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Rechtsprechung
   VG Wiesbaden, 17.02.2006 - 7 E 559/05.A (1)   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2006,25985
VG Wiesbaden, 17.02.2006 - 7 E 559/05.A (1) (https://dejure.org/2006,25985)
VG Wiesbaden, Entscheidung vom 17.02.2006 - 7 E 559/05.A (1) (https://dejure.org/2006,25985)
VG Wiesbaden, Entscheidung vom 17. Februar 2006 - 7 E 559/05.A (1) (https://dejure.org/2006,25985)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)

    AufenthG § 60 Abs. 1; AsylVfG § 34 Abs. 1; AsylVfG § 38 Abs. 1
    Afghanistan, Hindus, Gruppenverfolgung, religiös motivierte Verfolgung, religiöses Existenzminimum, Situation bei Rückkehr, alleinstehende Personen, soziale Bindungen, Abschiebungsandrohung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (4)

  • BVerwG, 05.11.1991 - 9 C 118.90

    Asylrecht - Gruppenverfolgung - Gefahr politischer Verfolgung - Zumutbarkeit …

    Auszug aus VG Wiesbaden, 17.02.2006 - 7 E 559/05
    Bei der Prüfung der Frage, ob politische Verfolgung mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit droht, ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 89, 162) eine ,,qualifizierende" Betrachtungsweise im Sinne einer Gewichtung und Abwägung aller festgestellten Umstände und ihrer Bedeutung anzulegen.

    Da auch nichts dafür ersichtlich ist, dass der Kläger im Falle der Rückkehr nach Afghanistan außerhalb der Tempel unterkommen könnte (der Gutachter D. hält es sogar für zweifelhaft, ob die in Afghanistan in Armut und Elend lebenden Hindus überhaupt bereit seien, mit Rückkehrern aus Europa, die pauschal als ,,reich" betrachtet würden, ihre wenige Habe zu teilen), ist es dem Kläger im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes (vgl. BVerwGE 89, 162) nicht zumutbar, angesichts der realen Möglichkeit, einer religiös motivierten Verfolgung ausgesetzt zu sein, nach Afghanistan zurückzukehren.

  • BVerfG, 01.07.1987 - 2 BvR 478/86

    Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft

    Auszug aus VG Wiesbaden, 17.02.2006 - 7 E 559/05
    Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfGE 76, 143, 158 ff.) ist von einer religiös motivierten Verfolgung zwar nicht schon dann auszugehen, wenn die Religionsfreiheit, gemessen an der umfassenden Gewährleistung, wie sie Art. 4 Abs. 1 und 2 GG enthält, Eingriffen und Beeinträchtigungen ausgesetzt ist.
  • BVerwG, 18.02.1997 - 9 C 9.96

    Prognosemaßstab - Herabgestufter Maßstab - Änderung der politischen Verhältnisse …

    Auszug aus VG Wiesbaden, 17.02.2006 - 7 E 559/05
    Dies bedarf hier aber nicht der weiteren Vertiefung, denn aufgrund der nunmehr bestehenden Situation in Afghanistan ist jedenfalls davon auszugehen, dass der Kläger im Falle der Rückkehr nach Afghanistan mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Repressalien i. S. d. § 60 Abs. 1 AufenthG zu gewärtigen hätte (vgl. dazu, dass im Falle einer erstmals drohenden Gefahr, Verfolgungsmaßnahmen i. S. d. § 51 Abs. 1 AuslG (jetzt: § 60 Abs. 1 AufenthG) ausgesetzt zu sein, eine beachtliche Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer entsprechenden Gefahrenlage zu fordern ist: BVerwGE 104, 97).
  • VGH Baden-Württemberg, 25.03.1994 - A 14 S 1957/93

    Keine Verfolgung der Volksgruppe der Albaner im Kosovo allein wegen ihrer …

    Auszug aus VG Wiesbaden, 17.02.2006 - 7 E 559/05
    Wie sich aus den Gesetzesmaterialien ergibt (abgedruckt bei GK-AsylVfG, § 38), entspricht § 38 Abs. 1 AsylVfG inhaltlich § 28 Abs. 2 AsylVfG a. F. Dies gilt, obgleich der Wortlaut des § 38 Abs. 1 AsylVfG gegenüber § 28 Abs. 2 AsylVfG a. F. (dort heißt es: ,,nach Eintritt der Unanfechtbarkeit der Ablehnung", während es nunmehr heißt: ,,nach dem unanfechtbaren Abschluss des Asylverfahrens") abweicht, denn die Abschiebung soll natürlich nur dann erfolgen, wenn das Asylverfahren keinen Erfolg hat (so auch: VGH Mannheim, Urteil vom 25.03.1994 - A 14 S 1957/93 -).
  • VGH Hessen, 02.04.2009 - 8 A 1132/07

    Flüchtlingsstatus von Hindus aus Afghanistan

    Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Wiesbaden vom 17. Februar 2006 - 7 E 559/05.A (1) - wird zurückgewiesen.

    Der am 22. April 2005 erhobenen Klage gegen diesen Bescheid hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden mit Urteil vom 17. Februar 2006 - 7 E 559/05.A (1) - bezüglich des Vorliegens der Voraussetzungen des § 60 Abs. 1 AufenthG stattgegeben mit der Begründung, der Kläger habe zwar nicht glaubhaft gemacht, schon vor seiner Ausreise aus Afghanistan dort gravierenden Übergriffen wegen seines religiösen Bekenntnisses ausgesetzt gewesen zu sein, jedoch habe er mit solche Übergriffen aus Teilen der muslimischen Bevölkerung im Fall einer Rückkehr nach Afghanistan zu rechnen, ohne dass staatliche Stellen voraussichtlich etwas gegen solche Drangsalierungen unternehmen würden.

    die Klage unter Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts Wiesbaden vom 17. Februar 2006 - 7 E 559/05.A (1) - in vollem Umfang abzuweisen.

  • VG Gelsenkirchen, 21.02.2013 - 5a K 3406/12

    Afghanistan Hindu religiöse Verfolgung individuelle Vorverfolgung (hier: bejaht) …

    Rn. 77 So für das Jahr 2006/2007: VG Wiesbaden, Urt. v. 17. Februar 2006 - 7 E 559/05.A(1) - VG Minden, Urt. v. 8. Juni 2006 - 9 K 1891/06.A - VG München, Urt. v. 30. Januar 2007 - M 23 K 06.50875 - (mangels Zentralgewalt); VG Leipzig, Urt. v. 21. März 2007 - 1 A 30746/03.A - für 2008: SächsOVG Urt. v. 26. August 2008 - A 1 B 499/07 - und für das Jahr 2009: HessVGH, Urt. v. 2. April 2009 - 8 A 1132/07.A - VG Bremen, Urt. v. 10. Dezember 2009 - 2 K 2140/05.A - VG Cottbus, Urt. v. 18. August 2009 - 7 K 268/09.A - a.A. für 2006/2007: VG Sigmaringen, Urt. v. 16. März 2006 - A 2 K 10962/05 - VG Ansbach, Urt. v. 26. November 2007 - AN 11 K 07.30632 - (kein hinreichender Organisationsgrad der Verfolger); für 2008: OVG NRW, Urt. v. 16. Juni 2008 - 20 A 4676/06.A - VG Hamburg, Urt. v. 10. September 2008 - 5 A 466/06 -.
  • VG Köln, 23.09.2014 - 14 K 19/13

    Verfolgungsprognose bei einem afghanischen Staatsangehörigen hinduistischen …

    Rn. 46 a.A. für das Jahr 2006/2007: VG Wiesbaden, Urteil vom 17. Februar 2006 - 7 E 559/05.A(1) - VG Minden, Urteil vom 8. Juni 2006 - 9 K 1891/06.A - VG München, Urteil vom 30. Januar 2007 - M 23 K 06.50875 -(mangels Zentralgewalt); VG Leipzig, Urteil vom 21. März 2007 - 1 A 30746/03.A - für 2008: SächsOVG Urteil vom 26. August 2008 - A 1 B 499/07 - VG Gelsenkirchen, Urteil vom 21. Februar 2013 - 5a K 3406/12.A -, juris; für 2009: HessVGH, Urteil vom 2. April 2009 - 8 A 1132/07.A - VG Bremen, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 2 K 2140/05.A - VG Cottbus, Urteil vom 18. August 2009 - 7 K 268/09.A - für 2010: VG Stuttgart, Urteil vom 29. Januar 2013 - A 6 K 4443/12 -, (aufgehoben durch VGH Baden Württemberg…, Urteil vom 19. September 2013, a.a.O.); jeweils zitiert nach juris.
  • VG Kassel, 13.02.2008 - 3 E 158/07

    Afghanistan, Hindus, Gruppenverfolgung, Verfolgungsdichte, Verfolgung durch …

    Die den Auskünften zu entnehmenden Referenzfälle erreichen von der Anzahl der Rechtsverletzungen im Verhältnis zur Gesamtzahl dieser Gruppe und ihrer staatlichen Be­ handlung weder die Schwelle, ab der eine Verfolgungsdichte anzunehmen wäre noch be­ legen sie in ausreichendem Maß eine staatliche Untätigkeit im Vorgehen gegen solche Übergriffe mit dem Ziel der Vernichtung dieser Minderheit (vgl. ebenso VG Ansbach vom 26. November 2007 - AN 11 K 07.30632; VG Sigmaringen vom 16.3.2006 - A 2 K 10962/05; VG Schwerin vom 15.5.2007 - 11 A 1901/06 As; ; VG Regensburg vom 05.04.2007 -RO 5 K 06.30176; a.A.: VG Köln vom 10.1.2006 - 14 K 6506/03A VG Wies­ baden vom 17.2.2006 - 7 E 559/05.A(1), VG Minden vom 8.6.2006 - 9 K 1891/06A VG München vom 30.1.2007 - M 23 K 06.50875, VG Leipzig vom 21.3.2007 - 1 A 30746/03.A und VG Glessen vom 25.4.2007 - 2 E 1750/06.A und 19.09.2006 - 7 E 2188/Q4.A).
  • VG Sigmaringen, 16.03.2006 - A 2 K 10962/05

    Zur Frage der politischen Verfolgung eines afghanischen Staatsangehörigen …

    Daher scheidet die Annahme einer Gruppenverfolgung durch nichtstaatliche Akteure auch aus rechtlichen Gründen aus (a.A zur Gruppenverfolgung von Hindus in Afghanistan: VG Wiesbaden, Urt. v. 17.02.2006 7 E 559/05.A(1) -, AuAS 2006, 90 ff.).
  • VG Gießen, 25.04.2007 - 2 E 1750/06

    Afghanistan, Hindus, Gruppenverfolgung, religiös motivierte Verfolgung, …

    Dementsprechend gewähren auch eine Reihe von Gerichten in diesen Konstellationen Abschiebungsschutz nach § 60 Abs. 1 AufenthG (…vgl. u. a. VG Sigmaringen, Urt. v. 09.10.2006 - A 2 K 10792/05; VG Wiesbaden, Urt. v. 17.02.2006 - 7 E 559/05 VG Köln, Urt. v. 10.01.2006 - 14 K 6506/03, sämtlichst aus JURIS).
  • VG Karlsruhe, 17.05.2006 - A 10 K 11777/03

    Afghanistan, Hindus, nichtstaatliche Verfolgung, religiös motivierte Verfolgung, …

    Mit dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (…Urt. v. 28.04.2005 - 5a K 4421/03 -, BeckRS 2006 Nr. 20050), dem Verwaltungsgericht Köln (…Urt. v. 10.01.2006 - 14 K 6506/03.A -, juris) sowie dem Verwaltungsgericht Wiesbaden (Urt. v. 17.02.2006 - 7 E 559/05.A[1] -, AuAS 2006, 90) ist der entscheidende Einzelrichter zu der Überzeugung gelangt, dass für Hindus aus Afghanistan ein Abschiebungsverbot aus § 60 Abs. 1 AufenthG besteht.
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