Rechtsprechung
| BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86 |
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Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Aufhebung eines unrichtig gewordenen Verwaltungsaktes - Atypischer Fall - Ermessensausübung - Volle gerichtliche Überprüfbarkeit
Verfahrensgang
- SG Dortmund, 20.03.1985 - S 30 Ar 160/84
- BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Papierfundstellen
- NZA 1988, 707
Wird zitiert von ... (52) Zitiert selbst (13)
- BSG, 06.11.1985 - 10 RKg 3/84
Behindertes Kind - Rückwirkende Bewilligung einer Rente - Ablehnung des Antrags …
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Das Ermessen erstrecke sich nur auf die Frage, was im Ausnahmefall zu geschehen habe (BSG Urteil vom 24. März 1983 - 10 RKg 17/82 -; Urteil vom 6. November 1985 - 10 RKg 3/84 -; Urteil vom 19. Februar 1986 - 7 RAr 55/84 -), so daß die Beurteilung, ob ein typischer oder atypischer Fall vorliege, der uneingeschränkten gerichtlichen Überprüfung unterliege.Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSGE 59, 111, 115 = SozR 1300 § 48 Nr. 19;… SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8;… SozR 1300 § 48 Nrn 21, 22, 24, 25;… BSGE 60, 180, 185 = SozR 1300 § 48 Nr. 26;… SozR 1300 § 48 Nr. 30) und des Bundesverwaltungsgerichts (vgl.. BVerwG Buchholz 436.36 § 53 BAföG Nr. 5 und das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil vom 17. September 1987 - 5 C 26.84 -; ebenso die Urteile vom 17. September 1987 - 5 C 19.84, 20.84, 43.84 und 16.86 -) bedeutet das "soll" in § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X, daß der Leistungsträger den Verwaltungsakt in der Regel rückwirkend aufhebt, daß er jedoch in atypischen Fällen hiervon absehen darf.
Aus diesen Gründen hat es schon der 10. Senat des BSG in seinem grundlegenden Urteil vom 6. November 1985 (BSGE 59, 111 = SozR 1300 § 48 Nr. 19) ausdrücklich abgelehnt, die Frage, ob ein Ausnahmefall vorliegt, als Teil der (nur beschränkt überprüfbaren) Ermessensentscheidung anzusehen.
Erforderlich für einen atypischen Fall ist, daß die Umstände des Einzelfalles im Hinblick auf die mit der rückwirkenden Aufhebung des Verwaltungsaktes verbundenen Nachteile von den Normalfällen der Tatbestände des § 48 Abs. 1 Satz 2 Nrn. 1 - 4 SGB X signifikant abweichen, so daß der Leistungsempfänger in besondere Bedrängnis gerät (vgl.. BSGE 59, 111, 116 = SozR 1300 § 48 Nr. 19).
- BSG, 19.02.1986 - 7 RAr 55/84
Zuerkennung einer Rente - Rente wegen Erwerbsunfähigkeit - Ruhen eines …
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Das Ermessen erstrecke sich nur auf die Frage, was im Ausnahmefall zu geschehen habe (BSG Urteil vom 24. März 1983 - 10 RKg 17/82 -; Urteil vom 6. November 1985 - 10 RKg 3/84 -; Urteil vom 19. Februar 1986 - 7 RAr 55/84 -), so daß die Beurteilung, ob ein typischer oder atypischer Fall vorliege, der uneingeschränkten gerichtlichen Überprüfung unterliege.Ob der Betroffene Vertrauen in das Handeln der Verwaltung gesetzt hat und setzen durfte, ist bei der Anwendung des § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X zwar nicht völlig unbeachtlich (vgl.. BSG SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8 und SozR 1300 § 48 Nr. 22).
- BSG, 23.10.1985 - 9a RV 1/84
Aufhebung eines begünstigenden Verwaltungsaktes - Verwaltungsakt mit Dauerwirkung …
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (…BSGE 59, 111, 115 = SozR 1300 § 48 Nr. 19; SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8;… SozR 1300 § 48 Nrn 21, 22, 24, 25;… BSGE 60, 180, 185 = SozR 1300 § 48 Nr. 26;… SozR 1300 § 48 Nr. 30) und des Bundesverwaltungsgerichts (vgl.. BVerwG Buchholz 436.36 § 53 BAföG Nr. 5 und das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil vom 17. September 1987 - 5 C 26.84 -; ebenso die Urteile vom 17. September 1987 - 5 C 19.84, 20.84, 43.84 und 16.86 -) bedeutet das "soll" in § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X, daß der Leistungsträger den Verwaltungsakt in der Regel rückwirkend aufhebt, daß er jedoch in atypischen Fällen hiervon absehen darf.Ob der Betroffene Vertrauen in das Handeln der Verwaltung gesetzt hat und setzen durfte, ist bei der Anwendung des § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X zwar nicht völlig unbeachtlich (vgl.. BSG SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8 und SozR 1300 § 48 Nr. 22).
- GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70
Voraussetzungen für den Erlass der Gewerbesteuer; Rechte des Generalvertreters …
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Der § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X sei nämlich eine sogenannte Koppelungsvorschrift, die der Behörde auf der Rechtsfolgenseite Ermessensfreiheit gewähre, diese Ermächtigung aber nicht an die Erfüllung eindeutig fixierbarer Sachverhaltsvoraussetzungen knüpfe, sondern im Tatbestand einen unbestimmten Rechtsbegriff enthalte, der seinerseits nicht ohne wertende Erwägungen ausgefüllt werden könne (vgl.. Gemeinsamer Senat BVerwGE 39, 355). - BSG, 14.11.1985 - 7 RAr 123/84
Verstoß gegen Verfassungsrecht - Änderung von § 134 AFG - Laufende Leistungsfälle
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Eine Ermessensentscheidung und die erwogenen Gründe können nach Abschluß des Vorverfahrens, also während des gerichtlichen Verfahrens, wohl noch verdeutlicht, nach den Vorschriften der §§ 35 Abs. 1 Satz 2, 41 Abs. 2 SGB X aber nicht mehr nachgeschoben werden, worauf der Senat schon hingewiesen hat (BSGE 59, 157, 172 = SozR 1300 § 45 Nr. 19). - BVerwG, 17.09.1987 - 5 C 26.84
Bafög - Ausbildungsförderung - Bescheidänderung - Rückforderung - Begründung
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (…BSGE 59, 111, 115 = SozR 1300 § 48 Nr. 19;… SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8;… SozR 1300 § 48 Nrn 21, 22, 24, 25;… BSGE 60, 180, 185 = SozR 1300 § 48 Nr. 26;… SozR 1300 § 48 Nr. 30) und des Bundesverwaltungsgerichts (vgl.. BVerwG Buchholz 436.36 § 53 BAföG Nr. 5 und das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil vom 17. September 1987 - 5 C 26.84 -; ebenso die Urteile vom 17. September 1987 - 5 C 19.84, 20.84, 43.84 und 16.86 -) bedeutet das "soll" in § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X, daß der Leistungsträger den Verwaltungsakt in der Regel rückwirkend aufhebt, daß er jedoch in atypischen Fällen hiervon absehen darf. - BSG, 13.08.1986 - 7 RAr 33/85
Rückwirkende Ruhen eines Anspruchs - Ermessensausübung - Aufhebung und …
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (…BSGE 59, 111, 115 = SozR 1300 § 48 Nr. 19;… SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8;… SozR 1300 § 48 Nrn 21, 22, 24, 25; BSGE 60, 180, 185 = SozR 1300 § 48 Nr. 26;… SozR 1300 § 48 Nr. 30) und des Bundesverwaltungsgerichts (vgl.. BVerwG Buchholz 436.36 § 53 BAföG Nr. 5 und das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil vom 17. September 1987 - 5 C 26.84 -; ebenso die Urteile vom 17. September 1987 - 5 C 19.84, 20.84, 43.84 und 16.86 -) bedeutet das "soll" in § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X, daß der Leistungsträger den Verwaltungsakt in der Regel rückwirkend aufhebt, daß er jedoch in atypischen Fällen hiervon absehen darf. - BSG, 26.11.1986 - 7 RAr 55/85
Gegenstand eines Verfahrens - Verwaltungsakt - Lohnsteuerklassenwechsel zwischen …
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Diese Sondervorschrift für den Steuerklassenwechsel von Eheleuten schließt die Anwendung des Satzes 2 (…BSG SozR 4100 § 113 Nr. 1) und des Satzes 3 (BSGE 61, 45, 53 = SozR 4100 § 113 Nr. 5) von § 113 Abs. 1 AFG aus; sie gilt also auch, wenn Eheleute für ein neues Kalenderjahr eine andere Steuerklassenkombination wählen (…vgl.. BSG a.a.O.), wie das hier für 1983 geschehen ist. - BSG, 24.03.1983 - 10 RKg 17/82
Kindergeld - Verwaltungsakt - Aufhebung eines Verwaltungsaktes - Unbillige Härte
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Das Ermessen erstrecke sich nur auf die Frage, was im Ausnahmefall zu geschehen habe (BSG Urteil vom 24. März 1983 - 10 RKg 17/82 -; Urteil vom 6. November 1985 - 10 RKg 3/84 -; Urteil vom 19. Februar 1986 - 7 RAr 55/84 -), so daß die Beurteilung, ob ein typischer oder atypischer Fall vorliege, der uneingeschränkten gerichtlichen Überprüfung unterliege. - BVerwG, 22.01.1987 - 5 C 19.84
Bafög - Ausbildungsförderung - Weitere Ausbildung - Gehobener nichttechnischer …
Auszug aus BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (…BSGE 59, 111, 115 = SozR 1300 § 48 Nr. 19;… SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8;… SozR 1300 § 48 Nrn 21, 22, 24, 25;… BSGE 60, 180, 185 = SozR 1300 § 48 Nr. 26;… SozR 1300 § 48 Nr. 30) und des Bundesverwaltungsgerichts (vgl.. BVerwG Buchholz 436.36 § 53 BAföG Nr. 5 und das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil vom 17. September 1987 - 5 C 26.84 -; ebenso die Urteile vom 17. September 1987 - 5 C 19.84, 20.84, 43.84 und 16.86 -) bedeutet das "soll" in § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X, daß der Leistungsträger den Verwaltungsakt in der Regel rückwirkend aufhebt, daß er jedoch in atypischen Fällen hiervon absehen darf. - BSG, 26.11.1986 - 7 RAr 65/85
Atypische Überzahlung - Arbeitslosenhilfe - Ermessensentscheidung - Rückforderung …
- BSG, 24.02.1987 - 11b RAr 35/85
Unterbliebene Ermessensausübung - Verfahrensmangel - Aufhebungsbescheid - …
- BSG, 14.08.1980 - 7 RAr 39/79
Ehegatte eines Arbeitslosen - Beschäftigung - Arbeitsloser
- BVerwG, 02.07.1992 - 5 C 39.90
Restermessen der Hauptfürsorgestelle bei außerordentlicher Kündigung eines …
Das durch eine Soll-Vorschrift eingeräumte Ermessen beschränkt sich grundsätzlich auf die Frage, was im Ausnahmefalle zu geschehen hat; ob ein atypischer Fall vorliegt, der eine solche Ermessensentscheidung ermöglicht und gebietet, ist dagegen als Rechtsvoraussetzung im Rechtsstreit von den Gerichten zu überprüfen und zu entscheiden (vgl. BVerwGE 78, 101 , BSGE 59, 111 sowie BSG, Urteile vom 11. Februar 1988 - 7 RAr 55/86 -und vom 3. Juli 1991 - 9 b RAr 2/90 - ). - BSG, 30.06.2016 - B 5 RE 1/15 R
Rückwirkende Aufhebung eines Verwaltungsaktes (hier: Bewilligung von Zuschüssen …
Ein Gericht muss, wenn der Leistungsträger einen Regelfall angenommen hat, selbst prüfen, ob ein solcher vorliegt; es darf den angefochtenen Bescheid wegen fehlender Ermessensausübung nur aufheben, wenn die Prüfung einen atypischen Fall ergibt (vgl BSG Urteil vom 11.2.1988 - 7 RAr 55/86 - SozR 1300 § 48 Nr. 44 S 125;… Waschull in Diering/Timme/Waschull aaO § 48 RdNr 55;… Fichte in Knickrehm/Kreikebohm/Waltermann, Kommentar zum Sozialrecht, 4. Aufl 2015, § 48 SGB X RdNr 48). Daher ist es entgegen dem Vorbringen der Beklagten ohne Belang, ob die Klägerin bis zum Abschluss des Widerspruchsverfahrens eine in der Vergangenheit möglicherweise bestehende Sozialhilfebedürftigkeit hinreichend dargetan hat. - LSG Berlin-Brandenburg, 05.11.2014 - L 16 R 575/11
Arbeitseinkommen i.S.v. § 15 SGB IV - Einkünfte aus Kommanditisten-Anteilen - …
Vielmehr ist dies stets nach dem Sinn und Zweck der jeweiligen Regelung des § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X zu bestimmen und hängt maßgebend von den Umständen des Einzelfalls ab (vgl BSG, Urteil vom 11. Februar 1988 = 7 RAr 55/86 = SozR 1300 § 48 Nr. 44).
- BSG, 21.07.1988 - 7 RAr 51/86
Pfändung von Arbeitslosengeld
Beide Erfordernisse dürfen, wenn der entsprechende Verwaltungsakt im gerichtlichen Verfahren Bestand behalten soll, nur bis zum Abschluß des Vorverfahrens, oder, falls ein Vorverfahren nicht stattfindet, bis zur Erhebung der Klage nachgeholt werden (§ 41 Abs. 2 iVm Abs. 1 Nrn 2 und 3 SGB 10;… vgl hierzu etwa BSGE 59, 157, 172 = SozR 1300 § 45 Nr. 19; BSG vom 11. Februar 1988 - 7 RAr 55/86 -). - LSG Nordrhein-Westfalen, 23.11.2015 - L 3 R 1116/14
Streit über die teilweise Rückforderung einer Witwenrente
Die Frage, ob ein atypischer Fall vorliegt, ist nicht Teil der Ermessensausübung; die Feststellung des Vorliegens bzw Nichtvorliegens eines atypischen Falles als Voraussetzung der jeweiligen Rechtsfolge ist mithin gerichtlich voll überprüfbar (BSG, Urteil vom 11.02.1988 - 7 RAr 55/86, in SozR 1300 § 48 Nr. 44, m.w.N.). - LSG Hessen, 24.11.2017 - L 5 R 12/14
Gesetzliche Rentenversicherung, Sozialverwaltungsverfahren
Das Gericht darf den angefochtenen Bescheid wegen fehlender Ermessensausübung aufheben, wenn die Prüfung ergibt, dass ein "atypischer Fall" gegeben ist (vgl. BSG…, Urteil vom 6. November 1985, 10 RKg 3/84, juris = SozR 1300 § 48 Nr. 19; BSG, Urteil vom 11. Februar 1988, 7 RAr 55/86, juris = SozR 1300 § 48 Nr. 44 m.w.N.; BSG…, Urteil vom 17. Mai 1983, 7 RAr 13/82, juris = SozR 3-4100 § 63 Nr. 2). - LSG Sachsen, 28.03.2017 - L 9 BL 6/16
Rechtmäßigkeit der Rückforderung von Landesblindengeld und Herabsetzung für die …
Die mit der Erstattung verbundene Härte mutet das Gesetz jedem Betroffenen zu (BSG, Urt. v. 11.02.1988 - 7 RAr 55/86, zitiert nach juris, Rn. 22;… BayLSG, Urt. v. 20.05.2003 - L 15 BL 4/00, zitiert nach juris, Rn. 28).Denn die mit einer Erstattung verbundenen Härte vermute das Gesetz jedem Betroffenen zu (BSG vom 11.02.1988, 7 RAr 55/86, Schütze in von Wulffen/Schütze SGB X Kommentar 8. Auflage, § 48, Rn. 21 mit weiteren Nachweisen).
- LSG Berlin-Brandenburg, 30.10.2024 - L 22 R 448/21
Aufhebung eines Bescheides über die Gewährung einer Witwenrente aus der …
Rn. 64 Die Höhe der Erstattungsforderung begründet für sich allein keine besondere Härte, denn die mit einer Erstattung verbundene Härte mutet das Gesetz jedem Betroffenen zu (BSG, Urteil vom 11. Februar 1988, - 7 RAr 55/86). - BVerwG, 02.07.1992 - 5 C 31.91
Hauptfürsorgestelle, Prüfungsmaßstab im Zustimmungsverfahren zur beabsichtigten …
Dabei ist die Frage, ob ein atypischer Fall vorliegt, nicht Teil der Ermessensentscheidung, sondern als Rechtsvoraussetzung im Rechtsstreit von den Gerichten zu überprüfen und zu entscheiden (vgl. BVerwGE 78, 101 ; BSGE 59, 111 sowie BSG, Urteile vom 11. Februar 1988 - 7 RAr 55/86 - <…">48%20SGB%2010%20Nr.%2044#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 1300 § 48 SGB 10 Nr. 44 S. 125> …und vom 3. Juli 1991 - 9 b RAr 2/90 - < ;…">48%20SGB%20X%20Nr.%2010#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3-1300 § 48 SGB X Nr. 10 S. 10>). - LSG Sachsen, 15.09.2020 - L 8 SO 70/16 Insbesondere ist für die Sphäre des Betroffenen anerkannt, dass Einkommens- und Vermögenslosigkeit nicht ohne Weiteres einen atypischen Fall begründen; die mit einer Erstattung verbundene Härte mutet das Gesetz jedem Betroffenen zu (BSG, Urteil vom 11. Februar 1988 - 7 RAr 55/86 - juris Rn. 22).
- LSG Sachsen-Anhalt, 27.10.2016 - L 1 R 47/15
Rechtsgrundlage für die Korrektur eines Bescheides über die Bewilligung einer …
- LSG Sachsen-Anhalt, 27.08.2020 - L 1 R 121/18
Aufhebung eines Bescheides über die Bewilligung einer Altersrente wegen des …
- LSG Sachsen-Anhalt, 24.07.2013 - L 3 R 173/11
Altersrente - Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen - Einkünfte aus Vermietung …
- LSG Sachsen-Anhalt, 20.09.2018 - L 1 R 171/17
Anrechnung von Einkommen auf bewilligte Witwerrente
- LSG Sachsen-Anhalt, 19.11.2013 - L 3 R 461/12
Rückforderung einer Altersrente wegen Überschreitens der Hinzuverdienstgrenze
- LSG Sachsen-Anhalt, 08.04.2013 - L 3 R 289/12
Aufhebung der Bewilligung einer Rente wegen Berufsunfähigkeit aufgrund erzielten …
- LSG Bayern, 20.05.2010 - L 20 R 841/09
Sozialgerichtliches Verfahren - Aufhebung eines Verwaltungsaktes - …
- LSG Hessen, 23.05.2014 - L 5 R 197/12
- LSG Baden-Württemberg, 22.03.2017 - L 5 R 3143/16
- LSG Nordrhein-Westfalen, 20.06.2007 - L 17 U 125/04
Anerkennung von Berufskrankheiten (Erkrankung durch Quecksilber oder seine …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 25.01.2024 - L 1 R 61/19
Rechtmäßigkeit der Korrektur einer Hochrechnung der Altersrente; Anfängliche …
- LSG Hessen, 10.02.2012 - L 5 R 207/11
Erstattung von Beitragszuschüssen zur freiwilligen Kranken- und …
- LSG Hessen, 20.03.2023 - L 5 R 293/21
Rentenversicherung
- LSG Hessen, 26.10.2012 - L 5 R 111/12
Gesetzliche Rentenversicherung
- LAG München, 25.02.2015 - 10 Ta 51/15
Aufhebung der Prozesskostenhilfebewilligung wegen Verletzung von …
- LSG Sachsen-Anhalt, 04.03.2010 - L 3 R 75/08
- LSG Hessen, 10.02.2012 - L 5 R 5/11
Zuschuss zur Krankenversicherung der Rentner
- LSG Hessen, 06.12.2021 - L 5 R 213/20
Alterssicherung der Landwirte
- LSG Hessen, 18.10.2013 - L 5 R 130/13
Rückwirkende Aufhebung eines bewilligten Beitragszuschusses zur freiwilligen …
- LSG Hessen, 30.01.2015 - L 5 R 390/12
- LSG Nordrhein-Westfalen, 20.01.2017 - L 14 R 762/15
Berufung gegen die Zurücknahme der Bewilligung eines Zuschusses zur Kranken- und …
- LAG Sachsen, 08.09.2016 - 4 Ta 67/16
Aufhebung der Prozesskostenhilfebewilligung bei verspäteter Mitteilung einer …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 30.06.2015 - 12 A 1907/14
Aufhebung einer Blindengeldbewilligung wegen der Anrechnung von Leistungen der …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 20.02.2017 - L 14 R 762/15
- LSG Hessen, 13.06.2023 - L 2 R 284/21
Aufhebung und Erstattung von Rente wegen voller Erwerbsminderung wegen …
- LAG Sachsen, 23.02.2016 - 4 Ta 285/15
Aufhebung der Prozesskostenhilfe bei unterlassener Mitteilung einer Verbesserung …
- VG München, 18.04.2024 - M 15 K 21.5847
Leben im Geltungsbereich des Gesetzes, Auslandsaufenthalt des Berechtigten, …
- LAG Sachsen, 05.09.2016 - 4 Ta 277/15
Aufhebung der Prozesskostenhilfe wegen unterbliebener Mitteilung der Änderung der …
- SG Gießen, 26.11.2021 - S 17 R 188/20
- LAG Sachsen, 22.07.2016 - 4 Ta 88/16
Aufhebung der Prozesskostenhilfe wegen unterbliebener Mitteilung der Änderung der …
- BSG, 11.01.1990 - 7 RAr 54/88
Aufhebung der Bewilligung von Arbeitslosenhilfe - Tägliche Erreichbarkeit des …
- LAG Sachsen, 16.12.2015 - 4 Ta 157/15
Entscheidung über die Aufhebung der Prozesskostenhilfe wegen Verstoßes gegen …
- LAG München, 09.03.2015 - 10 Ta 8/15
Aufhebung der Prozesskostenhilfebewilligung wegen Verletzung von …
- SG Kassel, 21.05.2014 - S 6 VE 1/14
Berufsschadensausgleich bei Änderung tatsächlicher Verhältnisse durch …
- VG Münster, 17.04.2012 - 6 K 2129/10
Pflicht zur Rückzahlung von Blindengeld aufgrund zeitgleicher Beziehung von …
- SG Dortmund, 30.04.2008 - S 48 (44) KR 298/05
- BSG, 21.07.1988 - 7 RAr 21/86
- LSG Baden-Württemberg, 27.04.2023 - L 7 BL 2488/20
- SG Dresden, 01.10.2013 - S 13 BL 5/11
Berücksichtigung von Pflegegeldleistungen bei der Bemessung des Blindengeldes
- SG Nordhausen, 15.12.2022 - S 20 R 952/19
Witwenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung - Rückforderung überzahlter …
- OLG Jena, 09.05.2017 - 5 WF 39/17
- SG Heilbronn, 19.01.2021 - S 2 R 3204/19
Einkommensanrechnung bei einer Witwenrente aus der gesetzlichen …
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