Rechtsprechung
| LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20 |
Volltextveröffentlichung
Verfahrensgang
- LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
- OLG Stuttgart, 23.02.2022 - 4 U 70/21
- BGH, 03.08.2023 - III ZR 54/22
Corona: Rechtsprechungsübersichten 
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (11)
- BGH, 10.12.1987 - III ZR 220/86
Haftung der öffentlichen Hand für Waldschäden
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Denn die Zubilligung von Entschädigungs- oder Ausgleichsansprüchen gegen den Staat für massenhaft aufgetretenen Eigentumsbeschränkungen können weitreichende Folgen für die Staatsfinanzen haben, was nach dem Grundsatz der Gewaltenteilung und dem dmokratischen Prinzip der Entscheidung des Parlamentsgesetzgebers vorzubehalten sei (BGH, Urteil vom 10.12.1987 - III ZR 220/86 = BGHZ 102, 350, 368 Rn. 31 - 33; BGH…, Urteil vom 10.02.2005 - III ZR 330/04, bei juris Rn. 12;… LG Hannover, aaO. Bei juris Rn. 98 ff.).Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH (vgl. nur U. v. 10.12.1987 - III ZR 220/86, juris) gibt es keine Entschädigung für legislatives Unrecht.
- BGH, 20.02.1992 - III ZR 188/90
Amtshaftung wegen Überschreitung der Zuständigkeit bei Absperrung eines …
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Danach setzt der Entschädigungsanspruch aus enteignungsgleichem Eingriff voraus, dass rechtswidrig in eine durch Art. 14 GG geschützte Rechtsposition von hoher Hand unmittelbar eingegriffen wird, die hoheitliche Maßnahme also unmittelbar eine Beeinträchtigung des Eigentums herbeiführt, und (Hervorhebung durch den erkennenden Richter) dem Berechtigten dadurch ein besonderes, anderen nicht zugemutetes Opfer für die Allgemeinheit auferlegt wird (vgl. BGHZ 117, 240, 252;… BGH NJW 1994, 1647 bei juris Rn. 15). - BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
Keine Amtshaftung wegen nichtigen Bebauungsplans
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Nur ausnahmsweise, etwa bei sog. Maßnahme- oder Einzelfallgesetzen, kann etwas anderes in Betracht kommen und können die Belange bestimmter Personen unmittelbar berührt werden, so dass sie als Dritte angesehen werden können (BGH, U. v. 29.03.1971 - III ZR 110/68, juris; BGH, U. v. 24.06.1982 - III ZR 169/80, juris).
- BGH, 29.03.1971 - III ZR 110/68
Untätigbleiben des Gesetzgebers als Enteignung
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Nur ausnahmsweise, etwa bei sog. Maßnahme- oder Einzelfallgesetzen, kann etwas anderes in Betracht kommen und können die Belange bestimmter Personen unmittelbar berührt werden, so dass sie als Dritte angesehen werden können (BGH, U. v. 29.03.1971 - III ZR 110/68, juris; BGH, U. v. 24.06.1982 - III ZR 169/80, juris). - LG Hannover, 09.07.2020 - 8 O 2/20
Erste Corona-Klage auf Entschädigung gegen das Land Niedersachsen
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Alle diese Betriebe mussten ihr Gewerbe ruhen lassen bzw. konnten ihre Auftritte nicht durchführen (Ebenso mit ausführlicher Begründung LG Hannover, Urteil vom 09.07.2020, 8 O 2/20 bei juris Rn. 67 ff. sowie LG Berlin…, Urteil vom 13.10.2020, 2 O 247/20 Rn. 38 ff.). - LG Heilbronn, 29.04.2020 - 4 O 82/20
Eilverfahren - keine Entschädigung wegen Betriebsschließung (hier: Friseursalon) …
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Das Infektionsschutzgesetz ist als besonderes Polizeirecht dem allgemeinen Polizeirecht gegenüber lex specialis (…so auch: Kießling/Kümper, IfSG, 1. Aufl. 2020, § 56 Rn. 13;… BeckOK InfSchR/Eckart/Kruse, IfSG, 1. Ed. 01.07.2020, § 56 Rn. 33.1; LG Heilbronn, U. v. 29.04.2020 - 4 O 82/20, juris). - VGH Baden-Württemberg, 09.04.2020 - 1 S 925/20
Einstweilige Anordnung im Normenkontrollverfahren betreffend die Untersagung des …
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Maßnahmen nach § 28 Abs. 1 IfSG dienen auch nach dem ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers intentional dem Schutz von bisher nicht kranken, nicht krankheitsverdächtigen und nicht ansteckungsverdächtigen Personen und damit gezielt auch präventiven Zwecken (VGH BW, B. v. 09.04.2020 - 1 S 925/20, juris). - LG Berlin, 13.10.2020 - 2 O 247/20
Amtspflichtverletzung: Schließung einer Gaststätte aufgrund der …
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Alle diese Betriebe mussten ihr Gewerbe ruhen lassen bzw. konnten ihre Auftritte nicht durchführen (Ebenso mit ausführlicher Begründung LG Hannover…, Urteil vom 09.07.2020, 8 O 2/20 bei juris Rn. 67 ff. sowie LG Berlin, Urteil vom 13.10.2020, 2 O 247/20 Rn. 38 ff.). - BGH, 10.02.2005 - III ZR 330/04
Keine Haftung der Bundesrepublik Deutschland für die Krankenhausbehandlungskosten …
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Denn die Zubilligung von Entschädigungs- oder Ausgleichsansprüchen gegen den Staat für massenhaft aufgetretenen Eigentumsbeschränkungen können weitreichende Folgen für die Staatsfinanzen haben, was nach dem Grundsatz der Gewaltenteilung und dem dmokratischen Prinzip der Entscheidung des Parlamentsgesetzgebers vorzubehalten sei (BGH…, Urteil vom 10.12.1987 - III ZR 220/86 = BGHZ 102, 350, 368 Rn. 31 - 33; BGH, Urteil vom 10.02.2005 - III ZR 330/04, bei juris Rn. 12;… LG Hannover, aaO. Bei juris Rn. 98 ff.). - OLG Koblenz, 23.09.2009 - 1 U 428/09
Klage auf finanzielle Entschädigung gegen Stadt Koblenz wegen Bombenentschärfung …
Auszug aus LG Stuttgart, 26.02.2021 - 7 O 285/20
Einem von einer sog. "Jedermann-Maßnahme" Betroffenen kann eine Entschädigung auf Basis des allgemeinen Aufopferungsanspruchs bzw. des enteignenden/enteignungsgleichen Eingriffs allenfalls dann gewährt werden, wenn er aufgrund besonderer, von ihm nicht zu verantwortender Umstände einen Schaden erleidet, der das Maß der gewöhnlichen und typischen Beeinträchtigungen der von einer solchen Maßnahme Betroffenen deutlich übersteigt und hierdurch die Opfergrenze überschritten und dem Betroffenen ein Sonderopfer im Verhältnis zur Allgemeinheit auferlegt wird (OLG Koblenz, U. v. 23.09.2009 - 1 U 428/09, juris). - LG Stuttgart, 05.11.2020 - 7 O 109/20
Kein allgemeiner Corona-Entschädigungsanspruch
- OLG Stuttgart, 23.02.2022 - 4 U 70/21
Schadensersatz aufgrund Veranstaltungsverbot infolge Corona-Pandemie Anspruch auf …
Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 26. Februar 2021 (7 O 285/20) wird zurückgewiesen.Rn. 8 Wegen der weiteren Einzelheiten des Sachverhalts und zu den Feststellungen des Landgerichts wird auf das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 26. Februar 2021 (7 O 285/20) Bezug genommen (Blatt 212 - 230; § 540 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO).
Rn. 22 Das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 26. Februar 2021 - 7 O 285/20 - wird abgeändert: Das beklagte Land wird verurteilt, an den Kläger 8.326,48 EUR nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 30. Mai 2020 zu zahlen.
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