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   OVG Niedersachsen, 21.09.2015 - 9 LB 20/14   

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OVG Niedersachsen, 21.09.2015 - 9 LB 20/14 (https://dejure.org/2015,27747)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 21.09.2015 - 9 LB 20/14 (https://dejure.org/2015,27747)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 21. September 2015 - 9 LB 20/14 (https://dejure.org/2015,27747)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    Zur Frage, ob eine in ihrer Identität westlich geprägte afghanische Frau im Fall ihrer Rückkehr in die Islamische Republik Afghanistan mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer Verfolgung im Sinne des § 3 Abs 1 AsylVfG 1992 ausgesetzt ist

  • Informationsverbund Asyl und Migration

    AsylVfG § 3, AufenthG § 60 Abs. 1
    Afghanistan, Frauen, soziale Gruppe, westlicher Lebensstil, Lebensstil, geschlechtsspezifische Verfolgung, Herat

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft gegenüber einer afghanischen Staatsangehörigen; Begründete Furcht vor Verfolgung wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe; Westliche Prägung in der Identität infolge eines längeren Aufenthalts in Europa

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Afghanische Frauen

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft gegenüber einer afghanischen Staatsangehörigen; Begründete Furcht vor Verfolgung wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe; Westliche Prägung in der Identität infolge eines längeren Aufenthalts in Europa

  • wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)

    Anerkennung einer aus Afghanistan stammenden Frau als Flüchtling bei prognostizierter Verfolgung im Heimatland

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DÖV 2015, 1076
 
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Wird zitiert von ... (57)

  • VGH Baden-Württemberg, 03.11.2017 - A 11 S 1704/17

    Zuerkennung subsidiären Schutzes; Gefahrenlage für eine Bevölkerungsgruppe wegen

    Giesler/Wohnig, Uneinheitliche Entscheidungspraxis zu Afghanistan - Eine Untersuchung zur aktuellen Afghanistan-Entscheidungspraxis des BAMF und der Gerichte (Ergänzte Fassung zur Kurzfassung aus Asylmagazin 2017, 223) (asyl.net), S. 14 f.; vgl. im Übrigen auch OVG Niedersachsen, Urteil vom 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, InfAuslR 2016, 25.
  • VG Würzburg, 23.06.2020 - W 10 K 20.30106

    Kein Anspruch auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft

    Es kommt darauf an, ob in Anbetracht dieser Umstände bei einem vernünftig denkenden, besonnenen Menschen in der Lage des Betroffenen Furcht vor Verfolgung hervorgerufen werden kann (vgl. BVerwG, U.v. 20.2.2013 - 10 C 23.12 - juris Rn. 32; U.v. 19.4.2018 - 1 C 29.17 - juris Rn. 14; VGH BW, U.v. 3.11.2016 - A 9 S 303/15 -, juris Rn. 32 ff.; NdsOVG, U.v. 21.9.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30).
  • VG Göttingen, 22.03.2017 - 3 A 25/17

    Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft für syrische Familie

    Demnach greift zugunsten eines Vorverfolgten eine tatsächliche Vermutung, dass sich frühere Handlungen und Bedrohungen bei einer Rückkehr in das Herkunftsland wiederholen werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 27.4.2010 - 10 C 5.09 -, juris, Rn. 20 ff.; Nds. OVG, Urteil vom 21.9.2015 - 9 LB 20/14 -, juris, Rn. 30).

    Der aus dem Tatbestandsmerkmal "... aus der begründeten Furcht vor Verfolgung ..." des Art. 2 lit. d) QRL abzuleitende Maßstab der beachtlichen Wahrscheinlichkeit orientiert sich an der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), der bei der Prüfung des Art. 3 EMRK auf die tatsächliche Gefahr abstellt ("real risk"); dieser Maßstab ist kein anderer als der der beachtlichen Wahrscheinlichkeit (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.02.2013 - 10 C 23.12 -, juris, Rn. 32 sowie Urteil vom 1.3.2012 - 10 C 7.11 -, juris, Rn. 12; Nds. OVG, Urteil vom 21.9.2015 - 9 LB 20/14 -, juris, Rn. 30).

    Dabei ist eine qualifizierende bzw. bewertende Betrachtungsweise im Sinne einer Gewichtung und Abwägung aller festgestellten Umstände und ihrer Bedeutung anzulegen (vgl. zu Vorstehendem: BVerwG, Urteil vom 20.2.2013 - 10 C 23.12 -, juris, Rn. 32; Vorlagebeschluss vom 7.2.2008 - 10 C 33.07 -, juris, Rn. 37; Urteil vom 23.2.1988 - 9 C 32.87 -, juris, Rn. 16; Urteil vom 15.03.1988 - 9 C 278.86 -, juris, Rn. 23; Nds. OVG, Urteil vom 21.9.2015 - 9 LB 20/14 -, juris, Rn. 30).

  • VG Lüneburg, 15.05.2017 - 3 A 156/16

    Asylrecht - Zum Verhältnis von § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr 2 AsylG und § 60 Abs. 5

    Maßgebend für die Beantwortung der Frage, ob sich ein Ausländer aus begründeter Furcht vor Verfolgung außerhalb seines Heimatlandes befindet, ist der Prognosemaßstab der beachtlichen Wahrscheinlichkeit, der voraussetzt, dass bei einer zusammenfassenden Würdigung des zur Prüfung gestellten Lebenssachverhalts die für eine Verfolgung sprechenden Umstände die dagegen sprechenden Tatsachen überwiegen - es kommt darauf an, ob in Anbetracht aller Umstände bei einem vernünftig denkenden, besonnenen Menschen in der Lage des Betroffenen Furcht vor Verfolgung hervorgerufen werden kann (Nds. OVG, Urt. v. 19.09.2016 - 9 LB 100/15 -, juris, S. 7 f. m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.).

    Dabei greift zugunsten eines Betroffenen eine tatsächliche Vermutung, dass sich frühere Handlungen und Bedrohungen bei einer Rückkehr in das Herkunftsland wiederholen werden (Nds. OVG, Urt. v. 23.11.2015 - 9 LB 106/15 -, juris, S. 8 m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.), ohne dass hierdurch jedoch der Wahrscheinlichkeitsmaßstab geändert würde (BVerwG, Urt. v. 07.09.2010 - 10 C 11/09 -, juris Rn. 14 f.; Urt. v. 17.04.2010 - 10 C 5/09 -, juris Rn. 19 f., 22 f.).

  • VG Greifswald, 12.04.2017 - 3 A 1282/16

    Verfolgung von Konvertiten sowie von westlich geprägten Frauen in Afghanistan

    Westlich geprägte Frauen bilden eine bestimmte soziale Gruppe nach § 3 b Abs. 1 Nr. 4 AsylG, die einer Verfolgung in Afghanistan ausgesetzt sind (nach OVG - Lüneburg, Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14).

    Afghanische Frauen, die dieser sozialen Gruppe angehören, können sich je nach den Umständen des Einzelfalls aus begründeter Furcht vor Verfolgung im Sinne des § 3 Abs. 1 AsylVfG außerhalb der Islamischen Republik Afghanistan aufhalten (ausführlich OVG Lüneburg, Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 - juris Rn. 26 ff.).

    Das Gericht schließt sich der Auffassung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg (Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 - juris Rn. 46 ff.), dass in einem solchen Fall Folgendes feststellt:.

    Denn die Klägerin hat nach Überzeugung des Gerichts eine derart nachhaltige westliche Prägung erfahren, dass sie auch in weniger konservativen Landesteilen der Islamischen Republik Afghanistan mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer Verfolgung ausgesetzt wäre (vgl. OVG Lüneburg, Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 - juris Rn. 49).

  • VG Lüneburg, 04.04.2017 - 3 A 93/16

    Asylrecht - Afghanistan; Zwangsverheiratung

    Maßgebend für die Beantwortung der Frage, ob sich ein Ausländer aus begründeter Furcht vor Verfolgung außerhalb seines Heimatlandes befindet, ist der Prognosemaßstab der beachtlichen Wahrscheinlichkeit, der voraussetzt, dass bei einer zusammenfassenden Würdigung des zur Prüfung gestellten Lebenssachverhalts die für eine Verfolgung sprechenden Umstände die dagegen sprechenden Tatsachen überwiegen - es kommt darauf an, ob in Anbetracht aller Umstände bei einem vernünftig denkenden, besonnenen Menschen in der Lage des Betroffenen Furcht vor Verfolgung hervorgerufen werden kann (Nds. OVG, Urt. v. 19.09.2016 - 9 LB 100/15 -, juris, S. 7 f. m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.).

    Dabei greift zugunsten eines Betroffenen eine tatsächliche Vermutung, dass sich frühere Handlungen und Bedrohungen bei einer Rückkehr in das Herkunftsland wiederholen werden (Nds. OVG, Urt. v. 23.11.2015 - 9 LB 106/15 -, juris, S. 8 m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.), ohne dass hierdurch jedoch der Wahrscheinlichkeitsmaßstab geändert würde (BVerwG, Urt. v. 07.09.2010 - 10 C 11/09 -, juris Rn. 14 f.; Urt. v. 17.04.2010 - 10 C 5/09 -, juris Rn. 19 f., 22 f.).

    Es wird geschätzt, dass mehr als 87 % aller afghanischen Frauen bereits körperliche, sexuelle, psychische Gewalt oder eine Zwangsheirat erfahren mussten, mehr als 60 % der afghanischen Frauen sind mehreren Formen der auch äußerst brutalen Gewalt ausgesetzt (vgl. Nds. OVG Lüneburg, Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 33).

  • VGH Baden-Württemberg, 29.11.2019 - A 11 S 2376/19

    Afghanistan; Zumutbarkeit der Niederlassung in einem sicheren Landesteil

    Denkbar ist dies auch bei erheblichen psychischen Erkrankungen infolge früherer Verfolgung durch staatliche Akteure, sodass vom Betroffenen nicht verlangt werden kann, sich künftig in den Schutz durch ebenjene Akteure zu begeben (vgl. UNHCR, Richtlinien zum internationalen Schutz: "Interne Flucht- oder Neuansiedlungsalternative" im Zusammenhang mit Artikel 1 A des Abkommens von 1951 bzw. des Protokolls von 1967 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge, HCR/GIP/03/04, 23.07.2003, Abschn. 25 f.; zur Situation religiöser Minderheiten in Afghanistan etwa VGH Bad.-Württ., Urteil vom 19.09.2013 - A 11 S 689/13 -, juris; zur Bedeutung einer nachhaltigen westlichen Prägung siehe Schl.-Holst. OVG, Urteil vom 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 49).

    Während manche Oberverwaltungsgerichte ausdrücklich oder der Sache nach vom Mindeststandard des Art. 3 EMRK ausgehen (vgl. Bay. VGH, Urteil vom 16.07.2019 - 11 B 18.32129 -, juris Rn. 45; OVG NRW Beschluss vom 14.03.2019 - 13 A 2600/18.A -, juris Rn. 14; Hess. VGH, Urteil vom 21.02.2008 - 3 UE 191/07.A -, juris Rn. 48) bzw. einen über das Fehlen einer existenziellen Notlage i. S. d. § 60 Abs. 7 Satz 1 AufenthG hinausgehenden Maßstab anlegen (OVG NRW, Urteil vom 26.08.2014 - 13 A 2998/11.A -, juris Rn. 190; Hess. VGH, Urteil vom 25.08.2011 - 8 A 1657/10.A -, juris Rn. 91; siehe auch VGH Bad.-Württ., Urteil vom 06.03.2012 - A 11 S 3177/11 -, juris Rn. 30), halten andere die Frage des Maßstabs für ungeklärt (Schl.-Holst. OVG, Urteil vom 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 49).

  • VG Lüneburg, 13.06.2017 - 3 A 136/16

    Asylrecht - Afghanistan; Abkehr vom Islam, Tätowierung; emotional instabile

    Die nach Nr. 2 zu berücksichtigenden Maßnahmen können Menschenrechtsverletzungen sein, aber auch sonstige Diskriminierungen; die einzelnen Eingriffshandlungen müssen für sich allein nicht die Qualität einer Menschenrechtsverletzung aufweisen, in ihrer Gesamtheit aber eine Betroffenheit des Einzelnen bewirken, die der Eingriffsintensität einer schwerwiegenden Menschenrechtsverletzung nach Nr. 1 entspricht (Nds. OVG, Urt. v. 19.09.2016 - 9 LB 100/15 -, juris S. 7; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 28; vgl. auch BVerwG, Urt. v. 20.02.2013 - 10 C 23.12 - juris Rn. 34).

    Maßgebend für die Beantwortung der Frage, ob sich ein Ausländer aus begründeter Furcht vor Verfolgung außerhalb seines Heimatlandes befindet, ist der Prognosemaßstab der beachtlichen Wahrscheinlichkeit, der voraussetzt, dass bei einer zusammenfassenden Würdigung des zur Prüfung gestellten Lebenssachverhalts die für eine Verfolgung sprechenden Umstände die dagegen sprechenden Tatsachen überwiegen - es kommt darauf an, ob in Anbetracht aller Umstände bei einem vernünftig denkenden, besonnenen Menschen in der Lage des Betroffenen Furcht vor Verfolgung hervorgerufen werden kann (Nds. OVG, Urt. v. 19.09.2016 - 9 LB 100/15 -, juris, S. 7 f. m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.).

    Dabei greift zugunsten eines Betroffenen eine tatsächliche Vermutung, dass sich frühere Handlungen und Bedrohungen bei einer Rückkehr in das Herkunftsland wiederholen werden (Nds. OVG, Urt. v. 23.11.2015 - 9 LB 106/15 -, juris, S. 8 m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.), ohne dass hierdurch jedoch der Wahrscheinlichkeitsmaßstab geändert würde (BVerwG, Urt. v. 07.09.2010 - 10 C 11/09 -, juris Rn. 14 f.; Urt. v. 17.04.2010 - 10 C 5/09 -, juris Rn. 19 f., 22 f.).

  • VG Lüneburg, 06.02.2017 - 3 A 126/16

    Gruppenverfolgung von Angehörigen der ethnischen Gruppe der Hazara

    Die nach Nr. 2 zu berücksichtigenden Maßnahmen können Menschenrechtsverletzungen sein, aber auch sonstige Diskriminierungen; die einzelnen Eingriffshandlungen müssen für sich allein nicht die Qualität einer Menschenrechtsverletzung aufweisen, in ihrer Gesamtheit aber eine Betroffenheit des Einzelnen bewirken, die der Eingriffsintensität einer schwerwiegenden Menschenrechtsverletzung nach Nr. 1 entspricht (Nds. OVG, Urt. v. 19.09.2016 - 9 LB 100/15 -, juris S. 7; Urt. vom 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 28; vgl. auch BVerwG, Urt. vom 20.02.2013 - 10 C 23.12 - juris Rn. 34).

    Dabei greift zugunsten eines Betroffenen eine tatsächliche Vermutung, dass sich frühere Handlungen und Bedrohungen bei einer Rückkehr in das Herkunftsland wiederholen werden (Nds. OVG, Urt. v. 23.11.2015 - 9 LB 106/15 -, n.v., S. 8 m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.), ohne dass hierdurch jedoch der Wahrscheinlichkeitsmaßstab geändert würde (BVerwG, Urt. v. 07.09.2010 - 10 C 11/09 -, juris Rn. 14 f.; Urt. v. 17.04.2010 - 10 C 5/09 -, juris Rn. 19 f., 22 f.).

  • VG Lüneburg, 15.05.2017 - 3 A 119/16

    Asylrecht, Afghanistan - drohende Zwangsverheiratung eines Familienmitglieds;

    Maßgebend für die Beantwortung der Frage, ob sich ein Ausländer aus begründeter Furcht vor Verfolgung außerhalb seines Heimatlandes befindet, ist der Prognosemaßstab der beachtlichen Wahrscheinlichkeit, der voraussetzt, dass bei einer zusammenfassenden Würdigung des zur Prüfung gestellten Lebenssachverhalts die für eine Verfolgung sprechenden Umstände die dagegen sprechenden Tatsachen überwiegen - es kommt darauf an, ob in Anbetracht aller Umstände bei einem vernünftig denkenden, besonnenen Menschen in der Lage des Betroffenen Furcht vor Verfolgung hervorgerufen werden kann (Nds. OVG, Urt. v. 19.09.2016 - 9 LB 100/15 -, juris, S. 7 f. m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.).

    Dabei greift zugunsten eines Betroffenen eine tatsächliche Vermutung, dass sich frühere Handlungen und Bedrohungen bei einer Rückkehr in das Herkunftsland wiederholen werden (Nds. OVG, Urt. v. 23.11.2015 - 9 LB 106/15 -, juris, S. 8 m.w.N.; Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 30 m.w.N.), ohne dass hierdurch jedoch der Wahrscheinlichkeitsmaßstab geändert würde (BVerwG, Urt. v. 07.09.2010 - 10 C 11/09 -, juris Rn. 14 f.; Urt. v. 17.04.2010 - 10 C 5/09 -, juris Rn. 19 f., 22 f.).

    Es wird geschätzt, dass mehr als 87 % aller afghanischen Frauen bereits körperliche, sexuelle, psychische Gewalt oder eine Zwangsheirat erfahren mussten, mehr als 60 % der afghanischen Frauen sind mehreren Formen der auch äußerst brutalen Gewalt ausgesetzt (vgl. Nds. OVG, Urt. v. 21.09.2015 - 9 LB 20/14 -, juris Rn. 33).

  • VG Lüneburg, 20.03.2017 - 3 A 124/16

    Asylrecht, Afghanistan - Sicherheitslage in Herat

  • VG Düsseldorf, 03.07.2017 - 12 K 463/16
  • VG Lüneburg, 13.06.2017 - 3 A 144/16

    Asylrecht, Afghanistan - Kläger mit schwangerer Ehefrau in Deutschland

  • VG Lüneburg, 16.01.2017 - 3 A 194/16

    Asylantrag eines afghanischen Staatsangehörigen - Sicherheitslage in Jawzjan -

  • VG Karlsruhe, 25.10.2018 - A 2 K 7355/17

    Verwestlichung von Afghaninnen - Personenmehrheit als einheitlicher Akteur

  • VG Köln, 21.03.2018 - 14 K 11105/16
  • VG Düsseldorf, 15.05.2018 - 27 K 10646/17
  • VG Würzburg, 21.02.2020 - W 10 K 19.32048

    Abschiebung einer jungen Mutter mit Kleinstkind

  • VG Lüneburg, 29.05.2017 - 3 A 128/16

    Asylrecht - Afghanistan; Sicherheitslage in Ghazni; § 60 Abs. 5 AufenthG bei im

  • VG Würzburg, 21.02.2020 - W 10 K 19.31378

    Kein Anspruch auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft

  • OVG Sachsen, 18.03.2019 - 1 A 348/18

    Afghanistan; nationale Abschiebungsverbote; humanitäre Verhältnisse; Hazara;

  • VG Lüneburg, 21.11.2016 - 3 A 109/16

    Gruppenverfolgung von ehemaligen afghanischen Sicherheitsleuten internationaler

  • VG Hannover, 10.12.2018 - 6 A 6837/16

    Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, subsidiärer Schutz und Feststellung von

  • VG Halle, 12.02.2018 - 5 A 415/17
  • VG Lüneburg, 27.02.2018 - 3 A 152/17

    Asyl Afghanistan; Konversion zum Christentum; Angehöriger der Volksgruppe der

  • VG Düsseldorf, 12.12.2016 - 12 K 9983/16

    Ägypten, Konversion, Apostasie, Christentum, staatliche Verfolgung, Verfolgung

  • VG Lüneburg, 10.07.2017 - 3 A 205/16

    Asylrecht - Afghanistan; Trennung einer Frau von ihrem Ehemann

  • VG Lüneburg, 15.05.2017 - 3 A 102/16

    Asylrecht - Afghanistan, Zwangsrekrutierung, Hazara, Asylrückkehrer,

  • VG Lüneburg, 08.08.2017 - 3 A 127/16

    Asylrecht, Afghanistan; Sicherheitslage in Helmand, Musa Kala (Qala); psychische

  • VG Sigmaringen, 24.01.2017 - A 4 K 5434/16

    Rechtsschutzbedürfnis bei Klagen syrischer Flüchtlinge auf Zuerkennung der

  • VG Düsseldorf, 11.05.2017 - 12 K 8695/16
  • VG Würzburg, 21.12.2018 - W 10 K 18.31682

    Kein Anspruch einer nigerianischen Frau, die als Zwangsprostituierte nach Europa

  • VG Düsseldorf, 09.02.2017 - 12 K 12979/16

    Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft eines ägyptischen Staatsangehörigen aus

  • VG Augsburg, 01.12.2016 - Au 5 K 16.31914

    Afghanistan, alleinstehende Frauen, geschlechtsspezifische Verfolgung, westlicher

  • VG Lüneburg, 30.01.2017 - 4 A 231/16

    Syrien, Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft

  • VG Halle, 11.08.2017 - 1 A 346/16

    Afghanistan, geschlechtsspezifische Verfolgung, alleinstehende Frauen, Frauen,

  • VG Lüneburg, 10.07.2017 - 3 A 171/16

    Asylrecht - Afghanistan; Abschiebungsverbot für Familie mit minderjährigen

  • VG Gelsenkirchen, 08.06.2017 - 8a K 1971/16

    Irak; ; alleinstehende Frau ; weiblich ; Mädchen westliche Prägung ;

  • VG Lüneburg, 25.04.2018 - 5 A 190/16

    Asylrecht (Iran)

  • OVG Niedersachsen, 12.12.2019 - 9 LA 452/19

    Afghanistan: keine Zulassung der Berufung wegen grundsätzlicher Bedeutung

  • VG Düsseldorf, 09.07.2018 - 27 K 9431/17

    Homosexualität, Nigeria, unglaubhaft

  • VG Göttingen, 30.01.2020 - 1 A 34/18

    Asyl Libanon - ehemaliges SLA-Mitglied - verbüßte Haftstrafe

  • VG Würzburg, 22.03.2019 - W 10 K 17.33732

    Kein Schutz für nigerianischen Staatsangehörigen

  • VG Göttingen, 08.11.2018 - 2 A 292/17

    Zur Verfolgungsgefahr für Homosexuelle im Irak

  • VG Düsseldorf, 08.05.2017 - 12 K 8136/16

    Ägypten, Missionierung einer Muslima durch gebürtigen koptischen Christen

  • VG Magdeburg, 14.06.2016 - 4 A 557/15

    Asylrecht, Verfolgung im Gebiet von Mossul (Irak)

  • VG Berlin, 05.06.2018 - 25 K 327.17

    Verfolgungsgefahr für Homosexuelle im Irak

  • VG Oldenburg, 25.05.2016 - 3 A 6636/13

    Afghanistan, geschlechtsspezifische Verfolgung, subsidiärer Schutz,

  • VG Düsseldorf, 15.04.2019 - 27 K 10501/17

    Gefälschter Zeitungsartikel, Kläger als Person unglaubwürdig, behauptete

  • VG Düsseldorf, 11.03.2019 - 12 K 10071/18
  • VG Hamburg, 11.12.2018 - 10 A 2933/17

    Afghanistan; Gruppenverfolgung von Mädchen bzw. jungen Frauen mit körperlichen

  • VG München, 18.05.2017 - M 24 K 16.34687

    Westlich geprägte afghanische Frauen bilden eine soziale Gruppe

  • VG Potsdam, 05.02.2018 - 7 K 3239/16

    Feststellung des subsidiären Schutzstatus

  • VG Düsseldorf, 01.06.2017 - 12 K 777/17
  • VG Düsseldorf, 05.10.2017 - 12 K 10670/17
  • VG München, 15.09.2017 - M 18 K 17.30390

    Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft

  • VG München, 30.11.2015 - M 9 K 14.31001

    Keine Verfolgung wegen westlich geprägter Identität und Lebensweise

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