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Weitere Entscheidung unten: OLG Oldenburg, 01.06.1976

Rechtsprechung
   OLG Celle, 15.04.1977 - 8 U 105/76   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1977,1768
OLG Celle, 15.04.1977 - 8 U 105/76 (https://dejure.org/1977,1768)
OLG Celle, Entscheidung vom 15.04.1977 - 8 U 105/76 (https://dejure.org/1977,1768)
OLG Celle, Entscheidung vom 15. April 1977 - 8 U 105/76 (https://dejure.org/1977,1768)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1977, 1295
  • NJW 1977, 2166 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • AG Brandenburg, 06.12.2017 - 34 C 32/17

    "Beitragsordnung" von Kindertagesstätten (Kitas) in freier Trägerschaft - Geltung …

    Die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte findet da ihre Grenze, wo der Zuständigkeitsbereich der Verwaltungsgerichte beginnt (BGH, NJW 1991, Seite 1686; BGH, Urteil vom 26.05.1961, Az.: I ZR 177/60, u.a. in: MDR 1962, Seiten 108 f.; OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.; VGH Kassel, FamRZ 2007, Seite 294; OVG Münster, NJW 1998, Seite 1580).

    Wo der Staat eine Tätigkeit ausübt, die ihrer Natur nach auch auf bürgerlich-rechtlicher Grundlage und in einem Verhältnis der Gleichordnung vorgenommen werden kann, steht es ihm frei, wie er diese Tätigkeit organisiert (BGH, Urteil vom 26.05.1961, Az.: I ZR 177/60, u.a. in: MDR 1962, Seiten 108 f.; BGH, BGHZ 9, Seiten 145 ff.; OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.; VGH Kassel, FamRZ 2007, Seite 294; OVG Münster, NJW 1998, Seite 1580).

    Die Schaffung eines Unternehmens der Daseinsverwaltung, insbesondere der Fürsorge, kann nämlich durchaus auf einem hoheitlichen Akt beruhen, wie z.B. die Errichtung eines Krankenhauses (BGH, Urteil vom 26.05.1961, Az.: I ZR 177/60, u.a. in: MDR 1962, Seiten 108 f.; BGH, BGHZ 9, Seiten 145 ff.; OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.; VGH Kassel, FamRZ 2007, Seite 294; OVG Münster, NJW 1998, Seite 1580), ohne dass damit auch die Organisation nach außen hoheitsrechtlicher Art sein müsste.

    Entscheidend ist hier vielmehr, wie die von dem klagenden Verein betriebene Kindertagesstätte im Verhältnis zu den Benutzern dieser Einrichtung geordnet sind, in welcher Weise der Betrieb nach außen hin organisiert und ob der Wille des Hoheitsträgers erkennbar ist, das Unternehmen den Benutzern gegenüber in einem Verhältnis der Gleichordnung, also im privatrechtlichen Bereich durchzuführen oder in Ausübung der öffentlichen Gewalt hoheitlich zu betreiben (BGH, Urteil vom 26.05.1961, Az.: I ZR 177/60, u.a. in: MDR 1962, Seiten 108 f.; BGH, BGHZ 20, Seiten 102 ff.; BGH, BGHZ 9, Seiten 145 ff.; OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.; VGH Kassel, FamRZ 2007, Seite 294; OVG Münster, NJW 1998, Seite 1580).

    Zudem treten in dem hier bestehenden rechtlichen Benutzerverhältnis keine weiteren öffentlich-rechtlichen Elemente hinzu (BGH, BGHZ 9, Seiten 145 ff.; OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.), wie etwa die Verweisung auf den Verwaltungsrechtsweg (OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.).

    Der Weg zu den ordentlichen Gerichten ist somit hier gegeben (OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.; VGH Kassel, FamRZ 2007, Seite 294; OVG Münster, NJW 1998, Seite 1580).

    Für Kindereinrichtungen in freier Trägerschaft - so wie hier - liegt dies jedoch in der Zuständigkeit des jeweiligen (gemeinnützigen) Vereins bzw. der gemeinnützigen bzw. gewerblichen Gesellschaft, so dass es sich bei den Bestimmungen in der "Elternbeitragsordnung" des klägerischen Vereins - wie zwischen den Parteien wohl jetzt nicht mehr streitig - um von dem klägerischen Verein gestellte und in den zwischen den Parteien abgeschlossenen Betreuungsvertrag einbezogene Allgemeine Geschäftsbedingungen handelt (§ 305 Abs. 1 und 2 BGB; BGH, Urteil vom 18.02.2016, Az.: III ZR 126/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 1578 ff.; BGH, Urteil vom 17.01.2008, Az.: III ZR 74/07, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1064 ff.; OLG München, Urteil vom 27.05.2009, Az.: 19 U 1887/09, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 13432 "juris"; OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.; Niesler, jM 2017, Seiten 61 f.; Pottgiesser, EWiR 2016, Seiten 337 f.).

    Die unter § 9 der hier streitigen "Elternbeitragsordnung" des klagenden Vereins kann das erkennende Gericht als formularvertragliche Bestimmungen aber auslegen (BGH, Urteil vom 12.05.2016, Az.: III ZR 279/15, u.a. in: NJW-RR 2016, Seiten 944 ff.; BGH, Urteil vom 18.02.2016, Az.: III ZR 126/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 1578 ff.; BGH, Urteil vom 29.05.2008, Az.: III ZR 330/07, u.a. in: NJW 2008, Seiten 2495 ff.; BGH, Urteil vom 17.01.2008, Az.: III ZR 74/07, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1064 ff.; BGH, Urteil vom 27.10.2005, Az.: III ZR 59/05, u.a. in: NJW 2005, Seiten 3632 f.; BGH, Urteil vom 05.07.2001, Az.: III ZR 310/00, u.a. in: NJW 2001, Seiten 2971 ff.; OLG München, Urteil vom 27.05.2009, Az.: 19 U 1887/09, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 13432 "juris"; OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.; LG Frankfurt/Main, Urteil vom 06.03.1984, Az.: 2/13 O 395/84, u.a. in: BB 1984, Seiten 942 f.; Niesler, jM 2017, Seiten 61 f.; Pottgiesser, EWiR 2016, Seiten 337 f.).

    Unabhängig von der Anwendbarkeit der §§ 305 ff. BGB muss der klägerische Verein als Verwender eines vorformulierten Textes nämlich Unklarheiten zu seinen Lasten gelten lassen (vgl. zur Berechnung des Schulgeldes in einem Schulvertrag einer Europäischen Schule: OLG München, Urteil vom 27.05.2009, Az.: 19 U 1887/09, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 13432 "juris"; LG Frankfurt/Main, Urteil vom 06.03.1984, Az.: 2/13 O 395/84, u.a. in: BB 1984, Seiten 942 f. und zum Vertrag mit einer Kindertagesstätte: OLG Celle, Urteil vom 15.04.1977, Az.: 8 U 105/76, u.a. in: NJW 1977, Seiten 1295 ff.).

  • OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 26.01.1984 - 3 C 7/83

    Kosten für die Benutzung eines Kindergartens nach einer Beitragsordnung; …

    Die Benutzung eines Kindergartens kann in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Weise erfolgen (VGH Kassel, Beschl. v. 28.9.1976 - NJW 1977, 452 [VGH Hessen 28.09.1976 - V N 3/75]; OLG Celle, Urt. v. 15.4.1977 - NJW 1977, 1295).

    Für die Frage, welche Organisationsform die Antragsgegnerin im vorliegenden Fall gewählt hat, ist ihr objektiv erkennbarer Erklärungswille, insbesondere, ob sie den Kindergarten den Benutzern gegenüber im Verhältnis der Gleichordnung, also im privatrechtlichen Bereich oder in Ausübung ihrer öffentlichen Befugnisse hat betreiben wollen, entscheidend (OLG Celle, Urt. v. 15.4.1977 - a.a.O.;… VGH Kassel, Beschl. v. 28.9.1976 - a.a.O.).

    Dem Ortsgesetzgeber ist es daher verwehrt, mit Hilfe des Gebührenmaßstabes etwa - wie die Beklagte im vorliegenden Falle - durch eine Staffelung der Gebühren nach dem Einkommen der Gebührenpflichtigen außer dem durch § 5 Abs. 1 Satz 1 NKAG gesetzlich vorgegebenen Zweck der Benutzungsgebühren als einer Gegenleistung für die Inanspruchnahme öffentlicher Einrichtungen den zusätzlichen Zweck zu verfolgen, gemäß dem Sozialstaatsprinzip soziale Gegensätze auszugleichen und eine gerechte Sozialordnung zu schaffen (a. A. ohne Begründung: Antwort der Nds. Landesregierung auf eine Kleine Anfrage - LT Drs. 6/507 - dahingestellt OLG Celle Urt. v. 15.4.1977 - 8 U 105/76 - NJW 1977, 1295, 1296 f [OLG Celle 15.04.1977 - 8 U 105/76]ür öffentlich-rechtliche Gebühren).

  • OLG Frankfurt, 13.02.2008 - 17 U 50/07

    Deutsche Gerichtsbarkeit: Immunität der Europäischen Schule

    Dementsprechend hat das OLG Celle in einem Urteil vom 15.4.1977 - Az 8 U 105/76 - NJW 1977, 1295), in dem es um die Erhöhung eines Kindergartenentgeltes ging, die Festsetzung einer billigen Erhöhung abgelehnt und insoweit die alleinige Entscheidungsgewalt der beklagten Gemeinde anerkannt, die beschlossen hatte, dass die Kosten der Kindergärten zu 1/3 von den Eltern aufgebracht werden sollten.
  • VGH Hessen, 14.12.1994 - 5 N 1980/93

    Staffelung von Kindergartengebühren nach Einkommensgruppen

    In der Rechtsprechung der anderen Obergerichte ist der damaligen Rechtsprechung des Senats der 3. Senat des OVG Lüneburg gefolgt (Urteil vom 13. März 1980 - 3 OVG A 116/78 -, OVGE 35, 455; Urteil vom 26. Januar 1984 - 3 C 7/83 -, NVwZ 1987, 708; vgl. auch zur zivilrechtlichen Entgeltregelung: OLG Celle, Urteil vom 15. April 1977 - 8 U 105/76 -, NJW 1977, 1295).
  • LG Cottbus, 05.10.2016 - 5 S 36/16

    Kinderbetreuung in einer kirchlichen Kindertagesstätte: Inhaltskontrolle für eine …

    Jedoch sind die Vorgaben der Entgeltordnung so exakt, dass sich damit ein konkreter Beitrag errechnen lässt (vgl. auch BGH NJW 2007, 1672 ff. zu einem Vergleichsfall bei Strompreisen, a.a.O. OLG Celle NJW 1977, 1295 ff.).
  • LG Frankfurt/Main, 19.06.1978 - 24 S 337/77

    Bindung durch den Gleichheitssatz; Gleichbehandlung im Unrecht ; Abschluß von …

    Die Überprüfung des Gerichts, ob der Gleichheitssatz gewahrt ist, erfolgt hierbei im Rahmen des § 315 BGB (OLG Celle, NJW 1977, 1295 [OLG Celle 15.04.1977 - 8 U 105/76] ; vgl. auch BGH, LM Nr. 12 zu § 315 BGB).
  • OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 13.03.1980 - 3 A 116/78

    Verstoß gegen den Grundsatz der speziellen Entgeltlichkeit durch die Staffelung …

    Dem Ortsgesetzgeber ist es daher verwehrt, mit Hilfe des Gebührenmaßstabes etwa - wie die Beklagte im vorliegenden Falle - durch eine Staffelung der Gebühren nach dem Einkommen der Gebührenpflichtigen außer dem durch § 5 Abs. 1 Satz 1 NKAG gesetzlich vorgegebenen Zweck der Benutzungsgebühren als einer Gegenleistung für die Inanspruchnahme öffentlicher Einrichtungen den zusätzlichen Zweck zu verfolgen, gemäß dem Sozialstaatsprinzip soziale Gegensätze auszugleichen und eine gerechte Sozialordnung zu schaffen (a.A. ohne Begründung: Antwort der Nds. Landesregierung auf eine Kleine Anfrage - LT Drs 8/507 - dahingestellt OLG Celle Urt. v. 15.04.1977 - 8 U 105/76 - NJW 1977, 1295, 1295 f [BGH 31.03.1977 - VII ZR 51/76]ür öffentlich-rechtliche Gebühren).
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Rechtsprechung
   OLG Oldenburg, 01.06.1976 - 8 U 105/76   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1976,15670
OLG Oldenburg, 01.06.1976 - 8 U 105/76 (https://dejure.org/1976,15670)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 01.06.1976 - 8 U 105/76 (https://dejure.org/1976,15670)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 01. Juni 1976 - 8 U 105/76 (https://dejure.org/1976,15670)
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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ...

  • BGH, 13.07.1976 - III ZB 17/76

    Unzulässigkeit einer Berufung wegen ungenauer Bezeichnung des betroffenen Urteils …

    Die sofortige Beschwerde der Beklagten gegen den Beschluß des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 1. Juni 1976 - 8 U 105/76 - wird zurückgewiesen.
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