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Rechtsprechung
   VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2006,15771
VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06 (https://dejure.org/2006,15771)
VG Gießen, Entscheidung vom 08.03.2006 - 8 G 245/06 (https://dejure.org/2006,15771)
VG Gießen, Entscheidung vom 08. März 2006 - 8 G 245/06 (https://dejure.org/2006,15771)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • hessen.de (Pressemitteilung)

    Schausteller erreicht nochmalige Entscheidung der Stadt über die Zulassung zur Gießener Frühjahrsmesse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Bewerberauswahl bei einem Volksfest; Verteilung einiger Plätze bei mehreren gleichartigen Geschäften nach einem Verteilungsschlüssel als Verstoß gegen höherrangiges Recht; Bestimmung des Verteilungsschlüssels nach freiem Ermessen der Gemeinde; Zulässigkeit des Antrags ...

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DÖV 2007, 174
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (9)

  • VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05

    Zulassung zu einem Volksfest auch für Neubewerber

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Wegen der näheren Einzelheiten wird auf die Gerichtsakten in diesem Verfahren und in den Verfahren 8 G 125/05 und 8 G 1179/05 sowie den der beigezogenen Behördenakten (2 Hefter) Bezug genommen, die sämtlich Gegenstand der Beratung gewesen sind.

    Das Gericht ist vielmehr verpflichtet, die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung zu unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 17990/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185).

    Vorliegend hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Volksfestes zukommenden Ermessensspielraums (vgl. BayVGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185) jedoch verletzt.

    Diese Spielräume können gerichtlich nur eingeschränkt auf Ermessensfehler hin überprüft werden (vgl. VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185 m. w. N.).

    Bei mehreren Bewerbern, die dieselben Warenarten anbieten und auch ansonsten vergleichbar sind, kann die Zulassung eines Bewerbers zu einem Volksfest zwar abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165, VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht 2002, S. 204, Rdnr. 51 m. w. N.).

    Ein Volksfest ist eine solche öffentliche Einrichtung (VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 166; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 186).

  • VG Gießen, 19.02.2004 - 8 G 96/04

    Der automatische Ausschluss von Bewerbern um die Zulassung zu einem Volksfest …

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Das Gericht ist vielmehr verpflichtet, die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung zu unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 17990/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185).

    Vorliegend hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Volksfestes zukommenden Ermessensspielraums (vgl. BayVGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185) jedoch verletzt.

    Bei mehreren Bewerbern, die dieselben Warenarten anbieten und auch ansonsten vergleichbar sind, kann die Zulassung eines Bewerbers zu einem Volksfest zwar abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165, VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht 2002, S. 204, Rdnr. 51 m. w. N.).

    Dieser erstreckt sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/01 -, NVwZ-RR 1992, 477; BayVGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550, 551; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).

    Ein Volksfest ist eine solche öffentliche Einrichtung (VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 166; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 186).

  • VG Oldenburg, 01.07.2004 - 12 B 1203/04

    Antrag auf Zulassung zum Kramermarkt; Als öffentliche Einrichtung festgesetztes …

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Das Gericht ist vielmehr verpflichtet, die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung zu unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 17990/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185).

    Diese Richtlinie, durch die sich die Verwaltung selbst bindet (vgl. VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 421) verstößt gegen die Vorgaben des § 70 GewO und verletzt insoweit den Zulassungsanspruch des Antragstellers.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.07.1991 - 4 B 1635/91

    Gewerberecht: Zulassung eines Fahrgeschäfts zu einem Volksfest, Platzkonzept des …

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Die Kammer übersieht dabei nicht, dass grundsätzlich ein weites Ermessen des Veranstalters (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 -4 B 1635/01 -, GewArch 1991, 435) in Bezug auf die nähere Ausgestaltung eines Volksfestes sowohl hinsichtlich der Art der Teilnehmer als auch bezüglich der Größe des Festgeländes besteht.

    Dieser erstreckt sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/01 -, NVwZ-RR 1992, 477; BayVGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550, 551; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).

  • VGH Bayern, 29.01.1991 - 22 B 90.2122

    Rechtmäßigkeit des Ausschlusses des Betreibers eines Belustigungsgeschäfts von …

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Vorliegend hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Volksfestes zukommenden Ermessensspielraums (vgl. BayVGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185) jedoch verletzt.

    Dieser erstreckt sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/01 -, NVwZ-RR 1992, 477; BayVGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550, 551; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).

  • BVerfG, 15.08.2002 - 1 BvR 1790/00

    Einstweiliger Rechtsschutz für einen Marktbeschicker

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Das Gericht ist vielmehr verpflichtet, die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung zu unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 17990/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185).
  • VGH Hessen, 26.03.2004 - 8 TG 721/04

    Keine Anwendbarkeit des § 114 Abs 2 VwGO im einstweiligen Rechtsschutzverfahren; …

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Die Kammer orientiert sich hierbei an der Rechtsprechung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (B. v. 26.03.2004 - 8 TG 721/04 -, S. 13 BA), wonach für einen Streit um die Zulassung zu einem Markt der erwartete Gewinn von mindestens 250,-- Euro pro Tag zugrunde gelegt werden soll.
  • VG Karlsruhe, 07.04.2005 - 2 K 328/05

    Kriterien für die Zulassung zu einem Jahrmarkt, Berücksichtigung von Neubewerbern

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Insoweit ist zu berücksichtigen, dass die Zulassungschance eines Antragstellers zwar keine tatsächliche Zulassung verlangt (VG Karlsruhe, U. v. 07.04.2005 - 2 K 3285/05 -, GewArch 2005, 341, 343).
  • VG Stuttgart, 27.10.2000 - 4 K 4149/00

    Einräumen einer realen Zulassungschance in zeitlicher Hinsicht für Neubewerber in …

    Auszug aus VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
    Ein Vergabesystem darf sich nicht - auch nicht überwiegend - auf bekannte und bewährte Beschicker beschränken, sondern es muss auch Neubewerbern eine reale Zulassungschance eröffnen (VG Stuttgart, U. v. 27.10.2000 - 4 K 4149/00 -, GewArch 2001, 122).
  • VG Gießen, 20.10.2008 - 8 L 3803/08

    Bewerberauswahl bei einem Jahrmarkt

    Vielmehr ist das Gericht verpflichtet, die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung zu unterziehen (vgl. BVerfG, B.v. 15.08.2002 - 1 BvR 17990/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Oldenburg, B.v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422; VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B.v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154).

    Rn. 22 Vorliegend hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Jahrmarkts zukommenden Ermessensspielraums (vgl. dazu Bay. VGH, B.v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B.v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165) verletzt.

    Diese Spielräume können von dem Gericht nur eingeschränkt in Bezug auf Ermessenfehler hin überprüft werden (vgl. VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v.07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185 m.w.N.).

    Bei mehreren Bewerbern, die von ihrem Angebot her als auch ansonsten vergleichbar sind, kann die Zulassung eines Bewerbers zu einem Jahrmarkt insbesondere abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v.07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht, 2002, S. 204, Rdnr. 51 m.w.N.).

    Dieser erstreckt sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption (vgl. OVG NW, B.v. 10.07.1991 - 4 B 1635/01-, NVwZ-RR 1992, 477; VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).

  • VGH Hessen, 24.03.2006 - 8 TG 715/06

    Anspruch auf Zulassung eines Schaustellers mit seinem Imbissbetrieb und Festzelt …

    Die Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen vom 8. März 2006 - 8 G 245/06 - wird zurückgewiesen.

    Auf die Beschwerde der Antragsgegnerin wird der Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen vom 8. März 2006 - 8 G 245/06 - abgeändert und der Antrag des Antragstellers auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß § 123 Abs. 1 Satz 2 VwGO abgelehnt.

    Mit Beschluss vom 8. März 2006 - 8 G 245/06 - hat das Verwaltungsgericht Gießen der Antragsgegnerin im Wege einer einstweiligen Anordnung aufgegeben, über den Zulassungsantrag des Antragstellers für die Frühjahrsmesse 2006 unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts neu zu entscheiden, und hat den Antrag im Übrigen abgelehnt.

    die Antragsgegnerin unter Abänderung des Beschlusses des Verwaltungsgerichts Gießen vom 8. März 2006 - 8 G 245/06 - im Wege einstweiliger Anordnung zu verpflichten, ihn als Schausteller mit seinem Imbissbetrieb und Festzelt zur Frühjahrsmesse 2006 in Gießen zuzulassen und ihm vorläufig einen Standplatz für seinen Betrieb auf dem Messegelände zuzuweisen,.

    unter Abänderung des Beschlusses des Verwaltungsgerichts Gießen vom 8. März 2006 - 8 G 245/06 - den Antrag des Antragstellers auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abzulehnen,.

  • VG Gießen, 30.09.2009 - 8 K 4528/08

    Zulassung eines Autoscooters zu einem Jahrmarkt

    Rn. 31 Vorliegend hat die Beklagte die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Jahrmarktes zukommenden Ermessensspielraums (vgl. dazu Bayer.VGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165) verletzt.

    Diese Spielräume können von den Gerichten nur eingeschränkt in Bezug auf Ermessenfehler hin überprüft werden (VG Gießen, B. v. 20.10.2008 - 8 L 3803/08.GI -, S. 9 BA; B. v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185 m.w.N.).

    Bei mehreren Bewerbern, die von ihrem Angebot her als auch ansonsten vergleichbar sind, kann die Zulassung eines Bewerbers zu einem Jahrmarkt insbesondere abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B. v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht, 2002, S. 204, Rdnr. 51 m.w.N.).

    Dieser erstreckt sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/01 -, NVwZ-RR 1992, 477; VG Gießen, B. v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).

  • VG Neustadt, 16.12.2010 - 4 K 939/10

    Kuseler Herbstmesse 2010: Ablehnung eines Autoskooter-Fahrgeschäfts rechtswidrig

    Auch wenn dem Veranstalter insoweit ein gewisser Gestaltungsspielraum hinsichtlich des zeitlichen Turnus und einer bestimmten Quote zu berücksichtigender Neubewerber zukommt, kann er die Auswahl zwischen Stammteilnehmer und Neubewerber nicht nach freiem Ermessen bestimmen, sondern muss Kriterien nennen, die für jeden Bewerber voraussehbar eine reale Zulassungschance eröffnen (so auch VG Gießen, Beschluss vom 08. März 2006 - 8 G 245/06 -, juris; Braun NVwZ 2009, 747, 750; zum erkennbaren zeitlichen Turnus und zum Rotations- oder Losverfahren s. VG Braunschweig, Beschluss vom 12. September 2007 - 1 A 88/07 -, juris).
  • VG Gießen, 18.09.2025 - 8 L 5186/25

    Zulassung zu einem Markt

    abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, Urteil vom 30. September 2009 - 8 K 4528/08.GI -, GewA 2010, 161 ff.; Beschluss vom 20. Oktober 2008 - 8 L 3903/08 -, BeckRS 2008, 39959; Beschluss vom 8. März 2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; Beschluss vom 7. März 2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; Beschluss vom 19. Februar 2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).
  • VG Würzburg, 26.11.2008 - W 2 K 08.1641

    Zulassung zu einem Volksfest (Kiliani); Fortsetzungsfeststellungsklage; …

    Dies bedeutet, dass das Vergabesystem auch Neubewerbern eine für jeden Bewerber voraussehbare reale Zulassungschance eröffnen muss (vgl. auch BayVGH, B.v. 29.01.1991 Az: 22 B 90.2122, BayVBl. 91, 370; VG München, U.v. 19.02.1987 Az: 7 M K 96.2833 ; B.v. 11.08.1999 Az: M 7 E 99.3390 ; VG Gießen, B.v. 08.03.2006 Az: 8 G 245/06 ; Wachsmuth, in: Praxis der Kommunalverwaltung, Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern, B 1 Bay, Art. 21 Anm. 4.3.;… a.A.: Hölzl/Hien/Huber, a.a.O., Art. 21 GO Anm. 5.3 a.E.).
  • VG Würzburg, 26.11.2008 - W 2 K 08.1003

    Zulassung zu einem Volksfest (Kiliani); Fortsetzungsfeststellungsklage; …

    Dies bedeutet, dass das Vergabesystem auch Neubewerbern eine für jeden Bewerber voraussehbare reale Zulassungschance eröffnen muss (vgl. auch BayVGH, B.v. 29.01.1991 Az: 22 B 90.2122, BayVBl. 91, 370; VG München, U.v. 19.02.1987 Az: 7 M K 96.2833 ; B.v. 11.08.1999 Az: M 7 E 99.3390 ; VG Gießen, B.v. 08.03.2006 Az: 8 G 245/06 ; Wachsmuth, in: Praxis der Kommunalverwaltung, Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern, B 1 Bay, Art. 21 Anm. 4.3.;… a.A.: Hölzl/Hien/Huber, a.a.O., Art. 21 GO Anm. 5.3 a.E.).
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