - Verfahrensdauer - Verschlechterungsverbot - Vorläufiger Rechtsschutz - Zweite juristische ...

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    Abweichensklausel; Aktenvortrag; Bewertung von Prüfungsleistungen; Chancengleichheit; Gesamteindruck aller Prüfungsleistungen; mündliche Prüfung; Prüfungsleistung; Prüfungsteil; Notenverbesserung; Rechtsschutz; Verfahrensdauer; Verschlechterungsverbot; vorläufiger ...

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ 2002, 1375
  • DVBl 2002, 937
  • DVBl 2002, 973
  • DÖV 2002, 823
 
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Wird zitiert von ... (66)Zitiert selbst (17)

  • BVerwG, 14.07.1999 - 6 C 20.98

    Verwaltungsinternes Kontrollverfahren, Durchführung und Reichweite; Grundsatz der …

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Die Frage, ob eine in einer juristischen Klausur aufgeworfene Frage vertretbar bearbeitet worden ist, stellt nämlich eine Fachfrage dar, an deren Beantwortung durch den Tatrichter das Bundesverwaltungsgericht bei Fehlen zulässiger und begründeter Verfahrensrügen gemäß § 137 Abs. 2 VwGO gebunden ist (Beschluss vom 17. Dezember 1997 - BVerwG 6 B 55.97 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 385; Urteil vom 14. Juli 1999 - BVerwG 6 C 20.98 - BVerwGE 109, 211, 221; grundlegend Urteile vom 24. Februar 1993 - BVerwG 6 C 38.92 - …und vom 21. Oktober 1993 - BVerwG 6 C 12.92 - Buchholz a.a.O. Nr. 314 S. 275 f. und Nr. 320 S. 309;… vgl. ferner Urteil vom 4. Mai 1999 - BVerwG 6 C 13.98 - Buchholz a.a.O. Nr. 395 S. 19).

    Der Grundsatz, dass Neubewertungen von Prüfungsleistungen bei Meidung des beanstandeten Bewertungsfehlers nicht zu einem schlechteren Ergebnis führen können (zum Verschlechterungsverbot im Einzelnen Urteil vom 14. Juli 1999 - BVerwG 6 C 20.98 - BVerwGE 109, 211, 215 ff.), gilt nicht, soweit die Prüfungsleistung erneut zu erbringen ist.

  • BVerwG, 11.04.1996 - 6 B 13.96

    Prüfungsrecht: Kein Anspruch auf Neubewertung einer fehlerhaften mündlichen …

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Kann ein fehlerhaft bewerteter Prüfungsteil nicht neu bewertet werden, wie das namentlich bei mündlichen Prüfungen nach gewisser Zeit und so auch hier der Fall ist, muss die Prüfungsleistung erneut erbracht werden (vgl. Beschluss vom 11. April 1996 - BVerwG 6 B 13.96 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 363 = NVwZ 1997, 502).

    Es kann offen bleiben, in welchen Fällen es einem Prüfling zur Vermeidung von Rechtsnachteilen obliegen könnte, die vom erkennenden Senat mit Beschluss vom 11. April 1996 (a.a.O.) aufgezeigte Möglichkeit wahrzunehmen, im Wege des vorläufigen Rechtsschutzes unausweichliche Härten abzuwenden.

  • BVerwG, 10.07.1964 - VII C 82.64
    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Bei Fehlen einer normativen Bestimmung sind die Gerichte aufgerufen, die Lücke in der Regelung des Prüfungsablaufs unter dem erwähnten Gesichtspunkt zu schließen, dass der Prüfling bei der erneuten Prüfung den geringstmöglichen Nachteil erleidet (vgl. Urteil vom 10. Juli 1964 - BVerwG 7 C 82.64 - NJW 1965, 122).

    Regelungen, die für den normalen Prüfungsablauf gelten, stehen dem kraft höherrangigen Rechts nicht entgegen, soweit dies zur Herstellung der Chancengleichheit des im Klagewege erfolgreichen Prüflings geboten ist (vgl. Urteil vom 10. Juli 1964, a.a.O.; ferner Urteil vom 6. September 1995 - BVerwG 6 C 16.93 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 355 S. 102 f.).

  • BVerfG, 17.04.1991 - 1 BvR 419/81

    Gerichtliche Prüfungskontrolle

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Vielmehr müssen so weit wie möglich vergleichbare Prüfungsbedingungen und Bewertungskriterien gelten (vgl. BVerfGE 84, 34, 52).
  • BVerwG, 17.07.1987 - 7 C 118.86

    Ein Urteil gegen Häme - Prüfungsfragen müssen fair und angemessen sein

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    b) Das Oberverwaltungsgericht hat dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Juli 1987 - BVerwG 7 C 118.86 - (Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 242) den Rechtssatz entnommen, dass die mündliche Prüfung der zweiten juristischen Staatsprüfung in jedem Fall insgesamt zu wiederholen sei.
  • BVerwG, 24.02.1993 - 6 C 38.92

    Kostenentscheidung - Prüfungsrecht - Vorverfahren - Neubewertung

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Die Frage, ob eine in einer juristischen Klausur aufgeworfene Frage vertretbar bearbeitet worden ist, stellt nämlich eine Fachfrage dar, an deren Beantwortung durch den Tatrichter das Bundesverwaltungsgericht bei Fehlen zulässiger und begründeter Verfahrensrügen gemäß § 137 Abs. 2 VwGO gebunden ist (Beschluss vom 17. Dezember 1997 - BVerwG 6 B 55.97 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 385; Urteil vom 14. Juli 1999 - BVerwG 6 C 20.98 - BVerwGE 109, 211, 221; grundlegend Urteile vom 24. Februar 1993 - BVerwG 6 C 38.92 - …und vom 21. Oktober 1993 - BVerwG 6 C 12.92 - Buchholz a.a.O. Nr. 314 S. 275 f. und Nr. 320 S. 309;… vgl. ferner Urteil vom 4. Mai 1999 - BVerwG 6 C 13.98 - Buchholz a.a.O. Nr. 395 S. 19).
  • BVerwG, 04.05.1999 - 6 C 13.98

    Gesetzlicher Richter, Besetzungsrüge; Substantiierungspflicht bei der Rüge von …

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Die Frage, ob eine in einer juristischen Klausur aufgeworfene Frage vertretbar bearbeitet worden ist, stellt nämlich eine Fachfrage dar, an deren Beantwortung durch den Tatrichter das Bundesverwaltungsgericht bei Fehlen zulässiger und begründeter Verfahrensrügen gemäß § 137 Abs. 2 VwGO gebunden ist (Beschluss vom 17. Dezember 1997 - BVerwG 6 B 55.97 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 385; Urteil vom 14. Juli 1999 - BVerwG 6 C 20.98 - BVerwGE 109, 211, 221; grundlegend Urteile vom 24. Februar 1993 - BVerwG 6 C 38.92 - …und vom 21. Oktober 1993 - BVerwG 6 C 12.92 - Buchholz a.a.O. Nr. 314 S. 275 f. und Nr. 320 S. 309; vgl. ferner Urteil vom 4. Mai 1999 - BVerwG 6 C 13.98 - Buchholz a.a.O. Nr. 395 S. 19).
  • BVerwG, 17.12.1997 - 6 B 55.97

    Fachfragen; prüfungsspezifische Wertungen; Verknüpfung von fachlichen …

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Die Frage, ob eine in einer juristischen Klausur aufgeworfene Frage vertretbar bearbeitet worden ist, stellt nämlich eine Fachfrage dar, an deren Beantwortung durch den Tatrichter das Bundesverwaltungsgericht bei Fehlen zulässiger und begründeter Verfahrensrügen gemäß § 137 Abs. 2 VwGO gebunden ist (Beschluss vom 17. Dezember 1997 - BVerwG 6 B 55.97 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 385; Urteil vom 14. Juli 1999 - BVerwG 6 C 20.98 - BVerwGE 109, 211, 221; grundlegend Urteile vom 24. Februar 1993 - BVerwG 6 C 38.92 - …und vom 21. Oktober 1993 - BVerwG 6 C 12.92 - Buchholz a.a.O. Nr. 314 S. 275 f. und Nr. 320 S. 309;… vgl. ferner Urteil vom 4. Mai 1999 - BVerwG 6 C 13.98 - Buchholz a.a.O. Nr. 395 S. 19).
  • BVerwG, 06.09.1995 - 6 C 16.93

    kalter Prüfungsraum - ÄAppO, Rücktritt, Chancengleichheit

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Regelungen, die für den normalen Prüfungsablauf gelten, stehen dem kraft höherrangigen Rechts nicht entgegen, soweit dies zur Herstellung der Chancengleichheit des im Klagewege erfolgreichen Prüflings geboten ist (…vgl. Urteil vom 10. Juli 1964, a.a.O.; ferner Urteil vom 6. September 1995 - BVerwG 6 C 16.93 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 355 S. 102 f.).
  • BVerwG, 21.10.1993 - 6 C 12.92

    Bestehen der Wiederholungsprüfung - Rechtswidrigkeit der ersten …

    Auszug aus BVerwG, 19.12.2001 - 6 C 14.01
    Die Frage, ob eine in einer juristischen Klausur aufgeworfene Frage vertretbar bearbeitet worden ist, stellt nämlich eine Fachfrage dar, an deren Beantwortung durch den Tatrichter das Bundesverwaltungsgericht bei Fehlen zulässiger und begründeter Verfahrensrügen gemäß § 137 Abs. 2 VwGO gebunden ist (Beschluss vom 17. Dezember 1997 - BVerwG 6 B 55.97 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 385; Urteil vom 14. Juli 1999 - BVerwG 6 C 20.98 - BVerwGE 109, 211, 221; grundlegend Urteile vom 24. Februar 1993 - BVerwG 6 C 38.92 - und vom 21. Oktober 1993 - BVerwG 6 C 12.92 - Buchholz a.a.O. Nr. 314 S. 275 f. und Nr. 320 S. 309;… vgl. ferner Urteil vom 4. Mai 1999 - BVerwG 6 C 13.98 - Buchholz a.a.O. Nr. 395 S. 19).
  • BVerwG, 19.01.1990 - 4 C 28.89

    Indizienbeweis - Verstoß gegen die Denkgesetze - Beweiswürdigung - …

  • BVerwG, 03.04.1996 - 4 B 253.95

    Verwaltungsprozeßrecht: Tatrichterlicher Verstoß gegen Denkgesetze; …

  • BVerwG, 05.07.1994 - 9 C 158.94

    Asylrecht - Gruppenverfolgung - EntscheidungserheblicheTatsachenfeststellung - …

  • BVerwG, 12.07.1995 - 6 C 12.93

    "atypische Leistungskonstellation" - § 5d Abs. 4 DRiG, Voraussetzungen einer …

  • BVerwG, 11.07.1996 - 6 B 22.96

    Prüfungsrecht: Überprüfung des Zusatzpunktes bei Neubescheidung des …

  • BVerwG, 12.07.1999 - 9 B 374.99

    Asylanspruch eines Asylbewerbers aus dem Nordirak (kurdische Provinzen) - …

  • BVerwG, 02.11.1994 - 6 B 62.94

    Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Bewertung einer …

  • BVerwG, 27.02.2019 - 6 C 3.18

    Anforderungen an die Bestimmtheit und Verhältnismäßigkeit von prüfungsrechtlichen …

    Ihr bereits am 21. Januar 2015 gehaltener Vortrag kann schon deshalb nicht mehr in Ansatz gebracht werden, weil er seinerzeit nicht bewertet worden ist und nach der inzwischen vergangenen Zeitspanne auch nicht mehr bewertet werden kann (vgl. dazu allgemein: BVerwG, Beschluss vom 11. April 1996 - 6 B 13.96 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 363 S. 132 ff.; Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14.01 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 400 S. 38 f.).
  • BVerwG, 10.04.2019 - 6 C 19.18

    Anspruch auf Überdenkensverfahren; Begründung der Notenfestsetzung; …

    Hierdurch wird dem in Art. 12 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG verankerten Gebot der Chancengleichheit im Prüfungsrecht nicht widersprochen (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14.01 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 400 S. 38 f.; Beschluss vom 11. April 1996 - 6 B 13.96 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 363).
  • VG Berlin, 27.08.2026 - 12 K 70.25
    Rn. 93 a) Nach dem in Art. 12 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 GG verankerten Gebot der Chancengleichheit im Prüfungsrecht darf es einem Prüfling weder zum Vorteil noch zum Nachteil gereichen, dass er die Anerkennung eines Bewertungsfehlers in einem gerichtlichen Verfahren erstreiten muss (hierzu und zum Folgenden BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 26 m.w.N.).

    Rn. 94 Die dafür erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, ist in erster Linie Aufgabe des zuständigen Normgebers (BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 27 m.w.N.).

    Rn. 95 Der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist ferner zu entnehmen, dass die einzelfallbezogene Ermittlung der Rechtsfolgen der gerichtlichen Entscheidung aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände auch zu berücksichtigen haben kann, ob eine Prüfung nach den für sie einschlägigen prüfungsrechtlichen Bestimmungen als eine Einheit konzipiert ist, die nicht zum Nachteil des Prüflings zerrissen werden darf (vgl. hierzu und zum Folgenden BVerwG…, Urteil vom 17. Juli 1987 - 7 C 118/86 - Rn. 20 für eine mündliche Prüfung aus Aktenvortrag und Prüfungsgespräch, die jeweils gesondert zu bewerten sind; unberührt gelassen von BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 28 f.; vgl. OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 13. Juli 2005 - 14 B 1066/05 - juris Rn. 3; ferner OVG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 9. Oktober 2007 - 14 A 2873/06 - juris Rn. 29 ff., welches für die dort verfahrensgegenständliche mehrteilige Prüfung eine Konzeption als Einheit jedoch verneint hat).

    Rn. 96 Damit ist nicht ausgeschlossen, dass ein Prüfling, dessen Klage in Bezug auf einen selbständig zu bewertenden Prüfungsteil erfolgreich ist, lediglich diesen Teil erneut abzulegen hat, wenn diese Beschränkung für ihn bei objektiver Betrachtungsweise nicht nachteilig ist (vgl. für einen Aktenvortrag als selbständig zu bewertenden Teil einer mündlichen Prüfung: BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 29; vgl. für einen Prüfungsunterricht als Teil einer unterrichtspraktischen Prüfung: VG Hannover, Beschluss vom 28. August 2020 - 6 B 3629/20 - beck-online).

    Denn es ist bei alledem in Rechnung zu stellen, dass die Lage der Kandidaten, die sich regulär auf eine Prüfung vorbereiten, grundsätzlich nicht vergleichbar mit derjenigen eines Prüflings ist, der genötigt war, Fehler der Prüfer vermittels der Gerichte beheben zu lassen, und der unter Umständen nach Jahren und parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit Prüfungsleistungen erneut zu erbringen hat (vgl. erneut BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 34).

    Rn. 103 (2) Bei dieser Aufgabe stellt der Einzelrichter - auch dies gemäß der oben zitierten höchstgerichtlichen Rechtsprechung - den Gesichtspunkt, dass der Prüfling bei der erneuten Prüfung zur Fehlerkorrektur den geringstmöglichen Nachteil zu erleiden hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 27), zentral in Rechnung und fragt in diesem Rahmen mit dem 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts insbesondere danach, ob eine Prüfung nach den für sie einschlägigen prüfungsrechtlichen Bestimmungen als eine Einheit konzipiert ist, die nicht zum Nachteil des Prüflings zerrissen werden darf (vgl. BVerwG…, Urteil vom 17. Juli 1987 - 7 C 118/86 - Rn. 20; intakt gelassen von BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 28 f.).

    Rn. 110 (3) Ein Auseinanderreißen der unterrichtspraktischen Prüfung würde den Kläger objektiv (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 27) benachteiligen, weshalb diesem in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG…, Urteil vom 17. Juli 1987 - 7 C 118/86 - Rn. 20) aus Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 GG ein Anspruch Wiederholung der gesamten unterrichtspraktischen Prüfung gegen den Beklagten zusteht.

    Rn. 116 Mit alledem ist nicht gesagt - denn darauf kommt es hier nicht an -, dass es bei abweichender objektiver - und subjektiver, etwa durch einen Teilanfechtungs- oder entsprechenden Verpflichtungsantrag entsprechend gekennzeichneter (vgl. etwa VG Hannover, Beschluss vom 28. August 2020 - 6 B 3629/20 - beck-online) - Interessenlage zulässig sein mag, die unterrichtspraktische Prüfung zu Gunsten des Kandidaten nur teilweise zu wiederholen, soweit ein Verfahrens- oder Bewertungsfehler vorliegt (vgl. allgemein BVerwG, Urteil vom 19. Dezember 2001 - 6 C 14/01 - juris Rn. 28).

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