Rechtsprechung
| BVerwG, 08.10.1965 - VIII C 35.64 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 05.12.1963 - 66 VI 62
- BVerwG, 08.10.1965 - VIII C 35.64
Wird zitiert von ... (17) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 09.07.1964 - VIII C 49.62
Voraussetzungen der Erteilung eines Heimatvertriebenenausweises - Erfordernis des …
Auszug aus BVerwG, 08.10.1965 - VIII C 35.64
Die Ehefrau des Klägers hatte danach ihren Wohnsitz in Rumänien; denn dort hatte ihr Ehemann als Angehöriger des diplomatischen Dienstes seines Landes seinen Wohnsitz (vgl. BVerwGE 19, 117).Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. das Urteil vom 22. März 1961 - BVerwG VIII C 284.59 -, DÖV 1962 S. 395 = ZLA 1961 S. 279, ferner den in BVerwGE 19, 117 nicht veröffentlichten Teil der Gründe des Urteils vom 9. Juli 1964 - BVerwG VIII C 49.62 -) setzt § 1 Abs. 1 Satz 1 BVFG zwar voraus, daß der Antragsteller seinen Wohnsitz im Vertreibungsgebiet infolge der Vertreibungsmaßnahmen des zweiten Weltkrieges "als deutscher Staatsangehöriger oder deutscher Volkszugehöriger" verloren hat, ist es nach jener Vorschrift jedoch nicht erforderlich, daß die deutsche Staatsangehörigkeit oder deutsche Volkszugehörigkeit des Antragstellers auch die Ursache für die gegen ihn selbst gerichtete Vertreibungsmaßnahme gewesen ist.
- BVerwG, 29.05.1957 - V C 407.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 08.10.1965 - VIII C 35.64
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. insbesondere BVerwGE 5, 110 [111]) sind jedoch hinsichtlich des Vertreibungstatbestandes diejenigen deutschen Staatsangehörigen oder deutschen Volkszugehörigen einem Vertriebenen gleichzubehandeln, die ihren Wohnsitz im Ausland schon vor dem Zusammenbruch verlassen hatten, sich anschließend in Deutschland aufhielten und dann in ihr Heimatland infolge der dort durchgeführten Vertreibungsmaßnahmen nicht zurückkehren konnten. - BVerwG, 22.03.1961 - VIII C 284.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 08.10.1965 - VIII C 35.64
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. das Urteil vom 22. März 1961 - BVerwG VIII C 284.59 -, DÖV 1962 S. 395 = ZLA 1961 S. 279, ferner den in BVerwGE 19, 117 nicht veröffentlichten Teil der Gründe des Urteils vom 9. Juli 1964 - BVerwG VIII C 49.62 -) setzt § 1 Abs. 1 Satz 1 BVFG zwar voraus, daß der Antragsteller seinen Wohnsitz im Vertreibungsgebiet infolge der Vertreibungsmaßnahmen des zweiten Weltkrieges "als deutscher Staatsangehöriger oder deutscher Volkszugehöriger" verloren hat, ist es nach jener Vorschrift jedoch nicht erforderlich, daß die deutsche Staatsangehörigkeit oder deutsche Volkszugehörigkeit des Antragstellers auch die Ursache für die gegen ihn selbst gerichtete Vertreibungsmaßnahme gewesen ist. - BVerwG, 30.01.1959 - IV C 288.58
Auszug aus BVerwG, 08.10.1965 - VIII C 35.64
Im wesentlichen übereinstimmend hiermit hat auch der IV. Senat des Bundesverwaltungsgerichts zur Auslegung der im Wortlaut dem § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG entsprechenden Vorschrift des § 11 Abs. 2 Nr. 3 des Lastenausgleichsgesetzes - LAG - entschieden (vgl. BVerwGE 8, 141), daß als "Aussiedler" auch solche Personen anzusehen sind, die sich ohne jeden unmittelbaren Druck und ohne von den allgemeinen Vertreibungsmaßnahmen persönlich betroffen worden zu sein, zum Verlassen der Heimat entschlossen haben. - BVerwG, 26.11.1958 - V C 475.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 08.10.1965 - VIII C 35.64
Maßgebend für die Auslegung des Wohnsitzbegriffes im Bundesvertriebenengesetz sind daher die Vorschriften in §§ 7 bis 11 BGB (vgl. das Urteil vom 26. November 1958 - BVerwG V C 475.56 -, Buchholz BVerwG 412.3, § 1 Nr. 3 = JR 1959 S. 396 = NJW 1959 S. 1053; ständige Rechtsprechung).
- BVerwG, 28.07.1976 - 8 C 90.75
Abgrenzung des örtlichen Wirkungskreises der Ausweisbehörden durch die Länder …
Er hat als Ehegatte einer Heimatvertriebenen seinen ständig mit ihr geteilten Wohnsitz in Jugoslawien verloren, was auch durch freivilligen Wegzug möglich ist (Urteile vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - 27. Mai 1970 - BVerwG VIII C 50.68 - 30. Mai 1973 - BVerwG VIII C 5.72 - 13. Februar 1974 - BVerwG VIII C 29.73 -).Sie widersprach indessen der bereits damals bekannten, durch zahlreiche Entscheidungen gefestigten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile vom 12. Oktober 1955 - BVerwG III C 116.54 - [NJW 1956, 276]; 22. März 1961 - BVerwG VIII C 284.59 - [DÖV 1962, 395]; 8. Februar 1962 - BVerwG VIII C 107.60 - [ZLA 1962, 257]; 9. Juli 1964 - BVerwG VIII C 49.62 - [teilweise in BVerwGE 19, 117]; 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [ZLA 1966, 283]), die sich gegenüber der engeren Auffassung (BVerwGE 8, 141; Urteil vom 25. Mai 1961 - BVerwG III C 177.60 - [Buchholz 427.3 § 11 LAG Nr. 26]) durchgesetzt hatte.
- BVerwG, 13.03.1974 - VIII C 24.73
Rechtswidrigkeit der Einziehung eines Vertriebenenausweises - Begriff des …
Er hat immer wieder ausgeführt, der Grund für die Zuerkennung der Vertriebeneneigenschaft für die in § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG geregelten Aussiedler sei deren Entwurzelung durch die allgemeinen Vertreibungsmaßnahmen (Urteile vom 8. Februar 1962 - BVerwG VIII C 107.60 - [ZLA 1962, 237], vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [ZLA 1966, 283], vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 38.66 - [a.a.O.] und vom 27. Mai 1970 - BVerwG VIII C 71.66 - [NJW/RzW 1972, 158]).Nur dadurch rechtfertigt sich, daß es bei Anwendung des § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG unbeschadet der hier nicht weiter interessierenden Ansicht des Bundesgerichtshofs (vgl. Urteil vom 12. Juli 1973 [NJW/RzW 1974, 39 Nr. 5]) grundsätzlich ebensowenig maßgeblich ist, welche Gründe den Aussiedler veranlaßt haben, das Aussiedlungsgebiet zu verlassen, wie bei Anwendung des § 1 Abs. 1 Satz 1 BVFG den Vertriebenen, seinen Wohnsitz im Vertreibungsgebiet aufzugeben (vgl. zu letzterem BVerwGE 26, 352 und Urteile vom 4. Juli 1964 - BVerwG VIII C.49.62 - [ZLA 1965, 251], vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [a.a.O.] …und vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 38.66 - [a.a.O.]).
- BVerwG, 13.03.1974 - VIII C 33.73
Ausstellung eines Vertriebenenausweises - Bekenntnis zur deutschen …
Er hat immer wieder ausgeführt, der Grund für die Zuerkennung der Vertriebeneneigenschaft für die in § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG geregelten Aussiedler sei deren Entwurzelung durch die allgemeinen Vertreibungsmaßnahmen (Urteile vom 8. Februar 1962 - BVerwG VIII C 107.60 - [ZLA 1962, 237], vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [ZLA 1966, 283], vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 38.66 - [a.a.O.] und vom 27. Mai 1970 - BVerwG VIII C 71.66 - [NJW/RzW 1972, 158]).Nur dadurch rechtfertigt sich, daß es bei Anwendung des § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG unbeschadet der hier nicht weiter interessierenden Ansicht des Bundesgerichtshofs (vgl. Urteil vom 12. Juli 1973 [NJW/RzW 1974, 39 Nr. 5]) grundsätzlich ebensowenig maßgeblich ist, welche Gründe den Aussiedler veranlaßt haben, das Aus Siedlungsgebiet zu verlassen, wie bei Anwendung des § 1 Abs. 1 Satz 1 BVFG den Vertriebenen, seinen Wohnsitz im Vertreibungsgebiet aufzugeben (vgl. zu letzterem BVerwGE 26, 352 und Urteile vom 4. Juli 1964 - BVerwG VIII C 49.62 - [ZLA 1965, 251], vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [a.a.O.] …und vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 38.66 - [a.a.O.]).
- BVerwG, 27.05.1970 - VIII C 51.68
Begriff des "deutschen Volkszugehörigen" - Bekenntnis zur deutschen Sprache - …
Ein Bekenntnis zum deutschen Volkstum in der Heimat im Sinne von § 6 BVFG liegt regelmäßig nicht bereits in einer deutschfreundlichen Haltung oder in dem Bekenntnis zum deutschen Sprach- und Kulturkreis (vgl. BVerwGE 26, 344 [346]; ferner das Urteil vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [Buchholz 412.3 §§ 1, 2 BVFG Nr. 5 = ZLA 1966, 283]).Hiervon ist der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung ausgegangen (vgl. u.a. die Urteile vom 22. März 1961 - BVerwG VIII C 284.59 - [DÖV 1962, 395 = ZLA 1961, 279], vom 8. Februar 1962 - BVerwG VIII C 107.60 - [ZLA 1962, 237] und vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [a.a.O.]).
- BVerwG, 21.09.1984 - 8 C 137.81
Anforderungen an die Ausstellung eines Vertriebenenausweises - Voraussetzungen …
Entsprechend dem gesetzlichen Zweck, die durch die Ehe begründete Lebensgemeinschaft zu schützen (vgl.Urteile vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - Buchholz 412.3 §§ 1, 2 BVFG Nr. 5 S. 17 , vom 3. November 1976 - BVerwG VIII C 97.75 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 16 S. 1 undvom 16. März 1977 - BVerwG VIII C 58.76 - BVerwGE 52, 167 ), erstreckt § 1 Abs. 3 BVFG unter den in dieser Vorschrift genannten Voraussetzungen die Feststellungswirkung einer bestehenden Statusanerkennung auf den Ehegatten des Vertriebenen. - BVerwG, 10.12.1970 - III C 63.69
Ermittlung der deutschen Volkszugehörigkeit im Zusammenhang mit dem …
Darüber hinaus gehen beide Senate in ständiger Rechtsprechung davon aus, daß das Bekenntnis zum deutschen Volkstum nicht nur durch entsprechende ausdrückliche Erklärung (zum Beispiel bei amtlichen Aufforderungen, seine Volkszugehörigkeit anzugeben), sondern auch durch schlüssiges Verhalten abgelegt werden kann (Urteil vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [Buchholz 412.3 §§ 1, 2 BVFG Nr. 5];… Urteil vom 24. Oktober 1968 - BVerwG III C 121.67 - a.a.O.). - BVerwG, 13.02.1974 - VIII C 29.73
Bekenntnis zum deutschen Volkstum in Kroatien nach Beginn des Feldzugs gegen …
Ein Bekenntnis muß darauf gerichtet sein, dem deutschen Volkstum als national geprägter Kulturgemeinschaft angehören zu wollen (Urteil vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [Buchholz 412.3 §§ 1, 2 BVFG Nr. 5 = ZLA 1966 S. 283]; BVerwGE 30, 305 [309]). - BVerwG, 26.05.1971 - III C 66.69
Bekenntnis zum deutschen Volkstum - Persönlicher und gesellschaftlicher Verkehr …
Das Verwaltungsgericht hat nicht verkannt, daß das Bekenntnis auch durch schlüssiges Verhalten erbracht worden sein kann (vgl. Urteil vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [Buchholz 412.3 §§ 1, 2 BVFG Nr. 5];… Urteil vom 24. Oktober 1968 - BVerwG III C 121.67 - a.a.O.). - BVerwG, 27.05.1970 - VIII C 71.66
Vertriebenenrecht nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG) und Antrag auf …
Dies hat der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung entschieden (vgl. u.a. die Urteile vom 22. März 1961 - BVerwG VIII C 284.59 - [DÖV 1962, 395 = ZLA 1961, 279], vom 8. Februar 1962 - BVerwG VIII C 107.60 - [ZLA 1962, 237] und vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [Buchholz 412.3 §§ 1, 2 BVFG Nr. 5 = ZLA 1966, 283]). - BVerwG, 28.10.1971 - VIII C 19.65
Rechtsmittel
Daher beantwortet sich die Rechtsfrage, derentwegen der Senat die Revision zugelassen hat, dahin, daß die Eheschließung allein grundsätzlich bekenntnisneutral ist (vgl. BVerwGE 12, 110; Urteile vom 8. Februar 1962 - BVerwG VIII C 469.59 - [JR 1963, 74 = DÖV 1962, 622 = ZLA 1962, 255]; vom 8. Oktober 1965 - BVerwG VIII C 35.64 - [Buchholz 412.3 §§ 1, 2 BVFG Nr. 5 = ZLA 1966, 283] und vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 51.66 - [Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9 = ZLA 1969, 40]). - BVerwG, 14.03.1968 - VIII C 51.66
Vertriebenenrecht nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG) und Antrag auf …
- BVerwG, 14.03.1968 - VIII C 38.66
Verlust des Wohnsitzes im Vertreibungsgebiet - Beachtlichkeit der Beweggründe für …
- BVerwG, 11.09.1980 - 8 B 72.80
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Einziehung eines …
- BVerwG, 12.06.1969 - VIII C 125.67
Tatbestand der Aussiedlung - Erfordernis des Nachweises eines Kausalzusammenhangs …
- BVerwG, 25.01.1968 - VIII B 29.66
Anerkennung der Vertriebeneneigenschaft von Ausländern - Kriterien für die …
- BVerwG, 14.07.1966 - II C 2.64
"Aussiedlung" im Sinne des § 4 Abs. 1 Nr. 2 Ursprüngliche Fassung des Gesetzes zu …
- BVerwG, 10.03.1966 - VIII C 53.64
Rechtsmittel
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