Rechtsprechung
| OLG Hamm, 07.02.2017 - 7 U 85/16 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
BGB § 823 Abs. 1; GG Art. 1; GG Art. 2 Abs. 1
Anspruch auf Geldentschädigung; Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts; andauernde Observationen zur Erlangung von Informationen für ein gerichtliches Verfahren - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 823 Abs. 1 ; GG Art. 1 ; GG Art. 2 Abs. 1
Zubilligung einer Geldentschädigung wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Beobachtung des privaten Lebensbereichs durch den getrennt lebenden Ehegatten - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)
Observation nach Scheidung
Verfahrensgang
- LG Dortmund - 25 O 183/16
- OLG Hamm, 07.02.2017 - 7 U 85/16
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (4)
- BGH, 24.05.2016 - VI ZR 496/15
Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts: Geldentschädigungsanspruch bei …
Auszug aus OLG Hamm, 07.02.2017 - 7 U 85/16
Rn. 19 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, NJW-RR 2016, 1136; BGH, VersR 2015, 1437), der auch der Senat folgt, begründet eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts einen Anspruch auf eine Geldentschädigung nur, wenn es sich um einen schwerwiegenden Eingriff handelt und die Beeinträchtigung nicht in anderer Weise befriedigend aufgefangen werden kann.Hierbei sind insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie der Grad seines Verschuldens zu berücksichtigen (BGH, NJW-RR 2016, 1136).
Die Zubilligung einer Geldentschädigung im Falle schwerer Persönlichkeitsrechtsverletzung findet ihre sachliche Berechtigung darin, dass ohne einen solchen Anspruch Verletzungen der Würde und Ehre des Menschen ohne jede Sanktion blieben und der Rechtsschutz der Persönlichkeit verkümmern würde (BGH, Urteil vom 24.05.2016, Az. VI ZR 496/15, NJW-RR 2016, 1136; OLG Hamm, Urteil vom 02.12.2016, Az. 7 U 46/16).
- BGH, 15.09.2015 - VI ZR 175/14
Persönlichkeitsverletzung eines minderjähriges Kindes: Buchveröffentlichung einer …
Auszug aus OLG Hamm, 07.02.2017 - 7 U 85/16
Rn. 19 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, NJW-RR 2016, 1136; BGH, VersR 2015, 1437), der auch der Senat folgt, begründet eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts einen Anspruch auf eine Geldentschädigung nur, wenn es sich um einen schwerwiegenden Eingriff handelt und die Beeinträchtigung nicht in anderer Weise befriedigend aufgefangen werden kann. - BGH, 15.05.2013 - XII ZB 107/08
Detektivkosten im Unterhaltsrechtsstreit
Auszug aus OLG Hamm, 07.02.2017 - 7 U 85/16
Der verfassungsrechtlich garantierte Anspruch der Prozesspartei auf Durchsetzung ihrer subjektiven Rechte erfasst auch die Ermöglichung der Beweisführung (BGH, Beschluss vom 15.05.2013, Az. XII ZB 107/08, Rn. 11, NJW 2013, 2668). - OLG Schleswig, 30.01.2017 - 7 U 46/16
Verkehrsunfallhaftung: Verbindlichkeit von auf der Fahrbahnoberfläche …
Auszug aus OLG Hamm, 07.02.2017 - 7 U 85/16
Die Zubilligung einer Geldentschädigung im Falle schwerer Persönlichkeitsrechtsverletzung findet ihre sachliche Berechtigung darin, dass ohne einen solchen Anspruch Verletzungen der Würde und Ehre des Menschen ohne jede Sanktion blieben und der Rechtsschutz der Persönlichkeit verkümmern würde (BGH, Urteil vom 24.05.2016, Az. VI ZR 496/15, NJW-RR 2016, 1136; OLG Hamm, Urteil vom 02.12.2016, Az. 7 U 46/16).
- AG Brandenburg, 05.12.2024 - 30 C 190/22
Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch mögliche Videoaufnahmen
Nach dieser Vorschrift würde dem Kläger ggf. hier somit dann auch ein Anspruch auf Ersatz seines materiellen Schadens und darüber hinaus auch - bei besonders schweren Verletzungen ihres Persönlichkeitsrechts, insbesondere in Fällen eines heimlichen Ausspähens - einen Anspruch auf Entschädigung für den erlittenen immateriellen Schaden zu stehen (BGH, Urteil vom 08.04.2014, Az.: VI ZR 197/13, u.a. in: NJW-RR 2014, Seiten 1193 f.; OLG Hamm, Beschluss vom 07.02.2017, Az.: I-7 U 85/16, u.a. in: IPRB 2017, Seiten 222 f. = "juris"; OLG Köln, Urteil vom 22.09.2016, Az.: I-15 U 33/16, u.a. in: NJW 2017, Seiten 835 ff.; OLG Köln, NJW 1989, Seite 720; OLG Hamburg, Urteil vom 20.05.2008, Az.: 7 U 100/07, u.a. in: OLG-Report 2008, Seiten 794 f.; LG Karlsruhe, Urteil vom 01.03.2019, Az.: 6 O 71/18, u.a. in: BeckRS 2018, Nr. 43947 = "juris"; LG Bonn, Urteil vom 09.02.2018, Az.: 1 O 318/17, u.a. in: "juris"; LG Duisburg, Urteil vom 17.10.2016, Az.: 3 O 381/15, u.a. in: ZUM 2017, Seiten 171 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 22.01.2016, Az.: 31 C 138/14, u.a. in: ZD 2016, Seiten 380 ff. = Mietrecht kompakt 2016, Seite 37 = Seniorenrecht aktuell 2016, Seite 147 = DSB 2016, Seite 220 = NJOZ 2017, Seiten 365 ff. = BeckRS 2016, Nr. 01524 = IBRS 2016, 0877 = IMR 2016, 250 = "juris"; AG Berlin-Tempelhof-Kreuzberg, Urteil vom 01.3.2012, Az.: 25 C 84/12, u.a. in: BeckRS 2012, Nr.: 06047; Stöber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.; Senkel/ Niggeweg , WuM 2010, Seite 72).Hierbei sind insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, ferner Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie der Grad seines Verschuldens zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 08.04.2014, Az.: VI ZR 197/13, u.a. in: NJW-RR 2014, Seiten 1193 f.; BGH, Urteil vom 20.03.2012, Az.: VI ZR 123/11, u.a. in: NJW 2012, Seite 1788; OLG Hamm, Beschluss vom 07.02.2017, Az.: I-7 U 85/16, u.a. in: IPRB 2017, Seiten 222 f. = "juris"; OLG Hamburg, Urteil vom 20.05.2008, Az.: 7 U 100/07, u.a. in: OLG-Report 2008, Seiten 794 f.; LG Karlsruhe, Urteil vom 01.03.2019, Az.: 6 O 71/18, u.a. in: BeckRS 2018, Nr. 43947 = "juris"; LG Münster, Urteil vom 22.07.2015, Az.: 12 O 374/14, u.a. in: "juris").
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