Rechtsprechung
| LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- MIR - Medien Internet und Recht
Störerhaftung des Webhosting-Providers - Eine Pflicht des Webhosting-Providers zurunverzüglichen Sperrung rechtswidriger Inhalte (Webseiten) Dritter besteht erst nach dem Hinweis auf eine klare Rechtsverletzung.
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Störerhaftung des Webhosting-Providers
- webhosting-und-recht.de
Prüfpflichten von Webhostern
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Untersagung der Mitwirkung an der Verbreitung im Internet aufrufbarer Äußerungen ; Befürchtung von negativen Auswirkungen auf die berufliche Reputation und Tätigkeit
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)
Haftung des Webhosters nur bei Kenntnis oder offensichtlichen Rechtsverletzungen durch Kunden
- beck.de (Leitsatz)
Prüfungspflicht des Webhosters hinsichtlich gerichtlich untersagter Behauptungen
- dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)
Haftung des Webhosters nur bei Kenntnis oder offensichtlichen Rechtsverletzungen durch Kunden
Verfahrensgang
- AG Karlsruhe - 5 C 375/06
- LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Papierfundstellen
- MMR 2008, 190
- MIR 2008, Dok. 137
- afp 2008, 147
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (9)
- BGH, 11.03.2004 - I ZR 304/01
Internet-Versteigerung
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Der Webhosting-Provider ist aber immer dann, wenn er auf eine klare Rechtsverletzung hingewiesen worden ist, verpflichtet, die konkreten rechtswidrigen Inhalte unverzüglich zu sperren (vgl. BGH, Urteil vom vom 11.03.2004 - Az. I ZR 304/01 ).Auszugehen ist hierbei zunächst davon, dass das Haftungsprivileg des Diensteanbieters gemäß § 11 Teledienstegesetz (TDG) bzw. nunmehr gemäß § 10 Telemediengesetz (TMG) auf den Unterlassungsanspruch keine Anwendung findet (vgl. BGH, Urteil vom 11.03.2004 I ZR 304/01 NJW 2004, 3102 = GRUR 2004, 860 ,,Internet-Versteigerung I" …und vom 19.04.2007 I ZR 35/04 GRUR Int. 2007, 933 ,,Internet- Versteigerung II").
Dies bedeutet, dass die Verfügungsbeklagte immer dann, wenn sie auf eine klare Rechtsverletzung hingewiesen worden ist, die konkrete Äußerung unverzüglich sperren muss (vgl. BGH vom 11.03.2004 I ZR 304/01, a.a.O.).
Insoweit hat der BGH zwar in Bezug auf Markenrechtsverletzungen bei Internet-Versteigerungen in seiner Entscheidung vom 11.03.2004 I ZR 304/01 (NJW 2004, 3102 = GRUR 2004, 860) ausgeführt und mit Entscheidung vom 19.04.2007 I ZR 35/04 (…GRUR Int. 2007, 933) bekräftigt, dass der beklagte Diensteanbieter immer dann, wenn er auf eine klare Rechtsverletzung hingewiesen worden ist, nicht nur das konkrete Angebot unverzüglich sperren muss (§ 11 Satz 1 Nr. 2 TDG bzw. § 10 Satz 1 Nr. 2 TMG).
- BGH, 19.04.2007 - I ZR 35/04
Internet-Versteigerung II
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Auszugehen ist hierbei zunächst davon, dass das Haftungsprivileg des Diensteanbieters gemäß § 11 Teledienstegesetz (TDG) bzw. nunmehr gemäß § 10 Telemediengesetz (TMG) auf den Unterlassungsanspruch keine Anwendung findet (vgl. BGH, Urteil vom 11.03.2004 I ZR 304/01 NJW 2004, 3102 = GRUR 2004, 860 ,,Internet-Versteigerung I" und vom 19.04.2007 I ZR 35/04 GRUR Int. 2007, 933 ,,Internet- Versteigerung II").Insoweit hat der BGH zwar in Bezug auf Markenrechtsverletzungen bei Internet-Versteigerungen in seiner Entscheidung vom 11.03.2004 I ZR 304/01 (NJW 2004, 3102 = GRUR 2004, 860) ausgeführt und mit Entscheidung vom 19.04.2007 I ZR 35/04 (GRUR Int. 2007, 933) bekräftigt, dass der beklagte Diensteanbieter immer dann, wenn er auf eine klare Rechtsverletzung hingewiesen worden ist, nicht nur das konkrete Angebot unverzüglich sperren muss (§ 11 Satz 1 Nr. 2 TDG bzw. § 10 Satz 1 Nr. 2 TMG).
- BGH, 17.05.2001 - I ZR 251/99
Ambiente.de
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Derjenige, der ohne Täter oder Teilnehmer zu sein in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal zur Verletzung eines geschützten Gutes beiträgt, kann als Störer für eine Persönlichkeitsrechtsverletzung auf Unterlassung in Anspruch genommen werden (vgl. BGH, Urteil vom 17.06.2001 l ZR 251/99 NJW 2001, 3265 ,,ambiente.de").Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urteil vom 10,10.1996 I ZR 129/94 GRUR 1997, 313 ,,Architektenwettbewerb"; Urteil vom 30.06.1994 I ZR 40/92 GRUR 1994, 841 ,,Suchwort; Urteil vom 15.101998 I ZR 120/98 GRUR 1999, 418 ,,Möbelklassiker; Urteil vom 17.05.2001 I ZR 251/99 a.a.O. ,,ambiente.de", jeweils m.w.N.).
- OLG München, 29.07.2004 - 29 U 2745/04
Internet-DVD-Versanddienst
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Dies gilt jedenfalls in einem, durch einen rechtlich nicht einfachen Sachverhalt gekennzeichneten Verfügungsverfahren (vgl. OLG München, Urteil vom 29.07.2004 - Az. 29 U 2745/04 - NJW 2004, 3344 ; OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.06.1983 - Az. 8 U 30/83 - WRP 1984, 221).Jedenfalls im vorliegenden, durch umfänglichen und streitigen Vortrag zu einem rechtlich nicht einfachen Sachverhalt gekennzeichneten Verfügungsverfahren stellt die nahezu vollständige Ausschöpfung der Berufungsbegründungsfrist keine gegen die Dringlichkeit sprechende Verschleppung dar (vgl. OLG München, Urteil vom 29.07.2004 29 U 2745/04 NJW 2004, 3344; OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.06.1983 8 U 30/83 WRP 1984, 221).
- BGH, 01.07.1999 - I ZB 7/99
Unzulässigkeit der Beschwerde gegen 91a-Beschluß des Oberlandesgerichts
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 01.07.1999 I ZB 7/99 (NJW-RR 2000, 209) diese Frage unter Darstellung der in Rechtsprechung und Literatur hierzu vertretenen unterschiedlichen Auffassungen offen gelassen. - BGH, 15.10.1998 - I ZR 120/96
Möbelklassiker
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urteil vom 10,10.1996 I ZR 129/94 GRUR 1997, 313 ,,Architektenwettbewerb"; Urteil vom 30.06.1994 I ZR 40/92 GRUR 1994, 841 ,,Suchwort; Urteil vom 15.101998 I ZR 120/98 GRUR 1999, 418 ,,Möbelklassiker;… Urteil vom 17.05.2001 I ZR 251/99 a.a.O. ,,ambiente.de", jeweils m.w.N.). - BGH, 10.10.1996 - I ZR 129/94
Architektenwettbewerb - Vorsprung durch Rechtsbruch; BGB - Störerhaftung
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urteil vom 10,10.1996 I ZR 129/94 GRUR 1997, 313 ,,Architektenwettbewerb"; Urteil vom 30.06.1994 I ZR 40/92 GRUR 1994, 841 ,,Suchwort; Urteil vom 15.101998 I ZR 120/98 GRUR 1999, 418 ,,Möbelklassiker;… Urteil vom 17.05.2001 I ZR 251/99 a.a.O. ,,ambiente.de", jeweils m.w.N.). - BGH, 25.01.2001 - I ZR 120/98
SPA; Anspruch auf Rücknahme einer Markenanmeldung
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urteil vom 10,10.1996 I ZR 129/94 GRUR 1997, 313 ,,Architektenwettbewerb"; Urteil vom 30.06.1994 I ZR 40/92 GRUR 1994, 841 ,,Suchwort; Urteil vom 15.101998 I ZR 120/98 GRUR 1999, 418 ,,Möbelklassiker;… Urteil vom 17.05.2001 I ZR 251/99 a.a.O. ,,ambiente.de", jeweils m.w.N.). - BGH, 30.06.1994 - I ZR 40/92
Suchwort - Irreführung/Geschäftsverhältnisse; Prüfungspflicht bei Inseraten
Auszug aus LG Karlsruhe, 10.12.2007 - 9 S 564/06
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urteil vom 10,10.1996 I ZR 129/94 GRUR 1997, 313 ,,Architektenwettbewerb"; Urteil vom 30.06.1994 I ZR 40/92 GRUR 1994, 841 ,,Suchwort; Urteil vom 15.101998 I ZR 120/98 GRUR 1999, 418 ,,Möbelklassiker;… Urteil vom 17.05.2001 I ZR 251/99 a.a.O. ,,ambiente.de", jeweils m.w.N.).
- LG Hamburg, 17.10.2008 - 325 O 242/08
Keine Haftung von Webhostern für Persönlichkeitsverletzungen
Störer ist ein Hostprovider dann, wenn er seine Prüfungspflicht verletzt hat (vgl. mit weiteren Nachweisen LG Karlsruhe, Beschluss vom 10. Dezember 2007, 9 S 564/06, CR 2008, 251, 252).
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