Rechtsprechung
| OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- zip-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Kommanditbeteiligung mit unbedingter Ausschüttungsgarantie als erlaubnispflichtiges Bankgeschäft
- Betriebs-Berater
Kommanditbeteiligung mit Ausschüttungsgarantie als Einlagengeschäft
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 195; BGB § 199; BGB § 823; KWG § 1; KWG § 32
Begriff des erlaubnispflichtigen Einlagengeschäfts i.S. von § 1 Abs. 1 KWG; Behandlung einer Kommanditbeteiligung mit Ausschüttungsgarantie als Einlagengeschäft - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Einlagengeschäft nach 1 Abs. 1 KWG, geschäftsmäßige Begründung von Verbindlichkeiten, Haftung wegen Erlaubnispflichtverletzung bei Einlagengeschäften
- zbb-online.com (Leitsatz)
BGB §§ 195, 199, 823; KWG § 1 Abs. 1, § 32
Kommanditbeteiligung mit Ausschüttungsgarantie als Einlagengeschäft - Betriebs-Berater (Leitsatz)
Kommanditbeteiligung mit Ausschüttungsgarantie als Einlagengeschäft
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Begriff des erlaubnispflichtigen Einlagengeschäfts i.S. von § 1 Abs. 1 KWG; Behandlung einer Kommanditbeteiligung mit Ausschüttungsgarantie als Einlagengeschäft
Verfahrensgang
- LG Itzehoe, 03.05.2011 - 5 O 77/10
- OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Papierfundstellen
- ZIP 2012, 1066
- BB 2012, 202
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (11)
- BGH, 03.03.2005 - III ZR 353/04
Beginn der Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen einen Notar bei …
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Hinreichende Kenntnis vom Schaden hat der Verletzte dann, wenn er auf Grund der ihm bekannten Tatsachen gegen eine bestimmte Person eine Schadensersatzklage, sei es auch nur eine Feststellungsklage, erheben kann, die bei verständiger Würdigung so viel Erfolgsaussicht hat, dass sie ihm zuzumuten ist (vgl. BGH NJW-RR 2005, 1148, 1149; NJW 1991, 973 ;… Grothe in Münchener Kommentar zum BGB , 5. Aufl. 2007, § 199 Rn. 38 m.w.N.).Ist andererseits die Rechtslage unübersichtlich oder zweifelhaft, so dass selbst ein rechtskundiger Dritter sie nicht zuverlässig einzuschätzen vermag, kann der Verjährungsbeginn ausnahmsweise hinausgeschoben sein (BGH NJW-RR 2005, 1148 m.w.N.;… Grothe aaO., § 199 Rn. 25 f.).
- BGH, 21.04.2005 - III ZR 238/03
Haftung des ohne Erlaubnis tätigen Vermittlers von Kapitalanlagen
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Es entspricht einhelliger Auffassung in der Rechtsprechung, dass § 32 KWG ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers ist, so dass das unerlaubte Betreiben von Bankgeschäften Schadensersatzansprüche begründen kann (vgl. BGH…, Urteil vom 23. November 2010, VI ZR 244/09, Juris, Rn. 10;… Urteil vom 11. Juli 2006, VI ZR 341/04, Juris, Rn. 12 f.; Urteil vom 21. April 2005, III ZR 238/03, Juris, Rn. 15 ff.;… Fischer aaO. § 32 Rn. 17 m.w.N.).Schon aus dem Nichteinholen einer solchen Auskunft folgt ein Fahrlässigkeitsvorwurf (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 2005, III ZR 238/03, Juris, Rn. 23;… Urteil vom 11. Juli 2006, VI ZR 341/04, Juris, Rn. 24).
- BGH, 11.07.2006 - VI ZR 341/04
Schadensersatzpflicht des Betreibers von Bankgeschäften ohne Erlaubnis
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Es entspricht einhelliger Auffassung in der Rechtsprechung, dass § 32 KWG ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers ist, so dass das unerlaubte Betreiben von Bankgeschäften Schadensersatzansprüche begründen kann (vgl. BGH…, Urteil vom 23. November 2010, VI ZR 244/09, Juris, Rn. 10; Urteil vom 11. Juli 2006, VI ZR 341/04, Juris, Rn. 12 f.;… Urteil vom 21. April 2005, III ZR 238/03, Juris, Rn. 15 ff.;… Fischer aaO. § 32 Rn. 17 m.w.N.).Schon aus dem Nichteinholen einer solchen Auskunft folgt ein Fahrlässigkeitsvorwurf (vgl. BGH…, Urteil vom 21. April 2005, III ZR 238/03, Juris, Rn. 23; Urteil vom 11. Juli 2006, VI ZR 341/04, Juris, Rn. 24).
- BVerwG, 15.12.2010 - 8 C 37.09
Abwicklungsanordnung; Anlegerinteressen; Anlegerpublikum; Anlegerschutz; …
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Eine Anordnung hätte nach Auffassung des Senats auch ohnehin keine privatrechtsgestaltende Wirkung entfaltet, vielmehr bleiben die zivilrechtlich abgeschlossenen Geschäfte auch bei Anordnungen auf der Grundlage des § 37 KWG wirksam (…vgl. Fischer in Boos/Fischer/Schulte-Mattler, KWG , 3. Aufl., § 37 KWG Rn. 10a; offen gelassen in BVerwG GWR 2011, 138). - BGH, 27.11.1990 - VI ZR 2/90
Berufung des Schädigers auf Verjährung des Schadensersatzanspruchs bei später …
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Hinreichende Kenntnis vom Schaden hat der Verletzte dann, wenn er auf Grund der ihm bekannten Tatsachen gegen eine bestimmte Person eine Schadensersatzklage, sei es auch nur eine Feststellungsklage, erheben kann, die bei verständiger Würdigung so viel Erfolgsaussicht hat, dass sie ihm zuzumuten ist (vgl. BGH NJW-RR 2005, 1148, 1149; NJW 1991, 973 ;… Grothe in Münchener Kommentar zum BGB , 5. Aufl. 2007, § 199 Rn. 38 m.w.N.). - VG Berlin, 22.02.1999 - 25 A 276.95
Erlaubnispflichtige "Einlagen" nach dem KWG bei Veräußerung von …
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Schon für den damaligen Zeitraum, d.h. schon vor dem tatsächlichen Tätigwerden der BaFin gegenüber der X-Firmengruppe, ergab sich aus Literatur (…vgl. die Kommentierung von Füllbier in Boos/Fischer/Schulte-Mattler, KWG , 2. Aufl. 2004, § 1 Rn. 40) und Rechtsprechung (vgl. VG Berlin NJW-RR 2000, 642), dass bei der Vereinbarung einer garantierten Zahlung von bestimmten Beträgen unter Ausschluss einer Verlustbeteiligung von einer Einlage im Sinne des KWG auszugehen sein kann. - BGH, 13.09.2004 - II ZR 276/02
Begriff des Repräsentanten einer ausländischen Investmentgesellschaft; Haftung …
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Der Kunde kann daher grundsätzlich an dem abgeschlossenen Vertrag festhalten oder aber im Hinblick auf die Schutzgesetzverletzung - wie hier der Kläger - Schadensersatz in Form der Rückabwicklung des Vertrages verlangen (…Fischer aaO. § 32 Rn. 17; vgl. auch BGH NJW 2004, 3706 ). - BGH, 13.12.1984 - III ZR 20/83
Nachbarrechtliche Vorschriften als Schutzgesetze; Beweislast bei Verletzung eines …
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Steht der objektive Verstoß gegen das Schutzgesetz allerdings fest, muss der das Schutzgesetz Übertretende Umstände darlegen und beweisen, die geeignet sind, die daraus folgende Annahme seines Verschuldens auszuräumen (vgl. BGH NJW 1985, 1774, 1775). - BGH, 23.11.2010 - VI ZR 244/09
Schutzgesetzverletzung: Unerlaubte Drittstaateneinlagenvermittlung
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Es entspricht einhelliger Auffassung in der Rechtsprechung, dass § 32 KWG ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers ist, so dass das unerlaubte Betreiben von Bankgeschäften Schadensersatzansprüche begründen kann (vgl. BGH, Urteil vom 23. November 2010, VI ZR 244/09, Juris, Rn. 10;… Urteil vom 11. Juli 2006, VI ZR 341/04, Juris, Rn. 12 f.;… Urteil vom 21. April 2005, III ZR 238/03, Juris, Rn. 15 ff.;… Fischer aaO. § 32 Rn. 17 m.w.N.). - BGH, 09.02.2011 - 5 StR 563/10
Gewerbsmäßiger Betrieb von Bankgeschäften (Einlagengeschäft: Fälligkeit, …
Auszug aus OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Einlagen im Sinne der ersten Variante des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG liegen in der Regel vor, wenn jemand von einer Vielzahl von Geldgebern, die keine Kreditinstitute sind, fremde Gelder aufgrund typisierter Verträge zur unregelmäßigen Verwahrung, als Darlehen oder in ähnlicher Weise ohne Bestellung banküblicher Sicherheiten laufend annimmt (…vgl. Schäfer in Boos/Fischer/Schulte-Mattler, KWG , 3. Aufl. 2008, § 1 Rn. 36; BGH, Beschluss vom 9. Februar 2011, 5 StR 563/10, Juris, Rn. 5; Wallat, NJW 1995, 3236). - EuGH, 11.02.1999 - C-366/97
Romanelli - Freier Dienstleistungsverkehr - Kreditinstitute - Rückzahlbare Gelder
- BGH, 07.07.2015 - VI ZR 372/14
Bankenaufsicht: Schutzzweck der Erlaubnispflicht von Einlagengeschäften
Rn. 30 (2)Zweck der Erlaubnispflicht von Einlagengeschäften iSd § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG ist es sicherzustellen, dass die Kreditinstitute entsprechend § 11 Abs. 1 KWG jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft (Liquidität) gewährleisten (…vgl. Senatsurteile vom 19. März 2013 - VI ZR 56/12, BGHZ 197, 1 Rn. 31;… vom 11. Juli 2006 - VI ZR 340/04, NJW-RR 2006, 1713 Rn. 25 und VI ZR 341/04, EBE/BGH 2006, 302, 304; OLG Celle, OLGR 2005, 96, 98 f.;… Rost, aaO, S. 87, 89; auch OLG Schleswig, ZIP 2012, 1066, 1068, 1069).Das Publikum soll vor Verlusten gerade durch die Einlage beim erlaubnispflichtigen Kreditinstitut bewahrt werden (…Bähre/Schneider, KWG, 3. Aufl., § 1 Anm. 7; Tettinger, DStR 2006, 903; ferner BGH, Urteil vom 9. März 1995 - III ZR 55/94, BGHZ 129, 90, 96; Beschluss vom 9. Februar 2011 - 5 StR 563/10, NStZ 2011, 410, 411; OVG Berlin…, Urteil vom 20. Februar 1980 - I B 13.77, juris Rn. 13; LG Hamburg, ZIP 2015, 368, 369; Horn, ZGR 1976, 435, 441;… Schäfer in Boos/Fischer/Schulte-Mattler, KWG, 4. Aufl. § 1 Rn. 33; Voge, WM 2007, 1640, 1645;… vgl. auch BT-Drucks. 3/1114, S. 20; OLG Schleswig, ZIP 2012, 1066, 1069).
- OLG Frankfurt, 07.02.2017 - 8 U 15/15
Begriff der Einlage i.S. von § 32 Abs. 1 KWG
Der dort geregelte Erlaubnisvorbehalt soll sicherstellen, dass nur solche Unternehmen Bankgeschäfte betreiben, die personell und finanziell die Gewähr für eine ordnungsgemäße Geschäftsführung bieten (vgl. BGH, Urteil vom 19.3.2013, VI ZR 56/12, juris Rn 11 m. w. N.; NJW-RR 2013, 675 ff; Schleswig - Holsteinisches Oberlandesgericht, Urteil vom 21.12.2011, 9 U 57/11, juris Rn 25 m. w. N.).So liegt eine Einlage i. S. d. KWG vor in der Fallgestaltung fremder, unbedingt rückzahlbarer Gelder, wenn also ein garantierter Mindestgewinn unter Ausschluss einer Verlustbeteiligung vereinbart wurde (…vgl. BFS - KWG/Schäfer, 4. Aufl. 2011, § 1 KWG Rn 40), des Weiteren, wenn der Eindruck eines vertraglichen, unbedingten Rückzahlungsanspruchs, insbesondere in Werbe- und Vertragsunterlagen, erweckt wurde (vgl. Schleswig - Holsteinisches Oberlandesgericht, Urteil vom 21.12.2011, 9 U 57/11, juris Rn 34 mit Hinweis auf die Entwurfsbegründung des Gesetzesentwurfs der Bundesregierung für die zum, 1. Januar 2005 in Kraft getretene Neuregelung, Drucksache 15/3641, S. 36).
- LG Rottweil, 30.07.2026 - 1 O 61/24 Die Anleger sollen folglich vor Vermögensverlusten bewahrt werden, die gerade durch die mangelnde Einhaltung bankaufsichtsrechtlicher Vorgaben verursacht werden (BGH…, Urteil vom 07.07.2015, VI ZR 372/14, juris, Rn. 27; OLG Schleswig, Urteil vom 21.12.2011, 9 U 57/11, juris, Rn. 36, 51).
- LG Flensburg, 12.03.2014 - 2 O 261/12
Haftung für fehlerhafte Anlageberatung oder Anlagevermittlung: Schutzzweck der …
Beide Varianten des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG setzen voraus, dass das angenommene Geld nach den zugrunde liegenden zivilrechtlichen Abreden nach Fälligkeit unbedingt zurückzuzahlen ist, an dem unternehmerischen Risiko des Aktivgeschäfts des annehmenden Unternehmens also nicht teilnimmt (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2011 - 5 StR 563/10, GWR 2011, 139; OLG Schleswig, Urteil vom 21. Dezember 2011 - 9 U 57/11, SchlHA 2012, 217;… Schäfer in Boos/Fischer/Schulte-Mattler, KWG, 4. Auflage 2012, § 1 Rn. 40;… Schwennicke in Schwennicke/Auerbach, KWG, 2009, § 1 Rn. 13).
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Rechtsprechung
| OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
Kapitalanlageberatungsvertrag: Umfang der Beratungspflichten gegenüber einem fachkundigen Anlageinteressenten bei einem Zins-Swap-Geschäft
- ra.de
- rechtsportal.de
BGB § 280 Abs. 1
Beratungspflichten einer Bank bei Vermittlung eines Zins-Swap-Geschäfts - Wolters Kluwer
Beratungspflichten einer Bank bei Vermittlung eines Zins-Swap-Geschäfts
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Stuttgart, 24.03.2011 - 25 O 191/10
- OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (14)
- OLG Stuttgart, 14.12.2011 - 9 U 11/11
Swap-Vertrag: Aufklärungspflicht der Bank bei Zinswährungsswap-Geschäften
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Rn. 25 Das Verlustrisiko des Kunden setzt sich somit während der Laufzeit des Vertrages aus der Summe der einerseits seit Vertragsbeginn erhaltenen oder geleisteten Zinszahlungen und dem aktuellen Marktwert zusammen (vgl. Senat: Urt. v. 14.12.2011, 9 U 11/11).Die Ermittlung ist deutlich komplexer und war für die Klägerin angesichts der Optionsstrukturen des Zinssatzswap-Vertrages nicht möglich (vgl. Senat, Urt. v. 14.12.2011, 9 U 11/11).
Um Letzteres zu vermeiden, war - wie dargestellt - ein effektives Risikomanagement der Klägerin zwingend erforderlich, auf welches die Beklagte hätte hinweisen müssen (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 14.12.2011, 9 U 11/11).
Die Pflicht, auf die Notwendigkeit eines effektiven Risikomanagements hinzuweisen, wird nicht durch die Praxis der Banken beseitigt, ohne konkrete vertragliche Vereinbarung den Swap-Vertrag zu überwachen, nach eigenem Gutdünken Auflösungsempfehlungen zu geben und in freigewählten Abständen den Marktwert dem Kunden mitzuteilen (vgl. Senatsurteil vom 14.12.2011, 9 U 11/11).
Er kann nicht davon ausgehen, dass der Anleger das theoretische Maximalrisiko tragen will und muss die konkrete Risikobereitschaft erfragen (Senatsurteil v. 14.12.2011, 9 U 11/11).
- BGH, 22.03.2011 - XI ZR 33/10
Zu Beratungspflichten einer Bank bei Abschluss eines Zinssatz-Swap-Vertrages
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Maßgeblich sind einerseits der Wissensstand, die Risikobereitschaft und das Anlageziel des Kunden und andererseits die allgemeinen Risiken, wie etwa die Konjunkturlage und die Entwicklung des Kapitalmarktes, sowie spezielle Risiken, welche sich aus den Besonderheiten des Anlageobjekts ergeben (BGH Urt. v. 22.03.2011, XI ZR 33/10;… Urt. v. 6.07.1993, IX ZR 12/93).Entscheidend für das Ausmaß an Beratungspflichten sind demnach die Relationen "Flexibilität" des Produkts und das einzugehende Risiko des Kunden (BGH Urt. v. 22.03.2011, XI ZR 33/10;… Urt. v. 6.07.1993, IX ZR 12/93; vgl. auch Spindler NJW 2011, 1920).
Rn. 29 Ob die Beklagte - wie vom Landgericht angenommen - zur Vermeidung eines Interessenkonflikts zur Aufklärung über den anfänglichen negativen Marktwert verpflichtet war, kann dahin gestellt bleiben (vgl. dazu BGH, Urteil vom 22.03.2011, XI ZR 33/10).
Rn. 31 Nach den gem. §§ 529, 531 ZPO bindenden Feststellungen des Landgerichts war vorliegend in den Swap eine "Marge" von 58.500,00 EUR einstrukturiert, so dass der Vertrag in Höhe von 1, 95 % der Betragssumme einen negativen Marktwert aufwies (vgl. BGH, Urt. v. 22.03.2011, XI ZR 33/10).
Schließlich war der Beklagten bewusst, dass ihre Wortwahl ("Zinssicherung") und die Herausstellung der subjektiven Zinsmeinung der Klägerin (…vgl. Präsentation v. 24.05.2007, Anl. B 3, S. 7) geeignet war, von den Risiken des Vertrags abzulenken (vgl. BGH, Urteil vom 22.03.2011, XI ZR 33/10; Senatsurteil v. 27.10.2010, 9 U 148/08).
- BGH, 08.07.1993 - IX ZR 12/93
Wirksamkeit der ohne Zustimmung des Mandanten vorgenommenen Abtretung der …
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Maßgeblich sind einerseits der Wissensstand, die Risikobereitschaft und das Anlageziel des Kunden und andererseits die allgemeinen Risiken, wie etwa die Konjunkturlage und die Entwicklung des Kapitalmarktes, sowie spezielle Risiken, welche sich aus den Besonderheiten des Anlageobjekts ergeben (…BGH Urt. v. 22.03.2011, XI ZR 33/10; Urt. v. 6.07.1993, IX ZR 12/93).Entscheidend für das Ausmaß an Beratungspflichten sind demnach die Relationen "Flexibilität" des Produkts und das einzugehende Risiko des Kunden (…BGH Urt. v. 22.03.2011, XI ZR 33/10; Urt. v. 6.07.1993, IX ZR 12/93; vgl. auch Spindler NJW 2011, 1920).
- BGH, 06.07.1993 - XI ZR 12/93
Beratungs- und Prüfungspflichten der Bank bei ausländischen Wertpapieren
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Rn. 40 Der Inhalt der Beratung hat sich danach auszurichten, welches Anlageziel der Kunde verfolgt (BGHZ 123, 126). - BGH, 18.01.2007 - III ZR 44/06
Beratungs- und Hinweispflichten eines Anlageberaters bei Vermittlung einer …
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Rn. 43 Das vermutete Verschulden hat die insoweit gemäß § 280 Abs. 1 S. 2 BGB darlegungs- und beweispflichtige Beklagte nicht widerlegt (vgl. BGH, Urteil vom 18.01.2007, III ZR 44/06). - OLG Stuttgart, 27.10.2010 - 9 U 148/08
Beratungsvertrag: Aufklärungspflichten einer Bank im Zusammenhang mit einem …
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Schließlich war der Beklagten bewusst, dass ihre Wortwahl ("Zinssicherung") und die Herausstellung der subjektiven Zinsmeinung der Klägerin (…vgl. Präsentation v. 24.05.2007, Anl. B 3, S. 7) geeignet war, von den Risiken des Vertrags abzulenken (vgl. BGH, Urteil vom 22.03.2011, XI ZR 33/10; Senatsurteil v. 27.10.2010, 9 U 148/08). - OLG Stuttgart, 26.02.2010 - 9 U 164/08
Bankenhaftung bei Kapitalanlagegeschäften: Verletzung der Pflicht zur …
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Die Wortwahl der Beklagten lässt den Kunden vielmehr in dem irrigen Glauben, dass es ausreiche, die Erfolgsaussichten des Swaps anhand der Markterwartungen bezüglich der Zinsentwicklung zu beurteilen (vgl. Senatsurteil vom 26.2.2010, 9 U 164/08). - BGH, 27.11.1990 - XI ZR 115/89
Aufklärungspflicht des Vermittlers von Aktien- und Aktienindex-Optionen; …
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Rn. 38 Eine Einschränkung hinsichtlich des Umfangs der Beratungspflichten gegenüber mittelständischen Unternehmen lässt sich ungeachtet der vorwiegend aufsichtsrechtlichen Funktion des § 31 a Abs. 2 WpHG i.d.F. v. 2007 der zivilrechtlichen Rechtsprechung nicht entnehmen (vgl. BGH NJW 1991, 1106; 1981, 1440; OLG Koblenz WM 2010, 453). - OLG Koblenz, 14.01.2010 - 6 U 170/09
Bankenhaftung: Zum Umfang der Beratungspflichten bei Zinsswap-Geschäften
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Rn. 38 Eine Einschränkung hinsichtlich des Umfangs der Beratungspflichten gegenüber mittelständischen Unternehmen lässt sich ungeachtet der vorwiegend aufsichtsrechtlichen Funktion des § 31 a Abs. 2 WpHG i.d.F. v. 2007 der zivilrechtlichen Rechtsprechung nicht entnehmen (vgl. BGH NJW 1991, 1106; 1981, 1440; OLG Koblenz WM 2010, 453). - BGH, 06.04.1981 - II ZR 84/80
Differenzeinwand - Schädigung - Culpa in contrahendo - CIC - …
Auszug aus OLG Stuttgart, 01.02.2012 - 9 U 57/11
Rn. 38 Eine Einschränkung hinsichtlich des Umfangs der Beratungspflichten gegenüber mittelständischen Unternehmen lässt sich ungeachtet der vorwiegend aufsichtsrechtlichen Funktion des § 31 a Abs. 2 WpHG i.d.F. v. 2007 der zivilrechtlichen Rechtsprechung nicht entnehmen (vgl. BGH NJW 1991, 1106; 1981, 1440; OLG Koblenz WM 2010, 453). - BGH, 21.03.2006 - XI ZR 63/05
Schadensermittlung bei Anlageberatung; Beurteilungshorizont bei Empfehlung zum …
- BGH, 12.03.2002 - XI ZR 258/01
Geschäfte mit Aktienanleihen sind keine Börsentermingeschäfte
- BGH, 21.03.2006 - XI ZR 116/05
Abweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend einen Anwaltsregress aufgrund …
- LG Stuttgart, 24.03.2011 - 25 O 191/10
- OLG Nürnberg, 19.08.2013 - 4 U 2138/12
Bankenhaftung aus Anlageberatung: Umfang der Aufklärungspflicht bei einem …
Jedenfalls in einem solchen Fall muss die beratende Bank (anders als in dem vom OLG Stuttgart mit Urteil vom 01.02.2012 [= BKR 2012, 300] entschiedenen Sachverhalt) nicht bereits vor oder bei Abschluss des Vertrages ungefragt auf die Notwendigkeit eines "effektiven Risikomanagements" hinweisen. - LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 31/12
Beratungspflichtverletzung bei Swapgeschäften wegen einer unterlassenen …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (a)]). - LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 363/11
Aufklärungspflichtverletzung im Zusammenhang mit einem negativen Anfangswert bei …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (a)]).
- LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 362/11
Bank muss bei Swapgeschäften über einstrukturierten negativen Anfangswert …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (a)]). - LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 43/12
Aufklärungspflichtverletzung hinsichtlich eines negativen Anfangswerts eines …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (a)]). - LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 375/11
Schadenersatzbegehren des Kapitalanlegers wegen Aufklärungspflichtverletzung der …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (a)]). - LG Düsseldorf, 16.05.2014 - 8 O 37/12
Umfang der Verpflichtung einer Bank zur kunden- und objektgerechten Beratung; …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (a)]). - OLG Stuttgart, 04.04.2018 - 9 U 140/17
Bankenhaftung: Umfang der Aufklärungspflicht bei einem Swap-Geschäft; Verjährung …
Bewertungen und Empfehlungen hingegen brauchen ex ante betrachtet lediglich vertretbar zu sein (Senat, Urteil vom 01.02.2012 - 9 U 57/11, BKR 2012, 300, 301 m. Hinw. auf BGH, Urteil vom 22.03.2011 - XI ZR 33/10). - LG Düsseldorf, 06.09.2013 - 8 O 20/12
Schadensersatz wegen Beratungsfehler bei Swapgeschäften; Verletzung der …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (B)]). - LG Düsseldorf, 04.04.2014 - 8 O 301/12
Anspruch einer kommunalen Gebietskörperschaft auf Freistellung von der …
Bei Swapgeschäften erhält, anders als dies bei gängigen Austauschverträgen wie Kauf oder Darlehen der Fall ist, nicht jeder Vertragspartner unabhängig von seiner eigenen Leistung einen eigenständigen Wert aus der Leistung des anderen, so dass nicht beide von dem Geschäft profitieren (vgl. Roberts, BKR 2012, 377 [378]); vielmehr ist der Gewinn der einen Seite spiegelbildlich der Verlust der anderen Seite (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10 [unter II 2 d bb (2) (a)]). - LG Düsseldorf, 04.04.2014 - 8 O 89/12
Anspruch einer kommunalen Gebietskörperschaft auf Freistellung von der …
- LG Düsseldorf, 06.09.2013 - 8 O 324/11
Aufklärungspflichtverletzung bei unterlassenem Hinweis auf den negativen …
- LG Düsseldorf, 06.09.2013 - 8 O 442/11
Beratungspflichtverletzung bei unterlassener Aufklärung über den negativen …
- LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 343/11
Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung einer Bank bzgl. Durchführung …
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