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Rechtsprechung
   BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1995,10681
BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95 (https://dejure.org/1995,10681)
BVerwG, Entscheidung vom 29.08.1995 - 9 C 6.95 (https://dejure.org/1995,10681)
BVerwG, Entscheidung vom 29. August 1995 - 9 C 6.95 (https://dejure.org/1995,10681)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer

    Antrag auf Anerkennung als Asylberechtigter - Mittelbare (vom türkischen Staat zu verantwortende) Gruppenverfolgung von Angehörigen der syrisch-orthodoxen Religionsgemeinschaft - Voraussetzungen einer inländischen Fluchtalternative - Gewährleistung des religiösen ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (8)

  • BVerfG, 10.11.1989 - 2 BvR 403/84

    Religion; Existenzminimum; Fluchtalternative

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Wer vor politischer Verfolgung flieht, muß sich daher nur auf einen solchen innerstaatlichen Zufluchtsort verweisen lassen, an dem - auch - sein sog. religiöses Existenzminimum tatsächlich gewährleistet ist (vgl. BVerfG, Beschluß vom 10. November 1989 - 2 BvR 403, 1501/84 - BVerfGE 81, 58 ; Kammerbeschluß vom 30. Dezember 1991 - 2 BvR 406/91 u.a. - InfAuslR 1992, 219 m.w.N.).

    Für die archaische und von mündlicher Überlieferung geprägte Religion der Jeziden hat das Bundesverfassungsgericht ferner gefordert (BVerfGE 81, 58 ), die nach der allgemein geübten religiösen Praxis für das religiöse Leben dieser Glaubensgemeinschaft schlechthin unverzichtbaren besonderen Voraussetzungen der Religionsausübung in den Blick zu nehmen.

  • BVerwG, 18.02.1986 - 9 C 16.85

    Intensität - Schwere - Objektive Beurteilung - Beschränkungen der …

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Das religiöse Existenzminimum bezeichnet dabei den unverzichtbaren und unentziehbaren Kern der Privatsphäre des glaubenden Menschen; es umfaßt die Religionsausübung im privaten Bereich abseits der Öffentlichkeit und in persönlicher Gemeinschaft mit anderen Gläubigen dort, wo man sich nach Treu und Glauben unter sich wissen darf (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Februar 1986 - BVerwG 9 C 16.85 - BVerwGE 74, 31 [BVerwG 18.02.1986 - 9 C 16/85]; BVerfG, Beschluß vom 1. Juli 1987 - 2 BvR 478, 962/86 - BVerfGE 76, 143 und seither stRspr).

    Dem entspricht die vom Bundesverwaltungsgericht verlangte Berücksichtigung des überlieferten Brauchtums einer Religion (BVerwGE 74, 31 [BVerwG 18.02.1986 - 9 C 16/85]).

  • BVerfG, 10.07.1989 - 2 BvR 502/86

    Tamilen

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Eine solche inländische Fluchtalternative setzt nach der Rechtsprechung voraus, daß der Verfolgte an einem sonstigen Ort in seinem Heimatland vor erneuter politischer Verfolgung hinreichend sicher ist und daß ihm dort auch keine anderen Nachteile und Gefahren drohen, die nach ihrer Intensität und Schwere einer asylerheblichen Rechtsgutsbeeinträchtigung gleichkommen, sofern diese existenzielle Gefährdung am Herkunftsort so nicht bestünde (vgl. grundlegend BVerfG, Beschluß vom 10. Juli 1989 - 2 BvR 502/86 u.a. - BVerfGE 80, 315 ); (BVerwG, Urteil vom 15. Mai 1990 - BVerwG 9 C 17.89 - BVerwGE 85, 139 [BVerwG 15.05.1990 - 9 C 17/89]; stRspr).
  • BVerfG, 01.07.1987 - 2 BvR 478/86

    Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Das religiöse Existenzminimum bezeichnet dabei den unverzichtbaren und unentziehbaren Kern der Privatsphäre des glaubenden Menschen; es umfaßt die Religionsausübung im privaten Bereich abseits der Öffentlichkeit und in persönlicher Gemeinschaft mit anderen Gläubigen dort, wo man sich nach Treu und Glauben unter sich wissen darf (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Februar 1986 - BVerwG 9 C 16.85 - BVerwGE 74, 31 [BVerwG 18.02.1986 - 9 C 16/85]; BVerfG, Beschluß vom 1. Juli 1987 - 2 BvR 478, 962/86 - BVerfGE 76, 143 und seither stRspr).
  • BVerwG, 15.05.1990 - 9 C 17.89

    Unmittelbare Gruppenverfolgung - Mittelbare Gruppenverfolgung - Flächendeckende …

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Eine solche inländische Fluchtalternative setzt nach der Rechtsprechung voraus, daß der Verfolgte an einem sonstigen Ort in seinem Heimatland vor erneuter politischer Verfolgung hinreichend sicher ist und daß ihm dort auch keine anderen Nachteile und Gefahren drohen, die nach ihrer Intensität und Schwere einer asylerheblichen Rechtsgutsbeeinträchtigung gleichkommen, sofern diese existenzielle Gefährdung am Herkunftsort so nicht bestünde (vgl. grundlegend BVerfG, Beschluß vom 10. Juli 1989 - 2 BvR 502/86 u.a. - BVerfGE 80, 315 ); (BVerwG, Urteil vom 15. Mai 1990 - BVerwG 9 C 17.89 - BVerwGE 85, 139 [BVerwG 15.05.1990 - 9 C 17/89]; stRspr).
  • BVerwG, 24.03.1995 - 9 B 747.94

    Begründung der Zurechnung von Drittverfolgungsmaßnahmen dem Staat auf Grund einer …

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Die von der Revision erhobenen weiteren Rügen hat der Senat allerdings zum Teil bereits als unbegründet angesehen (vgl. Beschluß des Senats vom 24. März 1995 - BVerwG 9 B 747.94 - AuAs 1995, 159 = NWVBl 1995, 381).
  • BVerfG, 30.12.1991 - 2 BvR 406/91

    Verfassungsrechtliche Anforderungen an das Bestehen einer inländischen …

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Wer vor politischer Verfolgung flieht, muß sich daher nur auf einen solchen innerstaatlichen Zufluchtsort verweisen lassen, an dem - auch - sein sog. religiöses Existenzminimum tatsächlich gewährleistet ist (vgl. BVerfG, Beschluß vom 10. November 1989 - 2 BvR 403, 1501/84 - BVerfGE 81, 58 ; Kammerbeschluß vom 30. Dezember 1991 - 2 BvR 406/91 u.a. - InfAuslR 1992, 219 m.w.N.).
  • BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 5.95

    Anerkennung ausländischer Flüchtlinge - Anspruch auf Asyl

    Auszug aus BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 6.95
    Sie verließen ihr Heimatland - zusammen mit Eltern, Geschwistern und Großmutter des Klägers zu 1 (Kläger in den Verfahren BVerwG 9 C 5.95 und 1.95) - Ende Februar 1988 und beantragten nach ihrer Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland Asyl.
  • VG Oldenburg, 27.01.2004 - 12 A 606/03

    Asylverfahren von Roma und Ashkali aus Serbien und Montenegro

    (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, BVerwGE 99, 324, 328; Urteil vom 18. März 1998 - 9 C 36.97 -, juris; Urteil vom 27. April 1998 - 9 C 13.97 -, NVwZ 1998, 973; Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 4.98 -, BVerwGE 108, 77; Urteil vom 12. Juli 2001 - 1 C 2/01 -, BVerwGE 114, 379; Urteil vom 12. Juli  2001 - 1 C 5.01 -, BVerwGE 115, 1).

    (vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, vom 18. März 1998 - 9 C 36.97 -, vom 27. April 1998 - 9 C 13.97 -, vom 8. Dezember 1998 - 9 C 4.98 -, vom 12. Juli 2001 - 1 C 5.01 -, a.a.O.).

    (vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, a.a.O., vom 19. November 1996 - 1 C 6.91 -, BVerwGE 102, 249, 258, vom 2. September 1997 - 9 C 14.96 -, BVerwGE 105, 187, 192, vom 18. März 1998 - 9 C 36.97 -, vom 8. Dezember 1998.

  • VG Oldenburg, 28.07.2005 - 7 A 1961/04

    Beurteilung der Reglementierung homosexueller Handlungen in Ghana im Hinblick auf …

    Abschiebungsschutz nach dieser Vorschrift kommt daher nicht in Betracht, wenn in einem - für den betroffenen Ausländer erreichbaren - Teil seines Herkunftslandes Gefahren im angeführten Sinne nicht drohen (BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, BVerwGE 99, 324 und Beschluss vom 10. Oktober 2002 - 1 B 339.02 -, Buchholz 402.240 Nr. 65).

    Allgemeine Gefahren, die nicht nur dem betreffenden Ausländer, sondern zugleich der ganzen Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe drohen (§ 60 Abs. 7 S. 2 AufenthG), begründen jedoch auch dann kein Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG, wenn sie den Ausländer konkret und individualisierbar betreffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, BVerwGE 99, 324, 328).

    In einem solchen Fall gebieten es die Grundrechte aus Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG, dem Ausländer unabhängig von einer Entscheidung nach §§ 60 Abs. 7 S. 2, 60 a Abs. 1 AufenthG Abschiebungsschutz zu gewähren (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995, a.a.O.; Urteil vom 19. November 1996 - BVerwG 1 C 6.91 -, BVerwGE 102, 249; Urteil vom 2. September 1997 - 9 C 14.96 -, BVerwGE 105, 187, 192).

  • VG Oldenburg, 10.03.2003 - 12 B 722/03

    Anforderungen; Behandlung; Behandlungsmöglihckeiten; Belastungsreaktion; …

    Allgemeine Gefahren, die nicht nur dem betreffenden Ausländer, sondern zugleich der ganzen Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe drohen (§ 53 Abs. 6 Satz 2 AuslG), begründen jedoch auch dann keine Abschiebungshindernisse nach § 53 Abs. 6 Satz 1 AuslG, wenn sie den Ausländer konkret und individualisierbar betreffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - BVerwG 9 C 6.95 -, BVerwGE 99, 324, 328).

    Solche Abschiebestopp-Erlasse sind wegen ihrer weitreichenden Folgewirkungen als politische Grundsatzentscheidungen allein in das Ermessen der Innenministerien des Bundes und der Länder gestellt, so dass subjektive einklagbare Rechte einzelner Ausländer grundsätzlich ausgeschlossen sein sollen (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995, a.a.O.).

    In einem solchen Fall gebieten es die Grundrechte aus Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG, dem Ausländer unabhängig von einer Ermessensentscheidung nach § 53 Abs. 6 Satz 2, § 54 AuslG Abschiebungsschutz zu gewähren (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995, a.a.O.; Urteil vom 19. November 1996 - BVerwG 1 C 6.91 -, BVerwGE 102, 249; Urteil vom 2. September 1997 - 9 C 14.96 -, BVerwGE 105, 187, 192).

  • VG Oldenburg, 16.08.2006 - 7 A 2571/05
    (BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, BVerwGE 99, 324 und Beschluss vom 10. Oktober 2002 -1 B 339.02 -, Buchholz 402.240 Nr. 65).

    (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995, a.a.O.).

    (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995, a.a.O.; Urteil vom 19. November 1996 - BVerwG 1 C 6.91 -, BVerwGE 102, 249; Urteil vom 2. September 1997 - 9 C 14.96 -, BVerwGE 105, 187, 192).

  • VG Oldenburg, 18.05.2004 - 12 A 1485/03

    Askhali; Diabetes mellitus; Einzelrichter; KFOR; Kosovo; mittelbare Verfolgung; …

    Allgemeine Gefahren, die nicht nur dem betreffenden Ausländer, sondern zugleich der ganzen Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe drohen (§ 60 Abs. 7 S. 2 AufenthG), begründen jedoch auch dann keine Abschiebungshindernisse nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG, wenn sie den Ausländer konkret und individualisierbar betreffen (vgl. zu § 53 Abs. 6 AuslG: BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, BVerwGE 99, 324, 328; Urteil vom 18. März 1998 - 9 C 36.97 -, juris; Urteil vom 27. April 1998 - 9 C 13.97 -, NVwZ 1998, 973; Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 4.98 -, BVerwGE 108, 77; Urteil vom 12. Juli 2001 - 1 C 2.01 -, BVerwGE 114, 379; Urteil vom 12. Juli 2001 - 1 C 5.01 -, BVerwGE 115, 1).

    In einem solchen Fall gebieten es die Grundrechte aus Art. 1 Abs. 1 GG und Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG als Ausdruck eines menschenrechtlichen Mindeststandards, dem betroffenen Ausländer trotz Fehlens einer behördlichen Entscheidung nach § 60 Abs. 7 S. 2, § 60 Abs. 1 AufenthG Abschiebungsschutz nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG zu gewähren (vgl. zur alten insoweit identischen Rechtslage: BVerwG, Urteile vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6.95 -, a.a.O., vom 19. November 1996 - 1 C 6.91 -, BVerwGE 102, 249, 258, vom 2. September 1997 - 9 C 14.96 -, BVerwGE 105, 187, 192, vom 18. März 1998 - 9 C 36.97 -, vom 8. Dezember 1998 - 9 C 4.98 - …und vom 12. Juli 2001 - 1 C 2.01 -, - 1 C 5.01 -, a.a.O.).

  • VG Oldenburg, 09.01.2008 - 7 A 2446/05

    Côte d'Ivoire

    Abschiebungsschutz nach dieser Vorschrift kommt daher nicht in Betracht, wenn in einem - für den betroffenen Ausländer erreichbaren - Teil seines Herkunftslandes Gefahren im angeführten Sinne nicht drohen (BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6/95 - BVerwGE 99, 324 und Beschluss vom 10. Oktober 2002 -1 B 339/02 - Buchholz 402.240 Nr. 65).

    Allgemeine Gefahren, die nicht nur dem betreffenden Ausländer, sondern zugleich der ganzen Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe drohen (§ 60 Abs. 7 S. 3 AufenthG), begründen jedoch auch dann kein Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG, wenn sie den Ausländer konkret und individualisierbar betreffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 6/95 -, BVerwGE 99, 324, 328).

  • BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 5.95

    Anerkennung ausländischer Flüchtlinge - Anspruch auf Asyl

    Sie verließen ihr Heimatland - zusammen mit der Familie eines weiteren Sohnes und mit der Mutter des Klägers zu 1 (Kläger in den Verfahren BVerwG 9 C 6.95 und 1.95) - Ende Februar 1988 und beantragten nach ihrer Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland Asyl.
  • VG Oldenburg, 17.04.2003 - 12 A 2769/02

    Ashkali; Gefährdung; Jugoslawien; Kosovo; Minderheit; Serbien

    (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995, a.a.O.; Urteil vom 19. November 1996 - BVerwG 1 C 6.91 -, BVerwGE 102, 249; Urteil vom 2. September 1997 - 9 C 14.96 -, BVerwGE 105, 187, 192; Urteile vom 18. März 1998 …und vom 8. Dezember 1998, a.a.O.).
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